Beim Neujahrsempfang im Bergischen Löwen wurden acht Bürger der Stadt Bergisch Gladbach mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Hier gibt es ausführliche Porträts der Ausgezeichneten. Die Fotos vom Empfang finden Sie weiter unten. In seiner Rede ging Bürgermeister Lutz Urbach vor allem auf die Bedeutung des Ehrenamtes ein. Wir dokumentieren sie im Wortlaut.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

hat es uns jemals geschadet, die positive Seite der Dinge, die positive Seite des Lebens zu sehen?

Ich möchte heute unseren Blick auf die positiven Dinge unseres Alltags und unseres Lebensumfeldes lenken. Was sehen wir, wenn wir durch das Leben gehen? Wenn wir unseren Alltag im Privaten, aber auch im öffentlichen Leben wahrnehmen, überdenken und gestalten?

Schauen wir zunächst auf das, was uns bekannt ist? Wagen wir den Blick über diverse Tellerränder hinweg? Suchen wir uns Anreize, vielleicht auch Visionen, die uns neue Horizonte eröffnen? Das genau wünsche ich uns allen, meine Damen und Herren!

Dass wir im Neuen Jahr den Kopf heben, mit unseren Augen sehen und mit allen Sinnen wahrnehmen, was sich an Positivem, an Schönem in unserem persönlichen Leben und auch in unserer Stadt entwickelt.

Das ist Freiheit!

Das verstehe ich gleichzeitig als ein Stück Freiheit. Denn Freiheit bedeutet, sich zu recken und zu strecken und zu schauen, was denn alles möglich ist. Diesen Gedanken der Freiheit mögen Sie für sich persönlich erwägen. Und vielleicht beziehen Sie auch unsere Stadt mit in diese Erwägungen ein.

Darf ich Ihnen an diesem Punkt einige Impulse für Ihre Überlegungen geben? Die Situation unserer Kommune ist nicht rosig. Wir leben im „Korsett“ des Haushaltssicherungskonzeptes und müssen hart rechnen. Viele Einrichtungen bekommen nicht die finanzielle Zuwendung, die sie verdient hätten. Zuletzt ging das Thema „Kultur“ sehr intensiv durch unsere Presse. Wir haben eine Lösung gefunden!

Denn wir dürfen uns nicht um das drehen, was nicht geht. Wir haben doch gemeinsam so viele positive Akzente in unserer Stadt gesetzt, so viele positive Entwicklungen angestoßen oder z.T. schon abgeschlossen. Wollen wir dieses Schöne mit erhobenem Kopf und sehenden Augen erleben, oder wollen wir nur unter uns blicken und das sehen, was nicht so schön ist, was nicht so rund läuft.

Beispiel Stadtmitte: Wir haben eine tolle, gut begehbare Fußgängerzone, mit Bäumen, mit neuen Bänken und Mülleimern. Wir haben einen ansprechenden Park an der Strunde im Bereich der Buchmühle. Sehen wir das Positive, bewahren und pflegen wir es!

Ich würde mir sehr wünschen, dass der Umgang mit unserer neuen Fußgängerzone ein pfleglicherer wäre. Alleine die Kaugummis… Die Stadt Köln erhebt für das Ausspucken von Kaugummis nun Strafen von 50 – in besonderen Fällen bis zu 500 – Euro. Ich werde die Rechtsabteilung bitten, den höchstmöglichen Betrag zu ermitteln. Wir haben eine neue Fußgängerzone und sollten uns an ihr erfreuen, statt sie zu verschmutzen.

Beispiel Bensberg: Sehen wir die Chancen der Marktgalerie oder wollen wir lieber doch alles beim Alten lassen? Es wird sich ja etwas verändern! Es könnte ja hinterher gar nicht schön aussehen! So denken wir doch nicht wirklich!? Wir schauen doch nach oben und sehen die Welt von Morgen. Ich bin froh, dass diese beiden Projekte abgeschlossen bzw. sehr weit gediehen sind.

Ich bin froh, dass unser Ehrenbürger Willibert Krüger den Kopf hebt und das Potential unserer Stadt im Blick hat. Darum hat er den Solitär in Bensberg zu einem wahren Schmuckstück gemacht! — Danke, lieber Willibert Krüger!

Aber auch viele andere Bergisch Gladbacherinnen und Bergisch Gladbacher haben wie Willibert Krüger in den letzten Jahren aufgeblickt und über den Tellerrand geschaut. In Bensberg haben wir private Investitionen von in der Summe sicher 100 Mio Euro auf den Weg gebracht. Bergisch Gladbach ist ein Standort, in den zu investieren lohnt!

