Das Team des DRK bei einer Lagebesprechung

Eine weitere Nachtschicht leisteten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. mit Unterstützung eines zwölfköpfigen Ärzteteams, weiteren Helfern der DLRG und Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Grund dafür war die Inbetriebnahme der beiden neuen Flüchtlingsunterkünfte in Rösrath. In der Turnhalle der Freiherr-Vom-Stein-Schule wurden 100 Plätze geschaffen; in der Turnhalle in Venauen zusätzliche 80.

Insgesamt kamen am Dienstagabend 160 Personen in Rösrath an: 65 Frauen und 95 Männer, darunter 55 Minderjährige aus 16 unterschiedlichen Nationen.

Mit vier Bussen wurden die Neuankömmlinge von Dortmund nach Rösrath gebracht. Der erste Bus erreichte die Freiherr-Vom-Stein-Schule gegen 19.40h. Dort wurden sie von dem eingespielten DRK-Team in Empfang genommen und mit einem kleinen Imbiss versorgt, ehe sie zur Registrierung in die Turnhalle geführt worden. Dort warteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisauskunftsbüros auf die Neuankömmlinge, um die Personalien für die Akten aufzunehmen.

Der Bürgermeister stellt sich an den Kopierer

Dabei wurden sie tatkräftig vom Rösrather Bürgermeister Marcus Mombauer unterstützt, der sich kurzerhand dazu bereit erklärte, bei der Aufnahme der Personalien und dem Kopieren der Dokumente behilflich zu sein.

In den Umkleideräumen der Turnhalle wurden bereits im Vorfeld sechs Untersuchungsräume geschaffen, in denen das routinierte Ärzteteam unter der Leitung von Dr. René Drouven die erforderlichen Erstuntersuchungen vornehmen durfte.

Unterstützt wurden sie dabei erstmals von den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der DRK-Sozialstation in Overath. Die gelernten Kranken- und Altenpflegerinnen sind dem Aufruf ihres Geschäftsführers Reinhold Feistl gefolgt und haben kurzfristig ihre Unterstützung zugesichert.

Nach der Untersuchung ging es für einen Teil der Neuankömmlinge direkt weiter nach Rösrath-Venauen, wo sie nach einer langen, kräftezehrenden Reise endlich zur Ruhe kommen konnten. Der andere Teil konnte in der Turnhalle der Freiherr-Vom-Stein-Schule verbleiben, dort eine warme Mahlzeit einnehmen und im Anschluss sein Bett beziehen.

Um kurz vor Mitternacht waren die Registrierung und Untersuchung der Flüchtlinge abgeschlossen, doch die Helferinnen und Helfer waren noch bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz: Akten sortieren, rückrüsten, den nächsten Morgen vorbereiten … für die Helferinnen und Helfer des DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. sind die Einsätze im Rahmen der Flüchtlingshilfe eine echte Mammut-Aufgabe.

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