Die Auseinandersetzung um die Neugestaltung der Altenberger-Dom-Straße droht zu einem modernen Kulturkampf zu verhärten. Auf der einen Seite die Veränderer, die Schildgens Zentrum mehr Attraktivität und den Radfahrern mehr Sicherheit verschaffen wollen. Auf der anderen Seite die Bewahrer, die schon von einem „Todesstoß“ sprechen. Wir dokumentieren die diversen Perspektiven.

Vorab das Wichtigste in Kürze:

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  • Die Beschlussfassung laut Bürgerportal
  • Stadt verweist auf Bürgerbeteiligung
  • Migenda: „Chance auf ein gegenseitiges gutes Einvernehmen“
  • CDU: „Todesstoß für die Nahversorgung“
  • IG Schildgen: „Ausschussmehrheit ignoriert Belange der Bürger:innen“

Die Redaktion hatte knapp aus dem Ausschuss für Verkehrsflächen und Mobilität (AVM) berichtet:

2179 Unterschriften gegen das Verkehrskonzept haben Vertreter der IG Schildgen vor der Sitzung des AVM überreicht. Sie protestieren gegen einen Wegfall aller Parkplätze an der Altenberger-Dom-Straße.

In der Sitzung machte die Verwaltung klar, dass diese Längsparkplätze aufgrund einer Änderung der Straßenverkehrsordnung ohnehin wegfallen, selbst wenn sonst nichts verändert werde.

Nach langer Debatte gab der Ausschuss mit den Stimmen der Ampel, FWG und AfD grünes Licht für die Fortsetzung der Planung und eine Bürgerbeteiligung. Die Suche nach alternativen Parkplätzen soll fortgesetzt, ein Alternativantrag der CDU geprüft werden. HintergrundRatsinfosystem

Die Stadtverwaltung veröffentlichte eine Pressemitteilung:

Nach engagierter Diskussion beschloss der AMV das weitere Vorgehen zur Aufwertung des öffentlichen Raumes im Ortszentrum von Schildgen. Angenommen wurde der Verwaltungsvorschlag, auf der Grundlage der Vorentwürfe des Büros MWM zunächst für den Abschnitt 1 der Altenberger-Dom-Straße (Kempener Str. – Leverkusener Str.) Angebote für eine Entwurfsplanung und eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit diese dem Ausschuss vorzulegen. Dieser Zwischenschritt ist notwendig, da die voraussichtliche Auftragssumme 100.000 Euro überschreitet. Die Öffentlichkeitsarbeit soll in Form einer Angebotsbeteiligung der Bürgerinnen und Bürger durchgeführt werden.

Für den Abschnitt 2 zwischen Leverkusener und Schlebuscher Straße soll die Planung von der Verwaltung  weiter ausgearbeitet werden. Hier liegt die voraussichtliche Auftragssumme niedriger als in Abschnitt 1 und bedarf keines separaten Beschlusses zur Auftragsvergabe.

Ein Antrag der CDU-Fraktion, vor der Beschlussfassung weiterer Planungsschritte eine Bürgerbefragung per Post an alle Haushalte in Schildgen und Katterbach vorzunehmen, wurde mit den Stimmen der übrigen Fraktionen abgelehnt. Durch die Verwaltung geprüft werden sollen allerdings die Vorschläge der CDU, im unteren Bereich der Altenberger-Dom-Straße zusätzliche – bepflanzte – Fußgängerquerungen anzulegen, Linksabbiegemöglichkeiten zu erhalten, kombinierte Fuß-/Radwege einzurichten sowie Längsparkplätze zu erhalten. 

Die angekündigte Bürgerbeteiligung wird im Rahmen der nun zu beauftragenden Entwurfsplanung für den Abschnitt zwischen Kempener und Leverkusener Straße mit ausgeschrieben und mit ihren Ergebnissen in die weitere Konzepterarbeitung und Beschlussfassung zur Aufwertung des öffentlichen Raums im Nahversorgungszentrum Schildgen einfließen.

Ragnar Migenda ist als Beigeordneter u.a. für die Stadtplanung und den Klimaschutz zuständig. Foto: Thomas Merkenich

Der Beigeordnete Ragnar Migenda gab in dieser Pressemitteilung eine persönliche Erklärung ab:

„Die Befürchtung der Schildgener, dass nach schweren Corona-Jahren durch neue Planungen für ihren Ortsteil möglicherweise weitere Existenzsorgen entstehen könnten, kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir ist es aber ein großes Anliegen, den Bürgerinnen und Bürgern zum einen den Attraktivitätsgewinn durch die Aufwertung des dortigen Nahversorgungsbereiches nahezubringen – und gleichzeitig darauf hinzuweisen, dass durch die anstehende Bürgerbeteiligung auch die Chance besteht, ein gegenseitiges gutes Einvernehmen zu erreichen.“ 

Darüber hinaus griff die Stadt einen Bericht des Bürgerportals auf und ging auf einzelne Kritikpunkte der Interessengemeinschaft Schildgen ein. Neu ist in dieser Aufstellung nur der Passus, in dem die Aussage aus dem AVM bestätigt wird, dass die Längsparkplätze ohnehin zur Disposition stehen:

„In der Sitzung des AMV hat die Verwaltung darüber hinaus über eine Änderung der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung aus 2021 informiert, nach der Schutzstreifen für den Radverkehr, wie jetzt bereits im Nahversorgungszentrum Schildgen vorhanden, künftig nur noch mit 50 cm Abstand zu Längsparkplätzen zulässig sind, um Gefährdungen durch geöffnete Kfz-Türen für Radler zu vermeiden. Die Erfüllung dieser Vorschrift ist in Schildgen aufgrund der Straßenbreite nicht möglich, was den Erhalt der dortigen Längsparkplätze unabhängig von der anstehenden Umgestaltung in Frage stellt.“

Die Nachfrage des Bürgerportals, was genau „in Frage stellt“ bedeutet, wurde bislang nicht geäußert.

