Die neue Radstation in Bergisch Gladbach, vom Busbahnhof her gesehen

Wer sich unter einer Radstation einen zugigen Schuppen vorstellt, der wird sich wundern. In den vergangenen Monaten ist am Rand des Bahnhofsgeländes für 700.000 Euro ein ansehnliches, stabiles und funktionales Gebäude aus Glas und Stahl entstanden, das schon bald die neue „Fahrrad- und Umweltstation” (FUS) Bergisch Gladbach beherbergen wird.

So sah die alte „Radstation” an gleicher Stelle aus

Die offizielle Feierstunde zur Eröffnung für geladene Gäste findet am 12. Juni statt, am darauf folgenden Montag (15. Juni) nimmt die Fahrradstation ihre Arbeit auf. Sieben Jahre nach der ersten Vorstellung des Projektes.

Für 0,80 Cent am Tag (Monatskarte 8 Euro, Jahreskarte 80 Euro, persönlicher Stellplatz 99 Euro) können dann dort 256 Räder sicher und trocken abgestellt werden. Vom 14. bis 16. August soll die Station der Bevölkerung bei einem mehrtägigen Fest ausgiebig vorgestellt werden (Facebook-Einladung).

Denn rund um die FUS herum wird es eine ganze Reihe weiterer Angebote zur modernen Mobilität geben:

  • eine Werkstatt
  • eine Verleihstation
  • eine Ladestation für E-Bikes der Belkaw
  • Vertretungen der Car-Sharing-Anbieter FlexiCar (Wupsi) und Ford Müller sollen andocken
  • ein Informationspunkt für Angebot der umweltfreundlichen Mobilität in Stadt und Region, inklusive Tourismus- und Nahverkehrsangeboten
  • die Geschäftsstelle des ADFC.

Die Radparktickets kann man nur in der Station kaufen, einem Automaten gibt es nicht. Für Stammkunden gibt es spätestes ab August Chipkarten, womit der Zugang rund um die Uhr möglich ist.

Alle anderen sind auf die eingeschränkten Öffnungszeiten angewiesen:

Montag  8:30 bis 18Uhr
Dienstag 6:30 bis 18Uhr
Mittwoch 8:30 bis 18 Uhr
Donnerstag 7:30 bis 19 Uhr
Freitag 8:30 bis 18 Uhr
Samstag 9 bis 18 Uhr
Sonntag 11 bis 15 Uhr

Rückseite. Rechts ist die RheinBerg Galerie zu erkennen, links liegen die S-Bahngleise

Betreiber der Station ist der ehemalige Kölner Fahradnetzwerk e.V., der sich inzwischen in  Fahrrad-Umwelt e.V. umbenannt hat und sich ganz auf Bergisch Gladbach konzentriert. Vorsitzender ist Sven Bersch.

Der Vertrag zwischen Stadt und Verein sieht vor, dass der Verein den gesamten Betrieb, aber Instandhaltung und Reinigung trägt. Dafür muss relativ viel Personal bezahlt werden, wofür die Einnahmen selbst bei einer Vollauslastung nicht ausreichen, betont Bersch.

Die Differenz wird aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert: für 150 Euro im Jahr wird man Vollmitglied im Verein, darf dann aber auch kostenlos parken, was einem Vorteil von 80 Euro entspricht. Eine Pacht zahlt der Verein nicht an die Stadt.

Mehr Infos:
Website der FUS mit Preisen und Öffnungszeiten
Website der Stadtverkehrsgesellschaft, Facebook
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Die Stadtverkehrsgesellschaft Bergisch Gladbach (SVB) hatte als Bauherr das Projekt vorangetrieben. Aufgrund kleinerer Verzögerungen im Bauablauf musste die Eröffnung zwar um rund zwei Monate von April auf Juni verschoben werden, doch sei der Bau ohne größere Schwierigkeiten und Kostenüberschreitungen fertig gestellt worden, erläutert Willi Schmitz von der Stadtverkehrsgesellschaft.

Die Seitenansicht – vom Driescher Kreisel aus gesehen

Für Grunderwerb und Bau waren Kosten von 700.000 Euro veranschlagt worden. Davon kamen 332.000 Euro vom Land.

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Der Betreibervertrag wurde über eine Laufzeit von 12 Jahren ausgehandelt. Verwahrung und Service, Unterhaltung und Reinigung des Grundstücks übernimmt das Fahrradnetzwerk. Eigentümerin von Grundstück und Aufbauten bleibt die SVB.

Ein Blick in die neue Radstation

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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