Knapp eineinhalb Jahre nach Baubeginn ist die Verbindungsstraße zwischen S-Bahnhof und Reuterkreisel weitgehend fertig, vor dem neuen Wohnquartier auf dem Cox-Gelände wurden Park- und Grünstreifen angelegt. Nun fehlen dort nur noch einige Markierungen und die Bäume. Allerdings stehen jetzt weitere Arbeiten im unteren Abschnitt der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße an.

Anfang 2025 hatten die Arbeiten auf der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße begonnen, mit sehr langwierigen Leitungsarbeiten der RheinNetz. Nachdem die Straße zum Jahresende geschlossen werden konnte wurde jetzt auch die Bürgersteige, der Parkstreifen und grüne Abschnitte vor dem neuen Wohnviertel auf dem Cox-Gelände („Kalköfen-Quartier“) von der Stadt neu angelegt.

Nun fehlen dort nur noch die Markierungen auf der Straße: Für den Radverkehr soll auf der Fahrbahn stadtauswärts und damit bergauf ein 1,60 m breiter Schutzstreifen markiert werden. Die Fahrbahn wird sich dann an der schmalsten Stelle auf 5,15 Meter verengen.

Auch die Bepflanzung der Grünflächen – zwischen jeweils zwei Stellplätzen ist Platz für zwei Bäume – steht noch aus. Die Straße war nicht komplett saniert worden; die Rheinnetz GmbH hatte lediglich die aufgerissenen Flächen erneuert.

Die RheinNetz, die als Dienstleister für die Belkaw tätig ist, rückt allerdings in den kommenden Wochen erneut an – um auch im unteren Teil der Straße die Leitungen zu erneuern. Details stehen noch aus, nach früheren Informationen soll die Straße dafür aber nicht erneut gesperrt werden.

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version fehlte der vorangehender Absatz. Wir haben ihn nach einer weiteren Rückfrage ergänzt, Infos der RheinNetz sehen noch aus.

Drei neue Wohnriegel entstehen – und eine Kita

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, vor dem neuen Isotec-Gebäude, wird jetzt mit Hochdruck gearbeitet. Zwischen Straße und dem Obi-Gelände baut das Leverkusener Familienunternehmen HKM auf 3600 Quadratmeter Fläche drei große Wohnblöcke mit jeweils vier Geschossen, 58 bis 60 Wohnungen und einer Wohnfläche von insgesamt 4500 Quadratmeter.

Direkt davor, von der Jakobstraße aus erschlossen, will die Stadt auf dem Gelände der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft eine weitere Kita bauen; die Arbeiten haben jedoch noch nicht begonnen.

Am Bahnhof wurde die Baustelleineinrichtungsfläche für die Modernisierung der S11-Strecke installiert.

Die RheinBerg Passage hat inzwischen einen neuen Eigentümer. Auch sie soll saniert und ab xxx wieder als Einkaufszentrum and en Start gehe.


Das Bürgerportal verfolgt die Entwicklung der großen Bauprojekte in der Innenstadt von 2019 bis 2024 in Form einer 360-Grad-Panoramatour. Die Fortschritte lassen sich mit Hilfe eines Zeitstrahls nachvollziehen. Mit einem Doppelklick öffnet sich die Tour in einer großen Ansicht. Guten Flug!


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  1. Ich finde es schade, dass auf Radschutzstreifen statt auf physisch getrennte Radwege gesetzt wird. Am Ende wird ständig darauf gehalten und viele Autofahrer halten beim Überholen nicht genug Abstand.

    1. Dafür ist der Radverkehr im Sichtfeld der Autofahrer, was Abbiegeunfälle reduzieren dürfte. Dass einige Autofahrer ihre Neandertalergene nicht unter Kontrolle haben, sollte kein Grund sein, für Radfahrer eine ungünstigere Verkehrsführung einzurichten.

    2. Man könnte jedoch im Bodenbereich Radwegtrennstreifen setzen und es den Autofahrern so nicht möglich machen, die Radwege zu befahren.

    3. Für physisch abgetrennte Radwege reicht der Platz nicht – dann könnte es dort weder Parkplätze noch Bäume geben. Allerdings scheinen sie mir auf dieser mäßig befahrenen Straße auch nicht nötig.

      Generell sehe ich im Stadtgebiet kaum Chancen für “protected bike lanes”. Entlang der Paffrather wäre es wünschenswert, aber sie ist zu schmal. An der Gohrsmühle hat zu viele Einfahrten. Der mittlere Abschnitt der Hermann-Löns-Straße wäre vielleicht breit genug, aber da er übersichtlich und unkritisch ist, fehlt dort die Notwendigkeit. Bliebe noch die Alte Wipperfürther, von der Odenthaler bergauf bis zum Friedhof.

      1. “protected bike lanes” – Das wären allerdings auch wieder Separierungsinstrumente, die es Autofahrern ersparen, sich an den gleichberechtigten Umgang mit Radfahrern im Mischverkehr zu gewöhnen und die weiter zur Infantilisierung des Radverkehrs beitragen – kein Wunder, dass sie auch vom ADFC befürwortet werden.

        Irgendwann ist so ein „geschützter Radfahrstreifen“ aber zuende oder Radfahrer haben ein anderes Ziel als das, zu dem der Streifen führt. In dem Moment leben alle Konflikte und Gefahrensituationen wieder auf. Zudem stellen die Trennelemente selbst eine Gefahr für Radfahrer dar, die nun einmal nicht immer so spurtreu fahren wie vierrädrige Fahrzeuge.

      2. Zustimmung – deshalb ja auch die Anmerkung, dass es im Stadtgebiet nur wenige Abschnitte von (Hauptverkehrs-)Straßen gibt, wo es denkbar wäre: stark + schnell befahren, keine Einmündungen, ausreichende Breite.
        Dass Radverkehr grundsätzlich “im Sichtfeld der Autofahrer” fahren sollte, ist richtig. Das spricht für Mischverkehr und gegen Schutzstreifen. Viele Radfahrende lassen sich allerdings im Mischverkehr an den rechten Rand abdrängen, was zum engen Überholen animiert. Deshalb: Wenn die Straße nicht breit genug ist für sicheres Vorbeifahren – immer schön mittig fahren!

  2. Gibt es schon einen (ungefähren) Termin für die Wiedereröffnung der Rheinberg-Passage, der statt des Platzhalters eingesetzt werden könnte? 60 WE auf 3600 qm – ganz schön dicht, aber an diesem Standort geht das in Ordnung.