Viele Menschen der entsprechenden Altersklasse fühlen sich nicht als Senior:innen, daher heißt das Seniorenbüro ab sofort nicht mehr so. Welchen Namen ein möglicher Platz zur Würdigung von Gastarbeiter:innen auf dem Zanders-Gelände tragen könnte, sollen diejenigen entscheiden, die es betrifft. Wir fassen die wichtigsten Informationen aus dem Sozialausschuss zusammen.

Die Idee, einen öffentlichen Platz auf dem Zanders-Gelände als „Platz aller Gastarbeiter*innen“ zu benennen, ist im Ausschuss für Soziales, Wohnungswesen, Demografie und Gleichstellung (ASWDG) am Donnerstag auf große Zustimmung gestoßen.

Mitglieder des Integrationsrates hatten dies zuvor beantragt, um einen Gedenkort zu schaffen, der den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrag von Gastarbeiter:innen auch für die Industriestadt Bergisch Gladbach zu würdigen. Die Verwaltung unterstützt das Vorhaben.

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Vor der Abstimmung brachte Kastriot Krasniqi (SPD- und Integrationsrats-Mitglied) einen Änderungsantrag ein: Die endgültige Benennung solle in enger Abstimmung mit dem Integrationsrat und unter Einbindung von Migrantenorganisationen erfolgen. Der Begriff „Gastarbeiter*innen“ habe bereits zu heftigen Diskussionen geführt, die sich aber nicht auf den Namen, sondern auf die inhaltliche Aussage fokussieren solle. 

Nach einer Debatte über einen Alternativvorschlag von Rainer Dettmar (Grüne) „Platz der 14 Millionen“ (angelehnt an die Gesamtzahl der Migrant:innen, die im Rahmen von Anwerbeabkommen zwischen 1955 und 1973 nach Deutschland kamen) stimmten alle Parteien außer die AfD für den Beschluss samt Änderungsantrag. 

Im nächsten Schritt wird nun das Stadtarchiv beauftragt, eine Stellungnahme zum Antrag abzugeben, bevor der Hauptausschuss darüber abstimmt. 

Beschlussvorlage

Umbenennung des Seniorenbüros

Die Abteilung Soziale Stadtentwicklung informierte die Ausschussmitglieder darüber, dass das Seniorenbüro nun „Fachstelle Älterwerden“ heiße. Die Umbenennung spiegele die zeitgemäße Neuausrichtung der Seniorenarbeit wider, erklärte Lisa Klemt aus der zuständigen Fachstelle. Künftig stünden Präventivangebote stärker im Vordergrund.

„Viele fühlen sich nicht als Senior oder Seniorin und scheuen daher den Kontakt. Wir möchten die Zielgruppe größer fassen“, so Klemt. Der Trend – inklusive eines veränderten Namens – sei deutschlandweit zu beobachten, andere Kommunen seien da deutlich weiter als Bergisch Gladbach. 

Mitteilungsvorlage

Neubau Notschlafstelle

Der Abriss und Neubau der Notschlafstelle Piddelbornsmühle wurde fast einstimmig beschlossen, mit einer Enthaltung der FDP. Die Kosten schätzt die Verwaltung auf knapp 1,2 Millionen Euro. Geplant werden soll eine Anlage mit bis zu 16 Containern. Die Stadt hat die kommunale Pflichtaufgabe, zur Vermeidung von Obdachlosigkeit Plätze zur Unterbringung zu schaffen. 

Beschlussvorlage

Bezahlkarte für Geflüchtete

Unentschieden endete die Abstimmung zur Einführung einer Bezahlkarte für Geflüchtete. Die Verwaltung spricht sich in ihrer Beschlussvorlage gegen die Bezahlkarte aus und für die sogenannte „Opt-Out Regelung“ aus. Die besagt, dass eine Gemeinde von der in NRW flächendeckenden Einführung einer Bezahlkarte abweichen kann. Davon machen unter anderem Städte wie Köln, Bonn, Ratingen und Leverkusen Gebrauch, ebenso die anderen Kommunen des Kreises (bis auf Leichlingen).

