Die Tribüne im Belkawstadion mit dem neuen Pultdach.

Das Dach der Tribüne in der Belkaw-Arena ist fertig. Nach 19 Monaten können die Sitzplätze nun wieder genutzt werden. Der Neubau des Pultdaches war notwendig geworden, da die Köpfe der Leimbinderbalken am alten Dach beschädigt waren. Das Holz war durchgefault, die Dachfläche war nicht mehr verkehrssicher.

Im Februar 2015, kurz nach Karneval, wurde mit dem Abbruch des alten Tribünendachs begonnen. Fachfirmen entfernten das alte Dach. Statt der Giebelfront entschied sich die Stadt mit dem beauftragten Architekten beim Neubau für ein Pultdach.

„Dieses hat viele Vorzüge“, erläutert der Leiter des Sportamtes Volker Weirich. „Aus unserer Erkenntnis hat vor allem der bisherige Aufbau dazu geführt, dass die Schäden entstanden sind. Nun ist die Entwässerung besser geregelt. Außerdem sind die Leimbinder jetzt besser belüftet und die Reinigung ist einfacher durchzuführen.“

Die neue Dachkonstruktion in der Belkaw-Arena

Im Zeitraum von Karneval bis Anfang Mai wurde das neue Dach erstellt. Außerdem werden die Sitzschalen noch teilweise erneuert. Sie sind gesponsert von der Belkaw, die dem Stadion auch ihren Namen gibt.

Die Bauabnahme erfolgte am 7. Mai 2015. Das erste Spiel mit freigegebener Tribüne konnte bereits am vergangenen Sonntag durchgeführt werden.

Zeitplan und Kostenrahmen eingehalten

Trotz widriger Wetterbedingungen verlief der Bau genau im Zeitplan. Der im Vorfeld geschätzte Kostenrahmen von 560.000 Euro wurde eingehalten.

Die Tribüne ist ab sofort wieder für den Schul- und Vereinssport nutzbar. Auch die Lautsprecheranlage und die Tartanfläche stehen zur Verfügung.

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Lange gesperrt waren auch die Weitsprunggruben. Denn es bestand die Gefahr, dass das marode Dach nach vorne kippen konnte. Nun freuen sich Schulen und Vereine, aber auch die zahlreichen Sportlerinnen und Sportler des Sportabzeichenstützpunkts auf das Sprungtraining und die Wettkämpfe.

Pult statt Giebel: das neue Tribünendach in der Belkaw-Arena

Für die Stadtverwaltung galt bei der Fertigstellung das besondere Ziel, dass vor der Freiluft-Saison der Leichtathleten die Tribüne wieder zur Verfügung steht. Denn ab Mitte Mai bis zu den Sommerferien wird das Stadion durch Sportfeste, Stadtmeisterschaften oder Bundesjugendspiele intensiv durch Grundschulen und weiterführende Schulen genutzt. Die Sitzplätze unter dem Dach bieten vor allem bei schlechtem Wetter den notwendigen Schutz.

Rückblick: „Weit fortgeschrittene biologische Schäden”

Die verfaulten Leimbinder des alten Pulsdaches

Seit Oktober 2013 war die Tribüne im Stadion an der Paffrather Straße gesperrt. Bei Routinearbeiten am Stadiondach waren Schäden an den Leimbinderköpfen des Tribünendaches festgestellt worden. Aufgrund des Schadensausmaßes erfolgte die sofortige Sperrung der Tribüne durch das Bauordnungsamt.

In einem Gutachten stellte ein vereidigter Sachverständiger im Holzbau im Dezember 2013 fest, dass “weit fortgeschrittene biologische Schäden an den Auflagerpunkten der primären hölzernen Dachkonstruktion” vorliegen. Erneut wurden Sachverständige hinzugezogen, die untersuchten, ob die Sanierung oder Abriss und Neubau wirtschaftlicher wären.

Das Ergebnis lautete im Frühjahr 2014, dass Abriss und Neubau erfolgen sollten. Am 27. Mai 2014 stimmte der Rat der Stadt Bergisch Gladbach in einer Dringlichkeitsentscheidung für die Umsetzung der Neubaumaßnahme des Daches. Diese Entscheidung war notwendig, da erst dadurch die Planung für den Neubau sowie die Ausschreibung der Arbeiten beauftragt werden konnten.

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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