Begegnung heißt für das H&Ä-Team auch Verantwortung vor Ort und in der „Einen-Welt“ zu übernehmen. So wird jeweils über den Zeitraum eines Quartals im „Doppelpack“ über ein lokales Sozialprojekt und eins aus der „Einen-Welt“ informiert. Aus den Trinkgeldern und Spenden werden diese Projekte unterstützt. In diesem Quartal geht das Geld in ein Bienenprojekt in Kamerun und in die Jugendarbeit hier vor Ort. 

Wir veröffentlichen einen Beitrag von Himmel un Ääd

Obwohl Kamerun zu den weltweit größten Kakaoexporteuren zählt, leben die meisten Kakaobauern in bitterer Armut. Kinderarbeit ist hier eine Selbstverständlichkeit. Von den geringen Einnahmen stehen der Familie täglich oft umgerechnet weniger als 1 oder 2 Euro zur Verfügung. Besonders betroffen sind alleinstehende Frauen mit nicht selten mehr als 5 Kindern. In der Regel fehlt das nötige Geld für den Schulbesuch.

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Die Bienenhaltung in Kamerun bietet eine sehr gute, alternative Einkommensquelle für benachteiligte Mütter. Seit 2019 bilden der Deutschlehrer und Imker Josue Damatal und ein Kollege Frauen zu Imkerinnen aus. Die regionalen Regenwälder und Savannen bieten ideale Voraussetzungen. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Die Selbständigkeit der Teilnehmerinnen nimmt Jahr für Jahr zu, genauso wie die Honigerträge und die damit verbundenen Einnahmen. Mit den Erträgen kann zum Beispiel der Schulbesuch der Kinder finanziert werden.

Auf der Suche nach Unterstützern stießen Josue Damatal und sein Verein „Ntui Bee Friends” 2019 auf das Weltdekadeprojekt „Mit Bienen in die Zukunft” der Gesamtschule Schlebusch. Zusammen mit dem Eine Welt Verein „Horizontes” und dem Umweltzentrum „NaturGut Ophoven” fand sich schnell ein tatkräftiges Bündnis zusammen, das sich zum Ziel gesetzt hat, zusammen mit Josue Damatal eine kleine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit aufzubauen.

Finanziert durch Spenden konnte 2020 ein Kinderclub gegründet werden, so dass bereits die Kleinsten bei regelmäßigen Treffen die Welt der Bienen kennenlernen. Desweiteren konnte ein kleines Ausbildungsgebäude fertig gestellt werden. Die staatliche Behörde erteilte Josue Dmatal 2024 die Erlaubnis, dort über die Bienenhaltung hinaus auch für die biologische Landwirtschaft auszubilden.

Mit einer zusätzlichen Spende der Hans Christian Andersen Schule aus Hitdorf wird es 2025 möglich sein, speziell für die Frauengemeinschaft ein gut erreichbares Grundstück zu erwerben, das sowohl der Bienenhaltung als auch dem biologischen Landbau und der Agroforstwirtschaft dienen soll. Die Quartalsspende von „Himmel und Ääd” soll entscheidend zu seiner erfolgreichen Umgestaltung und Nutzung beitragen.

Weitere Infos auf https://naturgut-ophoven.de/projekte/kamerun/ und Globales Lernen mit Bienen – Mit Bienen in die Zukunft

Himmel un Ääd 2. Quartalsprojekt vor Ort: Gemeinsam kochen und essen-Loch im Bauch

Immer mehr Jugendliche kommen hungrig in die neun Jugendzentren der Katholischen Jugendagentur in Leverkusen, Rhein-Berg und Oberberg. In den öffentlichen Etats sind Nahrungsmittel für Jugendzentren aber gar nicht vorgesehen. Deswegen sind die Jugendzentren auf Hilfe und Spenden angewiesen.

Die Jugendzentren verstehen sich als Orte für Freiheit und Eigenständigkeit, für Halt und Geborgenheit. Sie unterstützen bei der Persönlichkeitsentwicklung. In den letzten Jahren haben sie eine neue Aufgabe übernommen. Da Jugendliche und Kinder immer häufiger hungrig in die Jugendzentren kommen, werden sie jetzt auch mit gesundem Essen versorgt.

Regelmäßig wird in den unterschiedlichen Einrichtungen warm gekocht, mindestens 1x in der Woche gibt es ein warmes Gericht. Manche Einrichtungen kochen sogar mehrmals in der Woche, andere fast täglich.

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Jugendzentren stopfen das „Loch im Bauch“

Immer mehr Kinder kommen nachmittags hungrig in die Jugendzentren, hatte die Katholische Jugendagentur im Dezember Alarm geschlagen. Deshalb wird dort jetzt gekocht und gegessen. Wir haben bei der Tafel, im Jugendzentrum Cross und im Café Leichtsinn nachgefragt: Wie viele Kinder es betrifft und wie das abläuft, mit Wochenessen, Obstteller und Yum Yum.

Die Versorgung mit gesunden Snacks steht bei den meisten Jugendzentren täglich auf dem Programm. So gibt es z.B. gratis Rohkost und Obst. Frei nach dem Motto: Nicht nur satt, auch gesund.

Valentina Wesseling von der Katholischen Jugendagentur gibt an, dass im Durchschnitt täglich zirka 10-35 junge Menschen pro Einrichtung mit Snacks oder/und warmen Gerichten versorgt werden. Die Essensangebote sind dabei entweder kostenlos oder sehr kostengünstig (z.B. eine große Portion des Wochengerichts für 0,50 €).

Die Mitarbeiter*innen kochen entweder für oder mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam. Das gemeinsame Kochen mit den Kindern und das zuverlässige

Vorhandensein von frischen und vielseitigen Nahrungsmitteln ist besonders wichtig, weil das zuhause oft nicht mehr gegeben ist.

Die Kommunen müssen für die Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit aufkommen.

Allerdings decken diese öffentlichen Gelder nur die Sachleistungen, wie Stifte, Spiele etc. ab. Die Kosten für Nahrungsmittel werden nicht übernommen. Die Katholische Jugendagentur möchte der Unterversorgung aktiv entgegentreten. Satt zu sein und ein wohliges Gefühl im Bauch zu haben, sollte kein Luxuszustand sein – schon gar nicht für Kinder.

Gerne möchte das H&Ä-Team mit seinen Trinkgeldern und eingenommenen Spenden dazu beitragen, dass die neun Jugendzentren im Rheinisch-Bergischen Kreis und in Leverkusen regelmäßig Kinder und Jugendliche mit warmen Mahlzeiten oder frischen vielseitigen Snacks versorgen können.

Weitere Infos hier:

Spendenkonto: Katholische Jugendagentur LRO gGmbH/Kreissparkasse Köln/

DE72 3705 0299 0311 0063 37

Verwendungszweck: Loch im Bauch

Ansprechpartnerin bei der kja ist Valentina Wesseling: 02202 93622-20 Valentina.Wesseling@kja-lro.de

Himmel un Ääd ist das ökumenische Begegnungscafé in Schildgen. Sie finden uns auf der Alteberger-Dom-Str. 125

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