Das Vinzenz Pallotti Hospital in Bensberg gehört wie das Marien-Krankenhaus zu den GFO-Kliniken Rhein-Berg. Foto: Thomas Merkenich

Der allererste Förderbescheid für den Umbau der Krankenhaus-Strukturen geht nach Bergisch Gladbach: Bund und Land unterstützen die GFO Kliniken Rhein-Berg mit rund 58 Millionen Euro. Das Geld soll unter anderem beengte Verhältnisse am Vinzenz Pallotti Hospital entschärfen und die Versorgung in der Region langfristig sichern.

Wir veröffentlichen eine Mitteilung der GFO Kliniken Rhein-Berg

Mit Verabschiedung des Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) wurde durch das NRW-Gesundheitsministeriums am Freitag bekannt gegeben, dass der erste Fördermittelbescheid aus dem Kliniktransformationsfonds des Bundes an die GFO Kliniken Rhein-Berg geht.

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Der Transformationsfonds ist ein zentrales Finanzinstrument der deutschen Klinikreform, das von 2026 bis 2035 bis zu 50 Milliarden Euro für die Umstrukturierung, Digitalisierung und Spezialisierung bereitstellt. Ziel ist die Konzentration von Versorgungsleistungen, der Abbau von Doppelstrukturen und die Umwandlung von Krankenhäusern in sektorenübergreifende Einrichtungen. 

Für die GFO-Geschäftsführung und die kaufmännischen Direktionen der Standorte GFO-Kliniken Rhein-Berg und Engelskirchen zeigt sich damit, dass die Verbundstrategie weiter bestätigt wird.

In der Vergangenheit hat die GFO ihre Standorte entlang der Krankenhausreform reorganisiert und zukunftsorientiert ausgerichtet. Dieser früh eingeschlagene Kurs wird nun durch die Förderung durch Bund und Land bestätigt.

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GFO führt Kliniken auseinander und zusammen

Die GFO Kliniken Rhein-Berg stellen sich in den kommenden sechs Jahren neu auf: Alle stationären Leistungen werden künftig im Vinzenz Pallotti Hospital in Bensberg konzentriert, das Marien-Krankenhaus in Gladbach soll nur ambulant arbeiten. Mit diesem strategischen Vorhaben will sich die GFO auf die kommende Krankenhausreform vorbereiten, den Standort Bergisch Gladbach konsolidieren sowie für die Patient:innen und das Personal attraktiver werden.

GFO Kliniken setzen Transformation von MKH und VPH fort

Die GFO Kliniken Rhein-Berg befinden sich mitten in einem umfassenden Transformationsprozess. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region zukunftsfähig aufzustellen – mit klaren Schwerpunkten, gebündelten Kompetenzen und einer stärkeren Verzahnung von stationärer und ambulanter Medizin.

Im Fokus der Umstrukturierung steht dabei die Ausbildung von Grund- und Regelversorgung im Sinne der Daseinsfürsorge für Regionen, wobei die Standorte der GFO jeweils zusätzlich einzeln Spezialversorgungsgebiete abdecken. Für Patienten und Angehörige entsteht so ein Versorgungsangebot, dass zunächst lokal für alles ansprechbar ist, bei dem aber spezielle medizinische Fragestellungen jederzeit im Verbund beantwortet werden können. 

Der neue OP-Saal für die Wirbelsäulenchirurgie im VPH. Foto: Thomas Merkenich

Die GFO Kliniken Rhein-Berg befinden sich bereits mitten in dieser Strukturveränderung und haben wesentliche Bereiche der stationären Versorgung bereits am Standort Vinzenz Pallotti Hospital in Bensberg konzentriert und zeichnen sich dort mit einer breit aufgestellten Inneren Medizin, den Bereichen Rektale Tumorchirurgie, Urologie und Uroonkologie, Viszeral- und Bauchchirurgie,Gynäkologie und Geburtshilfe und umfassende Orthopädie, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie und Endoprothetik aus.

