Die Altenberger-Dom-Straße in Schildgen soll neu gestaltet werden.

In der schwierigen Debatte um die Neugestaltung der Altenberger-Dom-Straße in Schildgen hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, die Auslastung der Parkplätze entlang der Hauptverkehrs- und Einkaufsstraße sowie in den öffentlich zugänglichen Hinterhöfen zu prüfen. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

Die Zahl der verbleibenden Parkplätze nach einer Neugestaltung der Altenberger-Dom-Straße-Dom-Straße im zentralen Abschnitt steht im Fokus der hitzigen Debatte um das Projekt. Der Einzelhandel kämpft um leicht zugängliche Stellplätze, die Stadtplaner streben eine allgemeine Verbesserung der Attraktivität an – und hatten immer auf eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen verwiesen.

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Zur Klärung hatte der Verkehrsausschuss im April die Stadtverwaltung verpflichtet, eine gründliche Erhebung zu beauftragen. Die Ergebnisse liegen jetzt für die kommende Ausschusssitzung vor – und scheinen den Planern Recht zu geben. Ihr Gesamtfazit bei der Bewertung der Daten:

„Die Parkraumuntersuchung zeigt, dass der Parkraum auf den privaten Stellplätzen der Händlerschaft in den Hinterhöfen der Altenberger-Dom-Straße und auf dem Parkplatz „Am Schild“ ausreichend ist, um die gemessene Parkplatznachfrage bei einem möglichen Wegfall der straßenbegleitenden Parkplätze zu kompensieren.“

Sowohl der Parkplatz „Am Schild“ als auch die Stellplätze entlang der Straße, so die Erhebung, würden nur zum Teil ausgelastet (geringer bis max. mittlerer Parkdruck). Bei den Stellplätze in den Hinterhöfen gebe es sogar noch hohe freie Kapazitäten.

Daher können insgesamt nicht von einem hohen Parkdruck gesprochen werden, es gebe vielmehr ein Verteilungsproblem. Um die verfügbaren Parkflächen optimaler zu nutzen sei eine Beschilderung für die Stellplätze in den Hinterhöfen sinnvoll.

In der vergangenen Sitzung des Verkehrsausschusses Ende August hatte die Stadtverwaltung angekündigt, das vorliegende Konzept des Büros MWM mit zwei Varianten im nächsten Schritt im Rahmen einer ausführlichen Beteiligung der Bürgerschaft zur Diskussion zu stellen. Termine sind dafür noch nicht bekannt.

Hinweis der Redaktion: Im Verkehrsausschuss liegen weitere Anträge zum Thema Verkehr in Schildgen vor, mit Stellungnahmen der Verwaltung:

Antrag der CDU Fraktion, der FDP Fraktion und der Fraktion Freie Wählergemeinschaft zur Optimierung des Verkehrsflusses in Schildgen und Katterbach mit Hilfe einer computergestützten Simulation

SPD Antrag zur Prüfung des Verkehrsflusses in Schildgen

Die Entwurfsplanung in drei Abschnitten dokumentiert die Stadt auf dieser Website.

Einen grundlegenden Beitrag zum „Kulturkampf“ in Schildgen mit einer Darstellungen der verschiedenen Positionen finden Sie hier.

Dokumentation

Die Details zu den Erhebungen lassen sich der Mitteilungsvorlage sowie einer Präsentation der Daten entnehmen.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Bei aller Diskussion darf man m. M. n. zwei Dinge nicht aus dem Auge verlieren: a) Kunden, die ein negatives Einkaufserlebnis an einem Ort hatten, werden wohl kaum nochmal zurückkehren und b) die Konkurrenz sitzt nicht im Nachbarort sondern im Internet.

    1. Wenn ich so etwas lese, drängt sich mir der Verdacht auf, dass das Lied des ideologischen Auftraggebers solcher, meiner Meinung nach von vornherein unsinnigen Gutachten, gesungen wird. Der letzte Lokalpolitiker muss doch langsam mal verstehen, dass die Menschen niemals auf den Individualverkehr verzichten werden. Und bei vielen gibt es dafür auch nachvollziehbare Gründe.
      Es wäre einfach besser, mal Politik für anstatt gegen die Bürger zu machen. Insbesondere nicht gegen diejenigen Bürger, die die meisten Steuern zahlen.

