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Kurpfalz-Gala in Weinheim

Bei der Internationalen Kurpfalz-Gala am Samstag in Weinheim an der Bergstraße wollten rund 700 Sportlerinnen und Sportler die bekannt schnelle Bahn im Sepp-Herberger-Stadion zu neuen Bestleistungen nutzen.

Gegen 95 Konkurrenten aus sieben Nationen konnte sich Langsprinter Jan Vogt über 100m wie erwartet nicht für das Finale qualifizieren, blieb jedoch mit 11,34 Sekunden bei Windstille im Bereich seiner diesjährigen Bestleistung.

Timur Tezkan

Timur Tezkan

Jan Vogt war auch schnellster Herkenrather über 200m. Bei einem Gegenwind von 1,3m/sec. und auf der ungünstigen Bahn eins laufend erzielte der 24jährige Lehramtsstudent 22,74 Sekunden. Mit 22,75 Sekunden nur eine Hunderstel langsamer sprintete sein Vereinskollege Timur Tezkan, allerdings bei günstigeren Wind- und Bahnbedingungen. Der 22jährige Christian Grund lief bei Gegenwind 23,13 Sekunden und war damit deutlich schneller als bei seinem Saisondebüt vor 14 Tagen.

Senioren-Kreismeisterschaften und Kurzsprinttag in Köln

Parallel zur Kurpfalz-Gala in Weinheim fanden auf der Anlage von TuS rrh. Köln im Sportpark Höhenberg die Senioren-Kreismeisterschaften und ein Kurzsprinttag statt.

Jochen Gippert gewann in der Hauptklasse die 100m in 11,33 Sekunden. Der 38jährige hatte der stärkeren Konkurrenz wegen auf einen Start in der Seniorenklasse verzichtet. Im 200m-Wettbewerb der Männer belegte Dominik Höller Platz fünf in 24,42 Sekunden. Sein 17jähriger Bruder Bastian wurde über 100m der U20 Vierter in 12,19 Sekunden (persönliche Bestzeit) und siegte über 200m dieser Altersklasse in 24,23 Sekunden (ebenfalls Bestzeit). Verbessert präsentierte sich in Höhenberg auch Tim Schenk. Der 16jährige erzielte mit 12,44 Sekunden über 100m und 25,36 Sekunden über 200m ebenfalls neue Hausrekorde und wurde jeweils Achter in der U18.

Timo Esser-Bendel sicherte sich die Kreismeistertitel über 100m und 200m der M 35 in 12,32 bzw. 25,27 Sekunden, während sein Vereinskollege Holger Bois in der M 40 mit 13,04 bzw. 26,28 Sekunden erfolgreich war. Gerd Michalek schließlich war in der M 55 mit 36,35m bester Speerwerfer. Wegen einer Muskelverhärtung musste kolja Ewert auf einen Start in Köln verzichten.

NRW-Meisterschaften im Block-Mehrkampf in Aachen

In Aachen fanden am letzten Wochenende die NRW-Meisterschaften im Blockwettkampf (Fünfkampf) der Jugend U16 statt. Erstmals wurde diese ehemalige Nordrheinmeisterschaft offen für das gesamte Bundesland ausgetragen. Diese Öffnung für die Jugendlichen aus Westfalen führte zu einer wesentlich größeren und Teilnehmerfelder. Riegen mit mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern führten zu deutlichen Zeitplanverzögerungen und leider auch zu Überforderungen des Kampfgerichts.

Eine der Leidtragenden war Nele Renneberg vom TVH, für die im Weitsprung und Diskuswurf eindeutig falsche (und zu schlechte Weiten) notiert wurden. Dennoch verbesserte sich Nele im Wurf-Mehrkampf der W14 auf 2035 Punkte und erzielte auch über 100m mit 13,81 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung.

Jil Ruckenstuhl warf den Speer auf 21,37 Meter (PB), lief 16,52 sec. über 80m Hürden (PB, sprang 4,49 Meter weit und 1,32 Meter hoch und sprintete schließlich 14,08 Sekunden über 100m und sammelte damit im Mehrkampf „Sprint/Sprung“ der W15 2138 Punkte.

Paul Wischnewski belegte im Mehrkampf „Sprint/Sprung“ der M14 einen guten zehnten Platz mit 2350 Punkten. Bemerkenswert war sein 100m Lauf in 12,52 Sekunden, womit er im Landesverband Nordrhein zu den Schnellsten seines Jahrganges gehört. Daneben erzielte er 22,39 Meter mit dem Speer, 13,66 Sekunden über 80m Hürden, 4,81 Meter im Weitsprung und 1,44 Meter im Hochsprung.

ParAthletics 2015 in Nottwil/ Schweiz

Marc Schuh

Marc Schuh

Vom 29. Bis 31. Mai fanden in Nottwil in der Schweiz die „ParAthletics 2015“ statt. Auch in diesem Jahr war das „IPC Athletics Grand Prix-Meeting“ wieder ein Stelldichein der weltbesten Rollstuhlsportler, lediglich die chinesischen Sportler wurden erneut vermisst.

