Der Kurzfilm „Die Suche“ gewinnt den Heimatpreis 2025 der Stadt Bergisch Gladbach. Foto: Screenshot/Youtube

23 Projekte sind in diesem Jahr für den Heimatpreis der Stadt Bergisch Gladbach vorgeschlagen worden, drei ganz unterschiedliche sind jetzt ausgezeichnet worden. Den ersten Platz gewinnen kreative Schüler:innen mit einem Kurzfilm, die beiden weiteren Preise gehen an zwei bekannte und verdiente Kultureinrichtungen der Stadt.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der Stadt Bergisch Gladbach

Was ist Heimat? Der Begriff „Heimat“ hat für jeden eine andere Bedeutung. Für manche Menschen ist Heimat dort, wo man sich mit Familien und Freunden trifft, für andere der Ort, an dem sie leben, für einige ist Heimat dort, wo sie sich verstanden fühlen. In Bergisch Gladbach setzen sich beeindruckend viele Mitbürgerinnen und Mitbürger ehrenamtlich dafür ein, dass unsere Stadt eine Heimat ist. Dieses Engagement wird mit dem Heimatpreis geehrt. Aus 23 Vorschlägen wählte eine Jury drei besonderen Projekte aus, die in diesem Jahr mit dem Heimat-Preis ausgezeichnet wurden.

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Bürgermeister Frank Stein begrüßte im Bergisch Gladbacher Ratssaal Vertreterinnen und Vertreter aller Nominierten und würdigte vor der Preisverleihung deren Einsatz für die Heimat an ganz unterschiedlichen Stellen in unserer Gesellschaft. Sei es, dass sie sich für Jugendprojekte, in der Integration, für Senioren, Karneval oder den Sport einsetzen.

„Für uns alle ist Bergisch Gladbach Heimat. Doch die Nominierten, die hier heute ausgezeichnet werden, tragen einen herausragenden Anteil dazu bei, dass die Stadt nicht nur ein Heimatort, sondern auch ein Heimatgefühl ist“, stellte Bürgermeister Frank Stein bei seiner Begrüßung heraus. Ihn freute es besonders, dass die Zahl der Nominierungen mit jedem Jahr gestiegen ist. 

1. Platz: Kurzfilm „Die Suche“

Eine Gruppe junger Kreativer – Sophie Ann Schwalfenberg, Sophia Lorej, Benjamin Brodka und Aaron Welsch – überzeugte mit ihrem tiefgründigen Kurzfilm „Die Suche“. Darin stellen sie die zentrale Frage: Was bedeutet Heimat eigentlich?

Das Werk steht exemplarisch für ein modernes Verständnis von Heimat, das Offenheit und Toleranz in den Mittelpunkt rückt. Mit ihrer filmischen Erzählung regen die jungen Filmemacher nicht nur zum Nachdenken an, sondern setzen auch ein starkes Zeichen für ein respektvolles Miteinander. Das Preisgeld möchten sie in die technische Umsetzung zukünftiger Filmprojekte investieren, ein Teil wird zudem dem Theater RIF im Jugendzentrum Cross zugutekommen.

Bürgermeister Frank Stein mit den Gewinnern des 1. Platzes, Benjamin Brodka, Sophie Ann Schwalfenberg, Sophia Lorej. Foto: Markus Bollen

2. Platz: Stadtverband Kultur e.V.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiert sich der Stadtverband Kultur e.V. als ehrenamtlicher Netzwerker und Lobbyist für Kunst und Kultur in Bergisch Gladbach. In den vergangenen drei Jahren setzte er sich besonders für die Schaffung von Künstler-Ateliers auf dem Zanders-Areal ein, die im September erfolgreich eröffnet wurden.

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Pioniere: AtelierEtage holt Kunst auf das Zanders-Gelände

Das Kulturpilotprojekt „AtelierEtage“ wird am Wochenende im Feuerwehr-Gebäude auf dem Zanders-Areal eröffnet. Für den Stadtverbands Kultur und zehn engagierte Kunstschaffende wird damit ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Nachdem einige bauliche und bürokratische Hürden überwunden wurden. Ein Gespräch mit den Akteuren über Möglichkeiten, Zugeständnisse und Hoffnung.

Darüber hinaus verleiht der Verband regelmäßig den Kulturpreis BOPP und den UmweltAward, arbeitet aktuell an einem Raumkataster für Kulturschaffende und trägt so entscheidend dazu bei, dass Kunst und Kultur eine Heimat in der Stadt finden. Das Preisgeld fließt in Kulturprojekte, unter anderem in eigenfinanzierte Veranstaltungen im Rahmen des Kultursommers.

Die Teilnehmenden des Heimatpreises 2025 vor dem Rathaus. Foto: Markus Bollen

3. Platz: Konzertchor Bergisch Gladbach e.V.

Der traditionsreiche Konzertchor Bergisch Gladbach, gegründet 1885 von Maria Zanders, feiert in diesem Jahr sein 140-jähriges Bestehen. Mit großem ehrenamtlichem Einsatz schaffen die Mitglieder seit jeher eine musikalische Heimat und bewahren das immaterielle Kulturerbe des Chorgesangs.

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Unter dem Motto „Wir leben Heimat“ gibt es 2025 zwei besondere Konzertereignisse: das Elias-Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy im Altenberger Dom und Carl Orffs Carmina Burana im Bergischen Löwen – hier treten gleich drei Generationen gemeinsam auf die Bühne auf. Das Preisgeld wird für die Produktion eines eigenen Chorvideos sowie für Kooperationen mit Künstlerinnen und Künstlern verwendet.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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