Städtebaulicher Leitplan 02 2014. Zum vergrößern anklicken.

Im Alltag der Stadtplaner geht es vor allem um kleinteilige Bebauungspläne und den großen Flächennutzungsplan. Doch dazwischen gibt es eine weitere Ebene, auf dem die informelle „städtebauliche Rahmenplanung“ angesiedelt ist. Hier werden alle Projekte und Vorhaben zusammengefasst und im Idealfall auf einen Nenner gebracht.

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Und hier zeigt sich auch, wie viele Flächen und Räume sich allein in der Innenstadt von Bergisch Gladbach (mehr oder weniger) verbergen – und was man aus ihnen machen könnte. Am Dienstag billigte der Stadtentwicklung- und Planungsausschuss die aktuelle Fortschreibung des Rahmenplans – und eine Bürgerbeteiligung für die nächsten Schritt.

Damit Sie sich aber schon jetzt einmal ein Bild machen können, dokumentieren wir die Inhalte des Rahmenplans in Auszügen. Den gesamten Text finden Sie hier zum Download.

Aktuelle Projekte, Ideen und Vorhaben, die sich in diesen Rahmenplan einfügen müssen, gibt es derzeit einige. Die Stadtplaner zählen auf:

  • Bebauungswünsche in der Buchmühle (u.a. Projekt „Mehrgenerationenwohnen“)
  • eine bauliche Entwicklung auf dem Kopfgrundstück am Bahnhof (Thema „Neubau städtischer Verwaltungsgebäude“)
  • die Neuordnung des Areals der jetzigen Stadthäuser und Rückseiten der Gohrsmühle
  • die Anfrage zur Errichtung einer großen Veranstaltungshalle am Rande der Stadtmitte in dem ehemaligen Köttgen-Gelände
  • Nutzungs- und Bebauungsüberlegungen des Evangelischen Krankenhauses im östlichen Bereich der Stadtmitte (Quirlsberg/ u.a. Areal „Alte Feuerwache“)
  • Umbau der Schnabelsmühle zu einem Kreisverkehr – auf dem Weg zu einem möglichen ampelfreien Stadtboulevard
  • Ausbau des Verkehrsknotenpunkts Odenthaler Straße/ Hauptstraße unter Translozierung des Baudenkmals „Waatsack“

Teilräume und potenzielle Entwicklungsflächen

Potenzielle Entwicklungsflächen. Zum vergrößern anklicken.

1. Ehemaliges Köttgengelände – Kalköfen Cox

Der Bebauungsplan Nr. 2119 – Kalköfen Cox – ist seit 11/ 2005 rechtsverbindlich und schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine mehrgeschossige mischgenutzte Bebauung (Wohnen, gewerbliche Nutzungen, Dienstleistungen) entlang der Paffrather Straße und der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße. Eine Umsetzung des Bebauungs- und Nutzungskonzeptes ist bislang nicht erfolgt.

Im Rahmen der Überplanung und Entwicklung des unmittelbar angrenzenden ehem. Köttgen- Geländes zu einem zentrumsnahen neuen Stadtquartier sollte der angrenzende Bereich „Kalköfen Cox“ („Cox-Gelände“) mit einbezogen und das seinerzeit erstellte, bislang aber nicht umgesetzte Bebauungs- und Nutzungskonzept überprüft werden.

Bereits in der Version 02 des städtebaulichen Leitplans (2011) wurde die Entwicklungsperspektive ür das ehem. Köttgen-Gelände eingehend diskutiert. Dabei hat der Stadtentwicklungsausschuss (ASSG) am 01.03.2011 der stadtentwicklungspolitisch weitreichendsten Entwicklungsperspektive – Schaffung eines neuen, zentrumsnahen Stadtquartiers für Mischnutzungen(Wohnen, Gewerbe, Büros und Dienstleistungen) – gegenüber den Alternativszenarien „Ausweitung Fachmarkzentrum“ (in Anlehnung an den bestehenden Heimwerkermarkt und diversen Autohäusern/ Interessenlage des Hauptgrundstückseigentümers) sowie „Ausweitung Sport- und Freizeitsektor“ (in Anlehnung an die bestehenden Sport- und Spieleinrichtungen vor Ort) Vorrang eingeräumt.

