Harald Weyel (AfD) in der WahlArena des Bürgerportals 2021. Foto: Thomas Merkenich

Er ist ehemaliger Hochschulprofessor und bereits zweimal über die Landesliste der AfD in den Bundestag eingezogen. Harald Weyel bewirbt sich jetzt ein drittes Mal für das Direktmandat im Rheinisch-Bergischen Kreis. Der Kandidat der AfD Rhein-Berg stellt sich mit Hilfe unseres Fragebogens vor.

2017 war Weyel als Überraschungskandidat dank einer sehr guten Absicherung auf der Landesliste (Platz 3) in den Bundestag gelangt. Ein Erfolg, den er – nun auf Platz 9 der Landesliste – 2021 wiederholen konnte. In diesem Jahr wurde er von der AfD NRW lediglich auf Rang 27 der Landesliste gewählt. Damit hat der 65-Jährige kaum eine Chance, ein drittes Mal in den Bundestag zu gelangen.

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Weyel hatte für das Amt eines stellvertretenden Bundestagspräsidenten kandidiert und war als stellvertretender Schatzmeister Mitglied des Bundesvorstands der AfD – die Partei ist in Teilen rechtsextremistisch und demokratiefeindlich. Das gilt auch für den Landesverband NRW: Bei der Aufstellung der Kandidaten für die Bundestagswahl im Januar wurde mit Matthias Helferich ein Mann auf Platz 6 gewählt, der der AfD-Bundestagsfraktion zu rechtsextrem ist und daher ausgeschlossen worden war.

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Buchvorstellung: Wie gefährlich die AfD wirklich ist

Auf Einladung des Vereins Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt hat Hendrik Cremer sein aktuelle Buch über die AfD vorgestellt – und ist auf großes Interesse gestoßen. Der Jurist und Experte für Rechtsextremismus warnt eindringlich vor der unterschätzten Gefahr, die von der Partei für die freiheitlich-demokratische Grundordnung ausgeht.

Mehr Informationen über Harald Weyel und seine Verstrickungen in der rechtsextremen Szene, bietet der entsprechende Wikipedia-Eintrag mit einer Reihe von Quellen.

Vor seiner Wahl in den Bundestag war Weyel zuletzt Professor für Betriebswirtschaft an der FH/TH Köln. Er ist Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die offizielle Biografie und seine Reden finden sich auf der Seite des Bundestags.


1. Wie starten Sie in den Tag?
Dehnen erstmal, Wasser/Kaffe/Tee, etwas Obst und evtl. Haferbrei.

2. Was wollten Sie als Kind werden?
Landwirt oder so.

3. Was sind Sie geworden?
Volks- und Betriebswirt (Dipl.-Ökonom)

4. Wohin gehen Sie, wenn Sie ganz für sich sein wollen?
Hiesige Familienrestaurants mit Hausmannskost inkl. „Exotischem“.

5. Wie sieht für Sie ein perfekter Tag aus?
Zumindest „fühlbare“ Arbeit (wenn schon nicht sichtbar) — und dann die kleinen Erholungen davon.

6. Was ist für Sie das größte Unglück?
Nicht dürfen was man kann und will, Schlechteren zusehen müssen, wie sie Schlechteres machen!

7. Bitte ergänzen Sie: der Rheinisch-Bergische Kreis ist …
Mischung aus viel Natur drumrum und drinnen immerhin etwas Kultur.

8. Was ist Rhein-Bergs größter Pluspunkt?
Nah genug an Köln — aber auch weit genug weg davon!

9. Was ist Rhein-Bergs größtes Problem?
Wohnungsnot inkl. „Sozial“-Einwanderung und Unternehmens-Abwanderungen/-Schließungen!

10. Wenn Sie drei Wünsche für Bergisch Gladbach/ für den Rheinisch-Bergischen Kreis frei hätten, würden Sie …
Auch eine andere Kommunalpolitik (1), die sich ggf. emanzipiert von Düsseldorfer, Berliner und Brüsseler „Vorgaben“; Stopp zeitgeistiger Steuerverschwendung/Schuldenmacherei/Bürgerdrangsalierung (2); Stabilität und wenn, dann nur „gesundes Wachstum“ von Wirtschaft und Bevölkerungsstruktur (3).

11. Wenn Sie einen persönlichen Wunsch frei hätten, würden Sie …

12. Was war Ihre größte Leistung?
Berufserfolg trotz zahlreichen frühen/späten Hindernissen.

13. Was war Ihre größte Niederlage oder Ihr schlimmster Fehler?

14. Mein großes Ziel ist …
Zufriedenheit mit der fühlbaren Gesamt-Lebensbilanz.

15. Was ist Ihre Stärke?
Beharrlichkeit und Unkonventionalität.

16. Was ist Ihre Schwäche?
Nicht noch mehr Beharrlichkeit/Geduld zu haben.

17. Worüber können Sie sich aufregen?
Handeln wider bessere Erfahrung und alle Theorie (also fast 100% der Regierungspolitik zum Beispiel:))

18. Wer ist Ihr Vorbild im Beruf?
Jeder, der mit Anstand und Verantwortung seinen Beruf/Erwerb macht und anderen dabei mehr Nutzen als Schaden bringt.

19. Wer ist Ihr Vorbild im Privatleben?
Niemand, denn „unter jedem Dach ein Ach“!

20. Was war der beste Ratschlag, den Sie je erhalten haben?
Raus in die Welt zu gehen (gerade auch die des Geistes, der Unterschiede oder Gemeinsamkeiten mit wem, was und wann auch immer).

21. Welchen Ratschlag würden Sie Ihrem Nachfolger/Ihren Kindern erteilen?
Siehe obige Antwort.

Welche Frage wurde nicht gestellt, würden Sie aber gerne beantworten?

Welcher Zeitraum ist eigentlich (nicht nur für „Deutschland“) mit den geringsten Übeln belastet: A) 1618-48, B) 1871-1913, C) 1991-2025

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Dieter Richter sagt:
    22. Februar 2025 um 11:01

    Betrachten wir die AFD-Rhetorik, der viele Menschen auf den Leim gehen, müsste auch die Müllabfuhr abgeschafft werden. Schauen wir uns die fiktiven (um die handelt es sich bei den Rechten ja immer) Begründungen mal im Chrupalla-Weidel-Sprech genauer au: „Seit Jahrzehnten opfern deutsche Regierungen Milliardenbeträge, um die Arbeitsplätze von Migranten zu sichern. Damit wird deren Sozialschmarotzertum scheinbar legal unterlaufen. Mit den Fahrzeugen werden Straßen verstopft und beschädigt und gute deutsche Luft mit Dieselabgasen vergiftet. Die Müllberge in der Natur sind Umweltzerstörung und rauben Erholungsraum für den fleißig deutschen Arbeiter und die unermüdliche deutsche Hausfrau und Mutter. Jede Woche finden neue Versuche statt, die jedoch zu keinen Ergebnissen führen. Wir, die AfD, sorgen dafür, dass jeder einzelne deutsche Bürger von den damit verbundenen Zwangsabgaben endlich befreit werden. Wir schaffen die Müllabfuhr ab! Versprochen!“. Wo bleiben die Gegenargumente? Die sind sowie alle Erlogen und Erstunken….