Ingeborg Schmidt, Vorsitzende des DRK, hat einen ganz konkreten Wunsch für eine Familie unter ihren Schützlingen in Sand

Die Hilfs- und Spendenbereitschaft der Bergisch Gladbacher ist ebenso groß wie nachhaltig. Die Kleider- und Möbelkammern der einschlägigen Institutionen sind reichlich gefüllt, die Füchtlinge weitgehend versorgt.

Und dennoch herrscht Not. Relativen Mangel gibt es vor allem bei Angeboten für den Sprachunterricht, für ganz konkrete Betreuungsprojekte, für Paten- und Mentorenschaften. Wer sich hier einbringen will, wird in unserer Kontaktliste fündig (weiter unten zum Ausdrucken und als Download) – einzelne Flüchtlingsinitiativen werden wir in der nächsten Zeit in einer Serie vorstellen.

Die ganz großen Wünsche

Die wichtigsten Anliegen der Flüchtlinge sind nicht ganz so leicht zu erfüllen: Sie wünschen sich Sicherheit – in Form eines gefestigten Aufenthaltsstatus, einer Wohnung, einer Beschäftigung. Oft sind alle drei Punkte eng miteinander verknüpft.

Über den Aufenthaltsstatus entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge – und das kann dauern. Monate, manchmal sogar Jahre.

Beschäftigung

Allerdings gibt es ein paar Abkürzungen zu einem einigermaßen sicheren Status. Zum Beispiel, wenn man eine Wohnung nachweisen kann. Oder eine Beschäftigung, eine Ausbildungsstelle oder wenigstens ein Praktikum.

Arbeitgeber, die Stellen, Ausbildungsplätze oder Praktika für Flüchtlinge anbieten wollen, können sich zum Beispiel beim CDU-Ortsverband melden, der eine Stellenbörse einrichten will.

Überregional gibt es die Plattform Workeer. Hürden für Asylbewerber auf dem Arbeitsmarkt bestehen nach wie vor, sie sind aber ein gutes Stück abgesenkt worden.

Wohnung

Wohnungseigentümer, die kleine Wohneinheiten mit Bad, Wohnungen oder gar ganze Häuser vermieten möchten, sollten sich an die Ansprechpartnerin bei der Stadtverwaltung melden: Friederike Hennig, 02202 142868, F.Hennig@stadt-gl.de.

Für einzelne Zimmer, zum Beispiel in einer WG, gibt es im Internet eine Vermittlungsseite.

Einen ganz konkreten Fall hat die DRK-Vorsitzende Ingeborg Schmidt in der Notunterkunft in Sand unter ihren Fittichen. In der Turnhalle wohnt ein Albaner mit Frau und zwei Kindern, der einen Arbeitsplatz in Aussicht hat, den aber erst antreten kann, wenn er einen Wohnsitz nachweisen kann.

Über den Anruf eines Bergisch Gladbachers, der eine Wohnung für diese Familie hat, würde sich Ingeborg Schmidt (0173 5483756) sehr freuen.

Freundlichkeit

Und auch für alle, die diese Hilfe nicht leisten können, gibt es Möglichkeiten – die wenig Aufwand erfordern.

„Was können Sie tun? Das ist ganz einfach, spenden Sie Vertrauen. Gehen Sie auf die Menschen zu, lächeln Sie sie an,” appelliert Szymon Bartoszewicz, Flüchtlingsbeauftragter der Gnadenkirche, bei der Bürgerversammlung in Schildgen an die Zuhörer.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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