Harald Henkel. Foto: Manfred Esser
Harald Henkel ist stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion und Vorsitzender des CDU Ortsverbands Schildgen – Katterbach. Foto: Manfred Esser

Die CDU-Fraktion reagierte in einer eigenen Pressemitteilung auf Migendas Einlassung. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Harald Henkel erklärte:

„Was soll eine solche Betroffenheits-Rhetorik, wenn sich in der Planung entlang der oberen Altenberger-Dom-Straße zugunsten der Nahversorgung nichts verändert?“ Mit großzügigen Radwegen, aber der Herausnahme aller Parkplätze rechts und links der Geschäftsstraße, sei vielen ortsansässigen Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere den 1.600 über 65-Jährigen und den behinderten Menschen, mitnichten geholfen. Ob die nach der Gesetzgebung notwendige Bürgerbeteiligung noch Änderungen bringen könne, sei nach dem bisherigen Verhalten von Ampel und Verwaltungsspitze „eher unwahrscheinlich. Eigentlich gibt es Gründe genug, die ausschließlich von ortsfremden Kräften in Gang gebrachte Planung völlig neu aufzurollen. Aber genau das wollen Ampel und Stadtspitze offenkundig nicht.“ 

Henkel weiter:

„Mit ihrem Mehrheitsvotum, die Umgestaltung Schildgens nach den vorliegenden Plänen weitestgehend vorzunehmen, riskiert die Ampel aus Grünen, SPD und FDP den Todesstoß der hiesigen bislang funktionierenden Nahversorgung. Es zeugt von purer Ignoranz, wenn bislang rund 2.100 von insgesamt 6.200 hier lebenden Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen einer vor zehn Tagen begonnen Unterschriftenaktion der Interessensgemeinschaft Schildgen erhebliche Bedenken zu den Planungen bekunden. Was muss denn noch passieren, damit die Bürgerschaft endlich ein ergebnisoffenes Mitspracherecht erhält.“

Für die IG Schildgen übergaben Martin Büchel, Manfred Schmitz und Klaus Broich die gesammelten Unterschriften an den Ausschussvorsitzenden Josef Cramer

Auch die Interessensgemeinschaft Schildgen meldete sich noch einmal zu Wort:

Bislang 2.179 Bürgerinnen und Bürger haben mit ihrer Unterschrift den Bürgerantrag der Interessengemeinschaft Schildgen e.V. gegen die geplanten Umbaumaßnahmen entlang der Altenberger-Dom-Straße unterstützt.

Konkret wendet sich dieser Antrag gegen den ersatzlosen Entfall aller Kurzzeitparkplätze und gegen die Einrichtung absoluter Halteverbote entlang der gesamten Altenberger-Dom-Straße von Kempener Straße bis Leverkusener Straße sowie die erschwerte Zufahrt bzw. deren Wegfall zu verschiedenen privaten Kundenparkplätzen, wie neben dem Irish Pub und neben der Firma BROICH.

Die Interessengemeinschaft Schildgen und die unterzeichnenden BürgerInnen befürchten bei Umsetzung der derzeit geplanten Maßnahmen einerseits eine weitere Zunahme des Durchgangsverkehrs und damit zusammenhängend entgegen der von Verwaltung und Politik gemachten Ankündigung eine Verschlechterung der Aufenthaltsqualität vor Ort. Zudem werde BürgerInnen und KundInnen die Erreichbarkeit des Ortskerns erschwert.

Der Mehrheit der Mitglieder im Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen schienen die Belange und Befürchtungen von 2.179 BürgerInnen jedoch nicht gravierend genug zu sein. Sie stimmten den von der Verwaltung vorbereiteten Beschlussvorlagen und somit der Ausarbeitung einer Entwurfsplanung für den Teil der Altenberger-Dom-Straße zwischen Leverkusener Straße und Schlebuscher Straße zu. Die Planungen für den übrigen Teil der Altenberger-Dom-Straße sollen in bisheriger Form fortgeführt werden.

Der Kampf der Schildgener HändlerInnen für einen lebenswerten Ortsteil geht nun in die nächste Runde: Der Bürgerantrag der Interessengemeinschaft wird Gegenstand des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden am 31.08.2022 sein.

Die IG Schildgen befürchtet, dass auch die im gestrigen Ausschuss mehrfach angekündigte Bürgerbeteiligung eine leere Worthülse bleiben könnte. Die Diskussion erweckte bei den im Zuhörerraum anwesenden Mitgliedern der IG Schildgen jedenfalls kein Vertrauen darauf, dass die Sorgen und Bedenken der BürgerInnen und HändlerInnen Beachtung finden könnten und konstruktiv an einer gemeinsamen Lösung gearbeitet werde.

