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Das ist eine echte Überraschung, die Bürgermeister Lutz Urbach nebenbei auf der Webseite der Stadtverwaltung bekannt gibt:

„Durch eine sehr intensive Beschäftigung mit den Anforderungen an ein modernes Gebäude sind wir mehr als zufrieden, dass die nun vorliegende Planung diese Erfordernisse aufgreift. Die Eigentümerseite hat erkannt, dass es richtig ist, am Standort Bensberg zu investieren.(…)

Während in der Gladbacher Innenstadt die Regionale 2010 umgesetzt wird, gibt es gleichzeitig einen ´Bensberger Aufbruch´. Die abgeschlossene Investition am Schloss-Center, die gerade laufende Investition am Kino, die unmittelbar bevorstehende Erweiterung von Intersport Häger, die im Frühjahr 2012 startende Investition in das Objekt Schloßstraße 18, ab Sommer 2012 der Neubau auf dem Gelände der ehemaligen belgischen Schule Falltorstraße/Eichelstraße – und nun endlich der lang ersehnte Durchbruch für das ehemalige Löwencenter in Bensberg. Wir sind in Sachen Bensberg auf einem hervorragenden Weg!”

Foto: Cityweb Bergisch Gladbach

Konkret habe der Investor Atos folgendes geplant:

  • das bestehende ehemalige Löwencenter wird abgerissen,
  • der Neubau wird auf zwei Ebenen Einzelhandel beheimaten, darüber 130 Stellplätze in zwei Ebenen und darüber Wohnungen, Büros und Praxen
  • der Baukörper wird in der Schlossstraße näher an die Straße heranrücken und auch auf der Ebene des alten Marktes den historischen Platz neu fassen
  • nordwestlich des Gebäudes soll eine Freitreppe entstehen, die eine großzügige Verbindung zwischen Schlossstraße und Markt herstellt.
  • ein öffentlich zugängiger Aufzug verbindet die Ebenen Schlossstraße und Markt barrierefrei.

Alles in allem soll bei diesem Vorhaben werden in der Summe hohe zweistellige Millionenbeträge in Bensberg investiert werden. Bei der Stadt ist von bis zu 20 Millionen Euro die Rede.

Schon im Dezember soll sich der Planungsausschuss mit dem Start eines Bebauungsplanes befassen, der möglichst in der zweiten Jahreshälfte 2012 Rechtskraft erlangen soll. Dann, so die optimistische Planung der Stadt, noch 2012 mit den Arbeiten begonnen werden.

Bislang ist nicht wirklich sicher, ob dieses optimistische Szenario tatsächlich Realität wird. Aber tatsächlich ist der Stadtverwaltung in den Verhandlungen mit den bislang so völlig unkooperativen Eigentümern – Investmentfonds, die zum Teil in Luxemburg sitzen – ein echter Durchbruch gelungen. Laut Stadtverwaltung hat der Fonds nun die Firma Atos mit dem Projekt “Bensberg” beauftragt.

Allerdings hatte Atos schon einmal einen Versuch der Neubelebung des Lowencenters gewagt, war damals jedoch an einem fehlenden Hauptmieter gescheitert. Und wer jetzt Ankermieter werden soll, ist offenbar offen.

Aber in den vergangenen Monaten hatte es rund um die sogenannte Schlüsselimmobilie der Schlossstadt ganz düster ausgesehen. Selbst die Bensberger Händler, die zwischenzeitlich in der leerstehenden Immobilie das Bensberger Handelshaus betrieben, hatten resigniert aufgesteckt. Und ohne eine Lösung für das Loewencenter, so die allgemeine Erkenntniss, würde es auch keine Lösung für das darbende Bensberg geben.

Zwar hatten in den vergangenen Monaten zwei Bensberger Architekten Vorstöße gewagt. Sie hatten auf eigene Faust Pläne entwickelt hatten, wie man den Klotz Loewencenter aufbrechen könnte. Allerdings sahen diese Pläne bislang nach Visionen ohne Realisierungschance aus.  Zumindestens ein Teil dieser Überlegungen scheint in das Konzept des Eigentümers eingeflossen zu sein.

Weitere Informationen:

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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5 Kommentare

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  1. Update 1.12.2011, 18 Uhr: Der Planungsausschuss hat einstimmig den Aufstellungsbeschluss für den entsprechenden B-Plan „Marktgalerie“ getroffen. Damit geht es jetzt planerisch weiter! Gut für Bensberg!!

  2. Das sind ja mal wirklich gute Nachrichten für die Innenstadt von Bensberg die einem da zu Ohren kommen.

    Wenn ich mir die vorgelegte Skizze anschaue muss zwar sagen, dass in den letzten Monaten deutlich schöner Pläne veröffentlicht wurde, aber es handelt sich ja zunächst einmal nur um eine Skizze, die man noch überarbeiten kann.

