Die Gierather Straße am 14. Juli 2021. Foto: Privat

Genau vor fünf Jahren verursachte das Hochwasserereignis mit dem vorangegangenen Starkregen auch in Bergisch Gladbach schwere Schäden. Zu einer vollständigen Aufklärung der Ursachen gegenüber den betroffenen Bürgerinnen und Bürger ist es seitdem nie gekommen. Darauf drängt die FWG nun zum wiederholten Mal.

Wir veröffentlichen einen Beitrag der FWG

Bereits 2023 hatte die FWG einen Antrag zur Einrichtung eine Runden Tisches eingebracht, der einstimmig im Rat verabschiedet wurde. Mit allen beteiligten Akteuren (Wupperverband, Strundeverband, Zweckverband Rrh. Kölner Randkanal, SteB Köln, Abwasserwerk Bergisch Gladbach sowie der Bürgerverein Gierath-Schlodderdich) sollte nach Vorliegen des Gutachtens der beauftragten Aachener Firma Hydrotec das Hochwasserereignis vom 14. Juli 2021 aufgearbeitet werden. 

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Hochwasser hinterlässt schwere Schäden

Das Unwetter hat in Bergisch Gladbach und im Rheinisch-Bergischen Kreis heftige Schäden angerichtet. Entlang der Odenthaler Straße mussten Häuser auf ihre Standfestigkeit geprüft werden, der Strundepark stand mit Geschäften und Gewerbebetrieben komplett unter Wasser, in der ganzen Stadt waren Keller und Tiefgaragen überflutet. Menschen kamen in der Stadt offenbar nicht zu Schaden, aber in Rösrath gab es ein Todesopfer. Inzwischen gibt der Krisenstab Entwarnung, aber für eine Bilanz ist es noch zu früh.

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Dieser Ratsbeschluss ist bis heute nicht umgesetzt und wir werfen der Stadtführung vor, dass sie die damaligen Ereignisse nicht wirklich ernst nimmt. Das zuständige Abwasserwerk hat sich damit herausgeredet, dass es keine Federführung gegenüber anderen eigenständigen Wasserverbänden habe und einen Runden Tisch lediglich anregen könne. Wir aber wissen aufgrund eigener Recherchen, dass die im Ratsbeschluss genannten Akteure dazu sehr wohl bereit waren und sind. 

Bürgerverein bietet Unterstützung an

Der Bürgerverein Gierath-Schlodderdich hat mehrfach seine Unterstützung angeboten, die konkreten Erfahrungen seiner Mitglieder einzubringen, auf die Problemstellen hinzuweisen, die die Hochwasserlage negativ beeinflusst haben.

Die Stadtverwaltung hat das seinerzeit offenbar für entbehrlich gehalten: Sie hat behauptet, dass das Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) regelmäßig Kapazitätsengpässe aufzeichne und die zu sanierenden Kanalstrecken baulich umsetze.

Probleme nicht gelöst

Das verwundert, denn seit Jahren ist bekannt, dass das ABK die notwendigen Maßnahmen vor sich herschiebt, weil es an Planungspersonal fehle. Darüber hinaus wissen wir, dass das geschaffene Regenrückhaltebecken in Diepeschrath nicht ausgereicht hat, den zu geringen Durchmesser des für die Ableitung von Hochwässern geschaffenen rechtsrheinischen Kölner Randkanal auszugleichen. Die Probleme sind also keineswegs gelöst.

Martin Freitag ist Ratsmitglied der FWG. Foto: FWG

Ratsmitglied Martin Freitag (FWG): „Mit Informationsveranstaltungen gegenüber den Bürgern und deren Inpflichtnahme allein kommen wir nicht weiter.“

Bestehende Probleme müssen aufgezeigt und transparent gemacht werden. Lösungen wie die Einrichtung von Retentionsflächen müssen endlich angegangen werden. Die städtische Verwaltungsführung  hat hier Verantwortung zu übernehmen. Sonst besteht die Gefahr, dass wir bei ähnlichen, sich wahrscheinlich häufenden Ereignissen wieder unvorbereitet dastehen.

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  1. Ja, leider ist seit dem Hochwasser im Juli 2021 hier in Gronau/Gierath nichts passiert, wie auch in anderen Bereichen nicht. Mehr als traurig. Dafür gehen immer mehr Dinge in Bergisch Gladbach den Bach runter. Bergisch Gladbach stirbt so langsam, aber sicher den Verkehrstod, eine Menge der Straßen erinnern an den Zustand in der damaligen DDR, wenn etwas ausgebessert wird, dann vieles gleichzeitig und sehr unkoordiniert und auch hat man das Gefühl, das die Stadt wohl nicht mehr her der Lage über die Verunreinigung einiger Stadtteile wird. Schade, Bergisch Gladbach war mal ein schönes und empfehlenswertes Städtchen.

  2. Wenn man alte und uralte Berichte und Zeitungsartikel liest, trifft man immer wieder auf Hochwasser und Überschwemmungen an der Strunde und in Bergisch Gladbach. Heftige Starkregen können Bach und Natur nicht und immer weniger aufnehmen, das Wasser fließt talabwärts in den Ort, der einige Meter tiefer liegt als das Strundetal. Die Strunde hatte schon immer eine hohe Fließgeschwindigkeit und hat genau deswegen sehr viele Wassermühlen angetrieben. Bei Starkregen wird sie zu einem reißenden Bach. Über Hochwasser in Gladbach können ältere Einwohner sehr viel erzählen. Die Regulierung des Baches mit Verringerung seines Ausdehnungsbereiches, auch durch Pflasterungen, wird die Natur kaum bremsen können.