Hier stand der Feigenbaum 28 Jahre lang.

Hier stand der Feigenbaum 25 Jahre lang.

Den einen oder anderen Besucher des Rathauses am Konrad-Adenauer-Platz könnte seit kurzem das Gefühl beschleichen, dass etwas fehlt. Trotz der 53 Blumenkästen, die für den Sommer mit Geranien bestückt wurden, wirkt das historische Gebäude seit Ende Mai aus manchem Blickwinkel ungewohnt kahl.

+ Anzeige +

Der Grund dafür ist der verschwundene Feigenbaum, der sich, entgegen seiner Namensgebung überaus tapfer, gut 25 Jahre lang einen Lebensraum zwischen Bordstein und Mauerwerk erkämpft hat.

Entfernt wurde das standhafte Gehölz am 26. Mai gegen 19.30 Uhr. Wind und Regen haben so lange und beständig am Blattwerk gezerrt, bis die Pflanze aufgrund von Fäulnis im Wurzelbereich einfach abbrach. Glücklicherweise befand sich zu dieser Zeit niemand in Reichweite des ungefähr acht Meter hohen Baumes. Der Feuerwehr blieb nur übrig, den Koloss in Einzelteilen abzutransportieren.

Hoffnung für den grünen Überlebenskünstler

So sah er aus. Foto: Engelbert M. Müller

So sah er aus. Foto: Engelbert M. Müller

Momentan erinnert nur ein Gedicht von Wolfgang Leuthe und Gisela Becker-Behrens, welches neben dem Rathaus angebracht ist, an den ehemaligen wildwüchsigen Schattenspender.

Was es mit der geheimnisvollen Herkunft 
des Feigenbaums auf sich hat beschreibt 
Engelbert M. Müller in diesem Beitrag.

Doch Rainer Rebske aus der Abteilung Stadtgrün, der vor einiger Zeit die Patenschaft übernommen hat, gibt den grünen Überlebenskünstler noch nicht auf. „Als Strauch hat der Feigenbaum angefangen, und ein Strauch soll er wohl wieder werden“, meint der Mann mit dem grünen Daumen. Rebske sieht gute Chancen dafür, dass zunächst zumindest ein Feigenstrauch erneut austreibt und ist voller Hoffnung für sein pflanzliches Patenkind: „Vielleicht wächst auch wieder ein richtiger Baum an dieser Stelle.“

Für die Großansicht klicken

Für die Großansicht klicken

Denn bereits in der Vergangenheit waren immer wieder zahlreiche Wurzelschösslinge ausgetrieben, und dies geschieht auch jetzt wieder, nachdem Rebske sie im Zuge seiner Patenschaft jeweils im Vorfrühling diesen und vergangenen Jahres entfernt hatte, um den alten Stamm frei zu stellen und in seinem Wuchs zu fördern. Je nachdem, wie sich die derzeitig austreibenden Wurzelschösslinge in der nächsten Zeit entwickeln, wird versucht, anstelle eines Feigenstrauches aus einem der Wurzelschösslinge einen neuen Feigenbaum heran zu ziehen.

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.