Vor der Gnadenkirche verengt sich die Fahrbahn stadtauswärts auf eine Spur. Fotos: Redaktion

Die RheinNetz arbeitet noch immer an einer Vielzahl von Stellen im Bereich der Kreuzung Odenthaler Straße / Hauptstraße, mit erheblichen Auswirkungen auf den Verkehr in der ganzen östlichen Innenstadt. Nun hofft das Unternehmen, bis Ende dieser Woche wenigstens die Arbeiten auf der Straße abschließen und die Ampel abbauen zu können.

Update 10.9.: Die Baustellen auf den Fahrbahnen sind geschlossen, die gesperrte Fahrspur geöffnet und die Baustellenampel abgebaut worden. Damit fließt der Verkehr wieder wie gewohnt. Auf den Bürgersteigen arbeitet die RheinNetz noch einige Wochen weiter.

Die Nerven liegen blank; seit Beginn der Sommerferien muß sich der Verkehr aus allen drei Richtungen durch lange Staus über die Kreuzung von Hauptstraße und Odenthaler Straße quälen. Vor der Gnadenkirche funktioniert das Reißverschluss-Verfahren auch nach sechs Wochen nicht. Immer wieder arbeiten sich Polizei und Feuerwehr mit viel Lärm durch den Stau.

Eigentlich wollte die RheinNetz, die hier im Auftrag der Belkaw Stromleitungen verlegt und einige Häuser mit neuen Wasseranschlüssen versorgt, mit dem Ende der Ferien an diesem Mittwoch fertig sein. Doch dann, berichtet die RheinNetz jetzt auf Anfrage, kam es wie so oft: Die Bauarbeiter stießen im Untergrund auf Rohre und Fundamente, die den Zeitplan aus dem Takt brachten.

Zur Sache: Warum so wenig Bauarbeiter zu sehen sind

Selbst auf großen Baustellen sind häufig nur vereinzelt oder keine Bauarbeiter zu sehen. Die Erklärung dafür liegt im Management der verfügbaren Kräfte durch die RheinNetz, die gleichzeitig eine Reihe von Baustellen bearbeitet.

Zunächst wird eine Maßnahme mit dem entsprechenden Einsatz von Arbeitskräften geplant. Doch dann tritt Unvorhergesehenes auf – ein Betonbrocken im Untergrund muss entfernt, eine nicht verzeichnet Leitung verlegt werden, etc. Unter Umständen müssen dafür Geräte oder Material herangeschafft, Spezialisten beauftragt werden. Damit der Rest des Bautrupps in der Zwischenzeit nicht untätig in die Baugrube schaut, werden die Leute zu anderen Baustellen geschickt.

Hinzu kommt ein Mangel an Arbeitskräften, in mehreren Schichten oder gar am Wochenende arbeitet die RheinNetz nicht. Daher sollte man sich nicht wundern, wenn man im Stau im Feierabendverkehr in einer menschenleeren Baustelle steht.

Immerhin wolle der Projektleiter vor Ort versuchen, bis Ende dieser Wochen wenigstens die Baustellen auf den Fahrbahnen fertigzustellen und zu schließen. Dann könnte die Ampelanlage abgeschaltet werden und der Verkehr wieder fließen.

Ausdrücklich betont der RheinNetz-Sprecher, dass dies ein Versuch sein, eine Garantie für das Gelingen gebe es nicht. Daher sei nicht auszuschließen, dass sich der aktuelle Zustand noch einige Tage länger hinzieht.

Die Arbeiten auf den Bürgersteigen, die den Fußgängerinnen und Fußgängern lange und nicht immer nachvollziehbare Umwege abverlangt, werden noch eine ganze Weile andauern. Drei bis vier Wochen, schätzt der Sprecher vorsichtig.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Es ist schön, daß eine Baustelle noch einmal Anlass gibt, über grundsätzliches in diesem Bereich zu diskutieren.