Auch die Ankündigung der FDP-Fraktion, sie stimme einer weiteren Planung nur zu, wenn im Kernabschnitt Parkplätze in angemessener Größenordnung kompensiert würden, stimmt die IG-Verantwortlichen nur vorsichtig optimistisch.


Soweit die wichtigsten Stimmen zum Konflikt. Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) hatte sich bereits frühzeitig für die Veränderungen geäußert. Kinder und Eltern aus Schildgen und Katterbach hatten ebenfalls Unterschriften für sichere Radwege gesammelt.

Sollten weitere Stellungnahmen, etwa aus der Ampelkoalition eingehen, dokumentieren wir sie gerne.

Eine intensive Debatte für und gegen die geplanten Veränderung finden Sie auch in diesen Kommentaren unseres früheren Beitrags.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. #…. machte die Verwaltung klar, dass diese Längsparkplätze aufgrund einer Änderung der Straßenverkehrsordnung ohnehin wegfallen ….

    Welche Änderung der Straßenverkehrsordnung ist das und wann tritt sie in Kraft?

    Dies würde die Planung – und die damit verbundenen emotional geführten Diskussionen – auf eine andere Ebene ziehen. Der Feind wäre dann der Bundesverkehrsminister.

      1. Herzlichen Dank!
        Ich lese ihre Zeitung –noch– nicht so regelmäßig und intensiv.

  2. Was mir imer wieder auffällt ist die Meinung Vieler, breitere Radwege und Wegfall der Parkplätze würden die emissionsstarken Staus auf dem Weg von der A3 Richtung Odenthal oder Bergisch Gladbach mindern. Es werden sich weiterhin die Lindwürme des motorisierten Individualverkehrs durch die bekannten Straßen winden, mindestens in den Hauptverkehrszeiten. Entweder entschließt man sich doch, eine Umgehung zu planen und/oder den ÖPNV z.B. bis zum Bayerwerk zu ertüchtigen. Und welchen Radfahrern ermöglicht der Plan der Stadt eine besserer Fortbewegung als heute? Den Schildgenern und ein paar Odenthalern und Bergisch Gladbachern. Den Tausenden von Pendlern sicher nicht, weshalb sich die Staus auch nicht verringern werden.

    1. Hallo Herr Havermann,
      es geht um eine sicherere Fortbewegung für die Radfahrer.

  3. Zum Verständnis für den Außenstehenden wäre es interessant zu wissen, seit wann der Schutzstreifen da ist.

  4. Zumindest die extra für Kunden gebauten Parkplätze MÜSSEN erhalten bleiben!!!

  5. Lieber Herr Lehner,

    ich schließe von der von Ihnen geschilderten Antwort auf Ihre Fragestellung. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis erzähle, dass bei uns im Ort Längstparkplätze an der Hauptstraße zugunsten breiterer Fußwege und eines Radweges entfallen sollen, höre ich darauf nicht, dass “ein solcher Quatsch sicherlich nicht durchgezogen wird”. Im Gegenteil versteht dort kaum jemand, warum das keine gute Idee sein soll.

    Bezogen auf Politik und Verwaltung schreiben Sie: “Die haben die Interessen ihrer Klientel im Blick und sind davon überzeugt, mit dieser Maßnahme schon kurzfristig allen Interessengruppen gerecht zu werden.” Und dabei kommt Ihnen anscheinend nicht mal in den Sinn, dass Autofahrende die viel größere Interessengruppe sind, die seit Jahrzehnten durch Infrastruktur und Subventionen gegenüber anderen Verkehrsarten (Fuß-, Rad-, Öffentlicher Nahverkehr) bevorteilt werden. Gerade aktuell geben wir alle mehr als 3 Milliarden Euro dafür aus, dass das Benzin günstiger wird, zusätzlich zu den ohnehin 8 Milliarden Euro jährlich Dieselsubventionen, zusätzlich zum Dienstwagenprivileg, zusätzlich zur Bereitstellung von öffentlichem Raum zum Abstellen privaten Eigentums etc. etc.
    Gäbe es eine allmächtige Fahrradlobby, sähe es auf unseren Straßen ganz anders aus, glauben Sie mir.

    Meine Bedenken gegen die aktuelle Gestaltung des Verkehrsraumes resultieren aus zwei Situationen innerhalb der vergangenen drei Wochen, in denen ich vor sich öffnenden Türen vom Schutzstreifen auf die Fahrbahn ausweichen musste.