Laut Verwaltung überwiegen die Nachteile die Vorteile einer Bezahlkarte: Neben dem hohen bürokratischen Aufwand könnte eine Bezahlkarte diskriminieren und stigmatisierend wirken.

Diesem Urteil schlossen sich sämtliche Integrationsratsmitglieder an, wie der Vorsitzende Redouan Tollih berichtete. SPD und Grüne stimmten für den Vorschlag der Verwaltung (und damit gegen die Einführung einer Bezahlkarte), CDU, FDP und AfD dagegen. Weil ein stimmberechtigtes Ausschussmitglied fehlte bedeutete das einen Gleichstand, womit der Beschlussvorschlag die notwendige Mehrheit nicht erreichte. Die Entscheidung über die Einführung einer Bezahlkarte fällt nun im Stadtrat. 

Aktuelle Geflüchteten-Zahlen

Die Zahl der von der Stadt neu untergebrachten Geflüchteten geht weiter zurück: Im Januar waren es 47, im Februar 44, im März 28, im April 31, im Mai 17 und im Juni (bis zum 23.6.) lediglich eine Person, berichtete Fachbereichsleiterin Claudia Werker. In den Mobile Homes am Kombibad Paffrath sind aktuell 41 Personen untergebracht. 

Ausbau „Nette Toilette“

Der gemeinsame Antrag von SPD und Grünen, zusätzliche Standorte für die Aktion „Nette Toilette“ zu gewinnen und Wickelplätze finanziell zu unterstützen, wurde einstimmig beschlossen – vorbehaltlich des Haushaltsentwurfs für 2026. Für die Schaffung von drei Wickelplätzen wird mit insgesamt 900 Euro gerechnet, für den Betrieb von drei weiteren „Netten Toiletten“ mit insgesamt 3600 Euro. 

ist seit 2024 Redakteurin des Bürgerportals. Zuvor hatte die Journalistin und Germanistin 15 Jahre lang für den Kölner Stadt-Anzeiger gearbeitet. Sie ist unter anderem für die Themen Bildung, Schule, Kita und Familien zuständig und per Mail erreichbar: k.stolzenbach@in-gl.de

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  1. “Fachstelle für Älterwerden” – Realsatire? Eine als unterbesetzt und/oder überlastet deklarierte Behörde (“Behürde”?) denkt leider nicht konsequent zu Ende, wie es die Kommentatorinnen und/oder Kommentatoren KPS, Anton und C. Garvens so köstlich aufdecken. So aber bleibt für die Fachleute der Fachstellen noch viel umzubenennen. Köln mit seinen neuen Spielplatzschildern ist schon bundesweit in den Medien. Spott zum Gruße.

    1. In Köln hat immerhin die Oberbürgermeisterin ziemlich prompt deutlich gemacht, was sie von der Idee des Jugendhilfeausschusses hält, und zudem klargestellt, dass solche Entscheidungen vom Stadtrat getroffen werden und nicht von einer fehlgeleiteten Facharbeitsgruppe.

      1. Klar! Schlechte Presse – da distanziert man sich sofort um mindestens eine Armlänge!

      2. Ich traue Frau Reker durchaus zu, dass sie sich selbst eine Meinung bildet und unabhängig vom Presseecho handelt. Das hat sie in der Vergangenheit mehr als einmal gezeigt.

  2. bei der umbenannten “Fachstelle Älterwerden” stehen also zukünftig Präventivangebote (…zum Älterwerden?) im Vordergrund. Da hat sich aber jemand was Tolles ausgedacht und stellt klar eine Neuausrichtung der Seniorenarbeit dar.
    Der Kreativität sind natürlich keine Grenzen gesetzt, aber ich finde eine positive Formulierung wie “Generation 60plus” dafür wesentlich angenehmer

  3. Betrifft Seniorenbüro: Kann mich nur C. Garvens vollinhaltlich anschließen. Außerdem ist die Stadtverwaltung da äußerst inkonsequent: lese gerade auf der städt. Homepage etwas vom “Seniorenbeirat” – muss natürlich bitte auch schnellstens umbenannt werden in “Alterwerdenbeirat” und den “Seniorenstammtisch” bitte schnell in “Stammtisch für Alterwerdende” umbenennen!

