Liebe Leserin, lieber Leser,

2021 war ein hartes Jahr. Ein Jahr, in dem wir Sie schnell und zuverlässig informiert haben. Zu Corona, zur Lokalpolitik und zu anderen wichtigen Themen. 

Ein Jahr, in dem wir Sie unterhalten haben, mit dem #Kulturkurier, großen Geschichten, eindrucksvollen Panoramatouren, Serien und tollen Fotos.

Ein Jahr, in dem wir uns für die lokale Kultur, für die Gastronomie sowie den Handel eingesetzt und immer wieder klar Position bezogen haben.

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Jericho scheint allerdings auch zu den staubigsten Städten der Welt zu gehören

Einst stand dieser Bootssteg im Wasser des Toten Meeres.

Heute waren wir im Toten Meer und haben das Salz geschmeckt und den angeblich Schönheitsfördernden Schlamm auf uns verteilt. Die Bilder davon sind super, aber leider nicht zu veröffentlichen…
Dann haben wir mit einer Torte Axel Beckers Geburtstag gefeiert. Der hatte zwar gar nicht Geburtstag, aber es hat Spaß gemacht und wir haben überlegt, dass er ab jetzt von uns ein Geburtstagsabonnement bekommt und wir jeden zweiten Tag eine Torte für ihn kaufen. Schwarzwälderkirsch am Toten Meer, während ringsum die Russen Spaß daran haben, im Wasser nicht untertauchen zu können!
Allerdings hat das Panorama auch eine triste Seite, denn der Wasserspiegel des Toten Meers sinkt dramatisch. Das Wasser des Jordan, das den See gespeist hat, wird für die Landwirtschaft gebraucht. Heute schon liegt das Tote Meer 400 Meter unter dem Meeresspiegel: Minus 400, es war ganz schön tief mit uns bergab gegangen.
Anschließend haben wir Jericho besucht.

Tiefer liegt keine Stadt. Jericho ist derzeit eine große Baustelle.

Die Stadt war überhaupt nicht so, wie wir sie uns vorgestellt hatten, sondern eine einzige staubige Baustelle.
Trotzdem haben wir dort Datteln gekauft, um die palästinensischen Straßenhändler ein wenig zu unterstützen.
Auf der Rückfahrt Richtung Jerusalem sammelten wir genau an der Stelle, an der der gute Samariter geholfen hat, eine Gruppe von 30 Jugendlichen auf, deren Bus liegengeblieben war. Wir sangen ihnen dafür in unserem Bus Karnevalslieder vor, schließlich sollte die Reise nach Palästina ja dem gegenseitigen Austausch dienen.
Morgens hatten wir im Gottesdienst der evangelisch-lutherischen Reformationskirche schon Lieder mitgesummt. Die Melodien der Lieder waren vertraut, nur der Text halt arabisch.
1862 wurde den Protestanten in Beit Jala erstmals ein Haus zum Beten gegeben. Neben dieser Kirche gibt es in dem kleinen Ort noch zwei griechisch-orthodoxe Kirchen, zwei Moscheen und eine lateinisch-katholische Kirche (seit 1858).

Auf der neuen, von der US Regierung gebauten Straße ans Tote Meer, steht der unübersehbarer Hinweis: An dieser Stelle ist der Meeresspiegel. Ab jetzt geht es darunter.

Doro und Werner

Doro Dietsch, Ratsmitglied in Bergisch Gladbach, arbeitet in Düsseldorf im Landtag. Werner Schmitz-Dietsch, Verleger (Stadtmagazin Franzz) und Mitbetreiber des Bürgerportals "iGL". Gemeinsam haben sie drei Töchter.

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1 Kommentar

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  1. Hallo Werner und Doro,
    wie schön, euch im IGL entdeckt zu haben. Mit großem Interesse verfolge ich eure Berichte. Vieles erinnert mich an das vorige Jahr. Ist es nicht toll im Schlepptau der erfahrenen Beckers viele Dinge kennenzulernen, die die meisten Touristen nie erleben. Ab morgen wird nun auch noch die Regierung unserer Stadt nach Beit Jala verlegt, wo sich ja ohnehin schon, am heutigen Ende des Karnevals, fast alle wichtigsten VIPs unseres Veedels aufhalten! Heute hattet ihr sicherlich in Ramallh einen interessanten nachmittag in der Obhut von Felix Dane! Für die kommenden Tage wünsche ich euch noch reichliches vermehren eurer Kenntnisse!
    Bitte liebe Grüsse an alle, die ich kenne von Ingrid – leider noch immer Schmerzgepeinigt.