      1. Wie so oft wird wieder einmal übersehen oder bewusst ausgeklammert, dass Individualverkehr in hohem und zunehmendem Maße und gerade im Bereich der örtlichen Nahversorgung Fuß- und Radverkehr bedeutet.

        Diesen beiden Verkehrsformen, auch zur Unterstützung von sicheren Schulwegen und inklusiver Teilhabe, muss – im Übrigen auch nach geltendem Regelwerken – Rechnung getragen werden.

        Das Auto, wie den beiden vorangestellten Kommentaren zu unterstellen ist, muss sicherlich in Grenzen weiterhin Berücksichtigung finden, darf aber zukünftig die Erreichbarkeit des Einzelhandels, die Aufenthaltsqualität und nicht wie im aktuellen Maße andere Verkehrsarten grundsätzlich einschränken oder gar gefährden.

        Des Weiteren ist an verschiedensten Stellen das Narrativ des steuerzahlenden Autofahrers, der für all die Infrastruktur aufkommen muss – um das es @Dirk Wehn in seinem Kommentar vermutlich geht – schon oft und in verschiedenen Kontexten entkräftet worden.

        z.B. hier https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/09/berlin-fragen-antworten-fahrrad-steuer-radweg.html

      2. Endlich wird mal Politik FÜR die Menschen gemacht. Denken Sie nur an die ganzen Klimaflüchtlinge die kommen werden, wenn andere Erdteile durch unser Verhalten wegen Überschwemmung, Hitze und Dürre unbewohnbar geworden sind. Wo sollen die armen Leute sonst hin? Aber wenn Sie das anders sehen, ist das auch ok.

      3. Bitte nicht “die Menschen” mit “ich” verwechseln.

        Eigentlich meinst du doch: “Der letzte Lokalpolitiker muss doch langsam mal verstehen, dass ich niemals auf mein Auto verzichten werde. Und bei mir gibt es dafür auch nachvollziehbare Gründe.
        Es wäre einfach besser, mal Politik für anstatt gegen mich zu machen. Insbesondere finde ich die Steuern zu hoch, denn ich habe mich zwar aus freien Stücken für die teuerste und ineffektivste Form der Fortbewegung entschieden, aber ich fände es besser, wenn dafür die Allgemeinheit weiter aufkäme.”

      4. Nicht zu vergessen: Die Kosten in Milliardenhöhe, die Autofahrer durch ihren Bewegungsmangel im unserem Gesundheitswesen verursachen. Die ich übrigens auch als Radfahrerin mittragen muss.

  2. Als alter Schildgener bin ich irritiert, wo befinden sich denn 138 Hinterhofparkplätze? Als Parkmöglichkeit ohne Berücksichtigung von “Am Schild” und der Längsparkplätze fallen mir spontan die Plätze von Polito, Edeka (meiner Meinung nach sehr eng, wenig Platz zum Rangieren, gefährliches Rangieren), VR-Bank, Broich und gegenüber von Eis Pol ein.

    Diese kann man aber doch gar nicht in eine allgemeine Bezifferung der Parkmöglichkeiten hinzurechnen, denn bei z.B. der VR-Bank dürfen nur Kunden parken, diverse Parkplätze bei der Firma Broich sind reserviert für u.a. Broich, beim Parkplatz gegenüber Eis Pol sind ebenso Parkplätze spezifisch für Kunden reserviert.

    Man kann also nicht z.B. einen Parkplatz der Firma Broich nutzen und seine Einkäufe beim Bäcker, bei Edeka, bei Polito usw erledigen oder dort parken, wenn man einen Termin wahrnehmen möchte.

    Schwierig finde ich auch, dass scheinbar ja manche dieser Hinterhofparkplätze nur rückwärts auf die Altenberger-Dom-Str. fahrend zu verlassen sind, das ist ja eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer, die auch nach Umgestaltung nicht besser werden wird.

    Sehr seltsam finde ich, dass die Auslastung der Längsparkplätze nur an zwei Tagen gemessen wurde. Ich fahre häufig durch Schildgen und ich fahre auch häufig mit dem Auto nach Schildgen, da ich ein Auto nutzen muss. “Am Schild” finde ich sehr häufig keinen Parkplatz und seit dort durch die Fahrradabstellanlage usw Parkplätze weggefallen sind noch seltener als zuvor.

