Den Transport übernahm der Intensiv-Tansporthubschrauber „Christoph Rheinland“ der ADAC-Luftrettung. Foto: EVK

Dank einer strukturierten Notfalldiagnostik und einer professionellen Landestelle für Hubschrauber am EVK konnte ein 50-jähriger Notfallpatient mit gerissener Hauptschlagader schnell an die Uniklinik Köln verlegt werden.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung des EVK

Hubschraubereinsatz auf dem Quirlsberg: Ein 50-jähriger Patient wurde am frühen Donnerstagmorgen mit Verdacht auf einen Herzinfarkt per Rettungswagen in die Zentrale Notaufnahme des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach (EVK) eingeliefert. „Dank des eingespielten Notfallteams sowie schneller und präziser Diagnostik stellte sich die Erkrankung als Aortendissektion – ein Riss der Hauptschlagader – heraus“, berichtete der Dr. med. Andreas Hecker, Ärztlicher Direktor des EVK. „Dabei besteht akute Lebensgefahr.“

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Innerhalb kürzester Zeit wurde die Verlegung des Patienten an die Uniklinik Köln organisiert. Den Transport übernahm der Intensivtransporthubschrauber „Christoph Rheinland“ der ADAC-Luftrettung, der auf der PIS-Landestelle (Landestelle im öffentlichen Interesse) des EVK landete. Diese entspricht den aktuellen Anforderungen der Luftfahrtbehörden und ermöglicht den Pilotinnen und Piloten eine sichere Landung.

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EVK investiert in neue Landestelle für Hubschrauber

Das Evangelische Krankenhaus hat eine neue Hubschrauberlandestelle auf dem Quirlsberg errichtet. Darüber sollen im Notfall Schwerkranke aus dem EVK in Spezialkliniken verlegt werden. Eine Anlieferung von Schwerkranken sei dagegen nicht geplant, sagt das Krankenhaus auf Anfrage.

„Der Fall hat die Stärken unserer Zentralen Notaufnahme unter Beweis gestellt: Schnelle Beurteilung, gezielte Bildgebung und eine interdisziplinäre Abstimmung zur notwendigen Behandlung“, so Dr. Hecker. „So konnten wir sehr schnell die richtige Diagnose stellen und die Verlegung an das spezialisierte Zentrum der Uniklinik Köln veranlassen, wo bereits während des Anflugs die Operation vorbereitet wurde.“

Landestelle neben Klinik erhöht Sicherheit

Die sichere Landung des ADAC-Hubschraubers direkt am Krankenhaus beschleunigte den Transfer zusätzlich. „Eine verlässliche und geprüfte Landestelle unmittelbar am Klinikum spart wertvolle Minuten und erhöht die Sicherheit für Patientinnen und Patienten sowie für die Einsatzkräfte“, betont Dr. Hecker.

In den vergangenen Jahren hat das EVK seine Notfallversorgung weiterentwickelt: Die Zentrale Notaufnahme wurde personell und strukturell ausgebaut. Zusätzlich steht die Verlegung der KV-Notfallpraxis vom benachbarten Marien-Krankenhaus auf den Quirlsberg ins EVK kurz vor dem Abschluss.

„Damit bündeln wir die Anlaufstellen für akute Hilfe auf dem Gesundheitscampus und schaffen eine noch effizientere Versorgung für die Bevölkerung“, erläutert Sebastian Haeger, Geschäftsführer des Gesundheitscampus Quirlsberg.

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So werden die Patient:innen in Rhein-Berg im Notfall versorgt

Drei Krankenhäuser mit drei allgemeinen Notaufnahmen gab es bislang in Bergisch Gladbach. Inzwischen sind es noch zwei – eine am Evangelischen Krankenhaus und eine am Vinzenz Pallotti Hospital – sowie eine weitere am Marien-Krankenhaus, die sich allerdings auf neurologische Notfälle spezialisiert. Das wirkt sich auch auf den Rettungsdienst aus.

Haeger betont: „Wir verstehen uns als erste und verlässlichste Anlaufstelle für Notfälle in Bergisch Gladbach und im Rheinisch-Bergischen Kreis.“ Gleichzeitig dankt er den Partnern: „Die Einrichtung unserer Hubschrauber-Landestelle wurde maßgeblich von der Bundespolizei und der ADAC-Luftrettung begleitet und unterstützt. Dafür sagen wir ausdrücklich Danke.“

Mit Blick auf die jüngsten Diskussionen um die Neuordnung von Notfallbereichen unterstreicht Haeger die Rolle des EVK in der Notfallversorgung: „Entscheidend ist, dass der Rettungsdienst weiterhin ins nächstgelegene geeignete Krankenhaus fährt. Und das ist bei vielen Fällen in Bergisch Gladbach und Umgebung das EVK.“

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