Für den Bereich des ehem. Köttgen-Geländes liegt der Verwaltung eine Anfrage aus 2013 für die Errichtung einer Mehrzweckhalle/ Veranstaltungshalle (3.000 qm Bruttogeschossfläche (BGF)) mit Anbindung an die Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße vor. Die Nutzung einer großmaßstäblichen Veranstaltungshalle mit den einhergehenden Nutzungsabläufen (Verkehr, Lärm) würde den bisherigen Zielsetzungen für den betreffenden Innenstadtbereich widersprechen  insbesondere was die Entwicklung eines stadtzentrumsnahen Wohnquartiers angeht.

2 . Kopffläche Bahnhof und Bahnflächen Jakobstraße

Das Kopfgrundstück. Links Stationsstraße, S-Bahnhof, rechts die Jakobstraße.

Mit der Neugestaltung des öffentlichen Raumes in der westlichen Stadtmitte wurde unter Verwendung von Städtebaufördermitteln neben der Fußgängerzone insbesondere der Bahnhof mit seinem Umfeld aufgewertet, das Erscheinungsbild verbessert und die Ankommenssituation in das Stadtzentrum attraktiviert. Weitere Maßnahmen, wie z.B. die Verlängerung der Fußgängerzone „Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße“, der Umbau des Verkehrsknotens „Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße/ Jakobstraße“ oder die Gestaltung der Vorfläche „Kalköfen Cox“ (Baudenkmal) sollen im Rahmen der Städtebauförderung noch folgen.

Der Bahnhof bedarf aber nicht nur der Aufwertung öffentlicher Freiflächen und Freiräume, sondern erfordert auch die städtebauliche Neuordnung seines Umfeldes.  Die ehemals bahnbetrieblich genutzten, mittlerweile brach gefallenen Flächen am Kopf des Bahnhofes sowie entlang der Jakobstraße wurden vor Jahren von der Stadt erworben. Trotz eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens konnte bislang kein Investor für eine Projektentwicklung am Kopf des Bahnhofes gewonnen werden. Mittlerweile gibt es Überlegungen, die bestehenden städtischen Verwaltungsgebäude an der Gohrsmühle/ Schnabelsmühle nicht aufwändig zu sanieren, sondern die Verwaltungseinrichtungen in einem neu zu errichtenden Gebäude am Kopf des Bahnhofes unterzubringen.

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Die Unterbringung städtischer Verwaltungseinrichtungen am Kopf des Bahnhofes wird im Idealfall eine Initialwirkung für die Entwicklung der umgebenen Bereiche an der Jakobsstraße, auf dem „Köttgen-Gelände“ sowie auf dem „Cox-Gelände“ auslösen.

3.  Areal Röntgenstraße (Paffrather Straße/ Dr.-Robert-Koch-Straße/ Röntgenstraße)

Areal rund um die Röntgenstraße. Quelle: Google

Der rückwärtige Bereich der Paffrather Straße sowie der Dr.-Robert-Koch-Straße wird derzeit als Garten- oder als Parkplatzfläche genutzt. Das westliche Areal zur Röntgenstraße hin ist bestandsgebunden und wird durch eine heterogene Bebauungsstruktur (u.a. KITA) geprägt.

Der zurzeit überwiegend unbebaute Bereich rückwärtig der Paffrather Straße am Fuße des Marienbergs grenzt unmittelbar an die Stadtmitte an und bietet sich – zumindest teilweise – für eine (Wohn)Bebauung an.