    Aber die grundsätzliche vorgestellt Planung wird in der Fraktion Bündnis 90 Die Grünen positiv aufgenommen. Ein großes modernes Gebäude mit der für Bensberg so wichtigen großen Geschäftsfläche für einen ansprechenden Ankermieter, mit den von den Händlern geforderten zentrumsnahen Parkplätzen sowie Wohn- und Büroeinheiten.

    Sowohl für die Bewohner als auch für die Beschäftigten ist eine gute Anbindung an den ÖPNV (Bus und Straßenbahnlinie 1) gegeben.

    Die vorgestellt große Freitreppe ist äußerst ansprechend und stellt zusammen mit dem öffentlichen Aufzug eine sehr gute Anbindung zwischen Fußgängerzone und Markt dar.

    Fraglich ist, warum die Gebäudefront in Richtung Fußgängerzone vorgezogen werden soll. Hierdurch entsteht ggf. eine Häuserschlucht. Aber hierüber lässt sich sicher auch noch reden.

    Erwähnenswert ist, dass der Investor mit keinem Wort eine Öffnung der Fußgängerzone für den Autoverkehr anspricht. Wenn ein so wichtiger Investor hieran scheinbar kein Interesse hat, dann sollte man doch auf die geplante Öffnung der Fußgängerzone für PKW´s verzichten. Die Fraktion Bündnis 90 Die Grünen hat diese Pläne immer schon abgelehnt und würde daher begrüßen, wenn sie aufgegeben würden.

    Wir Grünen wären nicht Die Grünen, wenn wir nicht immer auch Themen wie Energiesparen und Nachhaltigkeit im Auge hätten. Daher regen wir eine Umsetzung der Planung nach dem EU Green Building Standard an. Damit würde ein Gebäude entstehen welches fit für die Zukunft ist und damit potentiell eine höhere Lebenserwartung als herkömmliche Gebäude hätte.

    Der Green Building Standard setzt auf nachhaltiges Bauen und besonders niedrigen Energieverbrauch. Das sorgt für Investitionssicherheit, ein
    exzellentes Raumklima, niedrige Betriebskosten und somit hohe Attraktivität für Mieter.

    Ein gelungenes Beispiel für einen jüngst fertig gestellten Neubau nach EU Green Building Standard ist das Einzelhandels- und Bürogebäude Westgate am Kölner Rudolfplatz.

    Wieso sollte man sich hieran nicht ein Beispiel nehmen?

    Dirk Steinbüchel

    Planungspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90 Die Grünen

  3. Das ist erst einmal eine gute Nachricht für Bensberg! Wir müssen jetzt schauen, was die Stadt und Politik tun kann wo die Grenzen sind. Ich bin bereit, für die Entwicklung von Bensberg eine Veränderung dort in Kauf zu nehmen. Die Zeiten stehen nun einmal auf Veränderungen und wir müssen jede Chance nutzen. Immerhin geht es hier um richtig viel Geld, das in Bergisch Gladbach-Bensberg investiert werden soll. Gut so.

  4. Ich erinnere mich noch gut daran, wie der Verterter des Eigentümers in einer Bürgerversammlung genau die „Sprengung“ und den Abriss des Löwencenters als ersten Vorschlag in die Diskussion eingebracht wurde. Damals hat man diesen Vorschlag in der Versammlung nicht ernst genommen und hat dann über einen anderen Plan diskutiert, der vorgestellt wurde. In den vergangenen zwei Jahren hat der Eigentümer nichts an dem gebäude getan, damit den Leidensdruck in Bensberg erhöht und dabei durchgesetzt, dass man die Fußgängerzone für ihn öffnet.
    Den Abriss der Bausünde aus Zeiten der absoluten Mehrheit der CDU bin ich grundsätzlich einverstanden, wenn sich der Ort dann positiv städtebaulich entwickeln kann und der Stadtentwicklung zuträglich ist.
    Doch mit der Öffnung der Fußgängerzone und dem Bauplan wird die großzügige Fußgängerzone und der jetzige Platz vor dem Löwencenter verschwinden.
    Den Entwurf des Plans, den man hier sieht, muss man doch genauer prüfen, denn auf den ersten Blick ist es doch ein ziemlicher „Klotz“ und die Schloßstrasse nachhaltig prägen würde. Man sollte sich nicht dazu verführen lassen eine alte Bausünde durch eine neue Bausünde zu ersetzen. Wir reden hier immerhin über zwei hohe Einkaufsebenen, darüber zwei hohe Parkdecks und darüber nochmal Wohnungen und Büros. Das ist also mind. ein Gebäude mit eine Höhe von 25 bis 35 Meter oder höher.

  5. Jo is denn heit scho Weihnachten – oder doch eher der 1.April?
    Wer reißt denn jetzt die GRÜNE LADENSTRASSE ab – die Rue de la Plaite?