    Je nach Tageszeit finden sich auch bei den Längsparkplätzen und an der Kirche keine Plätze. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Jahreszeit bei der Zählung ebenfalls eine Rolle spielt. Bei Regen und Kälte ist die Parkplatzsituation vermutlich deutlich angespannter.

  3. Als Nicht-Schildgener gewinnt man den Eindruck, dass Stadt + Verwaltung die Bürger*innen an der Nase durchs Dorf führen. Die oft angekündigte, selten im Wortsinn vollzogene “Bürgerbeteiligung” sollte in “Bürger-Informierung” umgebannt werden, denn es kommen nur Vorschläge zur Diskussion, die keine wirklich Lösung darstellen. Wahrscheinlich gibt es auch keine, die alle zufrieden stellen würde. Dann aber muss der eine 0der andere Tod gestorrben werden und je nach Farbe auf mehr oder weniger Stimmen beim nächsten Wahlgang verzichtet werden. Aber wie ein Kommentar schreibt, so langsam sollte es ein Ende der Diskussionen und Verballhornungen geben, auch wenn es für manche eins mit Schrecken ist.

    Man hätte längst diese ohnmächtig zu nennende Diskussion beenden könnte, wäre man mit ähnlichem Langmut dem Vorschlga einer Umgehungsstraße gefolgt.

    1. Zitat aus dem Text, der wiederum die Stadt zitiert:

      „Die Parkraumuntersuchung zeigt, dass der Parkraum auf den privaten Stellplätzen der Händlerschaft in den Hinterhöfen der Altenberger-Dom-Straße und auf dem Parkplatz „Am Schild“ ausreichend ist, um die gemessene Parkplatznachfrage bei einem möglichen Wegfall der straßenbegleitenden Parkplätze zu kompensieren.“

    2. “Wofür genau sind die denn genug und wie beziffert man das?”

      Eine interessante Frage, der man nicht nachgeht. Daher liefert die durchgeführte Erhebung über den Parkraum in Schildgen keinerlei belastbare Anhaltspunkte darüber, wie sich das für die Exististenz des Nahversorgungszentrums notwendige Kaufverhalten verändern wird, will man fahrzeugnutzende Kunden künftig darauf verweisen, Am Schild oder in Hinterhöfen zu parken. Die Zufahrt zu letzteren wäre nicht ohne ein Überqueren von Fuß- und Radweg möglich. Der Wegfall von Längsparkplätzen mag daher eventuelle “Dooring-Unfälle” ausschließen. Der Verweis auf Hinterhöfe wird jedoch gleichzeitig neue “Konfliktsituationen” unter den Verkehrsteilnehmern herbeiführen.

      Letztlich hilft leider auch der angeführte Spiegel-Artikel nicht weiter. Die diesem zugrunde liegende Studie, die offensichtlich das Vorhandensein von Parkplätzen in Innenstädten dortigen Mietpreisentwicklungen gegenüberstellt, wird erst im Dezember 2023 veröffentlich. Aus der Vorabankündigung lassen sich keinerlei Fakten entnehmen. Erst recht keine Anhaltspunkte für eine Übertragung der gewonnenen Ergebnisse auf die spezifische Situation im Ortsteil Schilgen.

    1. Ich halte es für hilfreich darauf hinzuweisen, dass die Stadt ebenfalls Informationen auf ihrer Homepage zur Verfügung stellt.

      So wird unter https://www.bergischgladbach.de/altenberger-dom-strasse.aspx beschrieben, dass es auch eine planerische Alternative zum einseitigen Erhalt von Längsparkplätzen gibt / geben wird.

      Darüber hinaus wäre auch wichtig zu erwähnen, dass die veröffentlichten Pläne den Konzeptstatus noch nicht verlassen haben.

      1. Die entsprechenden Links finden sich auch im Beitrag. Ebenso wie der Hinweis auf die anstehende Bürgerbeteiligung.

    2. Es hat tatsächlich Züge eines Kulturkampfes. Alle Argumente sind mehrfach vorgetragen, Kompromissvorschläge liegen auf dem Tisch. Alles was es braucht, ist eine Entscheidung. Hoffentlich erlöst uns die Politik bald von diesem Thema, dann können alle mal wieder runter kommen.

