Der damalige Bürgermeister Ulrich Müller-Frank mit der Bürgermeisterkette und Vertretern aus den Partnerstädten Joinville-le-Pont und Egham 1966

Der damalige Bürgermeister Ulrich Müller-Frank mit der Bürgermeisterkette und Vertretern aus den Partnerstädten Joinville-le-Pont und Egham 1966

Aktualisierung 7.8.2014: Bürgermeister Lutz Urbach hat eine Belohnung  in Höhe von 500 Euro ausgelobt – für sachdienliche Hinweise zur Wiedererlangung der Bürgermeisterkette. Der größte Wunsch im Rathaus wäre, dass die Kette unversehrt zurückkehrt, betont die Stadtverwaltung. Schließlich habe sie für die gesamtstädtische Geschichte eine große Bedeutung. Wer Hinweise hat, kann sie bei der Polizei unter der Telefonnummer 02202 205 0 abgeben.

Die Bürgermeisterkette war in Bensberg bis 1974 in Gebrauch

Die Stadtverwaltung könne sich auch vorstellen, dass der oder die Diebe reumütig werden und die Kette zurückgeben, wenn sie feststellen, dass die Kette in erster Linie einen ideellen und keinen materiellen Wert hat. Der Nachtbriefkasten der Verwaltung wäre eine gute Möglichkeit dafür. Der Briefkasten befindet sich am kleinen Treppenaufgang an der rechten Ecke des historischen Rathauses am Marktplatz.

Die Gladbacher Amtskette, die die Diebe verschmäht hatten, wurde mittlerweile in Sicherheit gebracht. Zwei großformatige Fotoreproduktionen sollen in Zukunft den Besuchern wenigstens einen optischen Eindruck der Amtsinsignien geben.

Der ursprüngliche Beitrag vom 6.8.20104: Dreiste Diebe stehlen Bürgermeisterkette

Am hellichten Tag haben Unbekannte die historische Bürgermeisterkette der Stadt Bensberg gestohlen. Am gegen 16:30 Uhr fiel einer Putzfrau im historischen Rathaus am Konrad-Adenauer-Platz auf, das der fest verschraubte Plexiglasrahmen im Treppenhaus geöffnet worden war. Auf die Bürgermeisterkette deutete nur noch ein kleines Schild hin, berichtet jetzt die Polizei.

Die alte Gladbacher Bürgermeisterkette. Foto: HG Hecking

Daneben hing nach wir vor die ehemalige Bürgermeisterkette der Stadt Bergisch Gladbach. Aber auch hier hatte die unbekannten Täter möglicherweise bereits an den Schrauben manipuliert. Ob sie dann bei der weiteren Tatausführung gestört wurden, lässt sich nur vermuten.

Bei den Ausstellungstücken handelt es sich um die ehemaligen Bürgermeisterketten der beiden Städte, die bis 1974 genutzt wurden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter 02202 205-0 zu melden.

Urbach: „Traurig und bitter“

Bürgermeister Lutz Urbach reagierte entsetzt. Die Polizeimeldung zitiert ihn mit den Worten: „Es ist traurig und bitter, dass im Rathaus gestohlen wird. Scheinbar können wir uns nicht mehr sicher sein, Dinge, die für die Stadt von Bedeutung sind, öffentlich zu zeigen. Die beiden Ketten hängen nun seit 2003 im Flur vor dem Ratssaal und werden von Bürgern und Gästen gern bestaunt. Ich würde mir wünschen, dass der Täter Einsicht zeigt und die Kette zurückgibt. Für die Stadtgeschichte hat sie eine große Bedeutung.“

Die Kette war 1962 von der Bergisch Gladbacher Künstlerin Anneliese Breuer-Rauen geschmiedet worden; die neun Plaketten zeigen die damaligen neun Stadtteile Bensbergs in symbolischer Darstellung. Gekostet hat das Kunstwerk damals 4.700 DM, wobei der größte Anteil sicher auf die künstlerische Arbeit entfallen sein dürfte, so die Aussage der Stadtverwaltung.

Getragen hat die Kette ausschließlich Bürgermeister Dr. Ulrich Müller-Frank, der von 1956 bis 1974 im Amt war.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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3 Kommentare

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  1. Ist die Kette wirklich nicht mehr wert als 500 Euro? Oder hängen oder hingen da die Originale und keine Duplikate, wie ich immer angenommen habe?

    Best Grüße

  2. Stehlen im öffentlichen Raum hat für uns alle verheerende Folgen. Es führt dazu, dass uns immer mehr öffentliche Räume unzugänglich gemacht werden, seien es Kirchen, seien es Plätze oder Gebäude. Die andere Alternative ist die omnipräsente Überwachung, die zu einer unmenschlichen Gesellschaft führt. Außer Appellen können da nur der Aufruf zur vermehrten Benutzung und Wertschätzung unserer öffentlichen Räume helfen. Ich kann mich den Äußerungen des Bürgermeisters nur anschließen.