Städtebauliches Ziel ist die Schaffung von innenstadtnahem Wohnraum. Für den betreffenden Bereich gilt es, im Einklang mit den freiraumplanerischen Zielsetzungen für den Marienberg sowie mit den bestehenden unterschiedlichen Nutzungsinteressen (Grundstückseigentümer) ein städtebaulich-freiraumplanerisches Gesamtkonzept zu erarbeiten, auf dessen Basis dann ein Bebauungs- und Nutzungskonzept für den Bereich “Röntgenstraße” konkretisiert werden kann. Im Rahmen der Erstellung eines Gesamtkonzeptes für den Marienberg sind ebenso die Entwicklungsperspektiven und ggfls. Erweitungsbedarfe der vielen kirchlichen Einrichtungen (u.a. Marien-Krankenhaus) zu prüfen und nach Bedarf zu berücksichtigen.

4 . Areal Löwencenter

Das Löwencenter von der Rampe Stationsstraße gesehen. Foto: Engelbert Müller

Das Areal des Löwencenter wird derzeit durch den großvolumigen Baukörper des Warenhauses (Shop in Shop-System) geprägt. Das Gebäude ist “in die Jahre gekommen” und wirkt mit seinem äußeren Erscheinungsbild wenig attraktiv. Das Obergeschoss des Gebäudes ist mit einem großflächigen Fitness-Center belegt (längerfristiges Mietverhältnis).

Das Bestandsgebäude bedarf sowohl in dem Hauptzugangsbereich von der Hauptstraße (FGZ) sowie von der Rückseite (Stationsstraße) einer baulichen Veränderung, um das Erscheinungsbild nachhaltig zu verbessern. Dies umfasst nicht nur die Zugänge, sondern ebenso die Tiefgaragenzufahrt und den Anlieferbereich.

Das Loewencenter von der Hauptstraße aus. Foto: Klaus Hansen

Ein Umbau oder eine Erweiterung (Aufstockung) des Baukörpers ist städtebaulich vertretbar, soweit die Zugangsbereiche aufgewertet und das Erscheinungsbild insgesamt verbessert wird. Der Standort des bestehenden Löwencenters in der ” 1a-Lage” der Stadtmitte (Fußgängerzone) hat aufgrund seiner exponierten Lage auch für Nachfolgenutzungen ein großes Entwicklungspotenzial.

In Abhängigkeit von den langfristigen Interessenlagen der Eigentümer und Betreiber der Bestandsimmobilie sollte für den exponierten Standort inmitten des Stadtzentrums ein nachhaltiges Nutzungs- und Bebauungskonzept entwickelt werden. Neben den städtebaulichen Aspekten sind dabei die Interessen der Eigentümer- oder Investorenseite zu berücksichtigen und im Zuge der planerischen Qualifizierung zu integrieren.

5.  Areal Stationsstraße/ Poststraße

Das Grundstück an der Ecke Stationsstraße/ Poststraße sowie die Nachbargrundstücke (Stationsstraße) sind derzeit überwiegend unbebaut (Gartennutzung) oder mit Nebengebäuden bestanden.

Die Grundstücke sind untergenutzt und sollen aufgrund ihrer exponierten Lage unmittelbar in der Stadtmitte langfristig einer Bebauung (Kerngebiet – überwiegend Geschäfte, Büros und Dienstleistungen) geführt werden. Die zukünftige Bebauung/ Baukörper sollten in Anlehnung an die Nachbarbebauung – im Einklang mit den Belangen des Denkmalschutzes (Baudenkmal Gebäude Hauptstraße Nr. 133) – konzipiert werden.

6 . Hauptstraße West (Fußgängerzone (FGZ)/ Driescher Kreuz)

Die Rückseite der Hauptstraße, von der Gohrsmühle aus gesehen

Die Grundstücke am westlichen Ende der FGZ Hauptstraße (Driescher Kreuz) gegenüber der Rhein-Berg Galerie sind derzeit mit zwei- bis dreigeschossigen Gebäuden bestanden. Die Rückseiten der Gebäude mit ihren Anbauten und Nebengebäuden treten von der Straße An der Gohrsmühle aus derzeit negativ in Erscheinung.

