Der Ratskeller wird nur als Lagerraum genutzt, könnte aber als „kühler Raum“ eingesetzt werden, argumentiert die AG 55plus der Grünen. Foto: Thomas Merkenich

Nach mehr als zwei Jahren Stillstand ist der Springbrunnen auf dem Marktplatz wieder in Betrieb. Von den Passanten wird er sofort begeistert angenommen – auch wenn er gar nicht vollständig wiederhergestellt ist.

Seit Dienstag fließt im beliebten Springbrunnen auf dem Konrad-Adenauer-Platz wieder Wasser und zieht vor allem die Kinder magisch an. Sie nutzen die Stufen rund um den Brunnen auch bei kühlerem Wetter als Spielplatz. Aber auch Erwachsene nehmen die Stufen als sozialen Treffpunkt und Erholungsort bis in den späten Abend hinein gerne an.

Im Volksmund ist er als „Waffeleisen“ bekannt, offiziell heißt er jedoch „Papierschöpfer-Brunnen“. Weil er ein Büttenschöpfersieb aus den Anfängen der Papierherstellung nachbildet, das von der Wasserkraft angetrieben langsam auf und abschwenkt.

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Diese Schwenkmechanik des 1980 vom Bildhauer Albert Sous geschaffenen Brunnens war abgenutzt und konnte nur durch einen Fachbetrieb repariert werden. Der war schwer zu finden, daher wurde der Brunnen vor mehr als zwei Jahren stillgelegt – und die Wiederinbetriebnahme mehrfach aufgeschoben.

Offenbar war eine Reparatur zu einem vertretbaren Aufwand nicht möglich. Daher sprudelt und spritzt der Brunnen jetzt zwar wieder, das „Waffeleisen“ selbst bewegt sich aber nicht.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Die Teilreparatur ist als ein erster Schritt zur Gangbarmachung der Brunnenanlage sehr zu begrüßen. Die Düsen komplett wieder in einen funktionierenden Zustand zu versetzen ein Zweiter. Was die aufwändige Wiederherstellung des „Schwenkmechanismus“ angeht, so wäre – wenn nicht bereits geschehen – die VR-Bank als ursprüngliche Stifterin des Brunnens anzufragen, ob von ihrer Seite ein erneutes finanzielles Engagement möglich ist.
    Die erneute Bereitschaft hierzu sollte der Stadt dann auch eine deutliche Erwähnung auf der neu anzubringenden / zu schaffenden Plakette wert sein.

  2. Oh wie schön! Die Tage dachte ich beim Betrachten des Brunnens an die immer mal wiederkehrende Frage, ob die Stufen nicht beschattet werden könnten, um auch an heißen Sommertagen zum Verweilen einzuladen.

    Dabei fiel mir auf, dass auf dem Marktplatz zwar die Strunde, ein Mühlrad und ein Papierschöpfersieb vertreten sind – was indes fehlt, sind die Menschen, die das Papier schöpf(t)en. Wie wäre es mit zwei großen Händen über bzw. um das Sieb, die die Arbeiter der Papierindustrie symbolisieren – und gleichzeitig (nach)mittags ein wenig Schatten spenden?