Seit siebeneinhalb Jahren planen die Mitglieder der Christlich-Ökologischen Wohngemeinschaft CÖW ein gemeinschaftliches und klimagerechtes Wohnprojekt in Herkenrath. Nach vielen Rückschlägen feierten die Mitglieder mit beteiligten Akteur:innen nun den Spatenstich. Sie suchen noch weitere Mitbewohner:innen für ihr „Micro-Dorf“ auf der grünen Wiese.
Schlagwort: Wohnungsbau
Haus & Grund warnt vor Enteignungen
Der Haus & Grund Rhein-Berg e.V. reagiert mit Sorge auf eine Forderung der Partei „Die Linke“. Die hatte im Wahlkampf gefordert, Wohnhäuser, die länger als sechs Monate leerstehen, zu enteignen. Das nimmt der Hausbesitzer-Verein auch zum Anlass, den neuen Stadtrat davor zu warnen, die bestehende Wohnraumschutzsatzung zu verschärfen.
Vorzeigeprojekt in Refrath: Lebendiges Miteinander statt grauer Wände
Das inklusive Mehrgenerationen-Gebäude der RBS in Refrath hatte hohen Besuch – und nutzte die Gelegenheit, das Projekt für bezahlbaren und sozialen Wohnraum der anderen Art noch einmal ausführlich der Öffentlichkeit vorzustellen.
Bezahlbarer Wohnraum: Debatte mit Sascha Gajewski und Marcel Kreutz
Die Nachfrage nach Wohnraum in Bergisch Gladbach ist groß – und bezahlbare Wohnungen sind knapp. Wie Kommunalpolitik dazu beitragen kann, diese Herausforderung zu meistern, war Thema einer Diskussionsveranstaltung, zu der Bürgermeisterkandidat Marcel Kreutz (SPD/Grüne) eingeladen hatte.
In Refrath wird die Vision vom Gemeinschaftlichen Wohnen gelebt
Aus dem Wunsch einiger Bergisch Gladbacher Familien, für ihre behinderten Kinder eine dauerhafte Wohnmöglichkeit in Gemeinschaft zu schaffen, ist ein Neubauprojekt mit Leuchtturm-Wirkung geworden: Gemeinsam mit der RBS realisierten die Wohnfreu(n)de Refrath das erste Mehrgenerationenhaus der Stadt. Inklusion wird an diesem besonderen Ort tagtäglich gelebt.
Stadt halbiert Beratung im „Bürgerservice Bauen“
Bislang hat die städtische Bauaufsicht an zwei Vormittagen die Woche Sprechzeiten für Bürger:innen angeboten, die sich frühzeitig über die Rahmenbedingungen eines Vorhabens informieren wollen. Ein Service, den die Stadt jetzt einschränken muss: Auf den Schreibtischen liegen zu viele zeitkritische Anträge, an den Schreibtischen sitzt zu wenig Personal.
Auf Areal von Ford Lüttgen soll ein kleines Wohnquartier entstehen
Vor vier Jahren hatte das Traditionsunternehmen Lüttgen geschlossen, nun wird klar, wie das weitläufige Gelände an der Odenthaler Straße künftig aussehen soll: Die Lücke entlang der Straße wird durch ein Wohngebäude geschlossen, dahinter werden weitere sieben Mehrfamilienhäuser gebaut. Mit einem städtebaulichen Vertrag will die Stadt sicherstellen, dass das Projekt den eigenen optischen, sozialen und ökologischen Standards entspricht.
Grüne und SPD schlagen Wohngebiet am Lerbacher Weg vor
32 Flächen waren 2018 im neuen Flächennutzungsplan identifiziert worden, die sich für Wohnungsbau eignen würden, 18 davon wurden der Priorität 1 zugeordnet. Doch trotz Wohnungsnot und Mangel an Flächen für den Schulbau sind davon bislang keine angepackt worden. Das wollen Grüne und SPD jetzt ändern – und nehmen eine Wiese am Ostrand von Heidkamp in den Fokus. Bis zu 100 Wohnungen sind dort möglich – die Stadt plädiert jedoch für eine Schule.
Wie die Kandidat:innen mehr Wohnraum schaffen wollen
Vor der Bundestagswahl treibt die Bürger:innen nicht nur das Thema Migration an. Sondern auch, wie sich der Wohnungsmarkt und Preise fürs Wohnen entwickeln. Wir haben die Direktkandidat:innen in Rhein-Berg dazu befragt, hier kommen ihre Antworten.
