Der Ausschuss für Schule und Gebäudewirtschaft (ASG) hat sich fast nur mit einer einzigen Frage in vielen Facetten beschäftigt: Wie gelingt es, den Schulbetrieb in den maroden Schulgebäuden irgendwie am Laufen zu halten? Im Vordergrund stand jedoch die Debatte, wie wichtig der Bau einer Wander-Sporthalle an der IGP ist – als Reserve für die Schulen und für andere Zwecke.

Wir fassen die wichtigsten Entscheidungen und Debatten in diesem ad-hoc-Protokoll kurz zusammen.

Die Entscheidung über den Bau einer Leichtbauhalle hat der Ausschuss für Schule und Gebäudewirtschaft (ASG) nach sehr langer Diskussion auf Antrag der CDU am Mittwoch einstimmig vertagt.

Die Stadtverwaltung hatte vorgeschlagen, diese Sporthalle in Leichtbauweise auf einem Außensportplatz auf dem Gelände der IGP aufzubauen und dort für drei bis vier Jahre zu nutzen. Dann jedoch soll sie zu ihrem endgültigen Standort (voraussichtlich das Tankstellen-Gelände an der Mülheimer Straße in Gronau) umziehen und dort mindestens weitere 20 Jahre zur Verfügung stehen.

SPD, Grüne und Volt/FWG stellten den akuten Bedarf für den Schul- und Vereinssport in Frage und warfen viele weitere Fragen auf – nicht zuletzt zu den Kosten, die der vorläufige Standort an der IGP mit anschließendem Umzug kostet.

Im Moment, das räumte Fachbereichsleiterin Alexandra Meuthen ein, habe die IGP selbst keinen Bedarf für die zusätzliche Halle, insgesamt sei die Lage aber sehr angespannt. Jederzeit könne eine der Sporthallen irgendwo in der Stadt ausfallen, dann würden Kapazitäten auch für den Vereinssport rasch gebraucht.

Diese Halle, so Meuthen, biete die Chancen, endlich einmal „vor die Lage zu kommen“. Mittelfristig werde eine weitere Halle als Ausweichkapazität auf jeden Fall gebraucht – zum Beispiel wenn die Halle an der Steinbreche saniert werde.

Der Standort an der Mülheimer Straße sei für eine solche Rotationshalle nahezu ideal geeignet – stehe aber jetzt gleich nicht zur Verfügung, weil zunächst die Gebäude abgerissen und Altlasten entsorgt werden müssen. Für eine neue Grundschule (siehe unten) sei das Grundstück jedoch zu klein.

Die CDU schloss sich grundsätzlich der Haltung der Stadt an und wies – was die Verwaltung vermied – darauf hin, dass im kommenden Jahr auch für die großen Karnevalssitzungen ein Ausweichquartier benötigt werde. Um einen möglichst breiten Konsens zu erzielen, sprach sich dann auch die CDU für eine weitere Debatte und damit eine Vertagung der Entscheidung in den nächsten Ausschuss aus.

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Die GGS Gronau befindet sich in einem besonders üblen Zustand, bestätigte die Stadt im ASG. Das Verfahren, bei dem ein Investor und ein Grundstück für einen Neubau gesucht wird, laufe noch – im öffentlichen Teil der Sitzung gab es dazu keine weiteren Informationen.

Bis diese neue Schule irgendwann fertig sei, müsse das alte Gebäude mit vielen kleinen Schritten in Betrieb gehalten werden, größere Reparaturen seien baurechtlich nicht möglich, einen Plan B gebe es nicht, bestätigte Meuthen auf Nachfrage.

Die Ergebnisse der Probesanierung nach dem PCB-Befund in der Nelson-Mandela-Gesamtschule und die Konsequenzen für die Sanierung der gesamten Schule müssen noch ausgewertet werden, berichtete die Verwaltung. Der Wiederherstellung von drei dringend benötigten Klassenräumen stimmte der Ausschuss ohne Gegenstimme zu.

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Ein Jahr lang konnten drei Klassenräume der Nelson-Mandela-Gesamtschule nicht genutzt werden: Weil in dem Gebäudekomplex erhöhte PCB-Werte gemessen worden waren, wurden diese zur Probe saniert. Nun sollen sie wieder für den Schulbetrieb hergestellt werden. Offen bleibt, wie es mit dem sanierungsbedürftigen Schulgebäude insgesamt weitergeht.

Der TÜV-Bericht zur geschlossenen Sporthalle der Nelson-Mandela-Gesamtschule liege nun vor, berichtete die Stadt auf Nachfrage von Schul-Vertreter Felix Bertenrath. Der TÜV bestätigt nach Auffassung der Verwaltung, dass die Halle erst nach Beseitigung der Mängel wieder genutzt werden darf – die Schulleitung sei jedoch anderer Meinung.

Der Sanierung der Zuwegung an der GGS Hebborn in der einfachsten Variante für 400.000 Euro, den Mehrkosten für die Erweiterung der Hauptschule im Kleefeld sowie einer Kostensteigerung bei der Sanierung des NCG stimmte der ASG ohne große Debatte einstimmig zu.

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Die Module für die Erweiterung der ersten Schulen waren rasch aufgestapelt, die Klassenräume der „Sofortschulen“ sind längst in Betrieb. Die Wiederherstellung der Bolzplätze und Außenanlagen dauert erheblich länger – und benötigt noch einmal mehr Geld. Daher berät der Schulausschuss über die GGS Hebborn und das Schulzentrum im Kleefeld – sowie ein weiteres Mal über das NCG.

