Pressemitteilung der Verwaltung der Stadt Bergisch Gladbach

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„Weißen Rauch“ verkündete Bürgermeister Lutz Urbach für die Zukunft des Bergisch Gladbacher Stadions an der Paffrather Straße.

(v.l.) Uwe Berthold, 1.FFC; Uwe Tillmann, TV Herkenrath; Rainer Adolphs, SSV; Bürgermeister Lutz Urbach; Patrick Esser, SV 09 (Foto: Cityweb/Daub)

Der war aufgestiegen, nachdem drei Bergisch Gladbacher Sportvereine dem Ruf von Stadtsportverband-Vorsitzendem Rainer Adolphsgefolgt waren und sich gemeinsam an den Verhandlungstisch gesetzt hatten.

Der Grund der Zusammenkunft: Die städtischen Pläne für die Sanierung des Stadions im Umfang von 800.000 Euro stießen nicht auf unbedingte Gegenliebe der Sporttreibenden, man wollte aus eigener Kraft eine sportlich optimale, jedoch finanziell aufwendigere Lösung erreichen.

Dies ist nun gelungen; der SV Bergisch Gladbach 09, der TV Herkenrath, der 1. FFC Bergisch Gladbach und der Stadtsportverband steuern insgesamt 200.000 Euro aus eigenen Mitteln bei. Die Stadt stockt ihren Anteil um weitere 30.000 Euro auf, die auf zwei Haushaltsjahre verteilt werden.

Die Bergisch Gladbacher Sportverwaltung hatte für die Sanierung im Jahr 2013 die Aufbringung eines Kunstrasens (der alte Naturrasen ist in die Jahre gekommen und oft unbespielbar) und die Sanierung des Tartanbelags (an vielen Stellen defekt) an der Hauptkampfbahn vorgesehen.

Diese „kleine“ Lösung war der schlechten finanziellen Situation der Stadt geschuldet. Die Vereine mit den größten Zeitkontingenten, der SV 09 und der TV Herkenrath, sahen mit den städtischen Plänen erhebliche Einschränkungen ihrer Interessen verbunden.

Unter der Federführung von Rainer Adolphs wurde ein Alternativvorschlag erarbeitet:

  • Naturrasen auf dem Hauptplatz,
  • Erneuerung der Tartanbahn,
  • Anlage eines Kunstrasenplatzes an der Stelle eines der unteren Rasenplätze.
  • Gleichzeitig Aufgabe des mit Kieselrot belasteten Aschenplatzes.

Kostenpunkt: nach Spitzrechnung 1,030 Mio. Euro, also 230.000 mehr als eingeplant.

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Der TV Herkenrath führte vor allem ins Feld, dass der Kunstrasen in der Hauptkampfbahn die Ausübung von Wurfdisziplinen unmöglich macht. Auch für den SV 09, der in der 4. Liga spielt, bedeutet der Naturrasen einen erheblichen Mehrwert; das Konzept insgesamt verheißt mehr Trainingszeiten und damit die Möglichkeit, auch schwächere Spieler zu halten.

Klar war: Alle Kosten, die über 800.000 Euro hinausgehen, müssen privat aufgebracht werden.

Rainer Adolphs schaffte es, am Verhandlungstisch nicht nur SV 09 (135.000 Euro) und TV Herkenrath (55.000 Euro) eine Zusage zur Beteiligung zu entlocken; auch der 1. FFC (5.000 Euro) ist genauso wie der SSV selbst (5.000 Euro) mit im Boot.

Gemeinsam mit der Stadt sorgen die Vereine so für ein solides finanzielles Gerüst. Der Bürgermeister hat angesichts solchen Engagements auch das städtische Portemonnaie noch ein Stück weiter geöffnet: Die Stadt gibt zweimal 15.000 Euro aus zwei verschiedenen Haushaltsjahren obendrauf. Dafür ist keine überplanmäßige Ausgabe nötig; die Beträge können durch anderweitige Einsparungen aufgefangen werden.

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Bürgermeister Lutz Urbach dankte allen Beteiligten herzlich für ihr Engagement zugunsten des städtischen Stadions und des Bergisch Gladbacher Sports.

Jetzt muss zunächst der Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport den Maßnahmebeschluss beraten und der Rat entscheiden. Außerdem muss der Sperrvermerk für die Ausgabeposition im städtischen Haushalt aufgehoben werden. Geplant werden soll über Winter, und im Frühjahr sollen die Bauarbeiten beginnen.

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