Die Asphaltdecke des ersten Teils der Paffrather Straße, von der Reuterstraße bis zur Feuerwehr, ist weitgehend fertig gestellt und in beide Richtungen frei gegeben. Unsere Bürgerreporterin Evelyn Barth ist mit der Kamera losgezogen und hat sich aus Fußgängersicht angeschaut, was sich verändert hat.

Am Donnerstag, den 9.11. habe ich mir den Baufortschritt angeschaut. Das Teilstück der Paffrather Straße zwischen Reuterstraße bis zur Kreuzung „Am Station“ bei der Feuerwehr ist wieder in beide Richtungen für den Verkehr frei gegeben worden, allerdings wird die Fahrtrichtung Innenstadt bislang kaum benutzt. Die Fahrbahnmarkierungen und Schilder fehlen natürlich noch, aber immerhin bekommt man einen ersten Eindruck.

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Der zweite Abschnitt von der Feuerwehr bis zu Kreuzung Handstraße bei Opel Gieraths ist dagegen im Moment eine abgesperrte Katastrophe. An der Straße selbst wird bislang nicht gearbeitet, obwohl seit zwei Wochen die Absperrungen stehen. Nur die Spur stadtauswärts ist für den Verkehr freigegeben, aber auch hier herrschte am Donnerstag das reine Chaos, da lief nichts. Und dazwischen die Busse nach Hand und nach Paffrath. Ich bedaure jeden, der auf diese Busse angewiesen ist.

Hinweis der Redaktion: Unser Reporterhund BamBam …
… ist am 2. November im greisenhaften Alter von 15 Jahren und 7 Monaten friedlich zuhause eingeschlafen. Evelyn Barth wird sich nun alleine, aber in BamBams Sinne, auf die Suche nach Bildung machen und in lockerer Folge berichten, was sie für berichtenswert hält. Alle Beiträge von BamBam finden Sie hier.

Ich war einigermaßem entsetzt, dass man tatsächlich nur die Straße und die Bushaltestellen erneuert hat. Der Fußweg an der Stadionseite – von dem niemand so recht weiß, ob der nun auch als Radweg dient oder nicht – hat die gleichen Stolperfallen, wie vorher. Und auch der Fußweg auf der gegenüberliegenden Seite ist nicht saniert worden.  

Immerhin wurde der Fußgängerbereich um ca. 20 bis 30 cm verbreitert. Wie es aussieht zugunsten der Bäume, denn diese Verbreiterungen werden bei den Bäumen unterbrochen.

Die Bushaltestellen wurden teilweise verlegt und erhöht, damit man dort jetzt barrierefrei die Busse entern kann. So liegt die Haltestelle Langemarkweg jetzt genau gegen über der Einmündung des Langemarkwegs.

Die Haltestellen haben keine Haltebuchten, die Busse müssen auf der Straße halten. Die haltenden Busse überholen sollte man besser nicht, denn dann fährt man auf die Querungsinseln in der Mitte der Straße. Es gab immer eine auf Höhe des Langemarkweges, nun gibt es eine zweite auf Höhe des Stadioneingangs. 

Die Inseln und die Bürgersteigseiten auf beiden Seiten  der Straße sind rollstuhltauglich. 

Die alte Haltebucht der alten Haltestelle Langemarkweg besteht aber nach wie vor.

Als Bürgerin dieser Stadt erwartet man ja von Straßenbau und Straßenplanung keine Wunder. Aber hier steht der Laie verständnislos und staunt. Ich bin gespannt, wo bei diesem Konzept am Ende die Radfahrer bleiben. Auf der Rubbelstrecke im Fußgängerbereich oder ungeschützt am Rand der Straße? Bin gespannt. 

Busempfehlung

Linie 456 nach Hand – die fährt an der Kreuzung Reuterstraße runter zur Jakobstraße und dann Hermann-Löns-Str. etc. bis Hand Kirche und weiter in die Siedlung. Der Bus fährt alle 30 Minuten.

Linie 437 nach Paffrath – die fährt über die Reuterstraße nach Paffrath, allerdings nur stündlich.

Stadteinwärts fahren 435, 222 und 227 nach wie vor über die Buchholzstraße und Jakobstraße zum Busbahnhof, benutzen also das chaotische Baustellenstück nicht.


Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag gibt den Stand von Donnerstag, 9.11. wieder; das haben wir nachträglich deutlich gemacht. Am Folgetag, am Freitag haben dann die Arbeiten auf der abgsperrten Spur im oberen Teil der Paffrather Straße begonnen.

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  1. Die Sanierung der Fahrbahn ist oberflächlich gut gelungen, bis auf die Stellen die schon von Anfang umrahmt wurden und immer noch nicht korrigiert sind

    Das bringt mich zum eigentlichen Punkt: Wie lange wird die auf dem Kopfsteinpflaster angebrachte Schicht wohl halten?

    Ich fahre seit 2015 über den Rather Mauspfad der damals frisch saniert war. Ergebnis: die Strecke ab der Rösrather Straße war nach 10 Jahren so schlecht, dass diese jüngst wieder saniert werden musste.

    Ich bekomme das Gefühl nicht los, dass die Fahrbahn-Sanierungen nicht nachhaltig umgesetzt werden.

  2. Korrekt ist nicht, dass der Bereich zwischen Stadionstraße und Kreuzung bei Opel Gierath knapp 2 Wochen einspurig zu befahren ist und es hat sich nichts getan: die Zeit hat es gebraucht um den gesamten Einmündungsbereich Stadionstraße auf die Paffrather komplett inclusive der Barrierefreien Überwege zu erneuern. Bereits Mitte letzter Woche wurde dann die Absperrung von der Stadtauswärts linken Seite auf die rechte Seite gewechselt, und bereits Freitag war der gesamte alte Belag in diesem Abschnitt abgefräst. Mich wundert das Datum des Berichtes: 12.11., am 10.11. waren dies Arbeiten bereits erledigt.

  3. Schrecklich alles (außer die Fahrbahn). Die Gehwege eine Katastrophe mit aufgeplatzten Asphalt und der Radweg vom Bürgersteig auf die Straße Stadionseite abwärts führt ins Nichts bzw. jetzt an eine hohe Bordsteinkante statt eine Absenkung. Top.

    1. Ich vertrete ebenfalls die Ansicht, dass die Gehwege in einem “Abwasch” mit saniert hätten werden sollen. Dennoch meine ich, dass man die barrierearme Herrichtung der Haltestellen, der Einmündung Langemarkweg und der alten wie neuen Querungshilfe, bei denen jeweils der (beleuchtete) Fußgängerüberweg noch fehlt, nicht einfach unter den Tisch fallen lassen darf.

      Einen Radweg auf dem Hochbord hat es in diesem Bereich und auch vor der Feuerwehr nie gegeben. Lediglich ein “Rad Frei” von “Am Stadion” bis ca. Langemarkweg stadteinwärts. Daher bin ich nicht sicher, welchen Abschnitt Sie diesbezüglich meinen.

      Zukünftig wird der Radverkehr vorwiegend über Schutz- und Radfahrstreifen auf der Fahrbahn geführt. Im Knotenpunkt „Am Stadion“ und dem Bereich der Feuerwehr stadteinwärts leider ausschließlich im Mischverkehr mit den KFZ.

  4. “Die Haltestellen haben keine Haltebuchten, die Busse müssen auf der Straße halten. Die haltenden Busse überholen sollte man besser nicht, denn dann fährt man auf die Querungsinseln in der Mitte der Straße.”

    Da könnte man Absicht unterstellen. Bei Haltebuchten ging es doch nie darum den Busverkehr zu vereinfachen oder die Fahrgäste zu schützen, sondern darum den Autoverkehr vorm Busverkehr zu schützen. Der Drang, schnell noch den Bus zu überholen, ist bei vielen Autofahrern leider übermächtig. Eigentlich gilt in der StVO für Busse eine gewisse Vorzugsbehandlung, so muss diesen die Wiedereingliederung in den fließenden Verkehr ermöglicht werden, Busse mit Warnblinker an dürfen sogar nur im Schritttempo überholt werden, da gerade an Schulwegen gerne noch Kinder plötzlich über die Straße rennen. In der Realität wird leider kaum Rücksicht genommen. Ein Wunder, dass nicht öfters was passiert. Von daher gehören meiner Meinung nach eigentlich an sämtliche Bushaltestellen Querungshilfen, die das Überholen verhindern.