  4. Betrifft Seniorenbüro. Der neue Ausdruck “Fachstelle für Älterwerden” ist idiotisch. Ich bin selber 70 und gewöhne mich nur langsam daran, ein Senior zu sein. Aber “Fachstelle”? Was soll das sein? Irgendein idiotischer Behördenausdruck? Oder sind da Fachleute zu finden, die sich mit dem Alter auskennen, wie Bestatter oder Pfleger? Wohl kaum, die dürften alle viel jünger sein. Was ist so falsch an Seniorenbüro? Aber jetzt bloß nicht noch schwachsinnig gendern……
    Ich stelle mir gerade eine Unterhaltung zwischen 2 Oldies vor: “ich muss noch zur Fachstelle für Älterwerden…..”. Innerlich kriege ich einen Lachkrampf.

    1. Die Diskussion über den Namen ist überflüssig – auf der webseite der Stadt sind die “Dienstleistungen” dieser Fachstelle schon längst veröffentlicht.

  5. Bewegung beim Thema „Platz der Einwander:innen” auf Zanders!
    Ein Etappensieg für Die Linke Bergisch Gladbach!

    Die Linke begrüßt, dass der abwertende Namensvorschlag „Platz der Gastarbeiter:innen“ endlich vom Tisch ist. Hale Bagherzadeh erklärt für „Die Linke Internationale Liste – LIL“ im Integrationsrat Bergisch Gladbach: „Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einer reflektierten und gerechten Erinnerungskultur.“

    Im Sozialausschuss der Stadt Bergisch Gladbach wurde am Donnerstag, den 26.06.2025, ein Beschluss gefasst, der in wesentlichen Punkten den Forderungen und Vorschlägen aus unserem Bürgerantrag entspricht – obwohl dieser offiziell erst Ende Juli auf der Tagesordnung steht. Die Linke wertet diese Entwicklung als politischen Teilerfolg und als Beleg für die Wirksamkeit linker Oppositionsarbeit – auch außerhalb des Stadtrats.

    Konkret geht es um die Idee, auf dem „Zanders-Gelände“ einen öffentlichen Platz zu benennen, der an die migrantische Geschichte der Stadt erinnert. Die Linke begrüßte die inhaltliche Intention ausdrücklich, kritisierte jedoch die Bezeichnung und den konkreten Namensantrag scharf: Der Begriff „Gastarbeiter:innen“ ist historisch aufgeladen, reproduziert ein Narrativ der Vorläufigkeit und blendet aus, dass viele Migrant:innen längst Teil dieser Gesellschaft sind – das Gegenteil einer gerechten Würdigung ihrer Leistungen.

    Die jetzige Wendung durch den Beschlussvorschlag der Verwaltung und dem Änderungsantrag aus der SPD sieht vor, die endgültige Namensgebung in enger Abstimmung mit dem Integrationsrat, migrantischen Organisationen und Historiker:innen (Stadtarchiv) vorzunehmen. Genau solche Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteur:innen fordert Die Linke in ihrem Bürgerantrag.

    „Faktisch wurde der ursprüngliche Namensantrag damit zurückgezogen. Unsere Kritik wurde angenommen und ernst genommen – auch wenn das niemand offen zugeben will“, so Hale Bagherzadeh. „Wir freuen uns, dass unsere Intervention Wirkung zeigt. Schon vor Wochen hatten wir diese Argumente im Integrationsrat vorgebracht – damals wurde das noch ignoriert und kalt übergangen. Es geht uns nicht um unausgegorene Symbolpolitik, sondern um eine tiefere Anerkennung migrantischer Geschichte in unserer Stadt. Mit dem jetzigen Verfahren kann ein breiter Konsens entstehen, der alle mitnimmt, die hier leben.“

    Die Abstimmung zeigte die hässliche Fratze der AfD, die sich gern bürgerlich-liberal gibt, aber im Kern rassistische Politik betreibt. Offenbar will die AfD die Leistung der Migrant:innen für Deutschland nicht anerkennen – obwohl der wirtschaftliche Aufstieg der Bundesrepublik ohne diese Arbeitskräfte nicht möglich war. Bis heute sind sie ein wichtiger Teil deutscher Wirtschaftskraft und Innovation.