    Der von Ihnen beschriebene “Kampfradler” darf übrigens aktuell mit 50 km/h auf dem Schutzstreifen fahren. Das werden die wenigsten tun. Wenn dort jemand parkt und die Tür öffnen möchte, muss er oder sie sich vergewissern, dass dies gefahrlos möglich ist. Wenn sich der motorisierte Verkehr staut, ist es Radfahrenden übrigens durch die StVO gestattet, rechts an der Schlange vorbeizufahren. Da auch dort die Gefährdung anderer ausgeschlossen sein sollte, sollte das dann sicherlich nicht mit 50 km/h geschehen, da gebe ich Ihnen recht. Ich bin nach den Erlebnissen übrigens dazu übergegangen, den Schutzstreifen zu verlassen, wenn auf den Parkplätzen Autos stehen. Das gefällt aber vielen Autofahrenden auch nicht, ebenso wie ich schon mehrfach hupend darauf hingewiesen wurde, den Fußweg (!) benutzen zu sollen oder mit einem Abstand von ca. 30 cm überholt wurde. Ich pendel nach Köln zur Arbeit und mache meine täglichen Besorgungen überwiegend mit dem Rad: Glauben Sie mir, ich wäre über jeden Meter richtigen Radweg sehr froh. Ihr Vorschlag, die Schutzstreifen zu entfernen ist übrigens gegenüber unsicheren, jüngeren und sicherlich auch vielen älteren Radfahrenden gegenüber nicht besonders rücksichtsvoll, solange es nicht zusätzlich Angebotsradwege gibt. Sie zwingen dann nämlich Kinder ab 10 Jahre auf die überlastete Straße, auf der die gerade beschriebenen Dinge stattfinden.

    Die Kidical Mass haben Sie jetzt mit reingebracht, aber ja klar, das ist eine Veranstaltung von Erwachsenen, die sich für die Belange von Kindern im Straßenverkehr einsetzen. Möchten Sie, dass Grundschulkinder selbst Demos anmelden und Petitionen starten? Es erschließt sich doch für jeden, dass das keine Veranstaltung von Kindern ist. Dennoch haben die Organisatoren immerhin schon zwei Mal 500 Leute auf die Straße gebracht, das sind ja zumindest auch schon mal Stimmen, die ebenfalls gehört werden sollten, finden Sie nicht? Ich gehöre übrigens weder zum Orgateam noch kenne ich jemanden vom Orgateam, finde das Anliegen aber unterstützenswert: Kindern selbstbestimmte Mobilität zu ermöglichen. Das wird aktuell durch die gegebene Verkehrsinfrastruktur verhindert, daher sollte überall dort, wo eine Umgestaltung von Verkehrsraum stattfindet, etwas verbessert werden.

    1. Ich versuche, an parkenden Autos nie auf dem Schutzstreifen zu fahren. Wie ich schon sagte: Das ist halt gefährlicher! Und nein, der Kampfradler darf nicht an einer Warteschlange von Autos mit 50km/h auf dem schmalen Schutzstreifen vorbeibrettern sondern hat das vorsichtig zu machen. Und natürlich, es gibt die Autofahrer, die sich um Radler nicht scheren. Aber ich vermute, der Anteil der Rowdys ist unter allen Gruppen relativ gleich.
      Die Radler auf der Laurentiusstraße zumindest, haben sich laut Zeitung jetzt bei der Kirmes auch ständig daneben benommen.

      Nochmal: Wenn ein Schutzstreifen mehr gefährdet als dass er schützt, muss er weg.

      Und warum unsichere und 10 jährige Radler unbedingt auf einem hochbelasteten, engen Straßenabschnitt fahren sollen, verstehe ich nicht. Über Fahrradstraßen etwa im rückwärtigen Bereich, oder andere Lösungen ist noch nicht mal nachgedacht worden.

  6. Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

    wir Freien Demokraten vernehmen aufmerksam Ihre kritische Begleitung des Projektes zur Umgestaltung der Altenberger-Dom-Straße. Unser Bestreben ist es, die berechtigten, indes zum Teil konträren, Anliegen aller Schildgener Interessensgruppen zu einem tragfähigen Kompromiß zu führen. Dabei haben die Ziele Stärkung des Nahversorgungszentrums, Lärm- und Klimaschutz, Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit oberste Priorität für uns.

    Wir setzen uns gleichermaßen ein für die Belange der besonders Schutzbedürftigen unserer Gemeinschaft, Kinder – Menschen mit Beeinträchtigungen – Senioren, wie für FußgängerInnen und RadfahrerInnen, NutzerInnen des ÖPNV als auch für die zahlreichen MitbürgerInnen, die weiterhin auf das Auto angewiesen sind.

    Die gegenwärtig veröffentlichten Konzepte beider Planungsabschnitte sind Vorplanungen, mithin in einem frühen Stadium des Planungsprozesses. Bis zur Entscheidungsreife ist es noch ein gutes Stück des Weges. Die demnächst anstehenden Bürgerbeteiligungen (getrennt, aber für beide Planungsabschnitte avisiert) bieten allen Interessierten die Möglichkeit, sich konstruktiv mit Ihren Ideen einzubringen.

    Ich freue mich, wenn das Angebot regen Zuspruch von Ihnen erhalten wird. Wir werden Ihre Anregungen aufmerksam mit Blick auf einen ausgewogenen Interessensausgleich zur Kenntnis nehmen und prüfen. Ich bin zuversichtlich, daß wir mit mehr Gelassenheit, Offenheit gegenüber den Interessen anderer und dem notwendigen Maß an Geduld und Weitblick gemeinsam einen tragfähigen Kompromiß erreichen werden.

    1. Guten Morgen Herr Laschet,
      warum ist es Ihr Bestreben, nur die Anliegen der Schildgener Interessengruppen zu einem tragfähigen Kompromiß zu führen. Geht es hier nicht um alle Einwohner und Geschäftsleute?