Der Traum vom nachhaltigen Leben in Gemeinschaft wird in Herkenrath real
Auf einem Grundstück der Kirche in Herkenrath soll ein besonderer Neubau entstehen: Eine Genossenschaft von Familien und Alleinstehenden verwirklicht ihren Traum vom zukunftsfähigen Wohnen. Eine ökologische Bauweise und gemeinschaftliche Räume verbinden Klimaschutz mit sozialem Miteinander. Die Regionale fördert das innovative Projekt einer „Christlich-Ökologischen Wohngemeinschaft“.
Was der Zensus über den Wohnraum in Bergisch Gladbach verrät
Der Leerstand von Wohnungen in Bergisch Gladbach ist relativ niedrig, der Bestand allerdings ziemlich alt und der Bau von neuen Wohnungen in den vergangenen Jahren erlahmt. Das sind einige der Daten, die sich im Zensus 2022 finden lassen.
FWG will Stadthäuser erhalten und zu Wohnhäusern umbauen
Durch den Umzug der Stadtverwaltung in andere Gebäude werden die Stadthäuser zwischen Gohrsmühle und Konrad-Adenauer-Platz demnächst leerstehen. Anstatt sie abzureißen bringt die FWG einen neuen Vorschlag ein, der den Gebäuden eine neue Funktion gibt, Wohnraum für Auszubildende bereitstellt, eine enge Verbindung zu Zanders aufbaut und die Innenstadt beleben könnte.
Haus & Grund und Mieterverein fordern viel mehr bezahlbaren Wohnraum
Zum ersten Mal formulieren die lokalen Interessensverbände der Hauseigentümer und Mieter eine gemeinsame politische Forderung: Angesichts der dramatischen Lage auf dem regionalen Wohnungsmarkt müssten Politik und Verwaltung eine Kehrtwende hinlegen. In Sachen Bürokratie und Grundsteuer, vor allem aber bei der Ausweisung von sehr viel mehr Bauflächen.
Wissen, was läuft: Der Tag in GL 7.6.2024
Das Wichtigste zum Tag in Bergisch Gladbach: Grünes Licht für Teil 1 des Hetzenegger-Projektes in Herkenrath. Wohnungsbau fällt immer weiter zurück. Neue Debatte über Abriss der Stadthäuser. Kreis führt digitale Auto-Anmeldung ein. Belkaw will Schlossstraße Ende Juni freigeben. Rösrath setzt auf Tempo 30. Alle lokalen Infos zur Europa-Wah. Was Kinder stark macht.
Aldi beginnt mit Abriss der alten Milchtankstelle
Mit einer kleinen Verzögerung hat Aldi den Neubau seiner neuen Filiale in Heidkamp gestartet. Nachdem der ehemalige Netto-Anbau und das historische Gebäude der Milchtankstelle ausgeräumt wurden sind jetzt die Bagger am Werk. Für den Abriss kalkuliert Aldi Süd mit vier Monaten, die Eröffnung des neuen Discounters ist nach wie vor für Frühjahr 2025 geplant.
Baufirma übergibt „Kalköfen Carrée“ zur Vermietung
Das vorerst größte Wohnungsbauprojekt in Bergisch Gladbach ist mit einer symbolischen Schlüsselübergabe weitgehend abgeschlossen worden: Auf dem ehemaligen Cox-Gelände am S-Bahnhof wurden innerhalb von gut drei Jahren 168 Wohnungen im neuen „Kalköfen Carrée“ gebaut, der größte Teil davon ist bereits verkauft oder vermietet. Ob ein Hotel das Gelände abrunden wird ist nach wie vor offen.
Gespaltener Immobilienmarkt
Auch in Bergisch Gladbach ist der Markt für Immobilien im vergangenen Jahr deutlich abgekühlt, das Verkaufsvolumen ging um ein Fünftel zurück. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Trends: Neue Eigentumswohnungen sind noch einmal teurer geworden, ältere Wohnungen und auch Häuser verloren an Wert.
Malteser Komturei: Stadt legt Kompromiss für Bebauung vor
In der Debatte, wieviel Wohnbebauung das direkte Umfeld der historischen Komturei in Herrenstrunden verträgt, macht die Verwaltung jetzt einen neuen Vorschlag: Statt vier sollen nun nur noch zwei „schlankere“ Gebäude auf dem Grundstück der derzeitigen Pferdehalle gebaut werden. Mit dem Eigentümer sei man sich einig, ein B-Plan sei daher nicht mehr nötig.