    3. Ich finde, Ihre Intonation „Kulturkampf“, ist völlig deplatziert. Es passt aber in den Sound, der Radwegbefürworter. Wir ringen hier um eine sinnvolle Lösung für unseren Ort, der möglichst viele Aspekte und Ansprüche mit bedient und hier wird darin ein Kampf gesehen! Dass hier auf InGl, der ganz offensichtlich der Fahrradlobby und der Ratsfraktion der Grünen nahestehenden Veröffentlichungsplattform, solche Begriffe benutzt werden, statt beispielsweise die Parkplatzstudie auch einmal kritisch zu beleuchten, zeigt das überdeutlich.

      1. Die Redaktion ist unabhängig, steht keiner Partei und keine Lobby nahe, sondern bemüht sich, alle Perspektiven darzustellen. Das zeigt der „Kulturkampf“-Beitrag exemplarisch.

      2. Ich verwahre mich dagegen, als Radfahrerin, die sich auch für andere schwächere Radfahrer (z. B. Kinder) einsetzt, daß Sie mich als Radfahrlobby bezeichnen.

        Ebenso ist Ihre Aussage nicht aktzeptabel zu der Dame, die sagt, sie fahre mit dem Rad lieber weiter, als hier bei (vermutlich) autobevorzugenden Einzelhändlern einzukaufen.

        Ihre Beiträge, die auch nur in eine Richtung zielen, sind zahlenmäßig stark, während der Inhalt sich wiederholt.

        Bin ich als Radfahrerin und ältere Person eine Kundin im hiesigen Einzelhandel, die vernachlässigt werden kann?

      3. Ach Herr Lehner, wenn die Argumente ausgehen, kommt die Keule der Fahrradlobby oder Grünen, denen dann in-gl nahestehen soll.

      4. Die Intonation der IG-Schildgen mit ihren aktuellen Plakaten ist nun auch nicht gerade deeskalierend.

      5. Herr Lehner, wir müssen unser angewöhntes Einkaufsverhalten auf “emissionsfrei” umstellen, am besten schon gestern. Die Zeiten – rein ins Auto, nur kurz anhalten, rausspringen, einkaufen und wieder weg – sind kontraproduktiv. Das hat mit Radwegbefürworter oder Fahrradlobby absolut nichts zu tun. Meine diversen Einkäufe erledige ich bereits seit längerem alle 1 – 2 Tage (Entfernung 1-2 km) zu Fuß. Ich weis zwar nicht, welch ein Geschäft Sie betreiben, aber wenn es ein besonders kundenfreundliches ist oder wenn die Qualität Ihrer Ware gut ist, wird Ihre Kundschaft Sie sicher nicht im Stich lassen, nur weil die jetzt ein paar Meter gehen muss.

      6. Rita ich betreibe kein Geschäft! Wie kommen Sie darauf? Ich wohne in Schildgen, genieße es zu Fuß oder mit dem Rad einkaufen zu können, bin aus Überzeugung Mitglied des ADFC und habe in meinem nicht sehr kurzen Leben noch nie etwas anderes als Grün gewählt. Und ja, ich gebe Ihnen grundsätzlich recht, dass es uns gut ansteht, unsere Gewohnheiten im Straßenverkehr zu ändern. Aber nein, Sie machen es sich zu einfach, wenn Sie glauben, dass gute Geschäfte automatisch gut frequentiert sind. Für den Schutz der Radler könnte viel mehr getan werden, als einfach nur Radwege statt Parkplätze. Staus durch Zugangsbeschränkungen vermeiden, konsequentes Herabsetzen der Geschwindigkeit der motorisierten Verkehrsteilnehmer und der nichtmotorisierten auch. Aber Politik, Verwaltung und Radlobby kennt nur ein Ziel, und erwartbare Kollateralschäden werden achselzuckend ignoriert.

      7. Herr Lehner, ich hatte Sie tatsächlich an ganz anderer Stelle verortet.

        Wer hätte gedacht, dass ein Radfahrer bzw. Fußgänger und noch dazu, vorgeblich ein Grünenwähler sich für den Erhalt von “Kurzzeitparkplätzen” einsetzt. Wenn die Einwohner in Schildgen ihre “NAHVERSORGER” erhalten/unterstützen wollen, dann sollten sie idealerweise, wie es das Wort schon sagt, auch dort ihre täglichen Einkäufe erledigen, wenn möglich zu Fuß/per Fahrrad und nicht aus Bequemlichkeit den nächsten Discounter anfahren (spart Sprit und ist bereits dadurch viel preiswerter).