Langfristig sollten die Grundstücke am westlichen Ende der FGZ zwischen der Hauptstraße und der Gohrsmühle einer Neuordnung und einer Neubebauung zugeführt werden. In Abhängigkeit der Interessenlagen der verschiedenen Eigentümer ist eine gemeinschaftliche bauliche Entwicklung anzustreben, um attraktive Standorte für weitere Geschäfte zu schaffen und den westlichen Teil der FGZ zusätzlich zu beleben.

7.  Gohrsmühle (Bereich Poststraße – Trotzenburgweg)

Der alte Gohrsmühle-Schriftzug am Werk von Metsä Board Zanders

Die Flächen rückwärtig der Hauptstraße (FGZ) entlang des Trotzenburgweges und der Gohrsmühle sind z.T. be- und unterbaut; überwiegende Bereiche der Grundstücke sind untergenutzt und werden als private Stellplatzfläche genutzt. Das eingeschossige Post- und DHL-Gebäude sowie infrastrukturelle Einrichtungen der Telekom (OVSt) prägen das derzeitige Erscheinungsbild.

Kurzfristiges Ziel ist es, nach der Umsetzung der Wettbewerbsplanung „West“ (Gestaltung des öffentlichen Raumes – Stadtmitte West) die Übergangsbereiche zu den privaten und öffentlichen Grundstücksflächen in ein Gestaltungskonzept einzubinden. Somit soll das derzeit z.T. negative Erscheinungsbild der rückwärtigen Grundstücksbereiche zeitnah verbessert werden.

Langfristig ist städtebauliches Ziel, die untergenutzten Grundstücksflächen im Bereich entlang der Gohrsmühle zwischen der Poststraße und dem Trotzenburgweg einer baulichen Nutzung (Kerngebietsnutzungen – überwiegend Geschäfte, Büros und Dienstleistungen) zuzuführen und damit langfristig eine „Stadtkante“ entlang der Gohrsmühle herzustellen.

Nach Vorliegen eines städtebaulichen Gesamtkonzeptes für eine zukünftige Bebauung entlang des Straßenzuges An der Gohrsmühle (“Stadtkante Gohrsmühle”) ist ein Bebauungskonzept im Rahmen der weiteren planerischen Qualifizierung für den betreffenden Bereich zu konkretisieren. Dabei sind die derzeitigen Post- und DHL-Nutzungen sowie die infrastrukturellen Einrichtungen der Telekom (OVSt) zu überprüfen und ggfls. zu integrieren. Darüber hinaus sind die Erschließungsfunktionen (Andienung) für die Bebauung rückwärtig der FGZ Hauptstraße zu berücksichtigen.

8.  Gohrsmühle (Bereich Trotzenburgweg – Stadthaus/ Schnabelsmühle)

Die Rückseite der Hauptstraße, von der Schnabelsmühle gesehen. Foto: Klaus Hansen

Die Flächen rückwärtig der Hauptstraße (FGZ) entlang der Gohrsmühle zwischen Trotzenburgweg und Stadthaus sind überwiegend unbebaut, untergenutzt und werden als private Stellplatzfläche genutzt. Die großflächigen, z.T. mit Leitplanken abgegrenzten Parkplatzflächen wirken unattraktiv und treten in Verbindung mit den baulichen Rückseiten der Geschäftsbebauung Hauptstraße derzeit negativ in Erscheinung. Das Eckgrundstück zur Schnabelsmühle hin ist derzeit mit den „Stadthäusern“ bestanden. Im Falle einer angedachten Verlegung der städtischen Verwaltungseinrichtungen z.B. an den Kopf des Bahnhofes in der Stadtmitte stehen auch diese Grundstücksfl.chen für eine Überplanung zur Verfügung und sollten in die planerische Qualifizierung – „Ausprägung und Gestaltung einer Stadtkante“ – miteinbezogen werden.

