Der iGL hatte zur RedAPPtionssitzung ins Quirl’s eingeladen – und immerhin knapp 20 Interessierte sind gekommen. Dabei konnten die Macher des Bürgerportals, Werner Schmitz-Dietsch und Georg Watzlawek eine Menge Fragen beantworten – hatten aber auch selbst einige mitgebracht.

Der erste Tagesordnungspunkt war rasch abgehakt. Wir hatten das Treffen als RedAPPtionssitzung angekündigt, weil wir das noch recht neue App des Bürgerportals vorstellen wollten: immerhin die erste echte Bergisch Gladbacher Anwendung für iPhone/iPod/iPad, die zudem noch komplett in Bergisch Gladbach programmiert wurde. Ein paar Teilnehmer (vor allem der jüngeren Generation, aber nicht nur) hatten ihre Handys dabei und das Programm bereits getestet. Einhellige Meinung: zwar ist der Funktionsumfang noch ausbaufähig – aber die Beiträge des Bürgerportals werden sauber wiedergegeben, die Individualisierung funktioniert. Hier erfahren Sie mehr über das iGL-App.

Danach ging es in der Redaktionssitzung vor allem um das Bürgerportal im Internet. Wir erklärten noch einmal kurz, worum es Ihnen bei diesem Angebot geht: Der iGL soll

  • alle Informationen zusammenführen, die über Bergisch Gladbach im Internet verfügbar sind, von den Tageszeitungen über die Webseiten von Vereinen und Institutionen bis hin zu privaten Blogs,
  • allen Bürgern eine offene Plattform bieten, wo sie über Ihre Themen, Angebote, Tipps und was auch immer zu berichten,
  • die wichtigen Debatten (wie aktuell über den Verkauf des Bürgerzentrums Schildgen) abzubilden und auch voranzutreiben

Was wir mit dem iGL vorhaben wird auch in diesem Beitrag erläutert, mit dem wir uns ganz am Anfang vorgestellt hatten. Einiges ist überholt – aber das meiste stimmt so noch.

Feuer frei – Ihre Fragen bitten

Nach diesen kurzen Anmerkungen ging es gleich zur Sache, mit vielen Fragen und einer lebhaften Diskussion.

Motivation: Eine der ersten Fragen richtete sich nach der Motivation der iGL-Macher, die ja eine ganze Menge Arbeit hineinstecken.
Die Anwort: Beide sind Bergisch Gladbacher, die sich für die Stadt interessieren, und Journalisten, die gerne Neues ausprobieren. Für beide Bereiche bietet das Bürgerportal eine wunderbare Spielwiese, die nebenbei allen Nutzern zugute kommt.

Finanzierung: Wer bezahlt das ganze, warum gibt es keine Werbung?
Bislang sind die Kosten sehr gering, auch wenn der persönliche Einsatz hoch ist. Werbung wie zum Beispiel die sonst so beliebten Google-Anzeigen würden zusätzliche Arbeit machen, aber wenig Einnahmen bringen. In Zukunft könnte aber eine Zusammenarbeit mit Sponsoren möglich sein. Schleichwerbung wird es aber auf keinen Fall geben.

Wieviel Eigenwerbung ist erlaubt?
Klar, die Grenzen sind fließend. Da die Bürger selbst Beiträge schreiben, über ihre Vereine oder Verstaltungen oder was auch immer, werben sie natürlich für ihre Anliegen. Sofern es sich dabei um kulturelle, gemeinnützige oder andere Dinge von öffentlichem Interesse geht, ist das kein Problem. Platte Werbung (“Bei mir gibt es die billigsten Computer”) wird natürlich nicht geduldet – aber die Neueröffnung eines Geschäfts, ein Tag der offenen Tür oder ähnliches ist durchaus gewünscht. Dazu zwei Beispiele:  Knigge-Dinner, Lernstudio Bensberg

Werden die Beiträge bearbeitet und geprüft?
Ja. Zunächst einmal darauf, ob er rechtlich unbedenklich ist. Fremde Fotos dürfen natürlich nicht verwendet werden, die Urheberrechte müssen streng gewahrt bleiben, Verleumdung, Schmähkritik, etc. wird nicht zugelassen. Inhaltlich halten wir uns sehr zurück, korregieren allenfalls Tippfehler und ähnliche Schnitzer. Aber die Berichte müssen nicht perfekt geschrieben sein, auch Schnappschüsse können interessante Fotos sein.
Mehr dazu: Unsere Redaktionsgrundsätze im Impressum

Wie kann ich mich anmelden – was muss ich beim Schreiben beachten?
Die Registrierung läuft relativ einfach und wird Schritt für Schritt erläutert, der Einstieg geht am schnellsten über den Link rechts in der Seitenleiste:  Hier können Sie eigene Beiträge schreiben. Sie können sich aber auch in der Navigation ganz unten und ganz oben auf der Seite anmelden. Ganz oben findet sich auch die Gebrauchsanweisung, die genau die einzelnen Schritte beschreibt. Aber am einfachsten geht es, wenn Sie es ausprobieren. Bei Fragen kann man immer noch in die Gebrauchsanweisung schauen – oder uns eine Mail schicken: info@in-gl.de

Mitarbeiterrechte – und Fotos
Wer sich registriert hat zunächst den Status “Mitarbeiter”. Dann können Sie zwar sofort Beiträge schreiben, aber diese werden erst durch die Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Auch Fotos können nicht hochgeladen werden. Wen wir persönlich kennen (oder durch seine Mitarbeit kennen gelernt haben) bekommt den Status “Autor”, dann kann man auch selbst Fotos hochladen. Wie das technisch geht wird hier in der Gebrauchsansweisung erklärt.