Die Spezialversorgung der Neurologie und der Geriatrie ist derzeit noch am Marien-Krankenhaus Bergisch Gladbach.

www.pascal-nordmann.de

VPH in Bensberg wird erweitert und modernisiert

Die Bereitstellung von 58 Millionen Euro für die GFO Kliniken Rhein-Berg werden zusammen mit der Finanzierung aus Eigenmitteln die derzeit strukturell veralteten und beengten Verhältnisse am Standort Vinzenz-Pallotti Hospital erweitern und in allen Bereichen modernisieren.

Gleichzeitig wird es so gelingen, gemeinsam mit der Schwesterklinik GFO Kliniken Engelskirchen eine starke Versorgungslinie im Bereich des Bergischen Landes aufzubauen. Diese Kooperation ist dank aller Mitarbeitenden in den Kliniken Rhein-Berg und Engelskirchen im letzten Jahr solide aufgebaut worden und wächst ständig, so die Ärztlichen Direktoren Dr. Thorsten Löhr und Dr. Hanno Krieg. 

„Die in Aussichtstellung des Neubaus lässt uns auch die beengten Verhältnisse mit einer neuen Perspektive aushalten“, ergänzt Dr. Löhr für den Standort Vinzenz-Pallotti-Hospital, „derzeit finden unsere Mitarbeitenden für viele Themen kreative Lösungen, auch das schweißt zusammen. Die Aussicht auf moderne Strukturen unterstützt unsere Mühen zusätzlich“. 

Dank an die Teams in Rhein-Berg und Engelskirchen

Dr. Barbara Florange dankt in diesem Zusammenhang allen Mitarbeitenden in Rhein-Berg für ihren Einsatz, den Teams aus Rhein-Berg und Engelskirchen für die wachsende Kooperation und die aktive Unterstützung des notwendigen Veränderungsprozesses in einer herausfordernden Zeit.

Besonderer Dank geht zudem an Dr. Birgit Becher, Christoph Demmer und Dr. Georg Hammanns, die für die schnelle und qualifizierte Bearbeitung und Stellung des Antrages verantwortlich gezeichnet haben und an die Bezirksregierung und die verantwortlichen politischen Gremien, die den Antrag geprüft und positiv beschieden haben.

Markus Feldmann, Sprecher der Geschäftsführung, begrüßt die Entwicklung gleichsam für die Bereiche der Schulen und des Hospizbereichs, weil die positiven Veränderungen im Krankenhausbereich der Schule für Gesundheitsberufe Platz am Marienkrankenhaus schaffen wird und auch der Bereich der Hospizversorgung wird sich positiv mit entwickeln können. 

Laumann: Versorgungssicherheit in und um Bergisch Gladbach stärken

Weil der erste Förderbescheid aus dem Transformationsfonds nach Nordrhein-Westfalen gegangen ist, unterstreicht NRW-Gesundheitsminister Karl Josef Laumann:

„Ich bin sehr froh, dass nach dem langen Gesetzgebungsprozess jetzt auch die Krankenhausreform des Bundes anfängt zu wirken und die Mittel aus dem Krankenhaustransformationsfonds zügig bewilligt werden. Dass der erste Förderbescheid nach Nordrhein-Westfalen geht, freut mich natürlich umso mehr. Wir werden das Geld nun schnellstmöglich dem Krankenhausträger zur Verfügung stellen, damit dieser die nötigen Strukturveränderungen ebenfalls zügig umsetzt. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit in Bergisch Gladbach und den umliegenden ländlichen Gebieten auch weiterhin zu gewährleisten.“ 

Die GFO Kliniken Rhein-Berg sind mit etwa 1.500 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Rhein-Berg. Dazu zählt das Marien-Krankenhaus (MKH) und Vinzenz Pallotti Hospital (VPH). Eine enge Kooperation besteht zum Geriatrischen Reha-Zentrum Reuterstrasse und der ambulanten, orthopädischen Reha...

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