Neumann und Krischak

Michael Krischak und Guido Neumann

Auf ihren Plakaten stellen sich die beiden ganz schön selbstironisch vor. Als „schräge Vögel“ oder an der Biomülltone mit dem Spruch: „Kompost ist Mehrwert, Komposition ist mehr wert“. Dabei ist ihr Broterwerb relativ profan: Michael Krischak ist Archivmitarbeiter im Bergisch Gladbacher Stadtarchiv, der Biologe Guido Neumann leitet eine Marketingfiliale in Recklinghausen. Doch in der Freizeit sind sie Komponisten und nennen sich ganz frech „Die zwei Komponisten“. Ihr musikalischer Ausstoß ist beachtlich, hat aber ein kleines Manko: der allergrößte Teil der Arbeiten wurde noch nie aufgeführt.

Das soll sich jetzt ändern, mit einem Kammerkonzert am 29. Juni im Kulturhaus Zanders.

Roman Salyutov. Foto B. Fuhrich

Roman Salyutov. Foto B. Fuhrich

Dabei präsentiert der Konzertpianist und Leiter der Refrather Franz Liszt-Akademie, Roman Salyutov , die zum Teil sehr schwierigen Klavierparts. Als Sopran tritt Desiree Bruver-Leske auf, im Ensemble spielen Nandin Baker (Querflöte), Ralf Lottmann (Violine), Petra Mara Schmidt (Violine) und Sebastian Steinmetz (Altsaxophon). Die Moderation und Rezitation hat Bernhard Franz übernommen. (Das komplette Programm finden Sie hier.)

Krischak hatte schon schon als Kind komponiert und hat mittlerweile über 150 Werke produziert, die nahezu allesamt unaufgeführt sind.  Neumann tritt seit 25 Jahren als Solomusiker mit Klarinette und Saxophon auf und hat über 40 Hauptwerke komponiert. Auch sie blieben bislang unaufgeführt. Erst als sich die beiden Laienkomponisten kennen gelernt hatten, trauten sie sich an die Vorbereitung eines gemeinsamen Konzerts in der Max-Bruch-Stadt Bergisch Gladbach.

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Bei dem Konzert, so verspricht Neumann, gebe es für ein musikinteressiertes Publikum viel Neues zu entdecken. Dabei sei ihre Musik keine Avantgarde sondern beruhe auf Traditionen, zum Beispiel im Stil der Neoromantik. Auch werden alte Gattungen wie das Kunstlied aufgegriffen.

Von jeder Eintrittskarte für das komplett in Eigenregie veranstaltet Konzert gehen fünf Euro an das Heilpädagogische Kinderheim Bensberg. Zudem bekommt die Musiktherapeutin des Hauses zu Beginn der Veranstaltung die Möglichkeit, über ihre Arbeit zu berichten. Beide sind beim Konzert mit anwesend und wollen zu ihren Stücken Rede und Antwort stehen.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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