Ich bin froh über alle die Unternehmerinnen und Unternehmer, die in Bensberg oder auch in anderen Stadteilen nach oben und nach vorne schauen und investieren, um für uns alle ein Umfeld zu schaffen, in dem wir uns wohl fühlen! Und ich kenne viele faszinierende Unternehmensideen von Bergisch Gladbacherinnen und Bergisch Gladbachern  – so bodenständig wie innovativ.

Ich besuche im Schnitt alle 10 bis 14 Tage ein Unternehmen in Bergisch Gladbach. Es ist faszinierend zu sehen, was es in unserer Stadt alles gibt! Die Unternehmerinnen und Unternehmer nehmen die Zukunft in die Hand und gestalten sie, schaffen Arbeitsplätze und bringen Wohlstand. Davon profitiert unsere ganze Bürgergemeinschaft! — Danke!

Wolfgang Bosbach hat es vor wenigen Tagen in einem Interview gesagt: „Ich habe die große Sorge, dass wir in Deutschland den unauflösbaren Zusammenhang zwischen Wirtschaftskraft und sozialer Leistungsfähigkeit aus den Augen verlieren.”

Seien wir dankbar für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer! Ich bin aber ebenso froh über alle, die ehrenamtlich mit unglaublichem Ideenreichtum und unerschöpflicher Energie unsere Stadt gestalten. Ich kann die vielen Initiativen, die einzelnen Events wie zum Beispiel „Hits für‘s Hospiz“ gar nicht aufzählen, oder aber das karitative Engagement wie beim Kinderschutzbund, der AIDS-Hilfe, dem JUC und anderen Hilfsorganisationen. Allen ein herzliches Danke!

Das Schöne an meinem Amt als Bürgermeister ist, dass ich zu vielen Vereinen, Verbänden und Organisationen eingeladen werde. Ich bin immer wieder völlig baff, wie viele Menschen sich freiwillig und selbstlos in den Dienst der guten Sache stellen. Jahrelang, jahrzehntelang mit ungezählten Stunden! Dieses bürgerschaftliche Engagement ist unfassbar vielfältig und stark.

Das Ehrenamt ist tatsächlich der „Kitt“ unserer Gesellschaft. Dieser Spruch vom „Kitt“ ist viel zitiert, aber er verliert dabei nicht. Vielleicht aber ist das Ehrenamt sogar mehr, vielleicht ist es sogar mit unserem Rechtstaat das Gerüst unserer Gesellschaft, das Gerüst, das Stabilität verleiht und ein Wertekorsett gibt.

Darum haben wir auch im letzten Jahr die landesweite Ehrenamtskarte in Bergisch Gladbach eingeführt – denn dieses Wertekorsett unserer Gesellschaft verdient unsere Anerkennung.

Diesem Thema „Ehrenamt“ ist der Neujahrsempfang 2014 gewidmet. Wir werden gleich viele Beispiele von unterschiedlich engagierten Menschen sehen. Alle erhalten für Ihren ehrenamtlichen Einsatz die Goldene Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach.

Erlauben Sie mir aber einige weitere Beispiele von bürgerschaftlichem Engagement zu nennen, die mir persönlich in diesem Jahr aus den unterschiedlichsten Gründen sehr wichtig geworden sind:

Uns allen präsent ist das Max Bruch-Musik-Festival mit einem über das normale Maß hinaus messbaren bürgerschaftlichen Engagement. Da haben so viele Menschen den Kopf gehoben, das Schöne gesehen und es in unsere Stadt hineingebracht – einzig und allein, um unsere Stadt lebens- und liebenswert zu machen.

Da gab es aber auch im letzten Jahr einen weitdenkenden Vorstand des Stadtsportverbands, der es schaffte, lose Enden zusammenzuknüpfen, um eine gemeinsame Idee für die Sanierung des Stadions zu entwickeln und alle Bedürfnisse zufriedenzustellen. Danke, lieber Rainer Adolphs!

Überhaupt: Unsere Stadtverbände leisten viel für unsere Stadt – und das ist nicht selbstverständlich: Der Stadtverband Kultur, der Stadtverband musikausübender Vereine, der Stadtsportverband und der Stadtverband Eine Welt, der die Brücke in andere Länder schlägt, die unsere Unterstützung brauchen, der aber auch den Fairtrade-Gedanken in Bergisch Gladbach mitträgt. Wir erinnern uns: Vor zwei Jahren feierten wir beim Neujahrsempfang der Titel Fairtrade-Stadt!