    2. Hallo Herr Laschet,

      zunächst würde ich Sie bitten, die Aktionen der IG Schildgen nicht überzubewerten. Überall wo Parkplätze im öffentlichen Raum wegfallen, regt sich Widerstand der Händler:innen vor Ort, die in einer ohnehin oft schwierigen Situation Sorge haben, durch eine schlechtere Erreichbarkeit mit dem PKW Umsatzeinbußen hinnehmen zu müssen. Das dies in der Regel nicht der Fall ist, ist ja aber nun auch mehrfach belegt. Außerhalb der Interessengruppen nehme ich das Thema gar nicht so richtig war und die Unterschriftenaktion war ja auch eher eine Farce. So tendenziös und zum Teil schlicht unwahr die Formulierung dort war, wundert es mich nicht, dass damit ein bisschen Empörung generiert werden konnte.

      Ich bin gespannt, in welcher Form die Bürgerbeteiligung stattfinden wird. Bisher sind ja nur die Gespräche mit den Interessengruppen geführt worden.

      Ich selbst wohne in Schildgen, aber nicht direkt an der Alteberger-Dom-Straße. Natürlich wäre es mein Wunsch, dass es insgesamt weniger Verkehr im Ort gibt, sehe aber auch, dass dies nicht ohne Weiteres erreicht werden kann, da wir es ja schon mit einer Hauptverkehrsachse ohne große Alternativen zu tun haben. Ich denke, es bleibt nur, die verschiedenen Verkehrsarten so zu regulieren, dass es für alle möglichst sicher ist und die Anwohner:innen vor Ort sich auch gerne hier aufhalten. Daher sind viele Dinge im bisherigen Entwurf gar nicht schlecht, etwa die breiteren Fußwege, Tempo 30 und die Einrichtung von Radwegen. Dafür muss der bisher deutlich privilegierte motorisierte Verkehr ein Stück weit Fläche abgeben und sicher wird dadurch die Ortsdurchfahrt zukünftig länger dauern. Und man muss das Auto zukünftig vielleicht 150 oder 200m weit weg abstellen, wenn man in eines der Geschäfte möchte. Klingt irgendwie gar nicht so dramatisch.

      Soweit immer wieder auf die Belange von Menschen mit Behinderung und mobilitätseingeschränkten Personen eingegangen wird sehe ich tatsächlich den Zustand der Fußwege im Ortskern und auf den Zuwegen dorthin als viel einschränkender ein als wenn es künftig keine Längstparkplätze mehr geben sollte, die ohnehin nicht als Behindertenparkplätze ausgewiesen oder geeignet sind. Hier wäre es sinnvoller, die Stadt würde auf dem öffentlichen Parkplatz am Schild weitere echte Behindertenparkplätze einrichten und dafür sorgen, dass der Ortskern inklusive die Querung der Alteberger-Dom-Straße barrierefrei gestaltete wäre. Ebenso wäre es sicher ein großer Schritt in Richtung höherer Glaubwürdigkeit, wenn die Händler:innen auf ihren vorhanden privaten Parkflächen Behindertenparkplätze einrichten würden.

      Ansonsten würde ich mir eine Taktverdichtung für den ÖPNV wünschen, vielleicht können Sie sich auf Kreisebene dafür einsetzen. Und bei allen Planungen ist es natürlich wichtig, die gesamten Verkehrsachsen zu betrachten: Leverkusener und Schlebuscher Straße ebenso wie Kempener Straße und weiterer Verlauf Richtung Zentrum.

      Auch ich wünsche mir einen konstruktiven Austausch und rechne Ihnen an, dass Sie diesen hier suchen.

      1. Lieber Herr Werner, für Schildgen ist es ausschließlich von Belang, ob der Wegfall der Parkplätze in Schildgen selbst zu negativen Folgen führt. Und die Gefahr, dass dies so ist, erscheint mir in unserem Ort und unter den konkreten Bedingungen als sehr wahrscheinlich. Offensichtlich sind Ihre Kreise, in denen Sie sich bewegen, nicht die Kreise, in denen ich mich bewege. Praktisch jeder, den ich darauf anspreche, kann die Pläne fast nicht glauben und geht immer noch davon aus, dass ein solcher Quatsch ja sicher nicht durchgezogen wird. Dass Sie die Befragung der IG Schildgen desavouieren und das Ergebnis damit ignorieren, zeigt lediglich, dass Sie nicht bereit sind, Tatsachen, die nicht in Ihr Bild von Schildgen passen, zu akzeptieren. Bis auf einen durch die IG geäußerten Kritikpunkte sind hier auf InGL in einem anderen Beitrag alle! bestätigt worden. Und natürlich: Keiner kann sicher sagen, was der Umbau für Folgen haben wird. Ich befürchte aber sehr schlechte und hoffe trotzdem, wenn die Angelegenheit so kompromisslos durchgezogen wird, wie es sich momentan andeutet, dass ich damit falsch liege. Viel Hoffnung habe ich da aber nicht. Und natürlich kann man die ABD fußgängerfreundlicher und behindertengerechter gestalten. Da wird keiner dagegen sein. Das ist nicht der Konfliktpunkt.

