Direktoren Felix Bertenrath und Wolfgang Knoch in einem nicht mehr zeitgemäßen Klassenraum.

Für rund 18 Millionen Euro wird das Schulzentrum an der Saaler Mühle in den nächsten Jahren saniert werden. Und dabei möchten die Verantwortlichen von Stadt, Schule und Bauplanung neue Wege gehen.

„Bisher haben wir große Schulsanierungen “1:1” durchgeführt“, erklärt Bürgermeister Lutz Urbach. „Nun sollen die grundlegenden Veränderungen “von Schule” genauer diskutiert und in die Planung eingebracht werden.“

Dem kann der Schulleiter der Otto-Hahn-Realschule, Felix Bertenrath nur beipflichten: „Unser gewünschter Zeithorizont für die Planung sollte 30 statt 10 Jahre umfassen“, erläutert der Pädagoge.

Multifunktionelle Räume für bestmögliche Nutzung

Sanierungsstau

Einig sind sich die städtischen und schulischen Vertreter, dass die Bauplaner daher das komplette Raumnutzungskonzept überarbeiten müssen. Schon der Ort des Pressegesprächs am Dienstag zeigt, dass das Wort „multifunktionell“ eine große Wichtigkeit erlangen muss. „Wir sind hier zwar im Kunstsaal der OHR“, erläutert Bertenrath, „aber wir nutzen diesen Raum Dank seiner Größe und technischen Ausstattung auch für Vorträge und kleinere Aufführungen.“

Auch der Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums, Wolfgang Knoch, hat mit seinem Kollegium viele Ideen für die umfassende Sanierung des Gebäudes aus dem Jahr 1973 gesammelt. „Wir sind hier alle hoch engagiert, das ist eine tolle Chance, die wir nutzen müssen und wollen“, erklärt Knoch und freut sich auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachbereich 8 der Stadtverwaltung unter Leitung von Bernd Martmann.

Direkter Ansprechpartner wird Detlef Hellekes sein, er koordiniert mit seinem Team auch das Miteinander mit der Planungsfirma und später mit den Bauunternehmen.

„Eine Arbeitsgruppe aus Kolleginnen und Kollegen beider Schulen hat sanierte Schulen besichtigt, sich über Licht, Lüftung, Raumkonzepte und Medienausstattung auch an frisch sanieren Schulen informiert und eine Ideen- beziehungsweise Wunschliste zusammengestellt“, unterstreicht Bertenrath das große Engagement der Lehrerschaft. „Wir stehen in den Startlöchern, diese Ideen an die Planer weiterzugeben und unsere Wünsche einzubringen“, ergänzt Knoch. Beide sind sich einig, dass eine gründliche Planung abgewartet werden müsse, „damit die Sanierung anschließend zügig und möglichst reibungslos ablaufen kann.“

Erster Sanierungsabschnitt wurde 2011 abgeschlossen

Gute Erfahrungen mit Sanierungsarbeiten gibt es schon aus den vergangenen Jahren. Erst vor rund drei Jahren wurde ein erster Sanierungsabschnitt mit einem Gesamtvolumen von rund sieben Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen: So halfen Mittel aus dem Konjunkturpaket II des Landes bei der Sanierung der Außenhülle der sechs Sporthallen. Auch die Umkleiden und der Sanitärbereich inklusive Lüftungsanlage wurden saniert. Insgesamt wurden dafür 4,6 Millionen Euro investiert, damit die rund 1600 Schülerinnen und Schüler beider Schulen nun Sport mit Frischluft und Tageslicht in allen Sporthallen ausüben.

Zudem wurde in den sportlichen Außenbereich investiert. So hat der SC 27 Bergisch Gladbach an der Stelle des alten Aschen-Tennenplatzes einen Kunstrasen erstellt, der den Schulen im Vormittagsbereich zur Verfügung steht.

Auch ein neues Labor für die naturwissenschaftlichen Fächer wurde für rund 600.000 Euro erbaut.

Zaun hält Vandalen ab

„Die Einzäunung des Schulgeländes hat große Vorteile mit sich gebracht“, erklärt Detlef Hellekes. Es gibt kaum noch Vandalismus, die Schulen nutzen den Hofbereich auch für die Ausstellung von Kunstobjekten. Auch die gewünschte Beachvolleyball-Anlage kann entstehen, ohne dass sie später beschädigt wird.

Einen weiteren Sanierungsschritt hat es im Kunstbereich gegeben. So gibt es vier Kunsträume, eine Werkstatt, ein Studio und einen Lehrerstützpunkt. Auch hier sorgen viel Licht und die Ausstattung mit modernen Medien für zeitgemäßes Arbeiten.

„Wir haben gute Erfahrungen mit diesen beiden Bauabschnitten machen können“, erinnern sich Knoch und Bertenrath. Der Schulbetrieb konnte dank guter Absprachen reibungslos weiterlaufen. Daher schauen alle zuversichtlich auf die schrittweise Sanierung der nächsten Jahre.

Generalplaner kann endlich Arbeit aufnehmen

Das Büro smp aus Oestrich-Winkel, das den Planungsauftrag schon im September 2013 erhalten sollte, wird voraussichtlich Anfang Mai mit der Generalplanung des Millionenprojektes beauftragt.

Denn durch eine Vergabebeschwerde eines Mitanbieters lag das Verfahren sieben Monate auf Eis. Die Aufhebung der Beschwerde durch die Vergabekammer ist der Stadt am Montag (28.04.2014) schriftlich zugegangen. Damit sind alle juristischen Hürden beseitigt. Zeitnah nach Auftragsvergabe sind die ersten Gespräche zwischen den Schulen und dem Generalplaner angedacht.

Kalkuliert ist für die komplette Sanierung ein Kostenvolumen von 18 Millionen Euro. Die Finanzierung der gesamten Baumaßnahme ist durch die entsprechenden Beschlüsse bereits gesichert.

Am Ende möchten die beiden Schulen zukunftsfähige Klassen- und Fachräume haben, neue Sanitäranlagen und eine Mensa anbieten und vielleicht auch eine Aula nutzen können – also kurz: Zukunftsschule 2050 sein!

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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1 Kommentar

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  1. Es ist schon erstaunlich, dass Herr Rölen eine ganze Liste aufzählen kann, die bei der Kalkulation nicht berücksichtigt wurde. Zeigt das die Unfähigkeit der zuständigen Stellen der Verwaltung, saubere Bedarfsanalysen zu erstellen? In diesem Fall ist es dringend erforderlich, die Unfähigen durch qualifizierte Kräfte zu ersetzen, um weiteren Imageverlust von unserer Stadt abzuwenden.
    Ich bin ziemlich sauer, dass ich solche Fehlleistungen der Stadt mit meinen Steuern und Abgaben auch noch bezahlen muss.

    Anmerkung der Redaktion: Der Kommentar bezieht sich auf diesen aktuellen Beitrag https://in-gl.de/2015/06/03/fakten-zur-sanierung-des-otto-hahn-schulzentrums/