Letztes Jahr haben wir die neue Städtepartnerschaft mit Ganey Tikva/ Israel im Rahmen des Neujahrsempfangs gefeiert. Hier gibt es seit August 2012 einen Arbeitskreis, den AK Ganey Tikva – und: Schon seit langem gibt es für Beit Jala/Palästina den Förderverein Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach – Beit Jala. Arbeitskreis und Förderverein möchten die neuen Städtefreundschaften gestalten und begleiten.

Von dieser Arbeitskreis/Förderverein-Idee inspiriert haben sich nun auch im März 2013 der Arbeitskreis Deutsch-Französische Freundschaft und im November 2013 der Städtepartnerschaftskreis Pszczyna gegründet. Hier sollen die langjährigen europäischen Kontakte belebt und intensiviert werden. Danke für dieses Engagement!

Vielseitiges Engagement bündelt auch der im letzten Jahr neu gegründete Verein “Wir für Bergisch Gladbach“ unter Leitung von Ferdinand Linzenich. Dieser Verein packt da an, wo etwas in unserer Stadt im Argen liegt und wo wir als Stadtverwaltung nicht zeitnah handeln können – aus Geldmangel oder Personalmangel. Der Verein will sich aber nicht allein als Mangel-Beseitiger verstehen, sondern als Impulsgeber für eine Identifikation mit unserer Stadt. „Machen statt meckern“ lautet das Motto.

Machen Sie doch auch mit! Und zuletzt noch ein wichtiges Beispiel – es geht zu oft in hitzigen Diskussionen unter: Auch unser Stadtrat arbeitet ehrenamtlich! Das ist so selbstverständlich, dass wir es oft vergessen! Gar nicht selbstverständlich ist es, dass ein solches Projekt wie die „Stadtwerke“ im Stadtrat so sachgerecht und verantwortungsbewusst diskutiert wird. Da steckt viel Arbeit und viel Hirnschmalz hinter! Und auch viel Zeit!

Die Lenkungsgruppe, die aus den Fraktionen besetzt ist, hat sich in Mechanismen hineinarbeiten müssen, die uns allen doch eher fremd sind. Ich danke Ihnen, meine Damen und Herren der Lenkungsgruppe, dass Sie den Kopf gehoben haben und mit offenen Augen durch die sich verändernde Welt gegangen sind, um festzustellen, was für Bergisch Gladbach auf dem Energiemarkt möglich ist.

Und: Danke, liebe Kolleginnen und Kollegen des gesamten Stadtrats,  für Ihre Zeit und Ihr Engagement, die Sie in viele Fleißaufgaben investieren.

Lutz Urbach, Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach

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Redaktion

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10 Kommentare

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  1. Wenn in Hessen, in Hessen! Schwarz-gruen geht dann auch hier. Von Alfred Dregger und Joschka Fischer zu al-wayzeer und Bouffier….!?! Wirtschaftskompetenz der FDP nicht erkennbar, ergo nicht elegibel. Bei der SPD, nicht meine Partei, aber nur noch Hr Orth im Angebot. Wenn sonst niemand sich bereit findet. Von der Parteileitung nichts zu erfahren und zu sehen. Gibt es die irgendwo? Oder kein Anschluss unter dieser Nummer. Die haben den Kampf schon aufgegeben und verloren. Idealiter sollte ein Parteiloser und Neutraler Kandidat mit Schwerpunkt Wirtschaftskompetenz von der Opposition gemeinsam aufgestellt werden.Der Mann hat Aussicht auf Erfolg.

  2. Das wundert mich auch oder eigentlich auch nicht
    Hier in Gläbbisch ist es wie im guten alten Colonia:Et hätt noch immer jootjange oder wie schon mal et kütt wies kütt.Aber vor ein paar Jahren gab es hier wirklich mal eine Bürgerversammlung die auf den letzten Metern auch so ein Riesenprojekt gekippt hat.wäre sonst ein Riesenflopp geworden, da sind andere Städte pleite dran gegangen.Damals wollte man ohne Sch… ;) die ganze Kanalisation hier an irgendwelche Amis verkaufen und dann wieder mieten oder so ähnlich.Jedenfalls war jedem klar, der noch alle im Schrank hat,mit diesem “Supergeschäft” sstimmt was nicht – aber die hätten das trotzdem eiskalt durchgezogen, wenn nicht es nicht diesen Protest gegeben hätte.Also -geht doch!
    Aber ich habe jetzt auch noch nichts gehört.Schade eigentlich,Das wäre doch mal wieder eine Aktion.Dann müssen die alle aus der Deckung und dann wird auch die Wahl nicht so todlangweilig wie es jetzt noch aussieht.