Stadt erteilt Baugenehmigung für Aldi-Filiale in Heidkamp
Nach einigen Verzögerungen ist der Weg für den Neubau eines Nahversorgers plus Wohnungen auf dem ehemaligen Netto-Gelände in Heidkamp jetzt frei: Die Stadt hat die Baugenehmigung für das Projekt nach nur fünf Monaten erteilt. Bis zur Eröffnung dauert es allerdings noch etwas: Im Moment rechne man mit einer Eröffnung im Frühjahr 2025, sagt Aldi.
Neue Szenarien zum Wachstum der Bevölkerung alarmieren die FWG
Die Stadtverwaltung legt dem Planungsausschuss in dieser Woche eine neue Bevölkerungsprognose vor, mit einem Schrumpfungsszenario und drei Wachstumsvarianten. Die zwei Berechnungen mit den höchsten Zuwachsraten beinhalten auch die Nutzung von Arealen, die im Flächennutzungsplan ausgewiesen worden waren. Ein Umstand, der bei der FWG auf Widerstand stößt.
RBS ist mit 75 Jahren „startklar für die Zukunft“
Die Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft (RBS) ist in diesem Jahr 75 jähre alt geworden. Fast ein ganzes Menschenleben lang hat sie vielen Generationen in Rhein-Berg ein gutes und vor allem bezahlbares Zuhause gegeben. Das ist kein Grund für das kommunale Wohnungsunternehmen, sich auszuruhen. Die RBS ist „startklar für die Zukunft“ – so lautet das Motto des Jubiläums, das sie gemeinsam mit ihren Mieterinnen und Mietern feiert.
Baulandbeschluss rechtlich sicher – aber ziemlich vage
Der Stadtrat hatte mit knapper Mehrheit für eine 30-Prozent-Quote für den sozialen Wohnungsbau innerhalb großer Projekte gestimmt – aber gegen das zugrunde liegende Handlungskonzept Wohnen. Dennoch könne die Quote rechtswirksam umgesetzt werden, teilt der Beigeordnete Ragnar Migenda jetzt nach Prüfung der Rechtslage mit. Allerdings stelle sich die Frage, was ein so vage formulierter Beschluss ohne Konzept wert sei.
CDU: „30-Prozent-Quote steht auf tönernen Füßen“
Die sehr knappe Entscheidung für eine Quote von 30 Prozent für geförderten Wohnungsbau ist nach Ansicht der CDU-Fraktion nicht zielführend und zudem juristisch anfechtbar. Daher wiederholt Fraktionschef Michael Metten seinen Kompromissvorschlag, die Quote auf die Hälfte zu reduzieren.
Bauland-Beschluss: rechtliche Prüfung läuft noch
Die Frage, ob der Baulandbeschluss und seine 30-Prozent-Quote für Sozialwohnungen auch ohne ein Handlungskonzept rechtlich trägt, ist offen. Das werde in der Stadtverwaltung derzeit geprüft, ein Ergebnis liege noch nicht vor, sagt der Beigeordnete Ragnar Migenda. Auch dem Handlungskonzept Wohnen würde er gerne eine neue Chance geben.
Handlungskonzept Wohnen: FWG verlangt realistische Zahlen
Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) sieht Anzeichen, dass die Bautätigkeit wieder in Gang kommt – wenn es eine verlässliche, ausreichende und langfristige Förderung gibt. Im Zusammenhang mit dem wohnungspolitischen Handlungskonzept fordert sie ein realistisches Zahlenwerk über Bauland- und Wohnbedarfe ein.
Grün-rot setzt 30-Prozent-Quote durch, verliert Handlungskonzept Wohnen
In geheimer Abstimmung hat der Stadtrat beschlossen, dass Investoren künftig bei sehr großen Bauprojekten 30 Prozent der Einheiten für den sozialen Wohnungsbau reservieren müssen. Damit setzen Grüne und SPD mit fremder Hilfe gegen erbitterten Widerstand der CDU und FDP ein zentrales Projekt durch. Der weitreichende Beschluss weist jedoch zwei Geburtsfehler auf.
Für Regenbecken werden zwei Pappeln in Diepeschrath gefällt
Am Diepeschrather Weg in Paffrath entsteht eine neue kleine Siedlung und damit verbunden auch ein Rückenhaltebecken – zum Schutz des Mutzbachs und um das Regenwasser in ganz Diepeschrath einzufangen. Dafür werden jetzt mehrere Bäume gefällt, darunter auch zwei 40 Meter hohe Pappeln. Um mögliche Fledermausvorkommen zu sichern sind umfangreiche Maßnahmen geplant.
