Die Halle in der Feldstraße vor einer Woche. Inzwischen sind Trennwände aufgebaut worden.

Nur für eine Nacht waren die Betten in der Sporthalle Feldstraße belegt: die Busse mit den Flüchtlingen waren so spät in der Nacht angekommen, dass die Erfassung und Untersuchung doch nicht sofort in der neuen Erfassungseinrichtung des DRK in der Jakobstraße durchgeführt wurde. Statt dessen wurde die Menschen erst einmal in die Feldstraße gebracht um sich auszuruhen, berichtet eine Sprecherin des DRK.

Erst am nächsten Tag wurden die Flüchtlinge dann untersucht und anschließend nach Leichlingen sowie nach Kürten-Biesfeld gebracht. Ein Teil der Menschen hatte sich allerdings zuvor einer Erfassung entzogen und war weitergereist.

In den vergangenen zwei Wochen sind die meisten der neuen Unterkünft im Kreisgebiet eingerichtet worden und zum größten Teil auch schon belegt, berichtet Birgit Bär, Sprecherin des Rheinisch-Bergischen Kreises. Mit einer Gesamtzahl von rund 1340 Personen in der Erstaufnahme nähere sich RheinBerg der Zahl, die die Bezirksregierung gefordert hatte. Die 260 Betten in der Feldstraße sind dabei mitgezählt. Die Plätze in der Erstaufnahme werden den jeweiligen Kommunen angerechnet, die entsprechend weniger Flüchtlinge in der Regelzuweisung erhalten.

Nach Angaben der Kreisverwaltung wurde die Zahl der Plätze in Leichlingen auf 160, in Dabringhausen auf 192, in Rösrath auf insgesamt 220 und in Kürten auf 80 aufgestockt. Die Kreis-eigene Halle in Rösrath-Venauen wird gerade von 80 auf 120 Betten erweitert und wahrscheinlich noch in dieser Woche belegt.

Bis auf wenige Restplätze wären dann alle Hallen ausgebucht; danach beginnt die Belegung der Feldstraße. Insgesamt habe sich die Zeit, die die Flüchtlinge in der Erstaufnahme verbringen, deutlich verringert. Prognosen seien aber nicht möglich, manche Menschen warteten nur wenige Tage auf Weiterreise in eine der zentralen Registrierungsstellen, andere dann doch wieder mehrere Woche.

Grundsätzlich, das betont der Sprecher des NRW-Innenminsteriums, sei mit der Einrichtung der großen Registrierungsstellen in Dortmund, Herford und Bergheim eine deutliche Beschleunigung erreicht worden; der Rückstau werde jetzt abgebaut.

Bis zu 1000 Personen kann jede der drei Zentraleinrichtungen pro Tag registrieren; gleichzeitig kommen täglich 2000 bis 2500 Menschen neu nach Nordrhein-Westfalen.

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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2 Kommentare

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  1. Wieso wirst du nicht gesperrt , du braune Socke ? Wieso darfst du ungestraft deine braune Gülle hier reinrotzen ?