  5. Alle offenen Fragen, vor allem zur zukünftigen Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn, der Ergänzung der Querungshilfen durch beleuchtete Fußgängerüberwege, die Nutzung der alten Busbucht Langemarkweg zum Kurzzeitparken am neuen Standort der Glascontainer und einiges mehr, können auf der Seite der Stadt Bergisch Gladbach und den dort verfügbaren Dokumenten beantwortet werden.

    Richtig ist wohl, dass eine vollständige Sanierung der Gehwege zur Zeit nicht vorgesehen ist.

    https://www.bergischgladbach.de/paffrather-strasse.aspx

  6. Quelle: https://in-gl.de/2023/07/09/ausbau-der-paffrather-strasse-startet-in-kuerze/

    “Eine neue Fahrbahndecke und eine bessere Geh- und Radwegsituation – in vier Bauabschnitten wird ab 17. Juli die Paffrather Straße ausgebaut.”

    “Zusätzlich zu der Sanierung der Fahrbahndecke werden die Bushaltestellen sowie die Einmündungs- und Kreuzungsbereiche barrierefrei ausgebaut. Im Rahmen der verfügbaren Flächen wird zudem ein möglichst attraktives Angebot für den Radverkehr geschaffen. So entsteht zwischen Reuterstraße und Kreuzung Paffrather Straße/Am Stadion mit der Einrichtung beidseitiger Radfahr- bzw. Schutzstreifen eine durchgehende Radverkehrsführung.”

    Das klang in der Ankündigung alles sehr vielversprechend. Wobei man das Wort >möglichst< schon als Hinweis hätte deuten können. Naja, das Ergebnis ist so lala. Aber was soll man zu Zeiten des Fachkräftemangels erwarten?

    Mir fällt primär auf, dass mal wieder ganz viele Parkplätze weggefallen sind. Wollen wir mal abwarten bis es komplett fertig ist.

  7. Hallo Frau Barth, ich pflichte Ihnen zu 100% bei, habe die gleichen Gedanken wenn ich mir das ansehe…. Was ist eigentlich so richtig passiert neben einer neuen Asphaltdecke und „vernachlässigten“ Bürgersteigen, von Radweg ganz zu schweigen. Mein erster Gedanke war das „die noch fehlende Straßenkennzeichnung es dann richten soll….. Scheint mir nicht zu Ende gedacht, aber „günstig“….
    Es hat den Anschein als ob alle „Radfahrer-Idiologie“ bereits in der Laurentiusstr. „verpulvert“ wurde…..
    Sie und ich „wundern“ uns, mal sehen wer noch…..

    1. Liebes Bürgerportal, zwischen „freigegeben“ und „fertig“ besteht ja immerhin noch ein Unterschied. Dass das Projekt noch nicht abgeschlossen ist, erkennt man unschwer an noch fehlenden Markierungen oder (ich denke journalistisch leistbar) durch einen Blick in die gut zugänglichen Unterlagen. Ein guter Ansatz, den Zustand vorher/nachher in einer Fotodokomentation zu vergleichen, verkommt so leider zur Stimmungsmache und wird dem Projekt nicht gerecht. Lage der Haltestellen, die Radverkehrsführung, … all das kann man den Planungsunterlagen entnehmen und ist bislang nicht oder nur zum Teil umgesetzt. Ich will damit jetzt nicht sagen, dass jedes Detail an dem Projekt am Ende gelungen ist, auch bei mir tun sich noch Fragezeichen auf, aber ich möchte erst einmal das Gesamtergebnis sehen.

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      Hinweis der Redaktion: Anke Außendorf ist Mitglied der Fraktion der Grünen im Stadtrat. Wir bitten Inhaber:innen von Ämtern und Funktionen in der lokalen Politik diese transparent zu machen.

      1. Sehr geehrte Frau Außendorf, dass es sich hier um eine vorläufige Betrachtung aus Fußgängersicht handelt, dass bislang nur die Asphaltschicht fertig ist usw. wird im Text mehrfach erwähnt.

      2. Guten Abend,
        den zweiten redaktionellen Hinweis empfinde ich als ziemlich überflüssig. Kommt mir so vor, als sähe sich die Redaktion in der Pflicht, sich zu rechtfertigen. Ist meiner Meinung nach nicht erforderlich gewesen. Unabhängigkeit ist ein hohes jounalistisches Gut.

        Schönen Abend!