Kurzfristiges Ziel ist es, nach der Umsetzung der Wettbewerbsplanung West (Gestaltung des öffentlichen Raumes – Stadtmitte West) die Übergangsbereiche zu den privaten und öffentlichen Grundstücksflächen in ein Gestaltungskonzept einzubinden. Parallel zu Gestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum soll erwirkt werden, dass die derzeitige Stellplatzsituation neu geordnet und auch die privaten Parkierungsflächen gestalterisch aufgewertet werden. Hier bedarf es eines Nutzungs- und Gestaltungskonzeptes, welches zusammen mit den Eigentümern entwickelt wird.

Den Zielvereinbarungen der Akteursbeteiligung (Phase II) entsprechend sollen zunächst Sondierungsgespräche mit den betroffenen Eigentümern zur Abfrage der jeweiligen Interessenlage unter Mitwirkung der ImmobilienStandortGemeinschaft (ISG) Stadtmitte durchgeführt werden. Langfristig ist städtebauliches Ziel, die untergenutzten Grundstücksfl.chen im Bereich entlang der Gohrsmühle zwischen dem Trotzenburgweg und dem Stadthaus einer baulichen Nutzung (Kerngebietsnutzungen – überwiegend Geschäfte, Büros und Dienstleistungen) zuzuführen und dort langfristig eine bauliche „Stadtkante“ entlang der Gohrsmühle zu errichten.

Nach Vorliegen eines städtebaulichen Gesamtkonzeptes für eine zukünftige Bebauung entlang des Straßenzuges An der Gohrsmühle (“Stadtkante Gohrsmühle”) ist ein Bebauungskonzept im Rahmen der weiteren planerischen Qualifizierung für den betreffenden Bereich zu konkretisieren. Dabei sind die Interessenlagen der verschiedenen Eigentümer (Stellplätze) sowie die Erschließungsfunktionen (Andienung) für die Bebauung rückw.rtig der FGZ Hauptstraße zu berücksichtigen.

9.  Forum-Park Nord (Rückseite Hauptstraße)

Die Flächen rückwärtig der Hauptstraße (FGZ) im Forum-Park sind unbebaut, untergenutzt und werden teilweise für die Zufahrt privater Stellplatzflächen genutzt. Das Erscheinungsbild wird derzeit von den Rückseiten der Bestandsgebäude FGZ Hauptstraße geprägt.

Der derzeit unbebaute, untergenutzte Bereich rückwärtig der FGZ Hauptstraße bietet sich für eine bauliche Arrondierung an. Das betreffende städtische Grundstück, welches langfristig einer hochbaulichen Nutzung (Kerngebietsnutzung – kleinstrukturierter Einzelhandel, gewerbliche Nutzungen, Büros und Dienstleistungen) zugeführt werden soll, wird von mehreren aktuellen Planungen tangiert.

Der Innenbereich des Forum-Parks wird zeitnah einer veränderten Freiraumgestaltung zugeführt (Wettbewerbsplanung “Ost” – Freiräume entlang der Strunde). Im Zuge der Freiraumgestaltung wird die Strunde offen gelegt und ein gewässerbegleitender Fuß- und Radweg mit Integration der öffentlichen Spielfläche erstellt.

Auf Basis der vorliegenden Planungen (Strukturkonzept – östliche Stadtmitte, Wettbewerbsentwurf “Ost” – Freiräume entlang der Strunde, hochbaulicher Testentwurf) ist ein Bebauungs- und Nutzungskonzept im Rahmen der weiteren planerischen Qualifizierung zu konkretisieren. Im Rahmen der Erstellung eines Bebauungskonzeptes ist die Errichtung einer privaten Tiefgarage unter Mitbenutzung der bestehenden öffentlichen TG-Zufahrt zu prüfen.

