Dieser Krankenwagen war im Einsatz von russischen Truppen schwer beschädigt, der Fahrer schwer verletzt worden. Beim Stadtfest macht er auf die Spendensammlung zugunsten der Kinderklinik Lwiw aufmerksam

Die drei lokalen Vereine der Ukraine-Hilfe starten eine gemeinsame Spendenaktion für das Kinderkrankenhaus in Lwiw, die während des Stadtfests sichtbar wird. Gleichzeitig wird der Austausch mit der Partnerstadt Butscha ausgebaut: zum zweiten Mal ist eine Schulklasse zu Besuch und auch zum Stadtfest wird eine Delegation erwartet.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung des Städtepartnerschaftsvereins Bergisch Gladbach – Butscha

Der schreckliche Beschuss des Kinderkrankenhauses in Kiew durch russische Truppen am 8. Juli 2024 hat nicht nur weltweit, sondern auch in unserer Region für Entsetzen gesorgt. Besonders betroffen sind die vielen Bürgerinnen und Bürger, die sich in den vergangenen Monaten intensiv für die Unterstützung der Ukraine eingesetzt haben.

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In Reaktion auf dieses grausame Ereignis haben der Städtepartnerschaftsverein Bergisch Gladbach – Butscha e.V., die Humanitäre Hilfe Bergisch Gladbach e.V., die Humanitäre Hilfe Overath e.V. und die Schlossapotheke Bergisch Gladbach beschlossen, gemeinsam Spenden für ein Kinderkrankenhaus in der Ukraine zu sammeln.

Durch die Hilfszusagen der Bundesregierung ist das betroffene Kinderkrankenhaus in Kiew zwar versorgt, es gibt aber zahlreiche ähnliche Einrichtungen im ganzen Land, die dringend auf unsere Hilfe angewiesen sind. Eines davon ist das Kinderkrankenhaus in Lwiw, das im Fokus der aktuellen Spendenaktion steht.

Gemeinsames Spendenkonto
Stichwort „Kinderkrankenhaus Ukraine“
IBAN: DE93 3706 0193 0032 5620 27
Bank: Pax-Bank eG

Die Schirmherrschaft für die Spendenaktion haben Frank Stein, Bürgermeister von Bergisch Gladbach, Dr. Hermann-Josef Tebroke, Mitglied des Bundestages und Martin Lucke, Mitglied des Landtags NRW, übernommen.

„Diese Aktion zeigt, wie wichtig es ist, Solidarität zu leben und sich für die Schwächsten einzusetzen. Ich hoffe, dass viele Menschen dieses Angebot wahrnehmen und einen Beitrag leisten. Zumal die Spenden schon Mitte November persönlich von Mitgliedern der lokalen Hilfsorganisationen in die Ukraine gebracht werden“, betont Dr. Hermann-Josef Tebroke, Mitglied des Bundestages.

Übergabe von Hilfsgütern bei einem der früheren Transporte. Foto: Guido Wagner

Sachspenden-Sammlung bei Hetzenegger in Dürscheid

Gesammelt werden Sachspenden am Samstag, 7. September 2024 von 10 bis 13 Uhr am Edeka Hetzenegger in Dürscheid (Wipperfürther Straße 165). Benötigt werden vor allem Kleidung, Spielsachen, Musikinstrumente, Gehstützen, Fahrräder, Rollstühle, Rollatoren, Decken, Schlafsäcke, Windeln, Verbandskästen und Kerzenreste. Wir bitten alle, die Kleidung in Bananenkisten abzugeben, um den Transport zu erleichtern.

Geldspenden-Sammlung auf dem Stadtfest

Parallel dazu werden Geldspenden an einem beschossenen ukrainischen Krankenwagen, der „Barwinka“ gesammelt, die am Samstag, 7. September, und am Sonntag, 8. September, auf dem Konrad-Adenauer-Platz am Eingang zur Villa Zanders in Bergisch Gladbach im Rahmen des Stadtfests jeweils von 11 bis 18 Uhr  zu sehen sein wird.