Für Erstklässlerinnen mit einem OGS-Rechtsanspruch fehlten zuletzt in Frankenforst 10 Plätze, an der Steinbreche 3 und in Sand 4, teilte die Stadt mit. Unklar blieb, wieviele Kinder in Heidkamp noch unversorgt sind. Man sei aber zuversichtlich, alle Raumprobleme mit „kreativen Ideen“ lösen zu können. Hintergrund

Romina Matthes, bislang Ko-Rektorin, hat die Leitung des Gymnasiums in Herkenrath übernommen, berichtete Felix Bertenrath.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Wenn es zur Versachlichung der Debatte beiträgt, gerne einige Hinweise:

    1. Die Fläche für den möglichen Bau einer Leichtbauhalle ist aktuell eine Sportfläche, die für den Sportunterricht (u.a. Bewegungsfeld: Laufen, Springen, Werfen) genutzt wird und zumindest für die IGP in dieser Form nicht mehr zur Verfügung stehen würde.

    2. Der zeitliche Vorlauf, den der Bau dieser Halle benötigt, muss bedacht werden. Für einen akuten Mangel ist dies nicht unbedingt eine Alternative.

    3. Der Bedarf (AN DIESER STELLE) ist, auch mit viel Fantasie nicht gegeben. Für anstehende Sanierungen an der Nelson-Mandela-Gesamtschule und der Sporthalle in der Steinbreche ist dieser Standort (aufgrund der Entfernung) nur bedingt hilfreich.

    4. Für Karnevalsveranstaltungen kann – wie bereits geschehen – mit kleineren Zelten gearbeitet werden, die nur temporär errichtet werden.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Christian Maimer

    P.S. Den Vorwurf mangelnder Bürgernähe (v.a. in Richtung FWG) kann ich nicht nachvollziehen.

  2. Wie die Verwaltung scheinen SPD, Grüne und Volt/FWG eine herausragende, volksnahe Tradition zu ignorieren: Den KARNEVAL! Zu dem treffen sich jährlich Tausende von Menschen incl. sehr vielen Kindern und Jugendlichen, um den momentan schwierigen Alltag mal vergessen zu können. Diese Politik ist nahezu volksverachtend, bedenkt man all die Dinge, die diese Parteien scheinbar vergessen haben. Allein die Kinder und Jugendlichen werden von den Karnevalsvereinen besonders ins Auge genommen mit den Angeboten der Tanzgruppen. Ich hab keine Zahlen, aber alleine die GROSSE BENSBERGER KG beschäftig zwischen den Sessionen 54 Mädchen, Jungen und junge Erwachsene mit den Trainings (bis zu 2 x die Woche 2 Stunden), deren Ergebnisse auf den Bühnen im Karneval präsentiert werden.

    Welche Bühnen? Die meisten bis 2025 genutzten hat die Verwaltung vom einen auf den anderen Tag genommen, teils aus fragwürdigen Gründen. Von Heute auf Morgen im Wortsinn waren plötzlich elektrische Anlagen nicht mehr nutzbar, Hallendächer marode, allgemeine Zustände nicht mehr tragbar. Dem Chaos für die Vereine, das z.T. nahe an Überschuldung und Insolvenz ging, wollen die genannten Parteien die Vereine weiter aussetzen. Da vermisst man das Soziale in der SPD, erkennt volksverachtendes bei den Grünen und kann sich bei der FWG nur wundern, die in ihr Programm geschrieben hat, zunächst einzig für die Menschen der Region da sein zu wollen. Aber was interessiert Politiker ihre Aussage von gestern. Das nennt man Oportonismus!

    1. Große Worte.
      Sie haben vergessen auf die vielen Fahrradstraßen zu schimpfen, in die die ganzen fehlenden Millionen investiert werden.

      1. Mit “volksverachtend” ist meiner Meinung nach auch ein fragwürdiges Wort bei diesen großen Worten dabei.

    2. Karneval können Menschen auch ohne Bühnen und Vereine feiern, sehr gut sogar, wie man jedes Jahr aufs Neue beobachten kann. Der organisierte Karneval mit seinen zementierten Ritualen und seiner verknöcherten Funktionärsstruktur ist hingegen das blanke Grauen.

  3. Hallo Herr Watzlawek,

    erst einmal vielen Dank für die tolle Berichterstattung!

    Habe ich richtig verstanden, dass in Hebborn dann tatsächlich im zweiten Halbjahr 2026 dieser Multifunktionsplatz genehmigt wurde?

    Viele Grüße
    Brings

    1. Bei der Hauptschule im Kleefeld? Die Anlage ist gestern beschlossen worden und soll in der zweiten Jahreshälfte gebaut werden. Ob da noch baurechtliche Genehmigungen ausstehen, ist uns nicht bekannt. Aber dort hat es ja auch früher bereits einen (kaum genutzten) Bolzplatz gegeben.

  4. Wo auf dem Gelände der IGP wäre eine solche Halle denn überhaupt genehmigungsfähig? Auch der Lärmschutznachweis dürfte bei einer Leichtbauhalle, die für lautstarke Veranstaltungen inmitten eines Wohngebietes genutzt werden soll, problematisch werden.
    Sinnvoller wäre sowieso ein komplett neuer Standort, wenn die marode IGP durch eine neue Schule ersetzt werden muss.

      1. Und da soll es baurechtlich möglich sein, eine Sport- bzw. Mehrzweckhalle zu errichten? Soweit ich den Bebauungsplan kenne, sind die bebaubaren Flächen bereits belegt.