    Die Linke wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass Erinnerungsorte gemeinsam mit den betroffenen Menschen entwickelt werden – inklusiv, gerecht und mit historischem Bewusstsein. Die Debatte zeigt: Linke Einmischung wirkt – und sie wird umso wichtiger, wenn wir im nächsten Stadtrat vertreten sind.


    Disclaimer: Tomás M. Santillán ist Sprecher Die Linke Bergisch Gladbach. Weiterer Informationen zu seiner Person finden sie durch Klick auf den Namen über dem Kommentar. Bei der vorliegenden Kommentar handelt es sich um eine Pressemitteilung des Ortsverband Die Linke Bergisch Gladbach zum Themenkomplex.

  6. Betreff: Name mit Haltung statt Verwaltung – „Fachstelle Älterwerden“ neu denken

    Ich begrüße die Idee, das ehemalige Seniorenbüro umzubenennen, um eine neue Zielgruppe anzusprechen und Prävention zu stärken. Allerdings wirkt der Begriff „Fachstelle Älterwerden“ auf mich – und vermutlich auch auf viele andere – eher technisch, distanziert und wenig inspirierend.

    Wer möchte schon zum „Älterwerden“ beraten werden? Das klingt, als solle man das Altern möglichst effizient managen. Dabei steckt doch gerade in der Lebensphase 60+ so viel Potenzial: Erfahrung, Engagement, Neugier, aber auch der Wunsch nach Sinn und neuer Orientierung.

    Vielleicht wäre ein Name angemessener, der nicht nur beschreibt, was wir sind, sondern was wir noch alles sein können: aktiv, neugierig, offen, solidarisch. Ob „Kompass 60“, „ErfahrungsRaum“, „Lebenszeitbüro“ oder „Weitblick“ – ein solcher Name würde einladen, nicht nur verwalten.

    Ich plädiere daher für eine öffentliche Ideensammlung und Abstimmung: Warum nicht die Menschen fragen, die erreicht werden sollen? Beteiligung schafft Akzeptanz – und vielleicht auch einen Namen, auf den unsere Stadt stolz sein kann.
    ZUKUNFT 60+
    Die Vorstellung das die nächsten Wahlen zum “Abgeordneten zur Fachstelle für Älterwerden” benannt wird, na ja wird sind halt Bergisch Gladbach, mehr geht nicht.

    1. Wäre es nicht besser, den Namen „Seniorenbüro“ beizubehalten, wenn es dann tatsächlich all das unterstützt und organisiert, was Sie sich aus guten Gründen wünschen? Wie es schon in Goethes „Faust“ heißt: „Name ist Schall und Rauch“. Und in der Bibel: „An ihren Taten werdet ihr sie erkennen“ (Mt 7, 16).

      1. Das sehe ich genauso.
        Und wenn man sich diese Namensgebung näher betrachtet, dann liegt doch die Frage nahe, ob sie wirklich zutreffend ist. „Fachstelle Älterwerden“ – Älter geworden bin ich auch schon, wenn ich meinen zweiten Geburtstag feiere. Mit 14 bin ich sogar schon viel älter geworden.
        Nein, wir reden hier von “alt”. Mit all seinen Themen und Problemen. Da braucht es keine Euphemismen und kein Werbesprech. Insofern überlasse man den Jugendkult und das Best Ager Gerede bitte der Werbung.

  7. Ich finde die Fachstelle für Älterwerden super, damit wird dann das Jugendamt entlastet. Schließlich wird auch ein Jugendlicher tagtäglich älter und findet dann in dieser Abteilung bei der Stadt vermutlich in Zukunft Hilfe und Ansprechpartner.