1o. Forum-Park Süd (Rückseite Schnabelsmühle)

Der Parkplatz zwischen Paas und Bergischen Löwen. Foto: Klaus Hansen

Die Flächen rückwärtig der Gohrsmühle im Forum-Park sind derzeit teilweise bebaut oder werden als private Stellplatzfläche genutzt. Das Erscheinungsbild in dem betreffenden Bereich wird von dem Baudenkmal “Gasthaus Paas”, seinen Anbauten (Nebengebäude) sowie den vorgelagerten, ungeordneten Stellplatzflächen geprägt.

Der derzeit unbebaute, untergenutzte Bereich rückwärtig der Gohrsmühle bietet sich für eine bauliche Arrondierung an. Das betreffende private Grundstück, welches langfristig einer hochbaulichen Nutzung (Kerngebietsnutzung – Gastronomie, gewerbliche Nutzungen, kulturelle Einrichtungen, Büros und Dienstleistungen) zugeführt werden könnte, wird von der beabsichtigen Umgestaltung des Forum- Parks tangiert.

Der Innenbereich des Forum-Parks wird zeitnah einer veränderten Freiraumgestaltung zugeführt (Wettbewerbsplanung “Ost” – Freiräume entlang der Strunde). Im Zuge der Freiraumgestaltung wird die Strunde offen gelegt und ein gewässerbegleitender Fuß- und Radweg mit Integration der öffentlichen Spielfläche erstellt. Die zur Umgestaltung anstehenden öffentlichen Bereiche grenzen unmittelbar an die vorgenannte potenzielle Baufläche.

11.  Forum-Park Ost (Grundstück Stadtbibliothek)

Die Stadtbücherei am Forumpark

Das Grundstück am Ende der östlichen FGZ Hauptstraße und am Rande des Forum-Parks ist mit dem ehem. Forumgebäude (jetzt Stadtbibliothek) bestanden. Das städtische Bibliothekgebäude ist “in die Jahre” gekommen und hat insbesondere bauliche und funktionale Mängel (Barrierefreiheit, Rettungswege).

Kurzfristiges Ziel ist die „.Überprüfung“ des Bestandsgebäudes (Gebäudezustand, Nutzung) in Bezug auf die beabsichtigte Umgestaltung des Forum-Parks. Der Innenbereich des Forum-Parks wird zeitnah einer veränderten Freiraumgestaltung zugeführt (Wettbewerbsplanung “Ost” – Freiräume entlang der Strunde). Im Zuge der Freiraumgestaltung wird die Strunde offen gelegt und ein gewässerbegleitender Fuß- und Radweg mit Integration der öffentlichen Spielfläche erstellt. Die zur Umgestaltung anstehenden öffentlichen Bereiche grenzen unmittelbar an die bestehende Stadtbibliothek.

Langfristig ist ein Um- bzw. Neubau auf dem städtischen Grundstück in exponierter Lage am “Stadtzugang Ost”(FGZ Hauptstraße) denkbar. Eine zukünftige hochbauliche Entwicklung muss jedoch im Einklang mit der Umgestaltung des Forum-Parks sowie mit den Planungen für eine zukünftige Umgestaltung der östlichen Stadtmitte insgesamt (Verkehrsführung, Quirlsberg, Alte Feuerwache) stehen.

12.  Fronhof (Innenbereich/ Parkplatzfläche)

Dem Beratungsergebnis der städtebaulichen Rahmenplanung Stadtmitte im Stadtentwicklungsausschuss am 01.03.2011 entsprechend soll die bestehende Parkplatzanlage zwischen der Laurentiuskirche und dem zukünftig umgestalteten Innenbereich der Buchmühle – zumindest mittelfristig – erhalten bleiben (siehe Darstellung im städtebaulichen Leitplanentwurf).

