Bei meinen wirrköpfigen Wanderung mit dem irren Wolfshund fällt mir in diesem Jahr auf, dass wir vermehrt auf Stellen stoßen, an denen großflächig Bäume gefällt werden. Wem die Grundstücke gehören entzieht sich unserer Kenntnis, denn wir trafen dort nie auf Baumfäller bei der Arbeit, die wir hätten fragen können, nur auf die vollendeten Schäden. Das gibt zu denken.

Der irre Wolfshund ist natürlich nicht nur Wirrkopfbegleithund, das würde ihm als intelligentem Lebewesen nicht gerecht. Er ist auch Diskussionspartner, Überlegungskünstler und Inspirationsanreger. So grübeln wir uns gemeinsam durch die Natur und kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen:

1. Ursache ist der geplante Landluftverkehr zwischen den Ortsteilen Scherkenrath und Hildgen. Die 80 m breite Landluftflugrollbahn braucht natürlich Platz. Es wäre kontraproduktiv, würden die Tragflächen an einzelnen Bäumen verkanten oder einen bestehenden Wald in einer ungünstigen, holzumsatzschmälernden Höhe absäbeln. Eine gewisse Stammlänge muss schon erhalten bleiben, will man aus Holz Kohle machen. Gerüchen zufolge, die der irre Wolfshund aufschnappte, soll diese Landluftflugrollbahn eine Parkettoberfläche bekommen, für geräuscharmes Rollen.

Sie verstehen nur Bahnhof? Dann sollten Sie erst diesen Beitrag lesen.

2. Der irre Wolfshund hört und riecht viel besser als sein wirrköpfiges Frauchen. Ihm sind nun Gerüchte zu Ohren und Gerüche zur Nase gekommen, nach denen die Bäume numeriert werden sollen, wie bereits im Ortsteil Fuß zu sehen ist.

Man habe amtlicherseits beschlossen, statt zu diesem Zweck an jedem Baum eine Leiter anzustellen, die Numerierungsarbeiten am liegenden Baum vorzunehmen. Nach der Numerierung werden die Bäume wieder mit den Stümpfen verklebt und nach Beendigung der Aktion hat niemand mehr eine Ahnung, wie und warum was geschah. Die Lohnkosten für die 1-Euro-Numerierungsbaumfäller, den Flaschenzug für das Wiederaufstellen der Bäume incl. Verklebung mit dem Stumpf, sollen angeblich geringer sein, als für den Erwerb unzähliger dem Umfallschutz gerecht werdender Leitern, die Lohnkosten für das Aufstellen aller Leitern an allen Bäumen und das anschließende Wiedereinsammeln und Entsorgen der Leitern.  Außerdem  überlege man seitens der Länder und des Bundes, ob diese Aktion im Rahmen der Arbeitsmaßnahmenbeschaffung bezuschusst werden könne.

3. Die Duftspuren einiger Baumfäller, die rund um die Tennisanlage im Stadtteil Fuß gerade zahlreiche Bäume entfernen, unter anderem eine stattliche Kirsche, die eine darunter stehende Bank beschattete, dazu aber nun nicht mehr in der Lage ist, machen dem irren Wolfshund am meisten zu schaffen. Dort las er nämlich an den hinterlassenen Nachrichten auf den dort liegenden Pinkelsteinen, dass es eine Antinumerierungsbewegung gäbe, die die Ausführung der Baumnumerierung dadurch verhindern wolle, dass sie die Bäume einfach abschneiden, um daraus das Parkett für die Landluftflugrollbahn herstellen zu lassen. Parkett aus bereits numerierten Bäumen würde zu Wucherpreisen gehandelt, wäre aber qualitativ wesentlich schlechter, weil zuvor die Löcher der Baumnumerierungsplakettennägel mit Holzleim verschlossen werden müssten, damit sich keine Schädlinge darin festsetzen.

All diese verwirrenden Gerüche und Gerüchte machen uns schwer zu schaffen, lieben wir doch unsere Wälder und große Solitäre. Sind sie doch eine Weide für das menschliche Auge und markante Markierungen auf unseren Wegen.

Wir haben nun erfahren, dass es in Herrlisch Raubach eine Baum-Bürgerinitiative gibt unter der Leitung von Frau Ela Appenzeller. Ebenso setzte sich der Bürgermeister Trutz Altwasser für die Erhaltung von Bäumen einer bestehenden Waldsiedlung ein.  Vielleicht können Frau Appenzeller und der Bürgermeister Ordnung in dieses Gestrüpp sich wiedersprechender Fehlinformationen bringen.

Evelyn Barth

(Frau Wirrkopf) Seit 1980 bin ich Bürger dieser Stadt, das ist fast mein halbes Leben. Nach 6 Jahren Hartz IV genieße ich nun seit Herbst 2012 meine wohlverdiente Rente. Ich lebe gerne hier. Daran, dass ich mehr Zeit als Geld habe, hat sich aber auch mit der Rente nichts geändert. Darum bin ich mit...

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7 Kommentare

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  1. Jenau. Lassen´se dat man die Experten entscheiden. Davon va´stehnse ja doch nix, de kleenen Leute.
    Regel Nummero zwo: der Beamte hat im Zweifel immer RECHT.