    Die Straße „Am Mühlenberg“ zur Einbahnstraße , Richtung stadtauswärts, zu machen erscheint mir sinnvoll. Ich frage mich nur, warum müssen die Anwohner das beantragen? Sind bei der Stadt nicht Verkehrsexperten genug? Könnte man in der Verwaltung nicht Ideen entwickeln und umsetzen?

    Wenn Einbahnstraße, was ist aber dann mit dem Verkehr aus Osten in Richtung Odenthal?

    Hier kommt, der seit einigen Jahren an dieser Stelle hinderliche Bau, der „Waatsack ins Spiel. Kurze Erweiterung: Von mir aus schließe ich auch die Gebäude daneben und die Bauruine dahinter mit ein.

    Der „Waatsack“ usw. kommt weg: Platz für sinnvolle Neuordnung.

    Der „Waatsack“ bleibt: Kann dann der Verkehr aus Richtung Osten – wird mehr werden – gefahrlos Richtung Odenthal abbiegen?

    Für den gesamten Bereich und im Besonderen für die Einmündung Hauptstraße/Odenthaler Straße gilt das gleiche wie für den Strundetal-Weg. Es wird diskutiert, begutachtet, diskutiert und NICHTS passiert. Aber eine Menge Geld hat es in Zwischenzeit gekostet.

    1. Und es kommen noch die Baumaßnahmen vom EVK dazu, mir fehlt derzeit die Fantasie, wie es klappen soll, wenn der gesamte Parkhausauswärtsverkehr sich direkt in die Hauptstraße ergießen soll. Zumal auch die Ferrenbergstraße interessant werden sollte, wenn dort noch viel mehr Autofahrer zum Parkhaus fahren. Daher gerne die Gebäude vom Waatsack die Hauptstraße hoch entfernen und eine separate Abbiegespur schaffen.

    2. @Herr Schulz, offensichtlich haben einige Anwohner der Straße “Am Mühlenberg” sich gegen die Einrichtung “ihrer” Straße als Einbahnstraße erfolgreich gewehrt und die Stadt, nebst Verkehrsexperten, ist eingeknickt, was will man da machen. Aber das hat immerhin den Vorteil, dass man hier keine besonderen Gedanken machen bzw. Rücksichten nehmen muss betr. Zweirichtungsverkehr, wie Herr Hinz unten gut gemeint hatte. Für Nicht-Anwohner ist das sowieso egal.

      “Wenn Einbahnstraße, was ist aber dann mit dem Verkehr aus Osten in Richtung Odenthal?”
      Die würden, wenn, dann einfach ein paar Meter weiter fahren und von der Hauptstraße aus in die Odenthaler Strasse abbiegen, aber die haben ja weiterhin die freie Wahl.
      Sie sind wohl nicht von hier??

      1. Ulla, Sie schreiben „offensichtlich“. Haben sie oder haben sie nicht? Wenn ja, wäre für mich neu, dass die Verwaltung sich von etwas abbringen ließe, wovon sie überzeugt ist.
        Siehe Laurentiusstraße.

        Habe ich die Abbiegemöglichkeit an der Eck „Waatsack“ nicht beschrieben? Doch, aber ich habe auch auf die Probleme hingewiesen. Ich kann Ihre Frage nach meiner Herkunft in diesem Zusammenhang nicht verstehen. Um Ihren Wissensdurst zu stillen: Ich wurde in BGl geboren und lebe seit dem hier.

        Für Altgladbacher sei noch in Bezug auf meine Aussage über den „Waatsack“ eine Anmerkung erlaubt.
        Als der „Vatikan“ geschleift wurde war das Geschrei groß und wie hat die Straßenecke Laurentius-/Odenthaler-Str. mit dem Neubau gewonnen?