  8. Ich schüttel nur noch mit dem Kopf, insbesondere über ein paar wenige Kommentare……Die Stadt vergammelt immer mehr…Straßen…Schulen…Sporthallen gesperrt… Fußgängerzone… Stadtteile… Hallenbäder… ach endlose Beispiele ließen sich hier aufzählen.
    Wäre es nicht erstmal sinnvoll sich um die marode Stadt zu kümmern? Anstatt Visionen zu entwickeln, die in 10-20Jahren umgesetzt werden. Wir leben im jetzt und hier!! Hat die Verwaltung keine anderen Themen…?
    Es gibt Projekte in der Stadt, die eine gewisse Priorität für Parteien haben, damit BGL weiterhin “lebens- und liebenswert” bleibt. Wie es jetzt läuft.. geht die Stadt kaputt!
    Symbol dafür ist das Waffeleisen!!
    Fragt doch mal die Bürger!!!
    Vielleicht im Rahmen der Wahl im Herbst..? Die Bürger!!! wissen was sie wollen und für BGL brauchen….nicht die Parteien!
    …und diesen unsinnigen “Bürgerdialog”…. fragt konkret und deutlich..! ALLE!

      1. Was ist das für eine arrogante, überhebliche Antwort. Natürlich wissen die Bürger mehr über ihr direktes Umfeld, als irgendwelche Stadtangestellte oder Beamten. Denen fehlt eines: der gesunde Menschenverstand.

  9. Schönen guten Tag,
    der Gedanke, auf dem Zandersgelände einen Platz zur Würdigung der ausländischen Mitarbeiter*Innen zu benennen ist löblich. Der Begriff Gastarbeiter bezeichnet aber Menschen, die das Gastland wieder verlassen. Der Zustand ist es aber nicht, der die Würdigung erhält. Mhmhmh, welcher Begriff lässt sich denn jetzt dafür finden?
    – Platz der emmigrierten Arbeiter*Innen ?
    – Platz der multikulturellen Arbeiter*Innen ?
    – Platz der internationalen Arbeiter*Innen ?
    Ich würde eine Umfrage mit Abstimmung machen, dann sind alle dafür im Boot.
    Danke und schönen Sommer noch,
    Lena Hartung

  10. Eine Fachstelle fürs Älterwerden geht eigentlich jeden an, auch Säuglinge werden älter, das ist des Menschen Los. Je jünger der Mensch, desto größer auch das Entwicklungspotential fürs Älterwerden. Insofern empfehle ich in Adäquanz eine Umbenennung des Jugendamtes, der diesen Faktor berücksichtigt. Dann fühle ich mich dort auch als Siebzigjähriger aufgehoben und integriert in dem sicheren Wissen, von der Senilität noch ein Stück weg entfernt zu sein. Dann braucht man für mich auch keine “Präventivangebote”, um mich bei Laune und Verstand zu halten.

  11. Als Mitglied der betroffenen Gruppe (Senioren) ist es mir ziemlich egal, wie diese Abteilung heißt. Wenn man mich fragte, würde ich eher den neuen Begriff wählen.
    Dass hier kommentiert wird, als seien Rat und Verwaltung jetzt auf unabsehbare Zeit und nur noch mit diesem Problem beschäftigt, ist populistisches Politik-Bashing.

  12. Ich nehme immer wieder mit Bestürzung zur Kenntnis, wie lässig sich einzelne Mitglieder der Ausschüsse unserer Stadtverwaltung in – und aus dem Saal bewegen. Darf man eigentlich nicht Contenance erwarten, insbesonders wenn Abstimmungen auf der Agenda stehen? Mehrfach zu lesen, dass Zuspätkommen oder Saal verlassen Einfluss auf Ergebnisse genommen hat, lässt das Vertrauen in die Kommunalpolitik immens schwinden

  13. Was ist los
    In Politik und Verwaltung?

    Umbenennung von Seniorenbüros.

    Demonströse Namenssuche für Plätze.

    Fahrradstrassen und Wege hin und her, rauf und runter.

    Schrille Diskussionen über über
    nebensächliche Themen.

    Gibt es nicht nicht wichtigere Themen.

    Kopfschütteln und Unverständnis der Bürger ist das Ergebnis.
    Schade!

    R. Weber

    1. “nebensächliche Themen. Gibt es nicht nicht wichtigere Themen.”