Mit einer Riesenüberraschung endete der 400m-Wettbewerb am ersten Veranstaltungstag. Als Julien Casoli den vorletzten Zeitlauf in 47,76 Sekunden gewann, war Marc Schuh noch bester Dinge. „Wenn ein Casoli eine 47,76 fährt, dann kann ich deutlich unter 47 Sekunden bleiben“, so Schuhs Gedanken. Er war nachweislich in Top-Form, die Bedingungen passten, die deutsche WM-Norm von 47,09 Sekunden sollte kein Problem sein.

„Wir fuhren gegen eine Wand“

Wie erwartet wurde in diesem letzten Zeitlauf eine hohe Anfangsgeschwindigkeit vorgelegt, Schuh erreichte auf der Gegengeraden eine Maximalgeschwindigkeit von mehr als 36 km/h. Eingangs der Zielgeraden lagen der Herkenrather, der Schweizer Marcel Hug und der starke Kenny van Weeghel aus den Niederlanden gleichauf. Doch dann fegte ihnen eine Windböe entgegen, „wir fuhren gegen eine Wand“, so Schuh, alle wurden deutlich langsamer. Das „Leichtgewicht“ Schuh musste im Vergleich zu den Modellathleten Hug und van Weeghel die meisten Federn lassen. Hug fuhr 48,24 Sekunden, van Weeghel 48,61 Sekunden und Schuh 49,12 Sekunden.

Der amtierende Weltmeister über diese Strecke, Marcel Hug fand sich am Ende auf Rang drei der Ergebnisliste, der WM-Dritte und Europameister von 2014, Kenny van Weeghel, auf Rand sechs und der Vizeweltmeister Schuh gar nur auf Gang neun!

Über 100m konnte Schuh erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die Top-Plätze eingreifen. Mit 14,61 Sekunden platzierte sich der Herkenrather in diesem Weltklassefeld auf Rang acht. Veränderungen an seiner Sitzposition und Umstellungen im Training haben dazu geführt, dass Schuh am Start deutlich hinter den Topfahrern zurückbleibt. Dennoch: Zu Platz vier fehlten in Nottwil auch nur winzige 0,09 sec.

Platz fünf über 200m in 25,41 Sekunden, nur 22 Hundertstel hinter Weltrekordler Tähti aus Finnland brachten für Marc Schuh einen versöhnlichen Abschluss der drei Veranstaltungstage in der Schweiz.

Ein Fazit bleibt nach diesem ersten Meeting in der Schweiz. Die Weltklasse im Rollstuhlsprint ist 2015 deutlich breiter, die Leistungsunterschiede zwischen den Top-Fahrern sind sehr viel geringer geworden. Und es bleibt die Frage, wie realistisch ist diese deutsche WM-Norm über 400m? Obwohl fast alle Weltklassefahrer in Nottwil am Start waren, wurde dieser Wert von allen deutlich verfehlt.

Für Marc Schuh gibt es jedenfalls in den nächsten Rennen noch einiges zu tun

Die Ergebnisse im Detail:

Weinheim
Männer:
100m: Jan Vogt 11,34sec.
200m Jan Vogt 22,74sec.; Timur Tezkan 22,75sec.; Christian Grund 23,13sec.

Köln
Männer:
100m: 1. Jochen Gippert 11,33sec.; 6. Dominik Höller 12,23 sec.
männliche Jugend U20
100m. 4. Bastian Höller 12,19sec.
200m: 1. Bastian Höller 24,23sec.
männliche Jugend U18
100m: 8. Tim Schenk 12,44sec.
200m: 8. Tim Schenk 25,36sec.
M 35
100m: 1. Timo Esser-Bendel 12,32sec.
200m. 1. Timo Esser-Bendel 25,27sec.
M 40
100m. 1. Holger Bois 13,04sec.
200m 1. Holger Bois 26,28sec.
M 55
Speer. 1. Gerd Michalek 36,35m

Nottwil
100m:
1. Leo-Pekka Tähti (Finnland) 13,97sec.
2. Kenny van Weeghel (Niederlande) 14,12sec.
3. Saichon Konjen (Thailand) 14,38sec.
4. Richard Chiassaro (Großbritannien) 14,52sec.
5. Alexey Bychenok (Russland) 14,54sec.
6. Mohammad Vahdani (Vereinigte Arabische Emirate) 14,55sec.
7. Niklas Almers (Schweden) 14,59sec.
8. Marc Schuh 14,61sec.
200m:
1. Kenny van Weeghel 24,71sec.
2. Saichon Konjen 24,95sec.
3. Leo-Pekka Tähti 25,19sec.
4. Mohammad Vahdani 25,21sec.
5. Marc Schuh 25,41sec.
6. Sam Carter (Australien) 25,47sec.
7. Alexey Bychenok 25,71sec.
8. Richard Chiassaro 25,80sec.
400m
1. Julien Casoli (Frankreich) 47,76sec.
2. Alexey Bychenok 48,16sec.
3. Marcel Hug (Schweiz) 48,24sec.
4. Tana Rawat (Thailand) 48,47sec.
5. Masayuki Higuchi (Japan) 48,54sec.
6. Kenny van Weeghel 48,61sec.
7. Yassine Gharbi (Tunesien) 49,01sec.
8. Alexandre Dupont (Canada) 49,05sec.
9. Marc Schuh 49,12sec.

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