Die im Rahmen der Erstellung des Strukturkonzeptes für den östlichen Stadtmittebereich (“StadtKulturGarten”) in 2008 empfohlene zukünftige Bebauung des rückwärtigen Innenbereiches und Ersatz der bestehenden Parkplätze in Form einer Tiefgarage soll als langfristige Entwicklungsperspektive beibehalten werden. Der Bereich hinter der Kirche St. Laurentius ist demgemäß in der Auflistung von Potenzialflächen (siehe Kapitel „Anforderungsprofil für potenzielle Entwicklungsflächen“) enthalten.

Die Flächen rückwärtig der Hauptstraße (FGZ) und Laurentiusstraße im Innenbereich des Fronhofes sind derzeit unbebaut und werden überwiegend als private und öffentliche Stellplatzfläche genutzt. Die überwiegend privaten Grundstücke grenzen an den zentralen öffentlichen Parkplatz im Fronhof.

Kurzfristiges Ziel ist es, im Zuge der Umsetzung der Wettbewerbsplanung “Ost” (Freiräume entlang der Strunde) die fußläufige Verbindung zwischen dem Konrad-Adenauer Platz und dem zukünftig als Freiraum umgestalteten Innenbereich Buchmühle zu verbessern und durch eine Umgestaltung des bestehenden Parkplatzes hinter der Laurentiuskirche zu attraktivieren.

Langfristig ist jedoch denkbar, den derzeit unbebauten Innenbereich einer baulichen Nutzung zuzuführen, um zum einen die baulichen unattraktiven Rückseiten der Bestandsbebauung einzufassen und zum anderen neue stadträumliche Qualitäten (Passagen – oder Gassenbildung) zu schaffen. Die neuen Baukörper inmitten der Stadtmitte könnten für ergänzende Kerngebietsnutzungen und/ oder für kirchliche und kulturelle Einrichtungen konzipiert werden.

13.  Buchmühle Süd (Rückseite Hauptstraße)

Die Flächen rückwärtig der Hauptstraße im Innenbereich der Buchmühle sind z.T. bebaut und werden als Freiflächen (Stellplatzfläche) genutzt. Die privaten und städtischen Grundstücke grenzen an den ungeordneten öffentlichen Parkplatz im Innenbereich der Buchmühle. Das städtische Areal der ehemaligen Turnhalle neben der VHS wird derzeit – bis zu einer baulichen Verwertung – ebenfalls als bewirtschaftete Parkplatzfläche genutzt.

Der Innenbereich der Buchmühle ist bereits weitgehend einer Freiraumgestaltung zugeführt worden (Wettbewerbsplanung “Ost” – Freiräume entlang der Strunde). Im Zuge der Freiraumgestaltung wurde die Strunde offen gelegt und gewässerbegleitende Fuß- und Radwege angelegt. Nach Fertigstellung der Parkpalette hinter der „Alten Realschule Odenthaler Straße“ wird kurzfristig ein größerer Spielplatz an der Strunde angelegt.

Städtebauliche Zielsetzung ist, im Übergangsbereich zu den bebauten Bereichen an der Hauptstraße und ggfls. der Laurentiusstraße zusätzliche Bebauungsmöglichkeiten (für Wohnnutzungen) zu schaffen. Dem vorliegendem Strukturkonzept für die östliche Stadtmitte (u.a. Buchmühle) entsprechend soll der Innenbereich der Buchmühle für eine innenstadtnahe Wohnbebauung (“Wohnen am Park bzw. Wohnen an der Strunde”), z.B. in Form von Mehrgenerationenwohnen, aufgeschlossen werden.

14.  Buchmühle Nord (Rückseite Laurentiusstraße)

Panoramaansicht des Buchmühlen-Geländes

Die Flächen rückwärtig der Laurentiusstraße im Innenbereich der Buchmühle sind bis auf ein Einfamilienhaus unbebaut und werden als private Gartenfläche genutzt. Die privaten Grundstücke grenzen an den ungeordneten öffentlichen Parkplatz im Innenbereich der Buchmühle.

