Bürgermeister, Fachbereichsleiter/-in, Hochbaumitarbeiter und Schulleiter bei der Besichtigung des Standorts

Bürgermeister Lutz Urbach hatte es bereits bei der Gesprächsrunde in Sand angekündigt: Die Stadt ist in Kürten günstig an sechs gebrauchte Schulcontainer gekommen, die nun neben einem Schulgelände aufgestellt und für bis zu 60 Flüchtlinge hergerichtet werden sollen.

Den Standort hatte Urbach offen gelassen, weil der Direktor der entsprechenden Schule noch im Urlaub war. Inzwischen ist Hans-Georg Jaspers wieder im Dienst – und auch die Anwohner und Eltern sind informiert worden.

Günstige Voraussetzungen an der Taubenstraße

Daher konnte die Stadtverwaltung jetzt den Standort bekannt geben: ein städtisches Grundstück in Frankenforst, neben der Katholischen Grundschule Taubenstraße, angrenzend an die Straße Im Schlangenhöfchen.

Hier gibt es eine gut erreichbare Kanalanbindung, zudem ist das Gelände gegenüber dem Schulgelände bereits abgezäunt. Die durch die Schule genutzten Flächen werden nach Angaben der Verwaltung aller Voraussicht nach nicht in Anspruch genommen werden müssen.

Platz reicht für 60 – nicht für 90 – Flüchtlinge

Zunächst war die Verwaltung sogar davon davon ausgegangen, hier bis zu 90 Personen unterzubringen; einer der Räume muss aber als Sozialraum genutzt werden. Noch nicht geklärt ist die Beschaffung der erforderlichen Sanitäreinrichtungen, die ebenfalls in Containerbauweise installiert werden sollen. Und genau solche Container werden derzeit von sehr vielen Städten gesucht. Dennoch soll die Unterkunft Ende September bezugsfertig sein.

Trotz der rasch wachsenden Zahl von Flüchtlingen hat es nach Auskunft von Bürgermeister Lutz Urbach Konflikte bisher nur „in den seltensten Fällen” gegeben. „Im Gegenteil: Es herrscht eine enorme Hilfsbereitschaft, und die betroffenen Personen sind dankbar, bei uns Aufnahme gefunden zu haben. Ich bin sicher, dass auch die Frankenforster Bevölkerung großes Verständnis für die Unterbringung der Flüchtlinge in ihrem Stadtteil aufbringt,“ sagte Urbach.

Spendenbereitschaft weiterhin sehr hoch

Die Welle der Angebote aus der Bevölkerung zu Geld- und Sachspenden, die bei der städtischen Koordinierungsstelle für Flüchtlingshilfe eingehen, ebbt nicht ab. Daher muss kann die Sozialverwaltung nicht alle Angebot – vor allem gebrauchte Sachspenden – annehmen kann. Abholdienste könnten nur in Ausnahmefällen geleistet werden.

Wherearewegoing.net

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Zudem weist die Verwaltung weist darauf hin, dass nach wie vor um die Unterbringung der Flüchtlinge gerungen werde. Zwar gingen laufend Angebote ein, und fast Woche für Woche miete die Stadt private Unterkünfte an; aber gleichzeitig  wird mit weiteren hohen Zuweisungen gerechnet.

Daher muss die Stadt vorbauen; mittelfristig will sie neben den Schulcontainern in Frankenforst auch das alte Forsthaus Broichen in Bensberg für Flüchtlinge bewohnbar machen.

Schicksal der Flüchtlinge in Sand weiterhin ungewiss

Über den weiteren Verbleib der 78 Menschen in der Erstaufnahmeunterkunft in Sand herrscht noch immer Unklarheit. Eigentlich hätten sie schon längst per Bus nach Dortmund gebracht werden sollen, um dort ihre Asylanträge stellen zu können. Doch das steht bislang aus.

Dass die Sander Flüchtlinge nach der Antragstellung wieder zurück kommen dürfen, ist nach Aussage der Bezirksregierung sehr unwahrscheinlich; sie müssen damit rechnen, in Unterkünfte in anderen Kommunen eingewiesen zu werden.

Kontakte:

  • Stadt Bergisch Gladbach
    Wohnraum, Patenschaften, Betreuung, Dozenten und Räume für Sprachkurse
    Erstansprechpartnerin: Friederike Hennig, 02202 142868, F.Hennig@stadt-gl.de
    Netzwerk-Koordinator Uwe Tillmann, 02202 14 2321, U.Tillmann@stadt-gl.de
    Bürgermeister Lutz Urbach, l.urbach@stadt-gl.de
  • Spenden von gut erhaltenen Waschmaschinen, Kühlschränken und Herden
    Ansprechpartnerin bei der Stadt Bergisch Gladbach: Friederike Hennig, s.o.
  • Kleider-, Spielzeug und Sachspenden:
    Deutscher Kinderschutzbund: 02202 3 99 24 – Kinderwagen werden dringend benötigt!
    Deutsche Rote Kreuz 02202 936 41 0
    Gronauer Fenster 02202 445 12
    Kleiderstube 02204 587 70
    Kleiderschrank 02202 3 80 37
  • Spenden von Möbeln und Haushaltsgegenständen
    Skarabäus Novo e.V.  02202 70 86 08
    Sozialkaufhaus Emmaus 0152 28 54 03 06
  • Lebensmittelspenden
    Die Tafel e.V, 02202 95 72 20 40
  • Koordinatorin für pfarrgemeindliche Flüchtlingsarbeit RheinBerg
    Claudia Kruse, Kreisdekanat Rheinisch-Bergischer Kreis, mehr Info
    Telefon  02202/2515774, E-Mail  claudia.kruse@laurentius-gl.de
  • Arbeitskreis Flüchtlinge
    Szymon Bartoszewicz: 02202 9 31 01 36
    Jens Dettmann: Tel.: 02202 14 2345, j.dettmann@stadt-gl.de
  • Caritas-Fachdienst für Integration und Migration
    Raphaela Hänsch, 02202 1008-601, Website
  • Mikibu: Migrantenkinder bekommen Unterstützung
    Dirk Cromme, 02204  665 32, info@mikibu.de
  • Neue Heimat Bergisch Gladbach, Facebook-Gruppe
  • Freiwilligenbörse Rhein-Berg
    Website,  02202 1882717
  • Geldspenden 
    Deutscher Kinderschutzbund Rhein-Berg 
    Stichwort: Flüchtlingshilfe
    VR-Bank eG
    IBAN: DE85 370626003607716012, BIC: GENODED1PAF
    Deutsches Rotes Kreuz
    Kreissparkasse Köln, Konto: 311 001 659, BLZ: 370 502 99
    Stichwort: Spende Flüchtlingshilfe

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