      2. @Herr Schulz
        “für mich neu, dass die Verwaltung sich von etwas abbringen ließe, wovon sie überzeugt ist. Siehe Laurentiusstraße”

        Also, ich kann kaum glauben, dass Sie hier ansässig sind.
        Denn dann sollten Sie den (hässlichen) Aufstand von CDU, Lobbyisten und einigen Anwohnern um die Laurentiusstraße mitbekommen haben. An der Verkehrsführung hat die “Verwaltung”, damals noch unter Bürgermeister Frank Stein, nämlich genau deswegen auch nichts ändern können.
        Die Laurentiusstraße war und ist leider immer noch ein beliebter “Schleichweg” für den Autoverkehr.

        Aber ich will mich nicht weiter aufregen oder beschweren, die Laurentiusstraße hat jetzt zumindest, nachdem die längst fällig gewesene Sanierung durch eine, wie ich finde, hervorragend und umsichtig arbeitende Firma, zumindest anständige Fussgängerwege und insgesamt ein aufgewertetes, “hübscheres Gesicht” bekommen.

  2. So sehr die Fertigstellung und das Bild der Laurentiusstraße eine Freude sind, kann man bei der Baustelle Odenthaler Straße/Einmündung Hauptstraße nur von einem nachhaltigen Ärgernis reden. Wobei der Begriff eher noch schmeichelt.

    Seit einer Vielzahl von Jahren ist die Einmündung der Odenthaler Straße in die Hauptstraße ein trauriges Beispiel einen nicht funktionierenden Verkehrsführung. Der Zwang, den engen Mühlenberg zu nutzen, wenn man die Hauptstraße Richtung Spitze bzw. Kürten nutzen möchte, ist seit Jahren ein verkehrliches Ärgernis und sowohl für die Bewohner der Straße “Am Mühlenberg” als auch für die Verkehrsteilnehmer eine nicht akzeptable Zumutung.

    Das Problem wird natürlich durch die Baustelle nur noch gesteigert. Baustelle:? Sichtbar ist nur ein kleiner Bereich am Straßenrand. Ist das alles? Und muss das wirklich solange dauern?

    Die Stadt wäre gut beraten, sich des Verkehrsproblemes an der Einmündung der Odenthaler Straße – Hauptstraße ernsthaft und mit dem gebotenen Elan zu widmen. Beratungen dazu gab es vor einigen Jahren bereits. Warum sie nicht fortgeführt werden/wurden, erschließt sich mir leider nicht.

    1. @Herr Hinz “seit Jahren ein verkehrliches Ärgernis”….” für die Bewohner der Straße “Am Mühlenberg””

      Also die “Anwohner” dort tun mir tatsächlich nicht leid.

      Ich frage mich, warum wollen oder beantragen die Anlieger nicht, die Straße “Am Mühlenberg” einfach zur Einbahnstraße zu machen? Wer oder Was ist das Hindernis?
      Man würde auf diesem Wege das dort durchfahrende Verkehrsaufkommen um ca. 50% reduzieren können und die schmale Straße wäre für andere Verkehrsteilnehmer plötzlich wegen Einrichtungverkehr angenehm zu durchfahren.

      1. Hahaha,

        ich vermute da müsste der ,, Waatsack,, abgebaut und wieder wo anders aufgebaut werden.
        Es gibt jemand der sich auskennt….

        Die Lösung stand schon einmal zur Diskussion, da bin ich mir sicher.

      2. Was hat der “Waatsack” denn mit den Anwohnern der Straße “Am Mühlenberg” zu tun?

        Wenn ich von der Odenthaler Straße aus nach Herrenstrunden usw. will, MUSS ich über die sehr eng gestaltete Fahrbahn “Am Mühlenberg” fahren.

        Zurück MUSS man dort nicht lang, geht auch anders.

        Also EINbahnstraße “Am Mühlenberg” wäre möglich und alle wären glücklich. Warum nicht?

      3. Die Idee gibt es schon lange. Das Hindernis sind einige Anwohner, die keinen “Umweg” zu ihrem Haus/Hof/Grundstück fahren wollen.