  2. Die schwatz-jelbe Landesrejierung hatte seinerzeit oder besser ihrerzeit das Kyrill-Bruchholz an Sägewerksbesitzer verkauft, versilbert, verhökert, verrammscht, angeboten eben.
    Nur haben die sich mit dem netto und brutto der sturm-zerwehten Festmeter Mengen etwas…ja äh…verrechnet, verschätzt, verklakuliert und werden jetzo auf Erfüllung ODER Schadenersatz verklagt.
    Das hat aber nix mit Politik zu tun. Eher mit nachhaltiger Forstwirtschaft…

  3. Ist die Multiple-Hundesteuer-Nachforderungs-Schätzungs-Bescheidung netto oder brutto berechnet worden?
    Mitarbeiter von T. Altwasser, die sich mit Steuern vorgeblich anscheinbar auskennen, haben da ja gelegentlich bei größeren SÜmmchen mal ein kleines Problemchen.
    Wobei roundabout 24,- T-Euros ja nur im Auge des Betrachters viel oder wenig sind. Für ein altes Eck-verrentetes H-4-Arbeitssoli-Mütterchen mag das ja viel Geld scheinen.
    Für einen “angemessenen” honorierten TOP-Berater reicht das ja man gerade zum Abendessen mit der Famillich in einer der ortsansässigen, star-allür-gekürten Nobel-Imbiss-einrichtungen.

  4. Boah, das ist ja schon wieder die Höhe!

    Kaum macht die kleine Frau den Mund auf, wird sie schon gemaßregelt. Statt den irren Wolfshund fürs Denken mit einer Höchststeuer zu belegen, sollte man lieber darüber nachdenken, ob man nicht jedem Ratsmitglied einen solchen Überlegungskünstler und Inspirationsanreger zur Seite stellen sollte. Die derzeit vorhandenen Diskussionspartner führen den Herrlisch Raubacher Oberstbürgermeister doch eher in die Irre, wie kürzlich wieder anhand der kraftwerklichen Stromlieferdiskussionen herauskam. Eine solche Blöße hätte ein Oberstbürgermeisterbegleithund locker mit einem kleinen Rechenkunststückchen überbrücken und unschädlich machen oder durch entsprechende Markierung am Hosenbein des Falschinformanten sofort aus dem Gedächtnis der anhörenden Hörigen tilgen können und Trutz Altwasser hätte die Lacher sofort wieder auf seiner Seite gehabt. Aber man will ja keine Lacher im Herrlisch Raubacher Rathaus und schon gar nicht beim Bürger. Der Bürger soll sich sozial verhalten, nach dem Motto “Geben macht seliger denn Nehmen”. Da muss dann der Halter eines vielseitig begabten Begleithundes zur Kasse gebeten werden. Aber klar, es gibt ja kaum noch andere Bürger, bei denen was zu holen ist. Pffff….

    Des weiteren fällt mir auf, dass Sie, Herr Pinkelborn, in keiner Weise auf die in meinem Bericht genannten problematischen Gedanken eingehen, sondern sich sofort eine mögliche Schwachstelle herausgepickt haben um vom brisanten Thema abzulenken und eine Kurve zur Auffüllung der leeren Stadtkasse zu schlenkern. Leider löst man durch Ablenkung und Umgehungstaktiken keine Probleme. Sie, Herr Pinkelborn, sollten sich als erster einen Überlegungskünsterbegleithund anschaffen.

    Mit hochachtungsvoller Geringschätzung
    Frau Wirrkopf

  5. Sehr geehrte Frau Wirrkopf,

    die Herrlisch Raubacher Hundesteuer-Stelle wurde von hier nicht näher zu nennenden Kreisen aufgefordert, Ihr Hundesteuer-Profil einer absolut zufällig routinemäßigen Prüfung zu unterziehen.

    Man mutmaßt, die von Ihnen hier gemachten Ausführungen enthielten eine mindestens andeutend wachstumskritische Haltung oder bedeuteten sogar eine mindestens gedachte Kritik am Vater des Herrlisch Raubacher Wachstums, unserem Bürgermeister, Landluftraumeroberer und Plattenversöhner Trutz Altwasser.

    Ihren eigenen Angaben zufolge nun ist der von Ihnen gehaltene Hund
    “nicht nur Wirrkopfbegleithund …Er ist auch Diskussionspartner, Überlegungskünstler und Inspirationsanreger.”

    Hieraus ergibt sich bereits bei oberflächlicher Prüfung eine Vervierfachung des bisherigen Hundesteuer-Satzes, da der von Ihnen gehaltene Hund ganz offenbar nicht nur als 1.Hund an sich, sondern eben auch als 2.Wirrkopfbegleithund, 3.Diskussionspartner, 4.Überlegungskünstler und 5.Inspirationsanreger funktionalisiert wird.

    Damit ergibt sich ein weiterer Steuer-Tatbestand, insofern der von Ihnen gehaltene Hund durch die vier über sein Hundesein an sich hinausgehenden Funktionen auch gewerbesteuerpflichtig wird, woraus sich im Zuge der submissiven Steuerderivation eine erweiterte Steuerpflicht für Sie ergibt.

    Im Zuge kumulativer Steuerschätzung stellt Ihnen die Herrlisch Raubacher Hundesteuer-Stelle hiermit eine binnen 1 Tag vollständig und ohne Abzug zu begleichende Steuernachforderung in Höhe von 23.658,55 EUR in Rechnung.

    Mit amtsfreundlichem Gruße
    Dieter Pingelborn