Der Eingang zum Zalero. Fotos: Laura Geyer

Eine idyllische Terrasse, aber auch geschmackvoll designte Innenräume machen das „Zalero – Restaurant und Enoteca“ in Bensberg zu einem Ziel für jede Wetterlage. Die Karte ist klassisch italienisch, ergänzt durch etwas ausgefallenere Gerichte auf der Tafel. Unsere Autorin hat sich vor Ort umgesehen und einige Speisen probiert.

Eine alte Treppe mit unebenen Stufen, eine Mauer aus Natursteinen unterschiedlicher Schattierungen, darüber ein Schild aus schwarzem Metall, beschrieben mit weißen Buchstaben in schörkelloser Schrift. Das ist das Entrée von „Zalero – Restaurant und Enoteca“ in Bensberg.

Genauer gesagt das Entrée zur Terrasse von Zalero. Nicht mehr als ein Dutzend Tische steht hier erhöht über der Schlossstraße, fast wie auf einem Miradouro, einem der vielen Aussichtsterrassen in Lissabon. Na gut, der Blick auf die neue Schlossstraße ist nicht ganz so spektakulär, aber eine Art Urlaubsgefühl kann durchaus aufkommen.

Obwohl es noch hell ist, leuchten bereits die Lichterketten in dem grünen Blätterdach, das sich über die meisten Tische spannt. Entspannte Bossa-Nova-Beats tragen ihr übriges zum schönsten Sommerabend-Flair bei.

Das Interieur

Doch das Zalero ist nicht nur ein Restaurant für die warmen Tage. Nein, die Innenräume locken zu jeder Zeit des Jahres mit geschmackvoller, moderner Einrichtung und einem schönen Ambiente, gut aufgeteilt in zwei Räume und diverse Ecken, in denen man in größeren Gruppen oder auch eher intim zu wenigen sitzen kann.

Die freundlichen Kellner sind sowieso drinnen wie draußen im Einsatz.

Betreiber des Zalero ist die Familie Veliu. Agim Veliu führte 13 Jahre lang die Pizzeria „Casa d’Italia“ in der Rheinberg-Galerie. Als er diese vor knapp vier Jahren schließen musste, eröffnete er mit seine Familie das Restaurant in Bensberg. Vergangenen Sommer kam das kleine „Casa d’Italia“ neben dem Löwen City Center in der Innenstadt dazu.

Nun geht man in der Regel aber nicht nur wegen eines guten Services oder eines schönen Interieurs in ein Restaurant. Wie also ist das Essen?

Klassisch italienisch

Die Karte ist klassisch italienisch: Das Vorspeisen-Angebot reicht von Bruschetta Classica (8,90 Euro) über Scampi Aglio e Olio (13,50 Euro) bis zu Carpaccio di Manzo (18,50 Euro).

Einen Aperol Spritz gibt es auch alkoholfrei.

Die ganze nächste Seite ist hausgemachter Pasta gewidmet, zum Beispiel Spaghetti alle Vongole (mit Venusmuscheln, 21,50 Euro) oder Pasta della Nonna (mit Tomatensoße, Mozarella, Pinienkernen, 14,90 Euro). Dazwischen, etwas verloren, Melanzane alla Parmigiana (eine Art Auflauf aus Auberginenscheiben, Tomatensoße, Mozarella und Parmesan, 15,50 Euro).

Unter „Fisch & Fleisch“ findet sich ein Premium-Rumpsteak (31,50 Euro) ebenso wie ein Schottischer Lachs (29,50 Euro) – der einzige Ausreißer im italienischen Programm.

Dazu gibt es  verschiedene Salate (ab 14,50 Euro) und natürlich einige Pizzen, Parma e Rucola etwa (16,50 Euro) oder Pizza Vegetale mit frisch gegrilltem Gemüse (15,50 Euro).

Für Kinder stehen drei Gerichte zur Auswahl: hausgemachte Pasta in Tomatensoße oder Salbeibutter sowie Pizza Margherita, jeweils 7,50 Euro – fairer Preis für ein Kindergericht.

Zalero Restaurant und Enoteca
Engelbertstraße 2-4
51469 Bergisch Gladbach
Telefon 02204 9131143
www.zalero-restaurant.de

Montag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag 17 bis 22 Uhr, Freitag und Samstag 17 bis 23 Uhr
Dienstag ist Ruhetag

Mein fünfjähriges Kind wählt Pasta in Tomatensoße. Mein Mann und ich werden auf der handgeschriebenen Tafel mit den „Empfehlungen“ fündig, die ich ausgefallener finde als die eigentliche Karte.

Ich schwanke zwischen Gebackener Rote Bete auf Thymian-Honig-Ricotta und Shrimps-Avocado-Salat (je 13,90 Euro), schließlich entscheide ich mich für etwas ganz anderes: Pasta Salsiccia mit grünem Spargel (19 Euro). Mein Mann nimmt eine Pizza Bianca mit frischen Pfifferlingen und Speck (21,50 Euro).

Das Essen kommt zügig auf rustikal-modernem, pastellfarbenem Keramikgeschirr im Motel-a-Miio-Stil – da ist sie wieder, die Portugal-Referenz.

Meine Pasta und der Spargel sind al dente, die Salsiccia ist schön würzig. Die Soße ist in Ordnung, sticht für mich aber nicht besonders heraus. Das Parmesan-Topping hätte ich lieber weggelassen, hätte ich davon gewusst – ebenso bei der Pasta meines Kindes, das keinen Käse mag.

Der Pizzateig ist luftig und knusprig, die Pfifferlinge sind frisch und aromatisch. Alles in allem eine solide, wenn auch nicht herausragende Pizza, so das Urteil des Essers.

Zum Nachtisch bestellen wir ein Tiramisu (7,50 Euro), das sehr schön angerichtet kommt, aber auch sehr süß ist.

Mein Fazit: Das Essen ist gut, wiederkommen würde ich aber tatsächlich eher wegen des schönen Ambientes, sowohl auf der Terrasse als auch im Innenraum, in dem ich mich sehr wohlgefühlt habe. Und das ist am Ende eben doch auch ein wichtiger Faktor.


Hinweis der Redaktion: Wir testen die Cafés und Restaurants anonym. Falls für die Geschichte erforderlich, geben wir uns nach dem Bezahlen zu erkennen. Die Rechnung zahlen wir selbst.

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ist freie Reporterin des Bürgerportals. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg. Nach einem Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro glücklich zurück in Schildgen.

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  1. Hallo Frau Geyer,
    Herzlichen Dank für Ihren neutralen Bericht über das Restaurant. Es ist prima, dass Restaurants einfach mal getestet werden, OHNE die mögliche Google Bewertungen.
    Leider vermisse ich Ihren Blick auf die Barrierefreiheit. Gerne würde ich das Restaurant mit meinen Eltern (Rollstuhl) besuchen, jedoch möchte ich Sie nicht enttäuschen… wäre es möglich, Ihren Bericht um dieses Thema zu erweitern?
    Lieben Dank
    Steffi