Neues aus Schilda

oder

Was kostet das? Wer bezahlt das? Wer hat das bestellt?

Mit offenem Mund standen die Bürger vor der Stadtbücherei und sahen zu, wie eine Riesentafel installiert wurde, die uns erklärte, dass die Fußgängerzone neu gestaltet werden soll.

Hatten wir davon nicht schon mal was gehört?

Der Informationswert der Tafel war der einer Gummibärchenreklame, nur nicht so lustig.

Alle erinnerten sich daran, dass die Stadt sich im Nothaushalt befindet. „Peanuts!“ ruft nun vielleicht der, der das bestellt hat. Aber: Noch nie gehört, dass Kleinvieh auch Mist macht?

„Das ist nicht mal so teuer wie ein Papierkorb in der neuen Fußgängerzone.“

Papierkorb in welcher Stadt?

„In Bergisch Gladbach natürlich.“

Aha! Also wie in Schilda, wo ein Papierkorb 1000 € kostet.

Der Gipfel aber dieses neuen Schildbürgerstreichs: Das Schild steht an einer Stelle, wo gar keine Neugestaltung der Fußgängerzone stattfindet. Es behindert dafür den Zugang zum Informationskasten der Friedensgruppe und dem der Grünen. Zufall? Absicht? Oder Freudsche Fehlleistung?

Alles etwas wirr, oder? Naja, schließlich bin ich auch ein Bürger von Schilder-Schilda.

Engelbert M. Müller

ist pensionierter Lehrer, Mitglied von Wort und Kunst, Verfasser von "Der letzte Lehrer"

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