Junge Heimat: Das Junge Ensemble des Theas wurde für das Stück „Lichterfangen“ ausgezeichnet. Foto © Philipp J. Bösel

Die Stadt Bergisch Gladbach hat vier Initiativen und Vereine sowie zwei Personen mit dem Heimat-Preis ausgezeichnet. Bergisch Gladbach sei „Heimat für Viele“ geworden sagte Bürgermeister Frank Stein bei der Preisverleihung. Heimat, das sei längst kein altmodischer Begriff, sondern in einer bunter gewordenen Gesellschaft höchst aktuell. Wir stellen alle Preisträger vor.

Wir dokumentieren eine Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

In vorweihnachtlicher Stimmung sind alle Nominierten für den Heimatpreis 2023 der Stadt Bergisch Gladbach zu einer kurzweiligen Feierstunde in der Villa Zanders zusammen gekommen. Bürgermeister Frank Stein begrüßte nicht nur die Anwesenden, sondern moderierte auch die Veranstaltung.

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Frank Stein stellte in seiner Begrüßung heraus, dass das Wort „Heimat“ in den letzten Jahren eine große Renaissance erfahre hat. „Heimat“ werde heute nicht als altmodisch und überholt, sondern als aktueller denn je empfunden. Dies lege sicher auch daran, dass die Gesellschaft insgesamt bunter und vielfältiger geworden sei.

„Bergisch Gladbach ist für Viele Heimat geworden. Nicht nur die hier geborenen, sondern auch aus Nah und Fern hier Hinzugezogene empfinden und bezeichnen heute Bergisch Gladbach als ihre Heimat“, erklärt Bürgermeister Frank Stein. Das dieser Aspekt sich auch bei den Preisträgerinnen und Preisträgern wiederspiegele, freue ihn sehr und er bedankte sich dabei auch bei der Jury, die in diesem Jahr tätig war.

Preisträger der 1. Kategorie „Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 30 Jahren“

Aufgrund der Bewerbungen konnte und wollte die Jury kein Ranking durchführen und somit wurden die drei Preisträger in dieser Kategorie auch gleichwertig behandelt.

Bürgermeister Frank Stein mit Ensemble-Mitglieder

Das Theas Theater und Theaterschule e.V. wurde für das Projekt „Lichterfangen“ ausgezeichnet. Sowohl der Bürgermeister als auch die Jury waren sowohl vom Thema als auch von der Umsetzung begeistert und stellten dabei besonders die Leistung der Jugendlichen in den Vordergrund. Das Projekt und Theaterstück beschäftigen sich mit dem Thema Depressionen bei Jugendlichen.

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In seiner Laudatio stellte Frank Stein heraus, dass dies ein hochaktuelles, aber immer noch ein schwieriges Thema sei. „Einen Beinbruch sieht man und man kann sich vorstellen, was dies für Schmerzen sind. Bei Depressionen ist der Umgang damit sowohl für die Betroffenen, als auch für das Umfeld sehr viel schwieriger, weil manchen die Vorstellungskraft fehlt, das Leiden mitzufühlen“.

Anne Sieben (Vorstand), Kritin Trosits (Leitung Junges Esemble) und drei Mitglieder der Jungen Esembles nahmen den Preis und die Urkunden entgegen und berichteten über die Erstellung des Stückes und auch, was es mit ihnen gemacht hatte.

Der Vorstand von MiKibU

Dass Bergisch Gladbach auch Heimat werden kann, wird besonders bei MiKibU e.V (Migrantenkinder bekommen Unterstützung) deutlich, die in diesem Jahr mit dem Heimat-Preis für ihr jahrelanges Engagement im Bereich Migration ausgezeichnet wurden.

„Ich freue mich sehr, dass Sie heute den Heimat-Preis bekommen. MiKibU ist Vielen in Bergisch Gladbach ein Begriff und Sie ermöglichen, dass Bergisch Gladbach für Viele eine neue Heimat wird. Dafür danke ich Ihnen persönlich, als auch im Namen der Stadt“, so der Bürgermeister.

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MiKibU betreut zurzeit mit 250 Mentorinnen und Mentoren rund 350 Kinder an 15 Grundschulen pro Woche. Daneben organisiert der Verein auch Ausflüge, um den Kindern Kultur auch außerhalb der Schule und Elternhaus nahe zu bringen.

Die Aktiven des Geschenke gegen Kindertränen e.V.

