Caroline Bosbach. Foto: Thomas Merkenich

Zum Beschluss des Haushalts 2025 und zur Generaldebatte zum Bundeshaushalt 2026 meldete sich Caroline Bosbach, Bundestagsabgeordnete der CDU für Rhein-Berg, zu Wort. Der „Herbst der Reformen“ bedeute, dass jedes baureife Projekt jetzt auch wirklich umgesetzt werde.  

Wir veröffentlichen eine Mitteilung von Caroline Bosbach (MdB)

„Der Bundeskanzler hat erklärt, der Herbst der Reformen sei eingeleitet. Jetzt kommt es darauf an, dass dies auch bei den Menschen in Rhein-Berg ankommt. Auch im Kommunalwahlkampf war zu hören, dass die Menschen wollen, dass endlich mehr Geld in Straßen und Infrastruktur fließt. Es ist eine Frage der Glaubwürdigkeit, dass jedes baureife Projekt auch wirklich umgesetzt wird – egal ob Straße oder Schiene. Nur so gewinnen wir Vertrauen zurück.“ 

Bosbach weist auf das beschlossene schuldenfinanzierte Sondervermögen für Investitionen in die Infrastruktur von 500 Milliarden Euro hin. „Angesichts eines Investitionsbedarfs von 15 Milliarden Euro bei Straßen und 2,5 Milliarden Euro bei Bahnstrecken dürfen wir uns keine Verzögerungen mehr leisten. Wir müssen jetzt Gas geben.“ 

„Deutschland steht in einer der herausforderndsten Phasen se-ner Geschichte. Für mich ist entscheidend, dass diese Reformen nicht nur abstrakte Zahlen in Berlin bleiben, sondern den Alltag der Menschen spürbar verbessern: durch mehr Sicherheit, eine stabile soziale Absicherung, eine funktionierende Migrationspolitik und eine Wirtschaft, die wieder in Schwung kommt. Es gilt und bleibt, dass die Sozialpolitik einen Blick auf die Wirklichkeit haben muss.“ 

Innere Sicherheit gestärkt 

Die Mittel für das Bundesinnenministerium steigen 2026 um rund 841 Millionen Euro auf insgesamt rund 16 Milliarden Euro. Damit werden Zivil- und Katastrophenschutz, Polizei, Nachrichtendienste und die Cyberabwehr gezielt ausgebaut. Die Bundes-polizei wird 2026 um 1.000 Stellen verstärkt und 650 weitere Stellen sind für innere Sicherheit und Bevölkerungsschutz vorgesehen. 

Caroline Bosbach MdB erklärt hierzu: „Die Bedrohung durch Cyberangriffe, und auch hybride Attacken im Luftraum wächst spürbar. Deshalb ist es richtig, unsere Sicherheitsbehörden zu stärken.“ 

Landwirtschaft, Ernährung & ländliche Räume gesichert 

Der Einzelplan 10 für das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat umfasst 2026 rund 6,99 Milliarden Euro – ein Plus von 103 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. 1,6 Millarden Euro gehen in Zuschüsse zur Alterssicherung und Krankenversicherung von Landwirten. Caroline Bosbach, ordentliches Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: „Wir lassen unsere Landwirtinnen und Landwirte nicht im Regen stehen. Auch die Agrardieselrückvergütung kommt vollständig zurück. Damit haben wir ein wichtiges Versprechen eingelöst. Auf diese Weise entlasten wir unsere Betriebe, schaffen Planungssicherheit und stärken ihre Wettbe-werbsfähigkeit. Genau das war in der Landwirtschaftspolitik längst notwendig.“ 

Unterstützung für die Tafeln 

Es gibt aber auch gute Nachrichten im Kleinen: So werden unter anderem Haushaltsmittel in Höhe von 1 Mio. Euro für die neue Lebensmittelrettungs- und Logistikstrategie der Tafel Deutschland e.V. zur Verfügung gestellt. Damit soll es möglich werden, Lebensmittel künftig auch verstärkt direkt von Herstellern zu retten und lokalen Tafeln in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Caroline Bosbach: „Die Tafeln leisten tagtäglich auch in unserer Region Außergewöhnliches. Sie schenken nicht nur Lebensmittel, sondern auch Hoffnung und Würde. Ich freue mich über die Unterstützung.“ 

Fazit 

Bosbach abschließend: „Der Bundeskanzler hat es in der Generaldebatte erklärt, und auch ich werde nicht müde zu betonen: Damit unsere Wirtschaft wieder floriert, müssen wir mehr tun. Auch wenn es immer wieder anders behauptet wird, geht es um den Erhalt unseres Sozialstaates, nicht um dessen Abschaffung. Unser Ziel ist nicht Umverteilung, sondern ein starkes Bruttoinlandsprodukt. Denn nur so sichern wir eine starke Volkswirt-schaft.“ 

