Foto: Thomas Merkenich

Vor der Bundestagswahl treibt die Bürger:innen nicht nur das Thema Migration an. Sondern auch, wie sich der Wohnungsmarkt und Preise fürs Wohnen entwickeln. Wir haben die Direktkandidat:innen in Rhein-Berg dazu befragt, hier kommen ihre Antworten.

Die Sozialpolitik war nach dem Klimaschutz das Thema, das bei den Teilnehmenden der Umfrage des Bürgerportals die größte Bedeutung hat. Neben der Frage, wie Deutschland gerechter wird und Armut abgebaut werden kann, drehten sich viele Fragen der Leser:innen darum, wie sich das Problem steigender Mietpreise lösen lässt.

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Wir haben die Eingaben gebündelt und der Kandidatin sowie den sieben Kandidaten im im Rheinisch-Bergischen Kreis eine konkrete Frage vorgelegt: Was schlagen Sie vor, um mehr (bezahlbaren) Wohnraum zu schaffen?

Das hier sind ihre Antworten (in alphabetischer Reihenfolge):

Maik Außendorf (Grüne)

Wir wollen die Mittel für den sozialen Wohnungsbau erhöhen, außerdem eine neue Wohngemeinnützigkeit schaffen. Somit fördern wir zum Beispiel die Bautätigkeit von Wohngenossenschaften.

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Alexander Becker (Volt)

Volt setzt sich für eine Entbürokratisierung von Bauprojekten und für eine verstärkte Förderung des sozialen Wohnungsbaus und von Baugenossenschaften ein.

Wir wollen Mietpreisbremsen und die Förderung von Investitionen in klimafreundliche Neubauten. Zudem plädieren wir für eine bessere Nutzung von Leerstand, die Umnutzung von Gewerbeimmobilien in Wohnraum, Nachverdichtung und Aufstockung bestehender Bauten. Ziel ist es, schnell und nachhaltig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ohne die Umwelt zu belasten.

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Caroline Bosbach (CDU)

Nur günstigeres und vermehrtes Bauen sorgt auch für günstigere Mieten. Dafür müssen wir das Bauordnungs- und Raumordnungsrecht reformieren und viele Vorschriften, die das Bauen teurer machen, abschaffen. In den vergangenen Jahren ist der ohnehin große Druck auf dem Wohnungsmarkt deutlich verschärft worden.

Hinzukommt, dass immer mehr Wohnungen aus der Sozialbindung entlassen werden. Vor diesem Hintergrund muss die neue Bundesregierung hier einen erkennbaren Schwerpunkt setzen. 

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Marcel Liebegott bei der WahlArena des Bürgerportals. Foto: Thomas Merkenich

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Foto: Thomas Merkenich

Christian Lindner (FDP)

Wir haben viel Nachfrage bei einem begrenzten Angebot. Dann steigt der Preis. Was ist also zu tun? Mehr bauen! Deswegen wollen wir die steuerlichen Abschreibungen beim Wohnungsbau verbessern. Das macht investieren attraktiver, weil es sich mehr lohnt.

Oder: Wir wollen überzogene Auflagen fürs Bauen senken und auf sinnvolle Mindeststandards bei Gebäudeenergie, Brandschutz, Gesundheitsschutz und Statik reduzieren. Das treibt Vorhaben an, schafft Wohnraum und in der Folge wird er bezahlbarer.

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Tomás M. Santiallán in der Wahlarena. Foto: Thomas Merkenich

Tomás M. Santillán (Linke)

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Hinrich Schipper in der WahlArena des Bürgerportals. Foto: Thomas Merkenich

Hinrich Schipper (SPD)

Bezahlbarer Wohnraum ist ein Menschenrecht. Eine Million Wohnungen bis 2030: Die SPD investiert in sozialen Wohnungsbau, verschärft Mietpreisbremsen und bekämpft Spekulation mit Wohnraum. Kommunen stärken wir finanziell, um selbst aktiv zu werden. Außerdem fördern wir nachhaltige Bauprojekte und erleichtern private Investitionen. Wohnraum ist ein Grundrecht, kein Luxus – wir setzen alles daran, ihn für alle bezahlbar zu machen.

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Harald Weyel in der WahlArena des Bürgerportals. Foto: Thomas Merkenich

Harald Weyel (AfD)

Runter mit den überzogenen Klima/Umwelt-Auflagen in der Bauswirtschaft, weg mit Grund(erwerbs)steuer für selbstgenutzte Immobilien.

Mehrere hunderttausend ausreisepflichtige Personen belegen außerdem knappen Wohnraum in Alt- und Neubeständen.

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des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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