        DAS wäre eine sinnvolle Lösung und DAFÜR könnten Sie in Ihrem Stadtteil Schildgen werben, um dem noch größeren erwartbaren Kollateralschaden ein klein wenig entgegenzuwirken.

  4. Bei der gesamten Parkplatzuntersuchung sind meines Erachtens 2 Themen außer Betracht gelassen worden.

    Etwa 26% der Bevölkerung in Schildgen ist 65 Jahre alt und älter. (Statistik von 2021) In dieser Altersgruppe ist das Einkaufen per Fahrrad sicher eine Seltenheit. Auch ist verständlich und zu berücksichtigen, dass ältere Bürger gerne in unmittelbarer Nähe der Geschäfte / Dienstleister parken wollen bzw. müssen.

    Ich nutze die Hinterhofparkplätze, soweit möglich; ich kann diese oft sehr engen Parkplätze und das rückwärts auf die ABD Herausfahren gut bewältigen. Sehr viele können das aber – wie ich beobachtet habe unabhängig vom Alter – nicht.
    Im übrigen ist es nicht hilfreich, wenn zB 2 Hinterhofparkplätze berücksichtigt werden bei einer Frequenz des dazu gehörenden Geschäfts/Dienstleisters von deutlich mehr Kunden.

    Die Lösung ist zum Teil sehr einfach. In Odenthal bei Rewe und Polito gibt es genug Parkplätze, in Schlebusch auch.
    Schade um die bislang gute Infrastruktur in Schildgen.

    1. Es geht auch nicht nur um die „Anreise“ per Rad.Auch zu Fuß gehen viele Menschen einkaufen unter anderem auch, weil sie nicht (mehr) mit dem Autofahren können, wollen, sollen oder dürfen.

      Nicht halb zugeparkte Hochborde kommen auch diesen Menschen zugute. Dann passen auch mal zwei Rollatoren oder Kinderwagen aneinander vorbei. Oder Grunschulkinder auf ihren Rollern können Fußgängern ausweichen.

      Es geht hier nicht nur um Radwege sondern sichere Wege für alle. Trotzdem wären sie wahrscheinlich erstaunt wieviele Radfahrer über 65 es gibt.

    1. Sie meinen den Link, der zum gemeinsamen Antrag von CDU, FDP, FWG? Das ist erledigt.

  5. Darf man denn überhaupt alle “privaten Hinterhofparkplätze” dazu zählen oder könnten da auch einige wegfallen, weil sie der Eigentümer anders nutzen will?

    1. Es geht um die öffentlich zugänglichen Parkplätze. Also die der Kirche, der Einzelhändler, etc.

      1. Ok, dann anders gefragt:
        Darf man denn überhaupt alle öffentlich zugänglichen „privaten Hinterhofparkplätze“ dazu zählen oder könnten da auch einige wegfallen, weil sie der Eigentümer anders nutzen will?

      2. Bob: Selbstverständlich ist es das Recht jedes Eigentümers, mit seinem Grundstück zu machen, was er will. Natürlich können diese Parkplätze umgewidmet werden, wegfallen oder nicht erreichbar werden.

    2. Hallo Christoph Lehner,
      Ihre Aussage stimmt nach meinem Kenntnisstand nur bedingt. Wenn eine Baugenehmigung (für Gewerbefläche) mit der Verpflichtung zur Verfügungstellung von Parkraum gekoppelt ist kann der Eigentümer soweit ich weiß nicht frei entscheiden.