      Was für den einen nicht wichtig ist, ist für manch andere eben sehr wichtig.

      Z.B. wäre eines meiner (wichtigen) Wunschthemen:
      Zuparken der Straßen peu a peu unterbinden/verbieten, damit nicht nur Platz für alle Verkehrsteilnehmer, sondern auch mehr Platz für Bäume/Stadtgrün entstehen kann.
      Auch sollte jeder der ein KFZ anmeldet oder angemeldet hat, einen Stellplatz nachweisen und auch TATSÄCHLICH dort parken müssen.

      Damit würde man leider, insbesondere bei den auf der Straße Parkenden, vermutlich auch nur “Kopfschütteln und Unverständnis” ernten.

  14. Wenn ich sehe, was da für angebliche Probleme thematisiert werden, muss unserer Gesellschaft immer noch sehr gut gehen. Wenn zum Beispiel ein angeblicher Bedarf erkannt wird, das Seniorenbüro um zu benennen und durch so etwas Resourcen gebunden werden und wiederum neue Kosten entstehen, fällt mir nichts mehr ein…

  15. Umbenennung des Seniorenbüros …..

    „Wenn das Seniorenbüro nun ‚Fachstelle Älterwerden‘ heißt – wie nennen wir dann eigentlich künftig die Menschen, um die es geht? ‚Senior:innen‘ klingt für viele nicht mehr passend, ‚Ältere‘ ist sehr allgemein – was wäre ein zeitgemäßer, wertschätzender Begriff, der auch von den Menschen selbst angenommen wird?“
    Vorschläge (gerne eigene Gedanken machen und ergänzen!): „Lebenserfahrene Menschen” – „ältere Menschen (60+)“ – „ältere Menschen (55+)“ – „Menschen im Älterwerden“ – “Best Ager” – “Golden Ager” – ……..?

      1. „Silberhelden – ein schöner Begriff, klingt fast ein bisschen nach Marvel mit Lebenserfahrung! :-)
        Auch wenn bei mir das Silber eher auf der Brust als auf dem Kopf ist, könnte ich mich durchaus angesprochen fühlen.
        Wenn jetzt das Seniorenbüro zur Fachstelle Älterwerden wird (ich habe da kein Problem mit!), dann könnten wir vielleicht doch noch etwas mutiger sein mit: Erfahrungsprofis, Zeitreisende, Menschen mit langem Vorlauf?
        Wie auch immer: Wichtig ist doch, dass wir nicht nur anders heißen, sondern auch weiter mitreden, gestalten und gelegentlich mit einem Augenzwinkern stören dürfen.
        Bleibt entspannt – es geht nicht ums Etikett, sondern um die Haltung.“

    1. Eigentlich ist es ziemlich egal, welchen Begriff man verwendet. Man erfindet für alles Mögliche regelmäßig einen neuen Euphemismus. Der hält dann so lange, bis auch der Allerletzte die nackte Realität dahinter verstanden hat. Spätestens dann wird es höchste Zeit, einen neuen verbrämenden Begriff zu finden – bis auch dessen Strahlkraft sich abgenutzt hat und nach Ersatz gesucht werden muss.

      Es scheint zu jeder Zeit Menschen zu geben, die die Wirklichkeit nicht aushalten und die sie dann mit einem Wort zudecken müssen. Das nennen sie dann zeitgemäß. Mir macht es nichts aus, „alt“ genannt zu werden (auch „Senior“ ist ja schon ein Euphemismus dafür, aber eben ein längst entlarvter).

  16. Was für ein Theater ! Was für eine Geldverschwendung !
    „Fachstelle Älterwerden“ anstatt Seniorenbüro.
    Hat die Stadt keine andere Sorgen, um die sie sich vordringlicher kümmern sollte ?
    Gruß einer Seniorin oder sollte ich besser sagen New-Agerin

  17. Herr Willy Bartz ( FWG ) war während der Abstimmung zur Einführung der Bezahlkarte für Geflüchtete nicht im Ratssaal. Dies hat auf das Ergebnis keinen Einfluss. Die FWG haben kein Stimmrecht im Ausschuss.