Bei strahlendem Wetter gastierten am Sonntag die Cologne Crocodiles bei den Oberberg Bandits im Bergisch Gladbacher Belkaw-Stadion.  300 Zuschauer sahen von Beginn an eine Partie auf allerhöchstem Niveau. Nach dem Motto hart aber fair gab es bei beiden Teams nichts zu verschenken.

Besonders die Verteidigungsreihen der Defense-Trainer Christian Breinig auf Seiten der Kölner und Krishna Musnadi auf Seiten der Oberberger dominierten das Spiel. Zahlreiche sehenswerte “hits” der Bandits führten zu Ballverlusten der Kölner. Besonders Neuzugang Aaron Brown gewöhnte den Kölnern schnell ab, über seine Seite zu laufen. Hier konnte man Football auch akustisch geniessen, wenn der Mann aus New Jersey wieder beim Gegner einschlug.

Auf Kölner Seite wurde die gute Verteidigungsarbeit mit einen Interception belohnt, der dem Kölner Angriff in aussichtsreicher Feldposition den Ball erkämpfte. Folgerichtig wurden die ersten Punkte dann auch per field-goal erzielt. Kölns Kicker verwandelte am Ende des ersten Viertels souverän zum 0:3.

Mit Unterstützung von Aaron Brown kam im 2. Viertel auch der Angriff der Banditen in Schwung. Starke Läufe von Eddie Werner und dem zurückgekehrten Oliver Sass brachten die Oberberger in die Red Zone der Kölner, wo Brown die 7:3 Führung erzielte (Extrapunkt durch Volker Gilbert). Nun rauften sich die Kölner zusammen und brachten mit Michael Davis einen der erfolgreichsten Spieler im deutschen Football. Nach großem Kampf konnte Davis trotz enger Deckung einen Pass in der Bandits-Endzone zum 7:10 erkämpfen.

Nach der Halbzeit legten die Kölner erneut nach und erhöhten abermals  durch Davis auf 7:17. Nun war es an den Bandits, das Blatt erneut zu wenden. Die Bergisch Gladbacher Zuschauer unterstützten lautstark ihre Mannschaft, die Oberberger Verteidigung ließ von nun an nichts mehr anbrennen und endlich kam auch das Passspiel der Banditen in Gang. Mit Pässen von Warsewa auf Marius Schmidt, Jannis Vollenhaupt und Patrick Huft trieben die Bandits die Kölner vor sich her. Dieser sehenswerte Drive wurde prompt mit sieben Punkten belohnt.

Nun wurde die Zeit knapp und die Spannung stieg erneut. 2:26 Minuten standen noch auf der Spieluhr und den Kölnern würden zwei first downs reichen um den Sieg nach Hause zu tragen. Die Bandits-Defense stoppte jegliche Versuche der Kölner und der Bergische Angriff kam mit 90 Sekunden Restzeit noch einmal zum Zuge. Erneut wurde sich erfolgreich nach vorne gekämpft jedoch lief die Uhr 20 Meter vor der Kölner Endzone aus.

Ein bitteres Ende für die Bandits und große Freude bei den Crocodiles, denen die Meisterschaft jetzt nur noch rechnerisch zu nehmen ist.

Chancen zum Sieg gab es viele, ergriffen wurden sie leider nicht. Bandits Cheftrainer Schollenberg konnte seinem Team trotz aller verständlicher Enttäuschung jedoch keinen Vorwurf machen. Hatte doch die ganze Mannschaft geschlossen bis zum Ende gekämpft und allen zwischenzeitlichen Rückschlägen getrotzt. Alles in allem ein hochklassiges und spannendes Spiel und eine Werbung für den Football in Bergisch Gladbach mit dem etwas glücklicheren Ende für die Kölner.

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