Der Innenbereich der Buchmühle ist bereits weitgehend einer Freiraumgestaltung zugeführt worden (Wettbewerbsplanung “Ost” – Freiräume entlang der Strunde). Im Zuge der Freiraumgestaltung wurde die Strunde offen gelegt und gewässerbegleitende Fuß- und Radwege angelegt. Nach Fertigstellung der Parkpalette hinter der „Alten Realschule Odenthaler Straße“ wird kurzfristig ein größerer Spielplatz an der Strunde angelegt.

Städtebauliche Zielsetzung ist, im Übergangsbereich zu den bebauten Bereichen an der Hauptstraße und ggfls. der Laurentiusstraße zusätzliche Bebauungsmöglichkeiten (für Wohnnutzungen)

zu schaffen. Dem vorliegendem Strukturkonzept für die östliche Stadtmitte (u.a. Buchmühle) entsprechend soll der Innenbereich der Buchmühle für eine innenstadtnahe Wohnbebauung (“Wohnen am Park bzw. Wohnen an der Strunde”) aufgeschlossen werden. Neben einer Wohnbebauung sollen Teilbereiche derzeit rein privater Garten- und Parkflächen einer öffentlich nutzbaren Freiraumgestaltung zugeschlagen werden.

15.  Areal Alte Feuerwache/ Zillertal/ Quirlsberg

Die alte Feuerwache an der oberen Hauptstraße.

Das Grundstück der alten Feuerwache mit seinen aufstehenden Gebäuden ist brach gefallen. Nach  vorübergehender Zwischennutzung der Bebauung stehen die Gebäude derzeit leer. Das Grundstück wurde mittlerweile von dem Evang. Krankenhaus (EVK) gekauft und soll zunächst als Mitarbeiterparkplatz zwischengenutzt werden. Mittelfristig ist die Bebauung des Grundstücks für kirchliche, diakonische, krankenhaus- bzw. gesundheitsspezifische Nutzungen geplant.

Das EVK hat zukünftige Erweiterungsbedarfe des Krankenhauses sowie des Parkhauses aufgrund des bestehenden Parkdrucks vorgetragen.

Die Umgebungsbebauung (Bebauung entlang der Hauptstraße) ist heterogen, das Erscheinungsbild des östlichen Stadtmittebereiches wird von den Baudenkmälern “Gnadenkirche”, “Kulturhaus Zanders” und “Gasthaus Waatsack” geprägt.

Lesen Sie mehr: Alle Beiträge zur Alten Feuerwache

Das Areal “Alte Feuerwache” mit seinem Umfeld soll einer städtebaulichen Neuordnung zugeführt werden. Im Rahmen einer städtebaulichen Neuordnung sind – die Interessenlage des Evang. Krankenhauses berücksichtigend – zunächst grundsätzliche Fragen zur Erschließung des Areals zu klären und ein Bebauungs- und Nutzungskonzept als Entwicklungsperspektive mit dem evang. Krankenhaus/ der evang. Kirche sowie den übrigen Anliegern zu entwickeln.

Auf Basis der Entwicklungsperspektive ist dann, im Einklang mit den freiraumplanerischen Zielsetzungen für den Quirlsberg, den Zielsetzungen einer zukünftigen Verkehrsführung sowie mit den Nutzungsinteressen der Grundstückseigentümer insbesondere des evang. Krankenhauses -, ein städtebaulich- verkehrlich-freiraumplanerisches Gesamtkonzept zu erarbeiten.

Waatsack und Kulturhaus Zanders an der Ecke Odenthaler / Hauptstraße. Foto: Schlade

Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen ist die Änderung des rechtsverbindlichen Bebauungsplanes erforderlich. In dem anstehenden Bauleitplanverfahren werden die Erschließung des Grundstücks bzw. zukünftiger Baugebiete und eines erweiterten Parkhausgebäudes sowie die Anbindung des Grundstücks an die Hauptstraße bzw. an den Verkehrsknoten „Odenthaler Straße/ Hauptstraße“ einen elementaren Planungsschwerpunkt bilden.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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