Dettlef Rockenberg verantwortet die Bereiche Bildung, Kultur, Schule und Sport

Dettlef Rockenberg hat angekündigt, Bergisch Gladbachs Kultureinrichtungen neu aufzustellen. Er wolle „alle Energie auf die Sicherung aller Angebote konzentrieren”, sagt der neue Kulturchef der Stadt im Interview mit KSTA/BLZ. Er sei kein „Schließungskommissar”, sondern solle die kulturelle Infrastruktur erhalten und stabilisieren.

Rockenberg arbeitet seit 33 Jahren für die Stadt Bergisch Gladbach, war zuletzt Leiter des Rechnungsprüfungsamtes und führt jetzt als Nachfolger von Lothar Speer den Fachbereich 4 mit der Verantwortung für Bildung, Kultur, Schule und Sport.

Im Vorfeld der anstehenden harten Beratungen über den Doppelhaushalt 2016/2017 betont Rockenberg aber auch, dass der Kulturetat nicht für „drei inhaltlich, strukturell, organisatorisch und technisch gut aufgestellte Museen” reiche – was er ausdrücklich nicht als Plädoyer für die Schließung der Villa Zanders verstanden wissen will. Am Ende müsse ohnehin der Stadtrat entscheiden.

Kunstmuseum Villa Zanders. Foto: Tina Heuer

Richtig oder gar nicht

Seinen Grundansatz erläutert Rockenberg am Beispiel der Villa Zanders. An Personal verfüge sie nur noch über die Direktorin und eine Verwaltungskraft, damit sei „der Schwamm ausgequetscht”. Da an der Villa aber nun das Etikett „Kunstmuseum” klebe, müsse die Politik dafür sorgen, „dass da auch Kunstmuseum drin ist”. Aktuell verfügt die Villa über einen Etat von knapp 560.000 Euro, der ganze Kulturetat umfasst vier Millionen Euro.

Wenn sich der Stadtrat bei der Entscheidung über die kulturelle Grundversorgung der Stadt für den Erhalt der Villa Zanders ausspreche, müsse es „ein ehrliches Konzept” geben – das mit dem entsprechenden Personal ausgestattet ist, fordert Rockenberg.

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Alle Beiträge zur Villa Zanders
Alle Beiträge zum Etat 2016/2017

Ähnlich hatte sich auch Kämmerer Jürgen Mumdey in seinem Ausblick auf die Haushaltsberatungen geäußert. Man müsse die Villa nicht schließen; aber wenn sie erhalten brauchen, benötige sie eine bessere Ausstattung und ein neues Konzept. Als mögliches Modell nannte Mumdey Schloss Eulenbroich in Rösrath. Auch die Einrichtung eines Cafés in der Villa war immer wieder mal gefordert worden.

Bei den Aussagen von CDU und SPD taucht das Kunstmuseum explizit nicht auf, die FDP fordert „ein Alternativkonzepts unter Einbeziehung privater Sponsoren”.

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Redaktion

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