In dem geheimnisvollen Steinbruch in der Nähe der Reuterstraße hat man nun also nach Kalkstein gesucht, viel davon gefunden und ihn zu Branntkalk verarbeitet. Dabei hat man natürlich auch Steine gefunden, die von schlechter Qualität waren.

Einer dieser Sucher und Finder war ein Herr namens Theodor Zimmermann. Der hatte einen Steinbruch in der “Schlade” um dann festzustellen, dass fast das ganze Steinvorkommen aus minderwertigem Material war, nämlich aus solchem:

Zuerst muss er sich wohl ziemlich darüber geärgert haben, aber dann hat er erfahren, was das für tolle Steine sind. Nämlich Grottensteine. Sie zeigen alle Arten von Meeresgetier, Korallenröhrchen etc. Von da an brach der Herr Zimmermann nur noch Grottensteine in seinem Steinbruch und verkaufte sie in ganz Europa.

Das hier ist seine Grabstätte auf dem katholischen Friedhof.

Es gibt auch heute ein Haus in Bergisch Gladbach mit einem Sockel aus Grottenstein. Es steht an der Mühlenstraße, gegenüber dem Ärztehaus.

Die bekanntesten Gebäude aus Kalkstein in der Stadt sind:

Laurentiuskirche

Der Mittelteil des Rathauses, besteht aus Steinen aus verschiedenen Regionen. Unter anderem aber auch aus Kalkstein aus Bergisch Gladbach.

Und zum Abschluss der Tour hatte ich dann noch mal ein “Ooooh!”-Erlebnis. Die Stadt hatte bzw hat immer noch ein Gefängnis. Da staunt der Laie. Es wird heute nicht mehr als solches genutzt. Ist ja nicht nötig in Bergisch Gladbach. Hier braucht man so was nicht. ;D

Aber es steht noch, befindet sich hinter dem Rathaus und wurde – wie könnte es anders sein – aus Kalkstein gebaut.

Zum Schluss wurde uns noch ein Bild gezeigt, auf dem man erkennen kann, wie wichtig die Kalkbrennereien damals für die Stadt waren. Es gibt nämlich in einem Buch Enwürfe für das Stadtwappen. Das heutige Stadtwappen sieht man auf dem Rathaus.

Da ist oben der Bergische Löwe, darunter der Strundebach und darunter eine Papierrolle. Aber es gab auch Entwürfe, die der Papierindustrie eine weniger wichtige Rolle zuschrieben und statt dessen die Kalkbrennereien auf dem Wappen sehen wollten. Man konnte das aber offensichtlich nicht durchsetzen.

Damit war unsere Stadtführung zum Thema Kalkstein und Kalkbrennerei dann zu Ende. Sie hat ca. 2 Stunden gedauert und war wirklich gut.

Weitere Informationen:

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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