  3. Sie sagen:”Opposition ist m.E. kein “Selbstzweck”, sondern eine demokratische Tatsache, die dazu gedacht ist, die Menschen davon zu überzeugen, dass es auch anders geht, als es die “regierende” (und manchmal auch nur “verwaltende”) Mehrheit macht.”
    Einverstanden!!! Nur WO ist in BGL die OPPOSITION,die ZEIGT, dass es auch anders geht …?
    Über die Grünen hört man z.B., dass sie im Fall der Fälle schon als FDPErsatz bereitstehen, schwarzgrün gilt ja auch als besonders schick.Nur ein Gerücht? Falsch? Warum gibt es keinen gemeinsamen Gegenkandidaten z.B. von Grünen und SPD zum Bürgermmeister? Traut sich keiner hier den Wechsel zu, von wegen BGL als CDU-Erbhof (obwohl es ja noch gar nicht lange her ja mal eine Unterbrechung gab)? Oder würden Sie aus Ihrer Sicht sagen:In BGL ist alles OK, wir brauchen eigentlich keine Opposition und auch keinen Wechsel? Und wie steht es z.B. mit diesem Thema Stadtwerke? Alle einer Meinung, alle einverstanden,alles gut, der Bürgermeister wirds schon richten?Ich wundere mich einfach über die Stille (außer teilweise z.B. hier in diesem Forum).

  4. Opposition ist m.E. kein “Selbstzweck”, sondern eine demokratische Tatsache, die dazu gedacht ist, die Menschen davon zu überzeugen, dass es auch anders geht, als es die “regierende” (und manchmal auch nur “verwaltende”) Mehrheit macht. Und wer nicht weiß, wen er oder sie wählen soll oder kann, kann sich überlegen, selbst anzutreten, sollte aber bitte zumindest die Diskussion suchen und führen.

    Demokratie ist nicht das Meckern des Volkes, sondern die “Herrschaft” des Volkes.

  5. Demorkartie lebt aus dem PrinzipOpposition. Wenn es wg.Unlust, Frust, Bequemlichkeit, Unfähigkeit oder noch andern Gründen keine Opposition gibt,dann ist Demokratie solange im Sleepmodus bis sich das wieder ändert. Bergisch Gladbach hat praktisch keine Opposition, der Regierende regiert und der Rest im Rat ist ratlos bis kopflos, siehe dazu auch den stimmungsvollen Bürgerportalbericht über die “Verzweiflung der Lokalpolitiker”.Und wie groß muss diese Verzweiflung zum Beispiel bei der SPD sein, wenn man die Klimmzüge sieht, wenigstens irgendeinen Zählkandidaten für die Bürgermeisterwahl aufzustellen? Herr Baeumle-Corth hat schon Recht wenn er sagt, dass Wählen das Mindeste ist, nur geht es mir ein bißchen wie Herrn Horster:WEN? Wer kann und will hier Opposition – oder sogar mehr?

  6. Wen soll man denn waehlen? Herr Professor? Die Hotel und Eiskrem-lobby? FDP? IhreVerbotspartei? Veggieday wie Eintopf-Pflicht….damals. Die Karnevalskamellleute von der Corruption-Union? Posten an Spielkameraden aus dem Kindergarten. Oder die kopflosen Umfaller der Sozialen Etatistengruppe?

  7. Liebe Kommentatoren,

    von meiner Seite – als Mitglied des Stadtrates – kann ich nur immer wieder unterstreichen, dass Waehlen in meinen Augen das Mindeste ist, was jede/r für sich und für uns alle tun kann. Nicht zu wählen bedeutet, man/frau überlässt die Entscheidung “den anderen”.

    Denn ein Stadtrat kommt per Gesetz sowieso zustande. Die Frage ist, ob man/frau sich selbst zumindest in Form des Wählens aktiv beteiligt hat.

    Und für die, die sich vielleicht noch aktiver beteiligen möchten: ich denke, ich spreche im Namen aller Parteien und Gruppierungen: die Fraktionen tagen in aller Regel öffentlich und stehen Interessierten demzufolge auch offen!

  8. leute regt euch nicht so auf, ist schlecht für den Magen. Es kütt sowieso wies kütt. Entweder bist du am Drücker oder nicht. Und wenn mir einer sagen kann wen man hier im April /Mai? wählen soll, der dafür sorgt das es NICHt immer kütt wies kütt – Ich h#BE keine Idee und bin echt auf einen guten Tipp gespannt, sonst kann man sich die wählerei sowieso sparen.

