Vor der Gnadenkirche verengt sich die Fahrbahn stadtauswärts auf eine Spur. Fotos: Redaktion

Die RheinNetz arbeitet noch immer an einer Vielzahl von Stellen im Bereich der Kreuzung Odenthaler Straße / Hauptstraße, mit erheblichen Auswirkungen auf den Verkehr in der ganzen östlichen Innenstadt. Nun hofft das Unternehmen, bis Ende dieser Woche wenigstens die Arbeiten auf der Straße abschließen und die Ampel abbauen zu können.

Die Nerven liegen blank; seit Beginn der Sommerferien muß sich der Verkehr aus allen drei Richtungen durch lange Staus über die Kreuzung von Hauptstraße und Odenthaler Straße quälen. Vor der Gnadenkirche funktioniert das Reißverschluss-Verfahren auch nach sechs Wochen nicht. Immer wieder arbeiten sich Polizei und Feuerwehr mit viel Lärm durch den Stau.

Eigentlich wollte die RheinNetz, die hier im Auftrag der Belkaw Stromleitungen verlegt und einige Häuser mit neuen Wasseranschlüssen versorgt, mit dem Ende der Ferien an diesem Mittwoch fertig sein. Doch dann, berichtet die RheinNetz jetzt auf Anfrage, kam es wie so oft: Die Bauarbeiter stießen im Untergrund auf Rohre und Fundamente, die den Zeitplan aus dem Takt brachten.

Zur Sache: Warum so wenig Bauarbeiter zu sehen sind

Selbst auf großen Baustellen sind häufig nur vereinzelt oder keine Bauarbeiter zu sehen. Die Erklärung dafür liegt im Management der verfügbaren Kräfte durch die RheinNetz, die gleichzeitig eine Reihe von Baustellen bearbeitet.

Zunächst wird eine Maßnahme mit dem entsprechenden Einsatz von Arbeitskräften geplant. Doch dann tritt Unvorhergesehenes auf – ein Betonbrocken im Untergrund muss entfernt, eine nicht verzeichnet Leitung verlegt werden, etc. Unter Umständen müssen dafür Geräte oder Material herangeschafft, Spezialisten beauftragt werden. Damit der Rest des Bautrupps in der Zwischenzeit nicht untätig in die Baugrube schaut, werden die Leute zu anderen Baustellen geschickt.

Hinzu kommt ein Mangel an Arbeitskräften, in mehreren Schichten oder gar am Wochenende arbeitet die RheinNetz nicht. Daher sollte man sich nicht wundern, wenn man im Stau im Feierabendverkehr in einer menschenleeren Baustelle steht.

Immerhin wolle der Projektleiter vor Ort versuchen, bis Ende dieser Wochen wenigstens die Baustellen auf den Fahrbahnen fertigzustellen und zu schließen. Dann könnte die Ampelanlage abgeschaltet werden und der Verkehr wieder fließen.

Ausdrücklich betont der RheinNetz-Sprecher, dass dies ein Versuch sein, eine Garantie für das Gelingen gebe es nicht. Daher sei nicht auszuschließen, dass sich der aktuelle Zustand noch einige Tage länger hinzieht.

Die Arbeiten auf den Bürgersteigen, die den Fußgängerinnen und Fußgängern lange und nicht immer nachvollziehbare Umwege abverlangt, werden noch eine ganze Weile andauern. Drei bis vier Wochen, schätzt der Sprecher vorsichtig.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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