Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust befassen sich der Ganey Tikva-Verein und das Katholische Bildungswerk mit dem „jüdischen Karneval“ in der Nazi-Zeit und heute – in einem Gespräch mit Aaron Knappstein, dem Präsidenten der „Kölsche Kippa-Köpp“. Dabei geht es auch um den Alltag der Juden in der heutigen Zeit.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V.

Der Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V. und das Katholische Bildungswerk erinnern jedes Jahr am Internationalen Gedenktag an die Opfer des Holocaust mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Am 27. Januar 2025 soll der Focus auf Juden und Karneval gelegt werden. Zu Gast ist Aaron Knappstein, der Präsident der „Kölschen Kippa Köpp”.

Im Gespräch mit Willy F. Bartz, dem Vorsitzenden des Städtepartnerschaftsvereins blickt Aaron Knappstein im ersten Teil des Abends auf den Karneval in der NS-Zeit zurück. Sehr bald schon gab es damals Auftrittsverbote für jüdische Künstler und zahlreiche Einschränkungen jüdischen Lebens – auch im Karneval. Im Rosenmontagszug der 30-er Jahre machten sich zum Beispiel Persiflagewagen abfällig über Juden lustig.

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Antisemitischer Wagen im Kölner Karneval, 1934 (Fotograf: unbekannt); NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Jüdisches Leben heute im Rheinland

Nach einem musikalischen Beitrag des Klezmer-Ensembles „Die Zitrönchen“ befragt Elmar Funken, Leiter des Katholischen Bildungswerks, Aaron Knappstein zum jüdischen Leben heute im Rheinland angesichts des zunehmenden Antisemitismus seit dem 7. Oktober 2023, dem brutalen Überfall der Hamas auf Israel.

Wie erleben Juden in Köln und Umgebung heute das gesellschaftliche Klima und welche Einschränkungen und Probleme gibt es für sie – z.B. auch in einem jüdischen Karnevalsverein wie den „Kölschen Kippa-Köpp“? Was ist das Besondere an einem jüdischen Karnevalsverein und wie wird der Karneval da gelebt?

Willy F. Bartz nimmt aus seinem Kontakt mit dem Präsidenten der “Kippa Köpp” als Eindruck mit: “Aaron Knappstein ist ein nachdenklicher, aber humorvoller und weltoffener Kölner mit jüdischen Glauben. Als Präsident des einzigen jüdischen Karnevalvereins in Deutschland ist er begeisterter Brückenbauer zwischen den Menschen und den Zeiten.”

Auch Elmar Funken ist überzeugt: “Die würdige Verknüpfung des Gedenkens an den dunkelsten Teil unserer Geschichte mit dem fröhlichen Thema Karneval wird Aaron Knappstein gelingen.”

Im Rahmen der Veranstaltung werden Spenden für das Green House in Ganey Tikva gesammelt, einem Therapiezentrum für psychisch kranke Menschen und ihre Familien, auch für Opfer des 7. Oktober 2023.

Jüdisches Leben und „jüdischer Karneval“ in der Nazi-Zeit und heute
Gespräch mit Aaron Knappstein, Präsident der „Kölsche Kippa-Köpp“

Montag, 27. Januar 2025, 19.30 Uhr
Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Ratssaal Bensberg, Wilhelm-Wagener-Platz, 51429 Bergisch Gladbach
Eintritt frei

Veranstalter: Städtepartnerschaft Ganey Tikva – Bergisch Gladbach e.V. und Katholisches Bildungswerk Rheinisch-Bergischer-Kreis

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  1. Die Veranstaltung muss leider abgesagt werden, da der Gesprächspartner Aaron Knappstein einen familiären Notfall zu bedauern hat. Ein neuer Termin wird gesucht.

    Susanne Schlösser
    Städtepartnerschaft Ganey Tikva-Bergisch Gladbach e.V.
    http://www.ganey-tikva-verein.gl