  9. Sehr geehrter Herr oder Frau Hessling.
    Vielen Dank für diesen Einwurf und Zwischenruf. Aber wahrscheinlich gehören sie damit für die da oben zu den Mecker-Wut-Bürgern, die lästig und opponent sind. Anstatt sich ehrenamtlich ums Papiersammeln und Kehrwöchle zu kümmern, was der Stadt (aber auch dem Steuerzahler???) einen Haufen Geld spart. Nicht dass dann die da oben das eingesparte Geld für sich und ihre Freunde ausgeben (“Klüngel-alarm”). Grad bei so nem Mio-Deal wie Stadtwerke und so einem Dinosaurier-Konzern wie RWE unter Hr Grossmann…sollte man gut aufpassen, wer was wann unterschreibt und zusagt. Aus dem Kölner Rathaus und den dortigen “Spitzenkräften” ( Heugel, Schramma, Kusnierz,…Bietmann?) gibt es ja viele Geschichten, von denen man besser nur die Hälfte weiss und trotzdem kaum noch ruhig schlafen kann (auch wegen dem Fluglärm). Aber da siehts ja bei uns in Gladbach ganz anders aus. Oder sind hier Experten wie aus Köln am Werke?

  10. Die Rede eines Bürgermeisters, der einen Wahlkampf vor sich hat, soweit so gut.

    “Kopf heben und das Positive sehen” oder auch: Das Negative verhindern.

    In dem Sinn vielleicht auch mal ein Dank an die mehreren tausend Bergisch Gladbacher, die im Jahr 2013 aufmerksam waren, hingeschaut haben und sich eingesetzt haben um unüberlegte Projekte zu verhindern bzw. nach der Maßgabe der Vernunft zu korrigieren:
    Das gilt für die Marktgalerie im Bensberger Zentrum, die ohne das konstruktive kritische Engagement vieler Bürger als überdimensionaler Klotz in die Fußgängerzone betoniert worden wäre,
    das gilt für ein schmuckes “Industriegebiet” mitten auf den Moitzfelder-Herkenrather Höhen, einem landschaftlichen Filetstück der Stadt, von der Bedeutung für Luft- und Wasserqualität nicht zu reden, und das gilt genau so für den Plan einer Stück für Stück vorgesehen Flächenrodung in Refrath-Lustheide, um den “lästigen” Wald zwischen dem Rather Schnellweg und der B55 loszuwerden.

    Die Bürger, die sich in diesen Fällen engagiert haben, sind weder Meckerer oder Miesepeter, auch keine Wirtschaftsfeinde oder Fortschrittsgegner, sondern Menschen, die selber mit- und weiterdenken und beim Wort Aufschwung oder Arbeitsplätze nicht gleich in bedingungslose Bethaltung fallen und nach Motorsägen und Betonmischern rufen.

    Das wäre übrigens auch ein Thema für den kommenden Wahlkampf: Intelligente Stadtentwicklung im Zusammenhang und mit Konzept! Eine blindwütig vorauseilende Versiegelung von immer mehr neuen Flächen mal hier mal da bringt nicht unbedingt und schon gar nicht nachhaltige Vorteile!

    Auch das Mega-Projekt Stadtwerke verdient die Aufmerksamkeit einer großen Zahl von Bürgern. Es scheint ja so, als wäre das Big Business mit der Rheinenergie schon ausgemachte Sache. Wurden Alternativen überhaupt ernsthaft geprüft? Was ist denn z.B. mit dem Angebot der Stawag? Man hört, die sind nicht einmal von allen Parteien zur Vorstellung eingeladen worden. Oder soll hier bloß zusammenkommen, was joot Fründe gern zusammen hätten, ejal wat et och koss´ (und zwar am Ende uns Bürger!)?

    Das mit den Kaugummis in der Gladbacher City ist ärgerlich, überflüssig und eine schlichte Sauerei. Von mir aus Geldstrafe am Anschlag, aber Bergisch Gladbach hat doch noch andere Herausforderungen.

    Was schrieb ein Kollege hier an anderer Stelle: Bergisch Gladbach – oppositionslos glücklich?! Es gibt also viele Gründe, den Kopf zu heben, die Augen offenzuhalten und von den Möglichkeiten politischer Beteiligung Gebrauch zu machen! Auch das ist ein wichtiges, vielleicht manchmal lästiges, aber unverzichtbares Engagement in einer Demokratie.