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  1. 500 Miliarden Sondervermögen und 30 Milliarden Finanzierungslücke? Wer soll das verstehen, zumal, wenn es nicht wirklich erklärt wird? Wenn das Ziel nicht “Umverteilung” ist, wieso streiten sich fast alle Ministerien um ihr Stück vom Kuchen, warum stellt die Koalition keine Prioritätenliste auf? Ihr Mitglieder sind wie alle Vorgänger, egal von welcher Farbe, ängstlich, schon jetzt zu viele Stimmen im Hinblick auf nächste Wahlen zu verlieren ,ob in Kommunen, Ländern oder gar im Bund.

  2. „Fliessende Gelder, Glaubwürdigkeit, Vertrauen“
    Diese Wörter im Zusammenhang der jüngsten Ereignisse klingen für mich irgendwie nach Satire. Geht das nur mir so?

  3. Wenn von einem Sondervermögen in dieser Größenordnung (500 Milliarden Euro) die Rede ist, stellt sich doch die Frage: Wieviel davon kommt am Ende tatsächlich in Bergisch Gladbach an?

    Hat das jemand aus den Parteien schon einmal grob überschlagen? Nach ersten Schätzungen könnten es – je nach Verteilungsquote – vielleicht 4 bis 6 Mio. € pro Jahr über 12 Jahre sein. Klingt beachtlich – doch reicht das, wenn man den enormen Investitionsbedarf für Schulen und Kitas in den nächsten Jahren danebenstellt?

    Können wir uns also wirklich allein auf dieses „große“ Sondervermögen verlassen, oder braucht es zusätzliche Strategien, um die dringend notwendigen Investitionen vor Ort abzusichern? Und gilt das nicht ebenso für die Schaffung von passendem / neuen Wohnraum – hier sind frische Ideen dringend gefragt.

    Wer kann hier genauere Zahlen nennen?

    Danke!

      1. Wenn man den Betrag zugrunde legt, den das Land NRW vom Bund erhalten soll, 1,75 Milliarden, dann hofft, das 70 % bei den Kommunen landen, ergibt sich (auf Einwohner heruntergebrochen) folgende Rechnung: 1,75 Mrd. x 70 % = 1,3125 Mrd.: 18011826 (Stand Einwohner NRW am 30.06.2025) 72,87/ Einwohner/ Jahr x 114500 (Einwohner Bergisch Gladbach) = 8,34 Millionen je Jahr für die kommenden 12 Jahre, oder bei einer Rechnung gleicher Rechenweg mit nur 60 % Weitergabe 6,67 Millionen/ Jahr.

        Es wäre schön, diese Gelder zu erhalten, allerdings sieht man, entweder 72,87/ Einwohner (70 %) oder 58,29/ Einwohner (60 %) sind nicht viel bei den vielen Baustellen, die über viele, viele Jahre aufgelaufen sind.

        Und noch sind es blumige Ankündigungen, keine der Reformen wird “im Herbst” greifen. Zitat aus der “Zeit” über die Regierungserklärung von Bundeskanzler Merz gestern: ” Beim Streitthema Bürgergeld werde es noch dieses Jahr “sehr konkrete Vorschläge” geben. Zur Staatsmodernisierung werde man kommende Woche bei einer Kabinettsklausur “sehr konkrete Entscheidungen” treffen. Genau dort im Konkreten liegt nämlich die offene Flanke des Kanzlers: Ja, was denn nun konkret? Macht Merz so weiter, verkommt sein “Herbst der Reformen” zum Running Gag. ”

        Nichts wird kurzfristig greifen und auf den Ärmsten herumzuhacken und gerade von denen die größten Einsparungen zu erwarten oder die bewirken zu können? Wenn überhaupt wäre das ab 2026, da ist der Herbst meines Wissens nach meteorologisch schon vorbei. Herr Merz erinnert mich ein wenig an Trump mit seinen blumigen Ankündigungen wie den Ukraine Krieg binnen 24 Stunden zu beenden…

  4. Wo ich gerade Ihren Namen lese, Frau Bosbach, fällt mir ein: Wann wird es eigentlich die Ergebnisse der unabhängigen Untersuchung zu Ihrem möglichen Fehlverhalten bzgl. Stimmen-“Sponsoring” und Auslagenerstattung geben? Und hat die Staatsanwaltschaft sich zum letzten Punkt schon verhalten?