Gute besuchte Bürgerversammlung in Sand: Dienstagabend trafen sich 60 Bürgerinnen und Bürger in den Sander Bauernstuben, um über Schule, Kindergarten, Adventsmarkt, Wanderwege – und vor allem über Bauland zu diskutieren.

In den vergangenen zehn Jahren wurden in Sand nur insgesamt 37 Wohnungen pro 1000 Einwohner verkauft (in Bensberg waren es 95, am Bockenberg sogar 160 Immobilien) und nur 15 Wohneinheiten pro 1000 Einwohner neu fertig gestellt (in Stadtmitte, Herrenstrunden, Bärbroich waren es 28, in Hand sogar 80 Wohneinheiten). Damit hat es in Sand verglichen mit anderen Stadtteilen nur wenig neue Wohnbebauung gegeben. „Für junge Familien sind die Baugrundstücke in Sand  immer zu teuer“, wurde in der Versammlung bemängelt. Und ein Besucher gab zu bedenken: „Vielleicht wäre ein Seniorenheim besser.“ Von den 2000 Einwohnern ist immerhin die Hälfte über 50 Jahre alt, vor allem die Gruppe der über 80-Jährigen hat in Sand stark zugenommen.

Eine von der Stadtverwaltung erstellte „Wohnbauland-Potentialanalyse“ sagt, dass selbst der Maximalbedarf an Bauland in Bergisch Gladbach durch Baulücken gedeckt werden könnte. Freie Flächen an Ortsrand haben deswegen weniger Chancen, als geeignet eingestuft zu werden. Wie Ratsmitglied Doro Dietsch bei der Bürgerversammlung erläuterte, gibt es in Sand 42 Baulücken und sowie drei größere Gebiete, für die eine bauliche Nutzung gewünscht wird. Der Eignungstest der Verwaltung habe sie nach verschiedenen Indikatoren untersucht (Lage zu Kindergarten, Grundschule, weiterführender Schule, zum Lebensmittelmarkt, zu Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs, Erschließungsaufwand etc). Optimal geeignet wäre demnach ein größeres Grundstück im Lichtenweg nahe dem Friedhof.

Positiv gewandelt hat sich schon mal der Schulhof der Grundschule Sand. Die Kinder nehmen die neugestaltete Fläche gut an. Es fehlt aber noch ein Zaun. Am 10. November (Sankt Martin) und am  27. November (Adventsmarkt auf dem Severin-Platz) sollen dafür Spenden gesammelt werden.

Weiteres Thema waren die vorgeschriebenen „Dichtigkeitsprüfungen“. Da Sand nicht im Trinkwasserschutzgebiet liegt, müssen hier die privaten Schmutzwasserkanäle aber erst bis 2018, teils sogar bis 2020 geprüft werden. Einen Film dazu gibt es auf www.bergischgladbach.de/dichtigkeitspruefung_video.aspx

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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