  6. Zunächst: Die Verwaltung plant nicht, die Attraktivität des Ortskerns zu verbessern! Die Verwaltung plant, dass politische Ziel der Grünen umzusetzen, öffentliche Parkplätze abzuschaffen und diese durch Radwege zu ersetzen. Wer dies als Steigerung der Attraktivität des Ortskerns ansieht, kann der Verwaltung recht geben. Ich kann in den Plänen keine Verbesserung der allgemeinen Attraktivität erkennen. Die ist im übrigen auch konkret noch nie irgendwo dargetan worden. Die Nutzung von Stellplätzen auf Hinterhöfen ist, wenn überhaupt, lediglich eine theoretische Möglichkeit. Die Parkraumuntersuchung zeigt eindrucksvoll, dass die ganz überwiegende Mehrzahl der Parkvorgänge auf der ABD sogenannte Kurzparkvorgänge sind. Da hält der im Überfluss vorhandene Durchgangsverkehr kurz an, kauft beim Edeka, beim Bäcker, oder sonstwo ein und setzt seine Fahrt kurz danach fort. Diese Kunden sind die Lebensversicherung unseres Einzelhandels und werden sich nicht oder nur in geringem Maße auf die Parkplätze im Hinterhof oder „Am Schild“ verweisen lassen. Diese Hoffnung ist in meinen Augen bestenfalls fromm tatsächlich aber absurd. Oder meint hier irgendwer, dass dies eine ernsthafte, praktisch genutzte Alternative sein wird? Rückwärts in den fließenden Verkehr der ABD aus einem Hinterhof rangieren??? Was bleiben wird, wird ein dramatischer Rückgang der Kundenzahlen sein. Und damit wird unser dörfliches Nahversorgungszentrums sterben. Wenn dies alles so kommt, werden sich nur Aldi, Netto oder Rewe mit ihren Riesenparkplätzen freuen. Unser Ortskern wird immer unattraktiver werden. Es ist tragisch: praktisch jeder, mit dem ich spreche, fasst sich ob dieser Pläne an den Kopf und ahnt, dass damit unser Nahversorgungszentrum verschwindet. Leider stellen diese Bürger -noch- eine schweigende Mehrheit dar.

    1. Selbstverständlich ist die im Gutachten genannte Zahl 138 der Hinterhofparkplätze zu hoch. Ich habe nachgezählt und komme nur auf ca. 100. Das wundert mich überhaupt nicht!

    2. Noch ein Nachtrag: 65% der Parkvorgänge an der ABD sind „Ultrakurz“ Parkvorgänge. Wenn ich nur kurz anhalte, rausspringe, einkaufe und sofort wieder weiterfahre, werde ich die im Gutachten genannten Alternativen nicht nutzen. Dauert viel zu lange. Das mag man schlecht finden, ich befürchte aber, dass das die Realität sein wird!

      1. Sehr geehrter Herr Dr. Ufer,
        nachfolgend ein Exzerpt der online veröffentlichten Positionen der Partei Bündnis90/Die Grünen:

        „Öffentliche Stellplätze sollen überall dort, wo die Situation es zulässt, zugunsten von Rad- und Laufwegen, Grünstreifen und Fahrradstellplätzen umgewandelt werden.“

      2. @ Christoph Lehner

        Es ist etwas unredlich, nur 20 von 1150 Worten aus den Positionen der Grünen zur Mobilität in Bergisch Gladbach zu zitieren. Neben der genannten sinnvollen Forderung, gibt es da noch weitere sinnvolle Forderungen und Positionen. Lesenswert!
        https://www.gruene-bergischgladbach.de/mobilitaet/

        Disclaimer: Ich stimme mit vielen Positionen der Grünen abseits von Klimaschutz- und Verkehrspolitik nicht überein und habe – anders als Christoph laut eigener Aussage – durchaus schon andere Parteien gewählt.

      3. Sebastian: Mindestens unredlich ist es, mich der Lüge zu bezichtigen. Kennt der Herr sein eigenes Programm nicht? Was daran soll unredlich sein, sein Programm zu zitieren? Unredlich ist es, meiner Ansicht nach, zu behaupten, man wolle das Nahversorgungszentrum und die Aufenthaltsqualität stärken, und dann lediglich Parkplätze zu streichen und stattdessen Radwege zu installieren.

  7. Wann wurde denn gezählt? Morgens um 8 Uhr gibt es genug, jedoch zu den Hauptzeiten z.B. Freitag, wenn durch den Markt am Vormittag ein Parkplatz “Broich” wegfällt, ist es mehr als voll. Die Erhebung geht an den Tatsachen vorbei….

    1. Sie wissen nicht, wann die Erhebungen durchgeführt wurden? Wie kommen Sie dann zu der Meinung, dass diese aber in jedem Fall an den Tatsachen vorbei gehen?

      Alle Details und auch der Untersuchungszeitraum – nämlich zu den Hauptgeschäftszeiten – lassen sich in den obigen Dokumenten und dem Bericht zum Parkplatz “Am Schild” im Ratsinformationssystem der Stadtverwaltung nachlesen.