Kommunal, kurz & knapp: Große Projekte im Planungsausschuss
Der Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss hat in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr eine Grundsatzentscheidung getroffen und die Weichen für eine Reihe von Großprojekten gestellt, die Bergisch Gladbach in den kommenden Jahren verändern werden. Es geht um Gronau, die komplette Innenstadt, den Deutschen Platz, um Gewerbegebiete und nicht zuletzt um die Frage, wie bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann.
Wissen, was läuft: Der Tag in GL 25.11.2022
Das Wichtigste zum Tag in Bergisch Gladbach: Erneut Chlor im Trinkwasser. SPD und Grüne ohne Mehrheit für 30-Prozent-Quote. Planungsausschuss abgesagt. Seniorenbüro wird kleiner. Weniger Flüchtlinge aus der Ukraine. Corona-Inzidenz geht stetig zurück.
Wissen, was läuft: Der Tag in GL 21.11.2022
Das Wichtigste zum Tag in Bergisch Gladbach: Eine neue Variante für die Altenberger-Dom-Straße. Stadt erläutert hohe Miete für das Stadthaus. Parkplatz-Überbauung in Duckterath wird konkreter. Brand bei Zanders ohne Schadstoffbelastung. Belkaw erläutert Dezemberhilfe. DGB erhält Schulentwicklungspreis. GGS Hebborn gewinnt KiKa-Award. Fromme Wünsche für die Zanders-Tanne.
Wohnungsbau: CDU warnt vor Abschreckung der Investoren
Wenn eine Mindestquote von 30 Prozent für geförderten Wohnraum im künftigen Handlungskonzept Wohnen festgeschrieben wird, dann werde es nur noch sehr wenige neue Wohnungen in Bergisch Gladbach geben, warnt die CDU-Fraktion.
Wissen, was läuft: Der Tag in GL 19.10.2022
Das Wichtigste zum Tag in GL: Neue Debatte über sozialen Wohnungsbau. Nächster Schritt für Wachendorff-Projekt. Spenden-Verdopplung für Kinderschutz. Neuer Oberstufen-Trakt für das AMG. Spielplatz statt Quartiersplatz? Baustelle auf der Hauptstraße abgeschlossen. Rückstau bei Corona-Meldungen. Erfolgreicher Herbstlauf im Königsforst.
FWG sieht Probleme bei Baulandmobilisierung
In einer Stellungnahme an das Land hat die Stadtverwaltung neue Freiheiten im Rahmen der „Baulandmobilisierung“ begrüßt – was die Freien Wähler kritisieren. Nach ihrer Meinung wird damit die Tür geöffnet für eine weitere Verdichtung und weiteren Wildwuchs bei Bauprojekten in besonders stark belasteten Stadtteilen.
Regionalplan: Was es mit Migendas „Handreichungen“ auf sich hat
Bergisch Gladbach benötigt viel mehr Fläche für (bezahlbaren) Wohnraum und die Expansion lokaler Unternehmen. Die Versiegelung weiterer Flächen ist mit Blick auf das Klima aber nicht opportun. Bei der Auflösung dieses Dilemmas gibt es neue Ansätze, aber auch neues Konfliktpotential. Im Mittelpunkt stehen „Handreichungen“ des grünen Beigeordneten Migenda zum Regionalplan, die zunächst nur an Grüne, SPD und FDP gingen.
FWG: Chancen auf Zanders für Menschen, Wirtschaft und Klima nutzen
Die Freie Wählergemeinschaft tritt Äußerungen aus der CDU und der SPD entgegen, die sich für neue Wohn- und Gewerbegebiet auch über das Zanders-Areal hinaus aussprechen. Das sei weder mit mit dem Klimaschutz noch mit dem Baugesetzbuch vereinbar.
Grüne plädieren für eine dichte Bebauung des Zanders-Areals
In einer Stellungnahme zum Strukturplan für die Entwicklung des Zanders-Geländes betonen die Grünen, dass Bergisch Gladbach neben Gewerbeflächen vor allem (günstigen) Wohnraum benötigt. Daher solle Zanders auf der Basis einer hochwertigen Stadtplanung dichter bebaut werden, als das in Bergisch Gladbach üblich ist. Dafür nennen sie eine konkrete Kennzahl.
