Vor der Turnhalle in Venauen wurden zusätzliche Toiletten aufgebaut. Jetzt werden weitere Hallen im Kreis gesucht.

Beim ersten Kontingent hatte RheinBerg sein Soll übererfüllt: Statt der geforderten 500 hatte der Kreis mit Hilfe von sechs Gemeinden im September 616 Flüchtlingen in Turnhallen vor allem in Wermelskirchen, Overath und Rösrath in der Erstaufnahme versorgt.

Doch schon am 6. Oktober verlangte die Bezirksregierung mehr: noch einmal 500 Menschen solle der Rheinisch-Bergische Kreis unterbringen. Und zwar bis zum heutigen Montag. Dazu sah und sieht sich die Kreisverwaltung jedoch nicht in der Lage.

Man verhandele im Moment noch immer mit der Bezirksregierung über die Zahl der Plätze und über die Fristen, sagte eine Kreissprecherin am Montag. Aber 500 weitere Plätze seien kurzfristig auf keinen Fall zu schaffen. Der Kreis habe beim ersten Kontingent gezeigt, dass er sein Bestes gebe. Nun müsse er aber klar sagen, was nicht zu leisten ist.

Gleichzeitig eruiert die Kreisverwaltung mit den Bürgermeistern, wo es noch Möglichkeiten gibt. Dabei werde auf die Städte und Gemeinden aber kein Zwang ausgeübt, betont die Sprecherin.

Rösrather Flüchtlinge bereits registriert und neu verteilt

100 Betten stehen im Rösrather Freiher-vom-Stein-Gymnasium in Rösrath bereit, jetzt muss jedoch zunächst das Dach repariert werden.

Rösrath hatte rund 100 Flüchtlinge aus dem ersten Kontingent in der Turnhalle des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium aufgenommen. Die wurden bereits registriert und auf andere Städte weiter verteilt.

Im Moment steht die Halle leer, weil das Dach kurzfristig repariert werden muss. Sobald das geschehen ist und die Halle wieder als belegbar gemeldet ist wird die Bezirksregierung neue Flüchtlinge zur Erstaufnahme zuweisen – die aber nicht bei der neuen Forderung mitgezählt werden.

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Insgesamt soll der Rheinisch-Bergische Kreis also 1100 Flüchtlinge in der Erstaufnahme und damit in Amtshilfe für das Land aufnehmen. Hinzu kommen die rund 80 Menschen, die Bergisch Gladbach in eigener Verantwortung zur Erstaufnahme in Sand beherbergt. Und hinzu kommen die Flüchtlinge, die die Bezirksregierung im Rahmen der Regelzuweisung in jede Stadt und Gemeinde schickt. Alleine in Bergisch Gladbach sind das fast 1000 Menschen.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version wurden mit Blick auf Bergisch Gladbach die Funktionen von Sand und Katterbach vertauscht.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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