      Und selbstverständlich würden “Ausreißer” wie der Markttag nicht unkommentiert in eine Untersuchung eingepreist, die die durchschnittliche Auslastung des Angebotes an Parkplätzen zu Grunde legt. Das wäre unseriös. So müssen z.B. auch Veranstaltungen, die es im Untersuchungszeitraum gegeben hat, ebenfalls entsprechend gesondert bewertet werden.

  8. Steht irgendwo, zu welchen Uhrzeiten die freien Parkplätze gezählt wurden? Wenn ich zu “normalen” Einkaufszeiten nach Schildgen fahre, sind die vorhandenen Parkplätze sehr gut belegt! Weite Wege zu Fuß sind für Gehbehinderte wie mich nicht möglich, so dass diese Kundengruppe demnächst sicher wegfällt für die Händler in Schildgen. Schade, wir als Kunden haben leider keine starke Lobby und die Händler vor Ort leider zu wenig Einfluss. Ideologie geht vor Mitmenschlichkeit.

    1. Zu den Uhrzeiten finden sich Ausführungen in der oben angehängten Präsentation. Ich stelle häufig – gerade freitags und samstags – fest, dass der Parkplatz “Am Schild” erstaunlich viele freie Plätze aufweist. Ähnlich verhält es sich mit den im Artikel genannten “Hinterhofparkplätzen”, beispielsweise von der Kreissparkasse. Noch deutlicher ist die Situation auf dem Parkplatz des Eiscafés, der selbst im Sommer kaum genutzt wird. Eine bessere Verteilung würde zu einer deutlichen Entlastung beitragen, und dann wäre auch der Wegfall der Straßenparkplätze leicht zu bewältigen.

      1. Beim Eiscafé Pol wird nach meiner Beibachtung in der Hauptsache auf dem Parkplatz geparkt. Die Falschparker gibt es auch, die sind aber deutlich in der Minderheit.

    2. Guten Tag H.Bern,
      das Problem ist nicht, dass es zu wenig Parkplätze in Schildgen gibt. Das Problem liegt darin, dass fast ein jeder möglichst nah am Geschäft parken mag. Wenn die Personen, die noch gut unterwegs sind ein paar Meter zu Fuß in Kauf nehmen würden, gäbe es für die körperlich eingeschränkten genug Parkraum in direkter Nähe der Läden.
      Hinter der Kirche und dem Supermarkt gibt es zwei große Flächen. Da finde ich immer einen Parkplatz und gehe die paar Meter.

      1. Hinter der Kirche ist aber tatsächlich kein öffentlicher Parkplatz. Die Zufahrt ist dort nur Anwohnern gestattet.
        Vor der Kirche gibt es aber Parkplätze und etwas weiter hinten in der Siedlung sind auch noch öffentliche Parkplätze angelegt.
        Ich habe in den Jahren, in denen ich noch mit dem Auto unterwegs war, immer einen Parkplatz in Schildgen gefunden – auch an Markttagen.
        Ja, dann muss man etwas laufen, das stimmt.
        Aber wie sie schon sagten: Wenn alle die, die (noch) gut zu Fuß sind nicht direkt vor der Ladentür parken würden, wäre dort genügend Platz für diejenigen, die wirklich darauf angewiesen sind.
        Ich selbst nehme mit dem Fahrrad längere Wege in Kauf (Odenthal, Paffrath, Schlebusch), da ich mich als Kundin in Schildgen nicht willkommen fühle.

      2. Was ist aber, wenn ich gehbehindert bin und “mein Parkplatz” vor dem Geschäft meiner Wahl belegt ist, weil dort einer parkt, der den weiten Fußweg nicht scheut und in einem Geschäft am anderen Ende der Straße einkauft?

      3. Maria Schichtl Ihre persönlichen Animositäten und Enttäuschungen mit unserem Dorf, denen Sie ja schon in der Vergangenheit öffentlich Raum gegeben haben, eignen sich nicht als Grundlage für politisch und gesellschaftlich relevante Entscheidungen. Sie zeigen nur deutlich, dass es Ihnen nur um Ihre persönlichen Interessen und Vorlieben geht! Und dass Sie in der Vergangenheit immer einen Parkplatz gefunden haben, lag halt an den zur Verfügung stehenden Parkplätzen! Sic!

      4. Hallo Maria Schichtl,
        ich wußte bisher nicht, dass die Parkplätze an der Karl-Giesen-Straße nur von Anwohner benutzt werden dürfen. Da habe ich dann bisher immer einen Hinweis übersehen. Oder meinen Sie einen anderen Parkplatz hinter der Kirche?

