Pflege im Marien-Krankenhaus

Pflege im Marien-Krankenhaus

In Zusammenarbeit mit der AOK Rheinland/Hamburg und der Universität Bielefeld bietet das Marien-Krankenhaus Bergisch Gladbach (MKH) ab sofort Pflegekurse für Angehörige an. Das Angebot findet entweder noch im Krankenhaus oder direkt im Anschluss an die Entlassung statt. Pflegetraining, praktische Hilfen, Beratung und Initialpflegekurse sollen von nun an den Übergang vom MKH in die häusliche Pflege erleichtern.

Die Zahl der Menschen, die in häuslicher Umgebung betreut werden, nimmt ständig zu. „Der Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Versorgung wird oft als Krise erlebt, von der ganzen Familie.“, erläutert Pflegedirektorin Sabine Martin.

Familiale Pflege richtet sich daher an Angehörige und Interessierte, die plötzlich mit der Pflegebedürftigkeit konfrontiert werden. Besonders betroffen sind Partner, Geschwister oder Kinder von betagten, mehrfach betroffenen und demenziell erkrankten Menschen. So sollen nicht nur die Patienten, sondern auch deren Angehörige rechtzeitig auf die Pflege zu Hause vorbereitet werden.

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Bei etwa zwei Dritteln der Pflegebedürftigen übernehmen Angehörige die Betreuung. Einen Angehörigen zu pflegen, für ihn zu sorgen, ihm zu helfen oder ihn zu betreuen, ist für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Die Pflege einer Bezugsperson bedeutet jedoch häufig, 24 Stunden rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche präsent zu sein. Dabei gehen die Pflegenden mit ihrem Einsatz oft an ihre körperlichen und seelischen Grenzen.

Benedikt Merten (MKH Geschäftsführer), Sabine Martin (Pflegedirektorin), Uwe Fabick (stellv. Pflegedienstleiter), Annegret Fleck (Regionaldirektorin AOK Rheinland/Hamburg)

Der Bevölkerungsanteil der Menschen über 65 Jahre beträgt etwa 60.000 Einwohner in Rheinisch-Bergischen Kreis. Das entspricht rund 20 Prozent der Gesamtbevölkerung. Bis zum Jahr 2023 wird dieser Anteil auf 23,2 Prozent (68.922 Einwohner) steigen. „Den Familien kommt bei dieser Entwicklung eine immer wichtigere Rolle in der Pflege ihrer Angehörigen zu, und die Bereitschaft dazu ist erkennbar da.“, bemerkt Annegret Fleck, Regionaldirektorin der AOK Rheinland/Hamburg im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Training direkt am Krankenbett

Das Pflegetraining wird direkt am Krankenbett angeboten. Voraussetzung ist, dass der zu pflegende Patient über eine Pflegestufe verfügt. Besonders geschulte Pflegetrainer der Klinik zeigen den Angehörigen während des Krankenhausaufenthaltes wichtige Pflegetechniken, wie richtige Lagerung und Bewegung, Körperhygiene oder praktische Hilfestellungen beim An- und Ausziehen, beim Essen und Trinken.

Die Initialpflegekurse laufen über drei Wochen, die Teilnahme ist kostenfrei. Auch der Austausch zwischen den pflegenden Angehörigen soll bei den Kursen nicht zu kurz kommen. Der Kurs soll dazu dienen, Netzwerke zu schaffen, um sich untereinander unterstützen zu können. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Plätze begrenzt.

„Wir wünschen uns, dass die Angebote dauerhaft wahrgenommen werden und damit die Pflege von kranken Menschen in der Familie erleichtert wird,“ sagt Annegret Fleck von der AOK Rheinland/Hamburg dazu.

Der nächste Pflegekurs beginnt 11. August 2014. Ansprechpartnerin ist Monika Gerfer von der Pflegedirektion, Rufnummer 0 22 02/938-4099.

Eine Demonstration beim Pflegeaktionstag im MKH

Fragen an die Pflegeexperten des MKH:

Wer kann am Pflegetraining teilnehmen?
Jeder pflegende Angehörige, alle Interessierten bei beginnender oder schon vorhandener Pflegebedürftigkeit von Angehörigen, aber auch Familien oder Nachbarn. 

Welche Kosten entstehen bei der Teilnahme?
Die Kosten für die Teilnahme werden im Rheinisch-Bergischen Kreis von der AOK Rheinland/Hamburg getragen.

Wie lange dauert das Pflegetraining?
Die Grundbegriffe werden an drei Nachmittagen vermittelt, jede Sitzung dauert dreieinhalb Stunden. Das MKH bleibt für spezifische Fragen der Ansprechpartner.

Werden Pflegeleistungen vermittelt?
Nein. Der Kurs ist reine Beratung und unabhängig von Pflegediensten, also keine Verkaufsgespräche und keine Vermittlung von Leistungen.

Zbick

PR-Berater (Deutsche Akademie für Public Relations), Volt-Mitglied

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