      2. Lieber Herr Lehner,
        ich kann nicht direkt auf Ihren Beitrag antworten, ich hoffe Sie finden meine Antwort auch hier.
        Ich glaube, das wichtigste Wort ist “befürchten”. Sie befürchten, haben Furcht, dass der Wegfall der Parkplätze sich negativ auswirkt. Diese Furcht haben Sie nicht alleine, auch nicht in historischer Perspektive. Es ist die immer geäußerte Furcht bei dem Thema. Hinterher stellt sich dann heraus, dass die Furcht grundlos war.
        Und das ist auch das, was ich von der Unterschriftenaktion halte. Man kann natürlich eine Frage suggestiv stellen, und das war hier der Fall (oben auf der Unterschriftenliste, den genauen Wortlaut habe ich nicht im Kopf). Genauso wie Sie sicherlich auch Ihre Frage mit einer gewissen Tendenz stellen, wenn Sie nur zur Antwort bekommen, dass “so ein Quatsch sicher nicht durchgezogen wird”.
        Schreiben Sie auf die Unterschriftenliste oben drauf “Ich unterstütze den Wunsch von [beliebige Gruppe einfügen] nach sicheren und barrierefreien Verkehrswegen im Ortszentrum” kriegen Sie auch mehr Unterschriften als wenn Sie schreiben “Die Parkplätze an der Alteberger-Dom-Straße sollen entfallen”.
        Sie tun so, als ob die Parkplätze aus Boshaftigkeit der Stadt wegfallen sollen. Das sollen Sie natürlich nicht. Sondern gerade, um die Alteberger-Dom-Straße “fußgängerfreundlicher und behindertengerechter” zu gestalten, wie Sie schreiben. So wie es jetzt ist, werden die Mindestbreiten für Fußwege stellenweise deutlich unterschritten. Außerdem sind die Parkplätze gefährlich für Radfahrende, das habe ich selbst schon mehrfach erlebt. Daher ja auch die Änderung der Verwaltungsvorschrift zur StVO, auch das wird ja nicht aus Hass auf Autofahrende gemacht. Es geht um den Ausgleich verschiedener Interessen.

      3. Lieber Herr Werner, genau wie Sie befürchten, dass wegen der Parkplätze Radler verunfallen, und am Ende passiert doch nichts, der tragische Tod des Radfahrers hatte nichts mit parkenden Autos oder ähnlichem zu tun und die ABD ist kein! Unfallschwerpunkt, so befürchte ich negative Folgen des Umbaus. Wir alle befürchten halt irgendwas. Und auch ich bin schon von einem Kampfradler, der auf dem Schutzstreifen wie eine gesengte Sau an einer Autoschlange vorbeifuhr, touchiert und fast umgefahren worden. Von Grünen Abgeordneten, die mit dem Fahrrad Fußwege befahren um Umwege zu sparen, mal ganz abgesehen. So ist das, wenn sich nicht alle an die Verkehrsregeln halten. Ich ahne, dass sich das nicht signifikant ändern wird. Natürlich war die Unterschriftenaktion von KidicalMass keinesfalls suggestiv, sondern sicherlich geprägt von Verständnis für die Belange aller Verkehrsteilnehmer: „Macht Platz, sonst gibt’s Rabatz!“ Wie kommen Sie darauf, mir zu unterstellen, dass ich der Verwaltung und Politik Boshaftigkeit unterstelle? Die haben die Interessen ihrer Klientel im Blick und sind davon überzeugt, mit dieser Maßnahme schon kurzfristig allen Interessengruppen gerecht zu werden. Und genau das glaube ich eben nicht! In meinen Augen ist der Fahrradschutzstreifen, so wie er momentan ist, schlecht für die Sicherheit der Radler . Diese werden dazu verleitet, viel zu nah an den parkenden Autos entlang zu fahren. Die Streifen gehören einfach, wie früher, weg, und schon wäre alles auch regelkonform. Insofern hat die Verwaltung sicherlich ein Interesse, diese zu behalten, um das wacklige Argument der neuen Verwaltungsvorschrift weiter zu ziehen. Ich habe hier noch nie jemandem Hass gegen irgendwen unterstellt. Woher Sie allerdings wissen, wie ich Fragen stelle, können Sie mir sicher beantworten. Der Ton von vielen Antworten, die ich im Netz auf meine Beiträge bekomme, ist bisweilen geprägt von persönlichen Anwürfen und Unterstellungen. Ich finde das unangenehm und es trägt keinesfalls dazu bei, den Argumenten der Verwaltung und deren Unterstützern offener entgegen zu treten.

      4. Eine Anmerkung zur Taktverdichtung des ÖPNV: Schildgen hat einen wunderbaren Takt. Nach Köln, Odenthal, Lev-Wiesdorf und Opladen alle 20 Min, nach GL alle 10 Min. !!!

  7. Es geht doch nur noch um die Ideologie der vorgeblichen Umweltschützer. Vitale Interessen der Geschäftsleute(Steuerzahler) und eingeschränkten Mitbürger sind absolut nachrangig.