      5. Hallo Anno Nüm,
        da haben wir wohl aneinander vorbei geredet.
        Die Parkplätze in der Karl-Giesen-Str. sind natürlich nicht nur für Anwohner.
        Ich hatte verstanden, dass sie den Raum unmittelbar hinter dem Kirchengebäude meinen und dort ist die Zufahrt nur Anwohnern gestattet.

      6. @Bob

        Einige Parkplätze im unmittelbaren Ortskern könnten als Behindertenparkplätze ausgewiesen werden.

      7. Christoph Lehner, ich berichte lediglich aus meiner persönlichen Perspektive von meinen Erfahrungen. Ich hätte mich vielleicht deutlicher ausdrücken sollen: Ich habe immer mehr als einen freien Parkplatz gefunden auch freitags und das, ohne lange zu suchen. Ortskenntnis ist da natürlich hilfreich , daher die Forderung nach einer besseren Beschilderung für Parkplatzsuchende.

        Ja, ich mache keinen Hehl daraus, dass ich mich in den meisten Geschäften in Schildgen auf Grund der Tatsache, dass ich mit dem Rad “anreise” nicht willkommen fühle. Das mag subjektiv sein, ist aber so. Leider betrifft das auch Geschäfte, die ich schon ein Leben lang besuche. Ich finde das sehr schade.

        Der von der IG Schildgen vorgeschlagene SharedSpace ist, abgesehen davon, dass er auf der Altenberger-Dom-Str. rechtlich nicht zulässig ist, keine praktikable Lösung, weil sei die Gruppe der Fußgänger total im Regen stehen lässt.
        Bei einem SharedSpace gibt es keinerlei Querungshilfen (Insel, Ampel, Zebrastreifen) für Fußgänger. Wie das funktioniert konnte man in der vergangenen Woche (ich weiß nicht, ob es noch aktuell ist) ausprobieren, da die Ampel am Schlagbaumweg ausgefallen war. Wie Schulkinder dann die Straße queren sollen, ist mir ein Rätsel. Meine würde ich dort nicht rüber schicken.
        Abgesehen von fehlenden Querungshilfen glaube ich auch nicht (dazu fehlt mir aber tatsächlich die Kenntnis der Rechtsgrundlage), dass in einem SharedSpace über weite Strecken Längsparkplätze erlaubt sind. Denn da in einem SharedSpace die Straße jederzeit und überall unter gegenseitiger Rücksichtnahme gequert werden darf, sind dafür m.E. intakte Sichtbeziehungen zwingend nötig. Mit Längsparkplätzen ist dies nicht gegeben.

        Wieder mal vergessen wird, dass Straßen nicht nur dazu dienen Zuwegung zu Geschäften zu bilden, sondern dass besonders die Altenberger-Dom-Str. in Schildgen einen wichtigen Teil des Schulweges für viele Schüler bildet. Ab dem Alter von 6 Jahren an sind Kinder dort allein unterwegs (zu Fuß, mit dem Roller, mit dem Rad (unter 10J. erlaubt auf dem Gehweg)). Diese brauchen sichere, breite und übersichtliche Wege. Wege auf denen sie auch Gegenverkehr ausweichen können, auch Gegenverkehr mit Rollatoren oder Kinderwagen. Aktuell sind die verbleibenden Flächen auf den Hochborden vielfach zu eng.

        Ja, die Parkplätze insbesondere entlang der Altenberger-Dom-Str. werden hauptsächlich zum Kurzzeitparken genutzt (könnte auch daran liegen, dass nur das erlaubt ist?). Es wäre ja auch noch schöner, wenn dort private KFZ dauerhaft abgestellt würden.
        Ja, diese Parkplätze sind besonders praktisch für den Durchgangsverkehr. Wenn ich mich nicht irre gibt es aber durchaus nicht wenige Stimmen, die den Durchgangsverkehr gern aus Schildgen heraus hätten – was denn nun?

        Ich wehre mich entschieden gegen die Unterstellung, ich sei nur auf meinen eigenen Vorteil aus, nur weil ich unseren Einzelhändlern zutraue, dass sie sich um alle Kundengruppen bemühen. Dabei geht es nicht nur um Parkplätze, aber auch.