Alexander Felsch und Marcel Kreutz bei einer Debatte mit dem Verein Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt. Foto: DeVi

Der Verein Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt appelliert an die Bürgermeisterkandidaten der Stichwahl, öffentlich zu bekunden, die Wahl aus eigener Kraft und nicht mit den Stimmen von Demokratiefeind:innen gewinnen zu wollen.

Wir veröffentlichen einen Beitrag des Vereins Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt

Sehr geehrter Herr Felsch, sehr geehrter Herr Kreutz, 

Sie beide haben sich im zurückliegenden Wahlkampf in erfreulicher Klarheit von der AfD distanziert. Das begrüßen wir sehr. 

Nun, vor der Stichwahl zwischen Ihnen beiden, möchten wir Ihnen als Verein für Demokratie und Vielfalt nahelegen, öffentlich zu bekunden, dass Sie diese Wahl aus eigener Kraft, und nicht mit den Stimmen von demokratiefeindlichen Extremist:innen gewinnen wollen. 

Natürlich ist uns klar, dass Sie weder Einfluss auf, noch Kontrolle über das Wahlverhalten der Demokratiefeind:innen haben. Darum soll es auch nicht gehen. 

Wir sähen es aber als großartiges Signal in unsere Stadtgesellschaft, wenn Sie mit einer solchen Klarstellung deutlich machen würden, dass unabhängig vom Ausgang der Stichwahl Bergisch Gladbach demokratisch und vielfältig bleiben wird. 

Vielen Dank,  Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt e. V. 

Hinweis der Redaktion: Bei einem Rede-Duell der beiden Bürgermeister-Kandidaten für die Stichwahl, Alexander Felsch (CDU/FDP) und Marcel Kreutz (SPD/Grüne) am Samstag um 12 Uhr haben Sie noch einmal die Gelegenheit, die beiden Bewerber persönlich kennenzulernen und zu befragen.

Samstag, 20.9., 12 Uhr an der Schlosstreppe in der Schlossstraße in Bensberg. Anschließend können Sie das Bensberger Herbstfest an gleicher Stelle besuchen.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

12

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Irgendjemanden wird dieser kleine Verein schon finden, der über das hingehaltene Stöckchen springt.
    Darf hier jetzt jeder 20 Menschen Verein seine Positionen zur Wahl äußern?

    Demokratie und Vielfalt ist bei denen genauso Motto wie die Bürger bei der Bürgerpartei :D

    1. Das nennt sich Demokratie. Sie als Einzelperson dürfen das doch auch, oder hindert Sie jemand daran?

  2. Was wünscht sich der Verein für Demokratie und Vielfalt denn für die Zukunft bzgl. wie will er verhindern, dass AfD-Wähler ihr Kreuz bei der CDU setzen? Soll die CDU dazu aufrufen, dass AfD-Wähler sich der Wahl enthalten? Oder soll es, provokativ gesagt, zukünftig in die Richtung gehen, dass Wahlen namentlich erfasst werden und Wähler so ausgeschlossen werden können?

      1. „Die AfD kündigt an, Kreutz zu wählen!“ – Da die AfD keine Stimme hat und auch die Stimmen ihrer Wähler nicht besitzt, kann sie ankündigen, was sie will.

  3. Und was wenn die beiden das nicht tun? Sind sie dann “schlechtere” Bürgermeister? Oder sogar “schlechtere” Menschen? Ist die Stimme eines afd Wählers für einen der beiden “weniger demokratisch” als andere?
    Wie wirkt sich objektiv messbar die Stimme eines Rassisten oder sogar mehrerer Rassisten auf die Amtszeit eines demokratisch gewählten Bürgermeisters der “Mitte” aus? So viele beinahe schon philosophische Fragen …

  4. Bei aller Wertschätzung für den Verein und dessen Arbeit erscheint mir dieser Beitrag doch ein bisschen hilflos. Es geht ja nicht darum, dass der zukünftige Bürgermeister im Stadtrat eventuell mit den Stimmen von AfD-Abgeordneten gewählt wird, sondern die Wählerinnen sind noch mal dazu aufgerufen abzustimmen. Sollen Herr Felsch und Herr Kreutz die jetzt dazu aufrufen, zu Hause zu bleiben?

    Viel wichtiger wird es sein, die AfD-Fraktion im Stadtrat konsequent auszuschließen und sich nicht von deren Spielchen treiben zu lassen – gerade bei dieser Zersplitterung im Rat. Dazu sind alle anderen Parteien aufgefordert.

  5. Die unsägliche Nibelungentreue, die sich Grüne und SPD schwören, verhindert diesen Wunsch. Folgerichtig kündigt Schöpf AfD an, Kreutz zu unterstützen. Rot Grün setzt auf Chaos im Stadtrat. Das gefällt vor allem der AfD. Ein weiteres rot/grünes Kapitel, das mich fassungslos macht. So sieht rot/grüne Verantwortung aus.

    1. Herr Lehner, bei Ihnen sind wirklich immer Rot/Grün Schuld. Und die CDU ist bei Ihnen stets ein Opfer der Umstände. Das muss man erstmal hinbekommen. Vor allem wo schwarz-grün in NRW ja gut miteinander kann. Sie wollten es zwar nicht glauben, aber nun ist es exakt so gekommen, wie ich es beschrieben habe. Die AFD empfiehlt natürlich die Wahl des CDU-Bürgermeisterkandidaten. Sie verspricht sich davon einfach mehr Chancen für eine künftige Zusammenarbeit. Ob dies so eintrifft, will ich jetzt gar nicht beschreien, aber die AFD versucht es halt. Das kommt doch mit Ansage. Rot/Grün hat damit erstmal nichts zu tun, auch wenn Sie das gerne möchten. Warum schreiben Sie eigentlich nie, dass Sie sie gerne als CDU Anhänger auf die AFD Stimmen verzichten möchten? Dabei haben doch SPD/Grüne/CDU zu den relevanten Grundthemen der Demokratie viel mehr Gemeinsamkeiten, als sie es je mit der AFD haben werden? Es wäre also wichtig, das Augenmerk auf die AFD zu richten, und ihren Stimmenanteil, wie versprochen, zu halbieren. Stattdessen „prügeln“ CDU-Anhänger leidenschaftlich auf Rot/Grün ein. Konsequenz: Das AFD Wählerpotenzial hat sich auch in NRW verdoppelt. Nicht halbiert.

    2. Rot- Grün hat einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen geschickt und- trotz des “schnöden” Verlassens der FDP der Koalition, viel in die Wege geleitet. Warum sollen sie die Zusammenarbeit aufkündigen? In den letzten Jahren konnte Rot-Grün auch auf die Unterstützung von anderen Parteien zugreifen, wenn es um konstruktive Entscheidungen ging. Und oft haben fast alle Parteien auch zusammen Entscheidungen getroffen. Der Stadt hat es nicht geschadet, im Gegenteil, es wurden so viele Schulen gebaut, wie in den Jahren unter dem CDU Mitglied Lutz Urbach als Bürgermeister nicht, Kindergärten neu gebaut, den ersten Spatenstich getan für den nächsten in der Schulstrasse. Es wird spannend im neuen Rat, aber das ist auch gut so. Und mit demokratischen Parteien/ Wählergemeinschaften arbeiten beide Fraktionen gern zusammen.