    1. Der Schutz für eine intakte Umwelt ist eine Querschnittsaufgabe für uns alle. Was soll daran verkehrt sein?

      1. Die Gefährdung des lokalen Einzelhandels und die Stärkung des Durchgangsverkehrs sind aber dafür contraproduktiv. Wenn man nicht mehr wohnortnah einkaufen kann, ist man gezwungen, größere Strecken zu fahren. Und dann wird das Fahrrad noch seltener genutzt. Und die Freude der Radler über einen prima fließenden Durchgangsverkehr, was sicher zu mehr und nicht weniger Durchgangsverkehr führen wird, ist mir immer noch unverständlich.

      2. Wenn man das Einkaufen mit dem Auto erschwert, zwingt man die Leute, mit dem Auto einkaufen zu fahren? Aha.

  8. Vielen Dank an die Redaktion für die mehrfachen Versuche, einiges richtig zu stellen. Die “Gerüchte” in Schildgen sind schon absurd, es wird zB von Enteignungen gesprochen, wer hat und warum werden diese Ängste geschürt?
    Wir wollen doch alle weniger Autos auf den Straßen haben, die Gründe dafür will ich nicht wiederholen. Nur so viel, nicht jeder ältere Mensch ist gehbehindert, hat ein Einkaufsvolumen von einem Kofferraum. Es gibt auch in Schildgen viele verantwortungsbewußte ältere Menschen, die nicht für einen Kaffee oder einem Liter Milch einen Parkplatz brauchen. Doch diese sind nicht so laut und werden deshalb überhört.
    Im übrigen kann ich jeden (Kind oder Erwachsene) verstehen, der/die sich zur Zeit nicht mit dem Rad nach oder durch Schildgen zu fahren traut.

    1. Liebe Frau Apicella, die lauteste Fraktion in dieser Diskussion sind mit weitem Abstand! die Verfechter der Radwege im Dorfzentrum. Michael Funcke beispielsweise ist praktisch omnipräsent als Autor beim ADFC, Schildgen im Blick, mobile Nachbarn, InGL, …. Ich erlaube mir da bisweilen, Antworten zu formulieren . Auch wenn ich bei der ABD Straße eine dezidiert andere Meinung habe, finde ich sein Engagement grundsätzlich super und bin gerade für „seine“ Seite „Schildgen im Blick“ dankbar. Ich habe noch von keinen Ängsten vor Enteignung gehört! Die ursprüngliche Planung sah aber die Nutzung von Privateigentum vor, die Angst wurde, wenn überhaupt, also von den Planern selbst geschaffen! Auch ich will weniger Autos auf der ABD! warum wird denn dann der Durchgangsverkehr gestärkt? Gerade unter diesem leiden die Schildgener! Und Ihr drive, den auch die Grünen pflegen, dass man es halt nicht jeder Randgruppe (Hier Gehbehinderte) recht machen kann, ist irgendwie konsequent. Wo gehobelt wird, fallen halt Späne. Und die Trennung in zwei Bauabschnitte, von denen einer jetzt offensichtlich ohne jede Bürgerbeteiligung durchgezogen werden soll, spricht für mich eine eindeutige Sprache, dass eben genau diese Bürgerbeteiligung hier im Prinzip nicht gewünscht ist und lieber ungestört Fakten geschaffen werden. Was die Verwaltung im übrigen unter Angebotsbeteiligung bei dem zweiten Bauabschnitt verstehen wird, bleibt abzuwarten. Viele Hoffnungen auf eine echte Beteiligung habe ich nicht mehr!

      1. Herr Lehner, ich möchte nicht, daß Sie mich so mißverstehen! So hatte ich es auch nicht geschrieben.

    2. Gut, dass es doch noch Stimmen der Vernunft gibt. In Schildgen scheint sich eine etwas merkwürdige Allianz zu bilden: Die Bequemen, die noch zum Briefkasten mit dem Auto fahren und für ihre Interessen dann die älteren Mitbürger vorschieben, die CDU, die lediglich der amtierenden Stadtspitze an den Karren fahren will, egal um welches Thema es sich handelt, und Geschäftsleute, denen alles egal ist, solange die Käufer direkt aus ihren Autos in die Ladenlokale stolpern können. Dazu kommen natürlich die, denen jede Veränderung aus Prinzip erst einmal suspekt ist.

      Die Zahl der gesammelten Unterschriften muss man wohl auch mit Vorsicht genießen: Die Planung steht erst im Anfangsstadium, aber von interessierter Seite werden die Leute mit dem schlechtestmöglichen Ergebnis als beschlossene Tatsache konfrontiert – während sie eigentlich gar nicht wissen können, wofür oder wogegen sie unterschreiben.

      1. Lieber Drucker,
        So wie Sie glauben, dass hier ältere Mitbürger bloß instrumentalisiert werden, könnte man das gleiche über KidicalMass bei den Kindern behaupten. Was also soll das?

        In Teil 1 der Planung werden, so wie ich das verstehe, praktisch schon Fakten geschaffen. Dass da auch für Teil 2 kein Vertrauen in Politik und Verwaltung wächst, muss verständlich sein.

        Aber schon der Duktus Ihres Beitrages macht eine seriöse Antwort schwer. Hier ist nichts merkwürdig, hier stolpert keiner, der konnotierte Vorwurf der Unterschriftenfälschung, oder was soll das mit der „.. Vorsicht zu genießen…“ sonst heißen, ist eine unverschämte Unterstellung und Interessierte gibt es halt auf allen Seiten. Zu konkreten Sorgen und konkreten Zahlen wird nicht Stellung genommen. Dass Sie auch noch „Drucker“ heißen, rundet mein Bild ab!

