Jetzt im Mai geht es richtig los: Balkonkästen und Kübel werden bepflanzt, die Terrasse wird zum zweiten Wohnzimmer. Damit die Freude nicht nur ein paar Wochen anhält, lohnt es sich, bei Pflanzenauswahl, Erde und Pflege auf einige wichtige Punkte zu achten.

Oliver Fink, GartenBaumschule Becker

Viele Pflanzungen sehen beim Kauf gut aus – lassen aber schon nach kurzer Zeit deutlich nach. „Das liegt selten an der Pflanze selbst, sondern fast immer an Standort, Erde oder Pflege“, weiß Gärtnermeister Oliver Fink aus der Praxis.

Die richtige Pflanzenauswahl

Nicht jede Pflanze passt an jeden Standort. „Sonne, Halbschatten oder Schatten – das sollte vor dem Kauf klar sein“, rät Oliver Fink.

Gerade auf Südbalkonen brauchen Pflanzen viel Hitzeverträglichkeit, während im Schatten ganz andere Arten gefragt sind. „Wir erleben oft, dass Pflanzen am falschen Platz stehen – dann kann es einfach nicht funktionieren.“

Auch die Kombination spielt eine Rolle:
Stark wachsende Arten sollten nicht mit schwächeren kombiniert werden, da sie diese schnell verdrängen.

Pflanzung und Vorbereitung – darauf kommt es an

Ein häufiger Fehler liegt in der Befüllung des Kübels oder Balkonkastens.

„Ganz wichtig ist eine funktionierende Drainage“, erklärt Oliver Fink. „Staunässe ist einer der Hauptgründe, warum Pflanzen eingehen.“

Bewährt hat sich:

  • Drainageschicht aus Blähton oder Kies 
  • darüber ein wasserdurchlässiges Vlies 
  • erst dann die Pflanzerde 

Beim Einsetzen sollte der Wurzelballen gut durchfeuchtet sein. „Trockene Ballen nehmen später oft schlecht Wasser auf.“

Pflege im Sommer – gleichmäßig statt viel

Viele Hobbygärtner gießen zu unregelmäßig. „Besser ist es, regelmäßig und bedarfsgerecht zu gießen, statt selten und dann zu viel“, so Fink.

Gerade an warmen Tagen kann das auch tägliches Gießen bedeuten. Gleichzeitig sollte überschüssiges Wasser gut ablaufen können.

Auch die Nährstoffversorgung ist entscheidend: „Kübelpflanzen haben nur wenig Erde zur Verfügung – da sind die Nährstoffe schnell aufgebraucht.“ Flüssigdünger oder Langzeitdünger sorgen für ein gleichmäßiges Wachstum.

Ältere Kübelpflanzen richtig umtopfen

Viele Pflanzen begleiten ihre Besitzer über Jahre – brauchen aber irgendwann frische Erde und mehr Platz. „Wenn das Wachstum nachlässt oder die Erde stark durchwurzelt ist, wird es Zeit zum Umtopfen“, erklärt Oliver Fink.

Wichtig dabei:

  • alten Wurzelballen leicht auflockern 
  • abgestorbene Wurzeln entfernen 
  • ein etwas größeres Gefäß wählen 
  • frische, hochwertige Erde verwenden, die Wasser gut speichert und dennoch locker bleibt 

„Gerade bei älteren Kübelpflanzen entscheidet das Umtopfen darüber, ob sie vital bleiben oder langsam abbauen.“

Warum billige Blumenerde oft teuer wird

Am falschen Ende gespart wird häufig bei der Erde. „Das sehen wir jedes Jahr“, sagt Oliver Fink.

Sehr günstige Blumenerden bestehen oft zu einem hohen Anteil aus einfachen, wenig aufbereiteten Rohstoffen. Diese sacken nach dem Gießen schnell zusammen, verlieren ihre lockere Struktur oder trocknen stark aus. Wasser läuft dann entweder seitlich vorbei oder bleibt zu lange im unteren Bereich stehen.

Weitere typische Folgen:

  • Wurzeln bekommen zu wenig Luft 
  • die Erde nimmt Wasser später nur schlecht wieder auf 
  • Nährstoffe sind schnell verbraucht oder ungleichmäßig verteilt 
  • Pflanzen wachsen schwächer und blühen weniger 

„Die Pflanzen müssen häufiger gegossen und öfter nachgedüngt werden. Im schlimmsten Fall kümmern sie oder gehen ein. Dann wird neu gekauft – und das wird am Ende deutlich teurer.“

Deshalb empfiehlt der Gärtnermeister, auf hochwertige und für Kübel oder Balkonkästen geeignete Erden zu setzen. „Eine gute Erde ist die Grundlage für eine erfolgreiche Saison.“

„Wer Standort, Pflanzung und Pflege beachtet, hat den ganzen Sommer Freude an seinen Kübeln und Balkonkästen“, fasst Oliver Fink zusammen. „Und genau dabei unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden – mit passenden Pflanzen und der richtigen Beratung.“

Wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne.

Ihr Oliver Fink

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BECKER, das ist das Team GartenBaumschule und Garten- und Landschaftsbau unter einer Marke: Oliver Fink und Michael Becker arbeiten seit 1999 in enger, in der Branche einzigartiger Kooperation auf dem Gelände der GartenBaumschule Becker in Refrath zusammen.

Die beiden Meister- und Ausbildungsbetriebe arbeiten aus der Überzeugung: ein Garten braucht Aufmerksamkeit, um seine Wirkung zu entfalten. Und diese Aufmerksamkeit gibt er „seinem” Gartenbesitzer in Form von Erholung, Energie und Wohlbefinden zurück.

Gärtnermeister Oliver Fink leitet seit 1995 die GartenBaumschule Becker in Refrath. Regelmäßig informiert er im Radio (WDR 5), regionalen Medien (z.B. Bürgerportal und Kölner Stadt Anzeiger) sowie weiteren Medien Hobbygärtner über Themen rund um die Pflanzen für Terrasse, Balkon und Garten.

Gärtnermeister Michael Becker führt mit seinem Team BECKER Garten- und Landschaftsbau seit 1999 alle Arbeiten rund um die Gartengestaltung mit Pflanzen, Steinen, Holz aus.

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