Muss man seinen Namen öffentlich nennen?
Nein, aber besser wäre das. Pseudonyme sind erlaubt, manchmal macht es Sinn. So schreibt ja auch unser Gastrokritiker unter einem offensichtlichen Pseudonym. Und auch der “Huusmeister” ist offentlichlich ein Pseudonym für die beiden iGL-Macher. Sie nutzen es immer dann, wenn Sie nicht persönlich berichten, sondern als Administrator tätig sind. Aber falsche Namen werden nicht geduldet, klar. Und der volle eigene Name als Autor ist immer besser, weil man dann glaubwürdiger ist.

Wo findet man den iGL noch?
Gute Frage. Der iGL ist ein Internetportal, aber er hat auch einen Twitterkanal für Kurzmeldungen (Mehr Infos: Was ist Twitter, was soll das, was bringt das?) und gleich zwei Facebook-Accounts.
Gute Nachfrage: warum zwei? Stimmt, das ist etwas verwirrend.

  • Der iGL als “Person” hat ein Profil, wo man Freundschaften knüpfen und den Dialog pflegen kann – aber nur, wenn der “Freund” damit einverstanden ist. Hier teilen wir auch die Beiträger unserer Freunde, wenn sie für Bergisch Gladbach interessant sind.
  • Der iGL als Medium hat eine Fanpage – die im Gegensatz zum Profil für jeden Interessierten offen ist. Hier gibt es die Hinweise auf alle Beiträge im Bürgerportal, hier sollten die Kommentare gepostet werden, die sich auf die Beiträge beziehen (oder noch besser: ins Bürgerportal gehen und dort kommentieren). Soweit klar?

Unsere Fragen an die Bürger

Wie können wir das Portal noch bekannter machen?
Einhellige Antwort: Mund zu Mund-Propaganda wirkt am besten.
Ok – dann empfehlt uns bitte weiter. Wir haben iGL-Visitenkarten, die würden wir gerne weitergeben. Wer ein paar haben möchte, bitte melden (info@in-gl.de)

Hemmschwellen
Inzwischen haben sich fast 80 Interessierte angemeldet, aber nur ein Viertel davon arbeitet aktiv mit. Zwar gibt es jeden Tag hunderte von Lesern auf der Seite, darunter immer wieder sehr viele neue Besucher, aber auch davon melden sich nur relativ wenige an. Wo liegen die Hemmschwellen, sind die psychologisch, technisch?
Darauf gabe es mehrere Antworten:

  • Es gibt ein allgemeines Misstrauen, was das Mitteilen von persönlichen Daten im Internet angeht.
    Stimmt. Wir verlangen bei der Anmeldung zwar eine gültige Mailadresse – um Missbrauch verhindern zu können. Aber die wird nicht öffentlich gemacht – und auch nicht weitergegeben oder gar weiterverkauft. Wer etwas schreibt, outet sich natürlich immer ein Stück. Aber selbst da sind wir tolerant und akzeptieren Pseudonyme – siehe oben.
  • Die Leute sind mit Informationsangeboten längst übersättigt.
    Auch das stimmt. Allerdings bieten wir durch die Zusammenfassung der Informationen von den verschiedensten Informationsquellen eine echte Zeitersparnis.
  • Die Technik ist schwierig, das Schreiben erfordert Zeit und Talent
    Stimmt,  aber nur zum Teil. Die Technik ist auch für Anfänger beherrschbar, auch für die schon ältere Generation, dafür gibt es einige Beispiele unter den Autoren. Mehr dazu oben – und in der Gebrauchsanweisung.  Und was das Schreiben angeht: einfach versuchen, das geht schon. Die Beiträge müssen nicht perfekt sein, auf den Inhalt kommt es an. Wer mit der Rechtschreibung unsicher ist, für den gibt es ein Korrekturprogramm (beim Schreiben über dem Textfenster hinter dem Button “ABC” zu finden, ähnlich wie bei Word). Falls gewünscht können wir auch mal kleine Einführungskurse anbieten: “Wie werde ich Bürgerjournalist – von er Idee zum fertigen Beitrag.”

Damit war der offizielle Teil des Programms beendet – der Abend allerdings noch lange nicht. Denn jetzt saßen sich Leute am Tisch gegenüber, die sich zum Teil schon über das Bürgerportal, über Twitter oder Facebook kannten. Dabei wurden auch noch ein paar Ideen für neue Beiträge ausgebrütet – lassen Sie sich überraschen.

Die nächste Redaktionssitzung?

Wir hatten per Mail und Facebook zu dieser Veranstaltung eingeladen und dabei auch einige Absagen aus Termingründen erhalten. Daher wollen wir auf jeden Fall weitere Treffen organisieren, vielleicht dann auch zu anderen Schwerpunkten.

Wer hat Interesse? Gibt es Vorschläge für eine andere Tageszeit (Freitags nachmittags, ….), für einen anderen Ort (Voraussetzung: offenes W-Lan). Wir sind für alles offen. Nutzen Sie (wie immer) das Kommentarfeld unten oder schicken Sie uns eine Mail: info@in-gl.de

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Der erste Weg könnte ein verlinken aller befreundeten Seiten sein.
    Der zweite Weg,einen großen Aushang bei den Gewerbetreibenden,und Werbung für diese.Und Bildungsstätten nicht vergessen,an den Schulen ist es nicht erlaubt,aber über dem Weg eines Lehrstellen-Portal für Arbeitgeber ist es möglich.