      2. Wenn hier jemand den Vorwurf der Unterschriftenfälschung konnotiert, dann sind Sie das. Ich habe das weder geschrieben noch unterstellt, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass mit Extremszenarien zum Unterschreiben aufgerufen wird, obwohl die Planung noch im Gange ist und sich sogar eher im Frühstadium befindet.

        Das mit dem Namen müssen Sie mal erklären. Ich sehe nicht, wie ein paar Buchstaben die Bewertung einer Meinungsäußerung beeinflussen können. Mir scheint, die Meinung passt Ihnen einfach nicht und deshalb greifen Sie wahllos nach wirklich jedem Argument, so absurd es auch sein mag.

  9. Mal wieder gegen die Bevölkerung. Dabei sind die Farben der Parteien, die jeweils das Sagen haben, austauschbar. War es fürher die GroKo, die sich nicht um des Volkes Begehren kümmerte, ist es heute die Ampel, unterstützt von der FWG. Letztere enttäuscht schon, sah ich sie doch als Anwalt der Bürgerinnen und Bürger. Mittlerweile bemerkt davon nur noch wenig. Das mag auch daran liegen, dass der Fraktionsvorsitzende, der mit seiner Familie ein Domizil in Schildgen bewohnt, schon zu Zeiten der Bürgerinitiativen gegen den FNP-E in 1. Linie für diesen Stadtteil kämpfte.

    Frau Meinhardt fragt, wo denn eine Umgehungsstraße lang gehen sollte. Ich riss schon einmal das Thema der großen Gasleitung an, die z.Z.t quer durch Wald und Feld gebaut wird. Bei geeigneter Planung wäre das u.U. eine Möglichkeit gewesen, gleich eine Straße als Umgehung mitzubauen.

    Mal wieder bleibt die ältere Bevölkerung mit ihrem wohl größten Anteil der Schildgener Bevölkerung außen vor. Die FDP will das Konzept nur tragen, wenn wahrhaftig nach Ersatzparkplätzen in der Nähe des Einzelhandels gefunden wewrden. Das scheint mir eher ein frommer Wunsch zu sein, eine Taktik, später bei Schuldzuweisungen nicht herangezogen zu werden.

    Und wie ist das mit den Fußgängern? Werden die wirklich genötigt, dem Fahrradweg vor der Kirche auszuweichen und über einen Prakplatz gehen müssen? Gibt es jetzt nur noch die Radfahrer, die im weiterhin konzeptionsfreien GL Gnade vor der Verwaltung finden?

    Inzwischen empfinde ich diesen Hype um Fahradfahrer und deren bevorzugten Wege äußerts befremdlich. Wie gesagt, werden nun auch schon Fußgänger diskriminiert. Statt für möglichst emissionsfreien ÖPNV zu sorgen, endlich mehr für S11 und zusätzliche Straßenbahnen für GL zu sorgen, vielleicht mal über Seilbahnen nachzudenken statt sie zu ignorieren werden kurze bis kürzeste Radstreifen und -straßen errichtet, die nicht geeignet sind, eine merkbare Zahl von Autofahrer von der Straße zu bringen und nur als Alibipolitik bezeichnet werden können. Und die Radfahrer in Schildgen, sind die wirklich gezwungen, über die ABD zu fahren, könnten die nicht Seitenstraßen befahren? Von dieser Möglichkeit war bisher nichts zu hören oder zu lesen.

    1. Hallo Herr Havermann,

      natürlich können wir Seitenstraßen nutzen. Versuchen Sie doch bitte mit dem Fahrrad zuerst Cafe Pieper und danach Edeka Weiden zu besuchen. Danach fahren Sie bitte noch zu Getränke Otter und zum Olivenhof. Außerdem fehlt noch der Blumenstrauß von Vivaflora.

      Benutzen Sie dabei nur die Nebenstraßen.
      Sie scheinen Schildgen bestens zu kennen.

    2. Hallo Herr Havermann,
      auch der PKW- und LKWFahrer kann eine Alternativstrecke nach Leverkusen nutzen. Es geht von Bergisch Gladbach über Odenthal oder auch über Köln.
      Wollen wir uns nun tatsächlich auf diese Ebene begeben. Ich frage mich bei Ihrer Argumentation jedes Mal auf ein Neues, ob Sie wirklich überdenken was Sie so schreiben.

    3. Tja, das ist das Problem.
      Unseren Politikern traue ich von hier bis morgen früh nicht, über alle Parteien hinweg. Entweder Sie denken nur kurzfristig, oder sie folgen irgendeiner Parteistrategie, oder es ist Ihnen einfach egal, oder sie sind einfach zu ….. .
      Von Volksvertretung ist da sehr wenig zu erkennen. ImGegenteil: Es wird genau das gamacht, was die Bürger nicht wollen.
      Das war beim FP so, und ist auch jetzt wieder so. Traurig.
      Ich verzweifele daran.

  10. Vielleicht sollten sich die 6200 Schildgner einfach mal zu einem bestimmten Tag und Uhrzeit auf der Kreuzung Altenberger-Dom-Str / Leverkusenerstr. treffen und die Strassen für 2h dicht machen……