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Bühne frei für Gläbbische Nikuta und ihr Zauberspill

Aktualisierung 5.1.2014: jetzt ist auch das offizielle Video zum Mottolied 2014 fertig:

Wie kommt man von „Zauberspill und Gaukelei – Märchenhafte Narrtei“ zum städtischen Haushalt? Für Werner Müller, Lehrer, Gitarrist und Komponist der Band „De Jode Tön” war die Assoziation zwischen dem diesjährigen Karnevalsmotto und der Finanznot Bergisch Gladbachs naheliegend: Wie, wenn nicht durch Zauberei, soll Bürgermeister Lutz Urbach die Haushaltskasse denn auch füllen?

Also heißt es im diesjährigen Mottolied:

Im Märchenwald es hück jed loss, uns Urbach es he met all singem Tross,
Se sööke no Antwort, denn de Kasse sin leer, jetzt hilf nur noch en echte Fee.
Ne Wunsch ich hätt, oh leev Frau Holl, mach uns Stadtsäckel met paar Euros voll.

Se jonn op de Jahrmarkt zo ner Jauklertrupp, en Antwort zu finge wör et Salz den der Supp.
Se bezöke et Marie, dat die Kaat läd, und spenden en Kätz en St. Elisabeäth.
Ne Wunsch ich hätt, oh leeven Jott, wenn du nix mähs, es alles fott.

Seit vier Jahren vertont Müller von Eltz, so sein Künstlername, das städtische Karnevalsmotto, inzwischen werden er und seine Band bei ihren Auftritten bereits als “Gläbbische Nikuta” gefeiert, nach dem großen Kölner Vorbild.

Dabei sind Müller und seine drei Mitstreiter Herbert Fröhlen (Keyboard), Dirk Neuhausen (Schlagzeug) und John Thomber (Bass) eher zufällig in den Karneval und in die Marktlücke „Mottolied“ gerutscht.

Seit 20 Jahren sind „De Jode Tön“ schon unterwegs, allerdings als Coverband und vor allem auf privaten Festen. Vor sieben Jahren jedoch schnupperte Werner Müller die Luft auf den Karnevalsbühnen, als Ersatzmann für den Gitarristen von Häätzblod, und fand Gefallen daran.

Als sich Häätzblod auflöste, machte Müller mit seiner eigenen Band im Karneval weiter. Nicht zuletzt, weil er hier eine Chance witterte, seinen uralten Jugendtraum zu beleben und eigene Lieder zu machen. Rund 25 Lieder, so erzählt er, habe er in der Schublade liegen, die nun nach nun nach umgesetzt und auf die Bühne gebracht werden.

Das erste Mottolied mit dem Titel „Stärnche, Stars un Krone, Gläbbich es nit ohne!“ schrieb Müller spontan  für das Dreigestirn der Stänjedreher, weil er Prinz und Jungfrau gut kannte. Im nächsten Jahr ging er die Sache systematischer und frühzeitig an und spottete über das elendslange Gläbbicher Motto „Wie ald bei de Römer un Germane, es uns Stadt noch emmer ierschte Sahne “. 2012 folgte „Op de Hüh un im Tal fiere mer zesamme Karneval!”

Bei seinen Texten baut Müller immer ein wenig Politik mit ein. Die Fußgängerzone und die Pflastersteine, der Autobahnzubringer oder eben jetzt die Finanznot:

Ich habe etwas gegen Friede, Freude, Eierkuchen im Karneval – die Leute sollen auch etwas zum Nachdenken haben.“

Sprachlich lässt sich Müller ganz auf die kölsche Sprache ein, “die hat etwas, da kommt viel Gefühl mit rüber”. Musikalisch dagegen ist die Band sehr viel vielseitiger, ihre Karnevalslieder reichen von Rock über die Polka bis hin zum reinen Funk – nicht zuletzt, um auch die Jüngeren anzusprechen.

Damit hat die Band ein ehrgeiziges Programm, nimmt kleine CDs auf und produziert Videos. Zum Beispiel zum „Liebeslied an die Stadt Bergisch Gladbach“

Allerdings, mehr als 25 Auftritt pro Session macht die Band nicht. Das soll auf gar keinen Fall in Stress ausarten.

Denn die Band ist eine echte Freizeittruppe, die ganz bürgerlichen Berufen nachgeht, beim TÜV oder bei einer Telekommunikationsfirma. Werner Müller ist Lehrer in Chorweiler – und nicht für Musik, sondern für Mathe und Chemie.

Mehr Informationen

Karneval ist eine ernste Sache. So ernst, dass man manchmal einfach lachen muss. Dann trete ich auf den Plan.

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