Wer in wenigen Jahren 52.154 Geschenke verpackt und diese an 386 Familien und 91 Organisationen verteilt, der lebt das Weihnachtsfest und es ermöglicht, dass vielen Kindern hier, und auch inzwischen in Hamburg, eine Freude gemacht werden kann. Die Jury zeichnet deswegen Geschenke gegen Kindertränen e.V. mit dem Heimat-Preis 2023 aus.

In seiner Laudatio ging der Bürgermeister besonders darauf ein, wie viel an Weihnachten konsumiert werde und nannte als Beispiel die vielen Geschenke an Kindern von der Verwandtschaft. Der eigentliche Grund des Festes rücke dabei oft in den Hintergrund. Jasmin Thamer, Vorsitzende des Vereins, bedankte sich nicht nur für den Preis, sondern auch dafür, dass die Projektgruppe Zanders ihnen in diesem Jahr Lagermöglichkeiten zur Verfügung gestellt habe und man hoffe, diese auch im nächsten Jahr zu erhalten.

Die Preisträger in der 2. Kategorie „Alle Bergisch Gladbacher und Bergischer Gladbacherinnen“

Frank Stein mit Hauptorganisatorin Barbara Brauner

In der zweiten Kategorie wurden aus den Bewerberinnen und Bewerbern auch wieder drei Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Auch hier verzichtete die Jury auf ein Ranking.

„In diesen besonderen Zeiten freut es mich außerordentlich, dass die Jury das Apfelblütenfest im Garten des Bergischen Museums für Bergbau, Handwerk und Gewerbe berücksichtigt hat. Dieser Baum symbolisiert, dass die abrahamitischen Religionen einen gemeinsamen Stamm haben“, erläuterte Frank Stein in seiner Laudatio.

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Der Bürgermeister überreichte den Preis an die Hauptorganisatorin Barbara Brauner: „Ich danke von Herzen für diese Auszeichnung, aber bedanken möchte ich mich auch bei all den Personen, die mich dabei unterstützen. Dazu zählen neben den Angestellten des Museums auch viele Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler.“ Für das Catering sorgt immer die Gnadenkirche.

Theresia Meinhardt, Claudia Stephan und Harry Kmoch vom Bürgerverein Nussbaum mit dem Bürgermeister

Feste werden in Bergisch Gladbach viele gefeiert, dazu zählt neben dem Apfelblütenfest auch das Nussbaumer Bürgerfest, was nun zum 35. Mal stattgefunden hat. Da das ganze Fest von Familien, Freunden, Ur-Nussbaumerinnnen und Nussbaumern und Hinzugezogenen organsiert wird, erhielt es auch den diesjährigen Heimat-Preis.

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Entgegengenommen wurde der Preis von Theresia Meinhardt, Claudia Stephan und Harry Kmoch vom Bürgerverein Nussbaum. In seiner Laudatio erwähnte der Bürgermeister, dass diese Art der Organisation leider langsam in Vergessenheit geriete, obwohl dadurch das Gemeinschaftsgefühl innerhalb eines Ortes noch besser gestärkt wird.

Als letzte Person des Abends wurde Hildegard Jurtzik ausgezeichnet. Sie ist den meisten bekannt als Heimatdichterin, die regelmäßig in Büchern des Heider-Verlages abgedruckt wird, aber auch im Kalender des Rheinisch-Bergischen Kreises.

 Hildegard Jurtzik mit Frank Stein

Bürgermeister Frank Stein zitierte in seiner Laudatio ein Gedicht und stellte fest, dass im Heimat-Gefühl auch immer etwas Wehmut mitschwinge. „Bergisch Gladbach hat sich in den letzten 50 Jahren verändert, das muss man respektieren, aber trotzdem bleibt die „alte Heimat“ doch ein Sehnsuchtsort“, so der Bürgermeister.

„Ich bin, wie in den letzten Jahren auch, immer wieder begeistert, wie facettenreich das ehrenamtliche Engagement in dieser Stadt ist. Ich danke Allen, sowohl den Preistragenden, als auch den Bewerberinnen und Bewerben für dieses Engagement von Herzen“, mit diesen Worten bedankte sich der Bürgermeister bei den Anwesenden am Ende der Veranstaltung.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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  1. Leider wurden die “Nominierten” nicht vorgestellt (obwohl sie vermutlich hoffnungsvoll im Saal saßen). Ich hatte eine Veranstaltung ähnlich der Oskar- oder Bambi-Verleihungen erwartet: Nominiert: A, B und C – and the Winner is ….
    So war es eine sehr familiäre Veranstaltung, war Herr Stein doch mit fast allen Gewinnern gut bekannt.