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Zerschossener Krankenwagen öffnet neue Perspektiven

Die sogenannte Barwinka, ein bei einem russischen Angriff schwer beschädigten Krankenwagen, hatten die Ukraine-Helfer in Bergisch Gladbach und Overath gezeigt, um die bittere Realität in der Ukraine plastischer und begreifbarer zu machen. Sie stießen auf viele Emotionen und viel Zuspruch.

„Wir sind stolz darauf, dass Gäste aus Butscha beim Stadtfest in Bergisch Gladbach anwesend sein werden“, erklärt Frank Stein, Bürgermeister von Bergisch Gladbach. „Sie werden auch die Barwinka besuchen, den zerschossenen ukrainischen Krankenwagen, der im Rahmen des Stadtfests ausgestellt wird. Dies bietet uns die wertvolle Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und unsere Solidarität zu zeigen.“

„Gemeinsam können wir viel bewirken – nicht nur durch finanzielle Spenden, sondern auch durch die Unterstützung mit Sachgütern, die dringend benötigt werden. Lassen Sie uns zusammenstehen und ein starkes Zeichen der Solidarität setzen“, fügt Martin Lucke, Mitglied des Landtags NRW, hinzu.

Ein Foto vom ersten Austausch 2023. Foto: Guido Wagner

2. Schüleraustausch zwischen IGP und Schule #5 in Butscha

Zum zweiten Mal wird Anfang September eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Schule #5 aus Butscha in Bergisch Gladbach zu Besuch sein. Gastgeberin ist die Integrierte Gesamtschule Paffrath (IGP), die nach dem Auftakt im vergangenen Jahr erneut ihre Türen für diesen wichtigen Austausch öffnet.

In einer Zeit, in der die Herausforderungen für junge Menschen in der Ukraine groß sind, ist es uns als Städtepartnerschaftsverein ein besonderes Anliegen, Perspektiven zu eröffnen und die Verbindung zwischen unseren Städten weiter zu stärken. „Der Austausch zwischen den Menschen ist von unschätzbarem Wert. Gerade in diesen schwierigen Zeiten müssen wir die Brücken festigen, die wir in den vergangenen beiden Jahren gebaut haben und den Jugendlichen die Möglichkeit geben, neue Horizonte zu entdecken“, betont Frank Haag, Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins.

Der Besuch aus dem vergangenen Jahr ist vielen noch in lebhafter Erinnerung – die Kontakte zwischen den ukrainischen Jugendlichen und den deutschen Gastfamilien bestehen fort und haben bereits zu Freundschaften geführt. Außerdem freuen sich die ukrainischen Schülerinnen und Schüler, ihre Sprachkenntnisse hier in Bergisch Gladbach anzuwenden und zu vertiefen. Denn in der Schule #5 steht Deutsch als Fremdsprache auf dem Stundenplan.

„Wir danken der Schulleitung, den engagierten Lehrkräften sowie den Gastfamilien an der IGP von Herzen. Gerne leisten wir als Städtepartnerschaftsverein unseren Beitrag, um diesen Austausch tatsächlich möglich zu machen. Dafür sind aber auch wir auf Unterstützung angewiesen und bitten um Spenden, damit wir die Reisekosten stemmen können. Dabei gilt: keine Summe ist zu klein, jeder Euro hilft!“, appelliert Arne Meinhardt, der den ersten Schüleraustausch organisiert hatte und auch dieses Mal wieder unterstützt.

Mitglieder des Städtepartnerschaftsvereins Bergisch Gladbach – Butscha e.V. haben die Partnerstadt in der Ukraine in den vergangenen beiden Jahren mehrfach besucht und sich ein Bild von der Lage vor Ort gemacht. Denn der direkte Kontakt mit den Menschen und der Austausch auf Augenhöhe sind wichtig für eine lebendige Partnerschaft. „Wir freuen uns auf die bevorstehenden Begegnungen und viele unbeschwerte Momente, die für die jungen Menschen aus Butscha eine Auszeit vom Krieg bedeuten“, so Haag weiter.

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